Forum: Politik
Streit um militärische Zusammenarbeit: EU weist Drohungen der USA kühl zurück
OLIVIER HOSLET/EPA-EFE/REX

Die USA drohen der EU mit Konsequenzen, sollte sie ihre Pläne für den Europäischen Verteidigungsfonds nicht ändern. Nach SPIEGEL-Informationen wird Brüssel die Forderungen aus Washington rundheraus ablehnen.

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kirschlorber 16.05.2019, 21:09
120. Frederica Mogherini

Sie hat das was Merkel nicht hat.

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Neandiausdemtal 16.05.2019, 21:10
121. Broder?

Zitat von Darwins Affe
1) Letztlich geht`s wer am längeren Hebel sitzt: Von den EU-Staaten haben lediglich F und GB ein einigermassen funktionierendes Militär --- und GB hat sich quasi schon verabschiedet. 2) Mad Donald ist total unberechenbar. Ein Ausstieg der USA aus der NATO liessen Europa militärisch blank. 3) Gerade Deutschland macht sich mit seiner bedingt einsatzfähigen Bundeswehr und seiner infamen Verteidigungsministerin weltweit lächerlich. 4) Die Forumsbeiträge bestätigen einmal wieder, die von Henryk Broder neulich gemachte Aussage: »Die Deutschen sind eine Mischung aus Größenwahn und Impotenz.«
Der Broder beschreibt sich damit treffend selbst, sonst nichts.

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alice-b 16.05.2019, 21:16
122. Zitat

Zitat von s.l.bln
...angenehm überrascht. Nachdem das selbstbewußte Auftreten der EU Verhandler beim Brexit schon meine Erwartungen übertroffen hatte, ist diese promte, unmißverständliche Antwort auf das freche Anschreiben genau das, was nötig ist, um von vornherein für klare Verhältnisse zu sorgen. Grade im Umgang mit der Trumpadministration ist das wichtig, weil die jede Form übertriebener Diplomatie mit Schwäche gleichsetzt und sich eingeladen fühlt, noch einen Schritt weiter zu gehen. Vielleicht wird das ja doch noch was mit der europäischen Emanzipation.
"Der Brief ist zudem nicht von Mogherini selbst unterschrieben, sondern von Pedro Serrano, einem stellvertretenden Generalsekretär des Auswärtigen Dienstes der EU, und Timo Pesonen, dem Binnenmarkt-Generaldirektor der EU-Kommission."

Warum hat Mogherini den Brief nicht selbst unterschrieben sondern nachrangige EU Beamten? Als faktisch nur viel Luft und keine Substanz seitens der EU.

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alice-b 16.05.2019, 21:20
123. Deshalb

Zitat von minando
...denn ohne die USA stünde Europa verteidugungstechnisch mit runtergelassener Hose da. Wer sich immer nur hinter dem grossen Bruder versteckt muss sich hin und wieder dessen Gemeinheiten gefallen lassen.
hat Mogherini den Brief nicht selbst unterschrieb sondern nur nachrangige EU Beamte. Sie macht viel Wind aber faktisch nichts, oder will Mogherini schlussendlich Liebkind bleiben?

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Torte 16.05.2019, 21:20
124. Wann...

...kommt denn endlich mal eine von den großen Online-Petitionsplattformen mit einem europaweiten Boykott gegen US-Waren und Geschäftsketten wie McDonald oder Starbucks um die Ecke? Diese Trumpsche Weltvergiftungsmaschinerie darf auch auf volkstümliche Weise bekämpft werden.

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rudi712 16.05.2019, 21:20
125. @mats73

Genau, "z.B. Transportflugzeuge", deshalb kauft die Luftwaffe C-130J-30 und KC-130J. Vielleicht sollte die DO-27 wieder aufgelegt werden. Mit Grzymek-Livery bei der Bundeswehr in Mali bestens geeignet.

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alice-b 16.05.2019, 21:22
126.

Zitat von RDetzer
extra Klasse. Wer genau bestimmbare, verständig wiedergegebene Ziele hat, das auch kommunizieren kann, muß sich vor niemandem beugen. EU ist als global player wieder im Spiel, wir haben hier strategische Vorteile. An alten Planspielen planlos mitzutoben, würde ich nicht empfehlen. Setzen wir lieber alles auf eine neue Karte. Europe as well.
Deshalb hat Mogherini diesen Brief auch nicht selbst unterschrieben sondern nachrangige EU Beamte. Dieses sollt man nicht außer acht lassen.

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Neandiausdemtal 16.05.2019, 21:24
127. Ganz im Gegenteil!

Zitat von alice-b
"Der Brief ist zudem nicht von Mogherini selbst unterschrieben, sondern von Pedro Serrano, einem stellvertretenden Generalsekretär des Auswärtigen Dienstes der EU, und Timo Pesonen, dem Binnenmarkt-Generaldirektor der EU-Kommission." Warum hat Mogherini den Brief nicht selbst unterschrieben sondern nachrangige EU Beamten? Als faktisch nur viel Luft und keine Substanz seitens der EU.
So macht man dem Gegenüber deutlich, wie wichtig man es nimmt.
Sie haben noch viel Lernpotenzial.

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tempus fugit 16.05.2019, 21:25
128. Ach Gottchen,...

Zitat von teacher20
Na dann: ad 1.) Putins Russland ad 2.) Im Osten Europa, an der Grenze zu den baltischen Staaten und mit dem "Pfahl im Fleisch" Kaliningrad (ex-Königsberg) an der geostrategischen Schwachstelle der östlichen NATO zwischen Polen und Weißrussland (mit Kräften, die den symbolischen NATO-Kontingenten weit überlegen sind und denen die NATO konventionell - und zwar schnell - nichts entgegenzusetzen hätte. Das einzige, was Putin fürchten müsste, einen Atomkrieg, wird kein Verantwortlicher wegen Tallinn, Riga oder Kovno riskieren. ad 3.) Zuerst die NATO zu destabilisieren, indem es einen Keil zwischen die USA und die europäischen NATO-Partner treibt, dann die Ergebnisse der osteuropäischen Revolutionen von 1989/90 rückgängig zu machen, die die alte Sowjetunion hinwegfegten. Es dürfte Ihnen nicht entgangen sein, dass Putin den Untergang der Sowjetunion als eine der größten Katastrophen des 20. Jahrhunderts hinstellte. ad 4.) der Erhalt seiner Machtposition über das verfassungsrechtliche Ende seiner Präsidentschaft hinaus, indem er den Russen etwas von ihrer vermeintlichen "Würde" zurück gibt und etwas, worauf sie als "Siegernation" des 2. Weltkrieges stolz sein können. Die Durchsetzung von etwas, was angesichts der Entwicklung des Landes in den letzten 30 Jahren durchaus zweifelhaft ist, nämlich des Anspruches, wenn schon keine Supermacht, so doch eine Großmacht zu sein. Ihre (rhetorische?) Frage impliziert, dass Putin ja kein Hasardeur ist und für "kleinen Gewinn" (die Balten werden das nach Jahrzehnten im sowjetischen Völkergefängnis freilich anders sehen) den ganz großen Konflikt riskiert. Sicher ist er das in diesem Sinne nicht. In dem Sinne, dass er dafür wirtschaftliche Nachteile (siehe Sanktionen) in Kauf nimmt, aber schon. Wenn man sich dann vor Augen hält, dass das riesige Russland nicht einmal die Wirtschaftskraft Italiens erreicht und wenn man sich vor Augen hält, dass Russland (wenn auch nicht in dem Maße wie die verblichene Sowjetunion) bei seiner aktuellen Aufrüstung finanziell über seine Verhältnisse lebt, dann ist Putin sehr wohl kein rational denkender Politiker.
....Sie glauben das wirklich oder müssen es glauben?

1989 hat man - die EU - eine grosse Chance vertan, sich mit RUS zu verständigen und eine win-win-Situation herbeizuführen. Aber das ging schon damals den Amis gegen den Strich.
DE vor allen - aber auch die EU-Länder - sind mit 6000 km
Atlantik dazwischen - ein neokolonialer US-Vorposten von wo aus man viel provozieren kann aber wenig Schaden
erwarten würde.

Tote 'Helden' in Blechkisten und der US-Flagge drüber können nicht reden nicht schreien....

RUS braucht kein 'Lebensraum' - davon haben die zu Genüge - die brauchen Handelspartner und die EU braucht Öl und Gas und Bodenschätze und Menschen, die sich einen besseren Lebensstil wünschen.
Und die von Ihnen angeführten 'bedrohten' Kleinstaaten
wären der Reissverschluss von 2 Wirtschaftsriesen - und würden davon profitieren.

Wem so was überhaupt nicht passt - schon immer und nicht nurseit dem grossen Genie - darüber sollte man sich
Gedanken machen - früher hiess das Realpolitik!

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new#head 16.05.2019, 21:37
129.

Bei genauer Betrachtung fällt auf, dass z.B. die USA, aber auch andere nicht EU Staaten,, gerne überzogene Forderungen an die EU oder deren Mitgliedsstaaten richten. Diese werden dann mehr oder weniger zurückgewiesen. Auf diesem Wege erringen unsere Konkurrenten ihre Erfolge jedoch Scheibchenweise und testen immer wieder aus wie nachgiebig wir sind.
Das hat sich offenbar bewährt, sonst gäbe es nicht diese ständigen Anmassungen.

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