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Streit um Hilfskonvoi für Ostukraine: Kiew wirft Russland "grenzenlosen Zynismus" vor
AP

Der Streit um den russischen Konvoi, der Hilfsgüter in die Ostukraine liefern soll, verschärft sich. "Erst schicken sie Panzer, dann Wasser und Salz", sagte der ukrainische Premier Jazenjuk.

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max_schwalbe 13.08.2014, 12:43
1. Vor Ort entscheiden

Das Rote Kreuz soll sich die LKW an der Grenze genau anschauen und wenn keine Waffen drin sind, dann so schnell wie möglich rein damit zur notleidenden Zivilbevölkerung! Wenn versucht wird, den Konvoi wegen kleiner Details zum Erliegen zu bringen, wäre das in höchstem Maße unverantwortlich.

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balduinbandwurm 13.08.2014, 12:47
2. Zynismus?

Zitat von sysop
"Zuerst schicken sie Panzer, Grad-Raketen und Banditen, die auf Ukrainer schießen, und dann schicken sie Wasser und Salz", sagte er bei einer
Panzer Grad Raketen und Banditen, die auf Ukrainer schießen gibt es in einem Bürgerkrieg auf beiden Seiten. Zynisch ist dass die Ukraine nicht in der Lage ist, den Menschen humanitäre Hilfe zukommen zu lassen und jetzt ein solches Theater veranstaltet. Ich glaube nicht, dass man "schwere Kriegsgerät" in einem Glas Babybrei schmuggeln kann. Und wo ist das Problem die Ladung zu inspizieren? - Ist Jazenuk nicht eigentlich zurückgetreten?!

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_christoporus_ 13.08.2014, 12:49
3. Man wird unweigerlich ...

an die Eroberung von Troja erinnert. Im Geschenk an die Trojaner in Form eines Pferdes waren griechische Soldaten versteckt, die dann nachts die Tore öffneten.

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser, sagte schon Lenin.

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jstawl 13.08.2014, 12:49
4.

Das ist einfach clever von Putin. Lässt man den Konvoi durch, ist die Ukraine blamiert und Putin steht als guter Mensch da, der der Bevölkerung hilft. Lässt man den Konvoi nicht durch, ist die Ukraine der Böse und man hat sogar nen Grund für einen Einmarsch.
Lässt man den Konvoi nur nach Verzögerung durch, kann man dann immer noch sagen, dass es so viele Schikanen gab.

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kategorien 13.08.2014, 12:51
5. Hartes Spiel

Hatte ein Autor im Spiegel nicht kürzlich vorgeschlagen, die Annexion der Krim zu legitimieren, um die Situation zu entschärfen? Putin spielt mit harten Bandagen, nur mit Blick auf die eigenen Profite. Egal, wie die ukrainische Regierung sich jetzt entscheidet, sie steht schlechter da als zuvor (zumindest in der russ. Öffentlichkeit).

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rang 13.08.2014, 12:59
6. Trojanisches Pferd

Putins Propagandamaschine ist schon genial: Die bösen Faschisten aus Kiew wollen nicht einmal Hilfsgüter für Ihre eigene Bevölkerung hineinlassen. Was passiert aber, wenn ein russischer Konvoi in der Ukraine angegriffen wird? Das lässt sich leicht inszenieren. Dann müssen natürlich russische Soldaten einmarschieren, um den "zivilen" Hilfskonvoi zu beschützen. Warum geht Putin nicht auf den Vorschlag der Ukraine ein, die Hilfsgüter an der Grenze auf ukrainische Lkw's mit ukrainischen Fahrern umzuladen? Er hat wohl seine Gründe.

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humorrid 13.08.2014, 13:03
7. Vielleicht ist es auch an der Zeit

nicht nur an Putin oder Jazenjuk zu denken oder überlegen wie wer da steht, sondern über die eingekesselten Zivilisten, Ukrainer, Russen ist doch egal. Menschen harren dort seit Wochen unter Beschuss und Leiden Not von beiden Seiten. Also ist es vielleicht an der Zeit, dass die dritte Seite sich einschaltet, eine die sich nicht um Politik kümmert sondern um Menschen. Wahrheit und Richtigkeit, Recht und Ordnung können danach gern diskutiert werden, aber inzwischen sind Menschen dort zwei Wochen ohne Wasser. Ich bin weder ProPutin noch ProPoroshenko, ich bin ProSchwangereFrauenImKellerEinesKrankenhauses

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helios2.0 13.08.2014, 13:08
8. Berechtigtes Misstrauen

Bei dem Anblick von Armeetrucks und militärischem Personal werden in Kiew sicher Erinnerungen an die sogenannten Selbstverteidigungskräfte auf der Krim wach. Auch in normalen Zeiten darf ein solcher Konvoi nicht einfach die Grenze passieren. Da die Lieferungen weder mit Kiew noch dem IKRK abgestimmt sind, handelt es sich hier wohl um einen perfiden PR-Coup Putins, um sich als einsamen Samariter zu inszenieren und gleichzeitig die Autorität der ukrainischen Regierung zu untergraben. Die 11 Mrd. ?, die die EU als langfristige Hilfe zugesagt hat, werden gekonnt ignoriert - wie auch die Rolle Russlands in diesem Konflikt.

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themistokles 13.08.2014, 13:09
9.

Zitat von _christoporus_
an die Eroberung von Troja erinnert. Im Geschenk an die Trojaner in Form eines Pferdes waren griechische Soldaten versteckt, die dann nachts die Tore öffneten. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser, sagte schon Lenin.
Nun, man muss sich schon entscheiden. Entweder liefert Russland schon lange Soldaten und Waffen über die mehr als durchlässige grüne Grenze zwischen der Ukraine und Russland. Oder Russland ist für die Lieferung auf "trojanische Pferde" angewiesen. Beides zusammen passt jedenfalls nicht. Vor allem dann nicht, wenn die Aktion so wie gerade medial zugunsten Russlands ausgeschlachtet werden soll. Stellen Sie sich mal vor, in den Trucks wären wirklich Waffen, die gefunden würden...

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