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Streit um Nato-Budget: Trump will "Rückerstattung" von US-Ausgaben
DPA

Dass die Nato-Partner nicht genug für ihr Militär ausgeben, hört man von Donald Trump schon länger. Per Tweet fordert der US-Präsident von ihnen nun eine Erstattung der ausgelegten Kosten für Verteidigung.

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burlei 10.07.2018, 23:36
100. Warum denn so komplizierte Überlegungen?

Die Tagung abwarten, im Anschluss die Absprachen einschließlich der "2% vom BIP" als "Schlechtesten Deal aller Zeiten!" bezeichnen und zerreißen. Das versteht er ja wohl.

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kmgeo 10.07.2018, 23:39
101. Verteidigungskosten Deutschlands

Erstens nimmt Deutschland die Flüchtlinge aus Syrien aus, die durch eine Destabilisierungspolitik der USA zu uns kommen.
Zweitens nimmt Deutschland die ganzen Polen, Ungarn, Rumänen etc. auf, die wegen der Osterweiterung nun schützenswert sind.
Drittens erlässt Deutschland amerikanischen Unternehmen Steuern (Facebook etc.).
Das reicht ja wohl.

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spieglbaer 10.07.2018, 23:44
102. So‘n Quatsch

Wer den Anspruch hat, die Welt zu beherrschen, und eine gigantische Rüstungsundustrie füttern will, muss halt viel ausgeben. Die Militärsusgaben der USA sind nicht nur für NATO Interessen. Es gibt überhaupt keinen Grund, die US wegen ihrer großen Militärausgaben finanziell zu unterstützen. Mit dem Ende des kalten Krieges schwand auch zunächst die Motivation, Militärausgaben zu steigern. Dies sieht heute anders aus, und aus vielfältigen Gründen sollte heute die Bundeswehr besser ausgestattet werden. Nicht auf Drängen der USA, sondern um Europa mehr Unabhängigkeit zu garantieren. Schließlich mag es in Zukunft fraglich sein, ob wir uns von einem Land, das zuvörderst seine eigenen Interessen sieht, beschützen lassen wollen.
Ein Abzug der US Besatzung nach fast einem Dreiviertel Jahrhundert aus Deutschland wäre denkbar.

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ranelagh 10.07.2018, 23:49
103. Man kanns auch so sehen

Vorsicht, der Schutzgeldeintreiber kommt!

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nurEinGast 10.07.2018, 23:50
104.

Zitat von Michael Jürgens
Europa hat jahrzehntelang den Schutz und die finanzielle Unterstützung der USA genossen. Allerdings hatten die USA ja auch was davon- Machtstellung in Europa gegen Russland.
hat Europa diesen "Schutz" überhaupt gebraucht? Und wenn ja, vor wem denn? Auf die Antwort bin ich jetzt schon gespannt...

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brosswag 10.07.2018, 23:50
105. Meine Meinung zum Thema

Wozu braucht Europa eine Schutzmacht? Wer bedroht sie militärisch.? Russland bestimmt nicht und China noch weniger. Putin verlangt nicht weniger und nicht mehr als mit Respekt und auf Augenhöhe behandelt zu werden. STREIT-Macht USA und die NATO dienen ausschließlich dem Zwecke, die US Militärindustrie zu erhalten da in diesem Wirtschaftszweig die USA immer ihre besten Gewinne erzielen . STREITMACHT der USA, samt NATO ist das Krebsgeschwür in dieser Welt. China entwickelt eine neue Strategie in dem es sich nicht in die Innenpolitischen Angelegenheiten anderer Völker militärisch einmischt und/oder bedroht. Stattdessen entwickeln sie die neue Seidenstraße. Sich dieser Entwicklung anzuschließen wäre auch eine gute Entscheidung für Europa.

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peterw 10.07.2018, 23:51
106. Anti Terror Kosten

Bitte den Usa dringend viele Milliarden Antiterrorkosten berechnen, die sie durch den Irakkrieg verursacht haben.

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eggshen 10.07.2018, 23:52
107. Alles korrekt

Zitat von lord-crumb
Die USA sind unter DT kein verlässlicher Bündnispartner mehr. Europa muss sich deshalb um seine Verteidigung selbst kümmer. Das geht nur über eine schlagkräftige EU-Armee. Bei dieser sollten auch nur die mitmachen dürfen, die sich klaren Regeln unterwerfen, um spätere Probleme wie aktuell mit Polen und Ungarn zu vermeiden. Auf diesem Weg würde auch nicht soviel Geld für die gleichen Strukturen in den einzelnen Mitgliedstaaten nutzlos vergeudet.
Aber wie Sie bereits andeuteten, würde das eine deutlich engere Zusammenarbeit, weniger Souveränität und viel Vertrauen bedeuten.
Ob die Nationalstaaten solche eigentlich naheliegenden Strukturen umsetzen werden, wage ich zu bezweifeln. Dafür scheint dieses Ressort immer noch zu sensibel zu sein.

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SVW80 11.07.2018, 00:01
108. So Unrecht hat er nicht...

Nur mal zur Einordnung: Das 2%-Ziel wurde schon auf dem Nato-Gipfel 2002 beschlossen. Mit Zustimmung Deutschlands (damals Rot-Grün regiert). Bekräftigt 2014. Ebenfalls mit Zustimmung Deutschlands. 2014 war übrigens Obama US-Präsident.
So richtig neu ist das jetzt nicht. Und Trumps Erfindung mal sicher auch nicht.

Ist natürlich einfach. Erst abnicken und sich dann vom wissenschaftlichen Dienst des Bundestages eine Stellungnahme einholen, dass das ja alles nicht verbindlich ist. Stimmt vermutlich auch. Aber aus so einem Verhalten eine moralische Überlegenheit ableiten? Erst die Hand heben und im Nachhinein sagen: "War ja alles nicht so gemeint und war ja auch nicht bindend"? Ich weiß ja nicht...

Geschichtlich sieht das auch eher mau aus. Jahrzehntelang hat Deutschland den Schutz, den die NATO gewährt hat, zu schätzen gewusst. Die Kohle aus dem Marshallplan hat Deutschland auch gerne genommen. Und wer sich über die Stationierung der Truppen der ehemaligen Westalliierten in Deutschland beschwert: Komischerweise war in fast allen Regionen, in denen solche Standorte inzwischen dicht gemacht wurden, eher das große Heulen und Zähneklappern zu hören. Das war gerade regional ein nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor.

Und nun wird seitens der Amerikaner eigentlich nur gefordert, dass Deutschland einen Beschluss einhält, den man mitgetragen hat. Nicht einmal sondern zweimal. Auch da tue ich mich schwer, Deutschland moralisch im Recht zu sehen...
Nur weil Trump es ist, der es einfordert? Klar, der Typ ist ein Clown aber das haben schon andere vor ihm gemacht. Nicht so laut und vehement, inhaltlich aber schon vergleichbar.

Und rein faktisch: Die Ausrüstung der Bundeswehr ist in maroder Haufen Schrott. Gefühlt gibt es auf SPON jede Woche einen neuen Artikel darüber, was nicht funktioniert. Flugzeuge, Hubschrauber, U-Boote etc. Hier mal etwas Geld in die Hand zu nehmen, damit nicht weiterhin die Exemplare 1-9 als Ersatzteilspender ausgeschlachtet werden müssen um Exemplar 10 notdürftig funktionsfähig zu halten, wäre wohl auch kein Fehler. Völlig unabhängig von der NATO und dem Clown mit der zu lang gebundenen Krawatte.
Aktuell geht ein Großteil des Wehretats für Gehälter der aktive und Pensionen der ehemaligen Soldaten drauf.

Dauerhaft 2% vom BIP? Das ist kritisch. Dann hätte Deutschland irgendwann die größte Armee in Europa. Das würde wohl auch heute noch bei einigen Nachbarländern Unbehagen hervorrufen (vorsichtig ausgedrückt). Für eine Übergangszeit, in der man die Ausrüstung mal auf ein vernünftiges Niveau bringt, wäre das aber unproblematisch.

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Trevor Philips 11.07.2018, 00:13
109.

Zitat von Hammelinda
Krieg kostet eben - Ist das den Amerikanern inzwischen auch schon aufgefallen? Da wird seit Jahrzehnten ein Land nach dem anderen "Überfallen", alle paar Jahre kommt ein neues dazu, oder ein altes wird erneut heimgesucht. Das alles, weil in Washington immer noch ein Haufen alter Idioten aus dem vorletzten Jahrhundert sitzt, die der Meinung sind, dass regelmäßiger Krieg gut für die heimische Wirtschaft sei. Einen "bösen" Diktator findet man leicht (die "guten" übersieht man gerne, die spuren ja wenn man Befehl gibt). Wenn die USA wirklich sparen wollen, dann sollen sie einfach ein paar ihrer Flugzeugträger einmotten, oder ihre absurd teuren Spielzeuge wie das Projekt für die F-35 Kampfjets in Zukunft bleiben lassen!
Glauben Sie eigentlich den ungebremsten Schwachsinn den Sie erzählen?
Angebliches "Überfallen" der Amerikaner hat nun mal überhaupt nichts mit den vereinbarten Verteidigungsausgaben zur NATO zu tun.

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