Forum: Politik
Streit um neues Mietrecht: Wie der Justizminister Abzocker ausbremsen will
DPA

Es ist eines seiner wichtigsten Projekte: Justizminister Maas will die Mietexplosion in Großstädten bremsen und die Abzocke durch Makler beenden. Doch sein Gesetzentwurf geht weiter als im Koalitionsvertrag vereinbart - ein Koalitionskrach ist programmiert.

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max__1985 20.03.2014, 09:22
120. Faule Vermieter?

Als Mieter sehe ich es nun mal nicht ein das ein Vermieter eine Dienstleistung in Anspruch nimmt aber dafür nicht zahlen braucht!
Wenn ich Wohnung besitze und diese vermieten will, dann habe ich mich persönlich auch um diese Vermietung zu kümmern. Wenn ich das nicht will kann ich einen Makler beauftragen den ich zu bezahlen habe. Ganz einfach.

Und grundsätzlich. WOHNRAUM ist zum WOHNEN da. Nicht um damit Geld zu verdienen oder eine "Rendite" raus zu schlagen. Die Grundversorgung mit dem Notwendigen (Energie, Wohnen, Lebensmittel) sollte nicht in die Hand von Spekulanten oder Investoren fallen, nur so wird eine ungleiche Verteilung des Kapitals vermieden.

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canoline29 20.03.2014, 09:23
121. Mieten

Es ist doch wohl an der Zeit das sich die Mieten senken, ich wohne in HH und seit 1Jahr suche ich ?hnliche Wohnung wie jetzt, aber unmöglich denn Courtage und höhere Miete ist nur der Anfang vom Ende. Damit muss doch endlich mal aufgehört werden. Darum finde ich pers. diesen Gesetzesentwurf gut.

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ricson 20.03.2014, 09:23
122. die Makler

Das Forum ist mal wieder ein schoenes Beispiel fuer neues deutsches Unternehmertum. Wenn ein Gesetz debattiert wird gibt es nur eine Frage egal wie sinnvoll es ist wie komm ich drumrum. Daraus kann sich für mich nur eine Konsequenz ergeben. Weniger ausnahmeregelungen und sonderregelungen, weniger Rücksichtnahme auf Interessen einzelner Unternehmer und haertere Strafen für wirtschaftsverbrechen.

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zyim 20.03.2014, 09:30
123.

Zitat von interessierterleser1965
Auch mit gedeckelten Mieten werden in den begehrten Szenevierteln keine neuen Wohnungen entstehen. Die entstehen nur, wenn sie einer baut oder neu renoviert und beides kostet Geld und muss sich rechnen. Anders heisst das dann Sozialismus und wird etwas später sehr teuer. Siehe Aufbau Ost. Und Mietspiegel bilden Preise nur durch eine Erfassung eines kleinen Bruchteils der tatsächlichen Mietwohnungen. Was daran repräsentativ sein soll, weiss ich jedenfalls nicht. Und oft sind diese Wohnungen dann mit der tatsächlichen nicht vergleichbar. Andernfalls würde das bedeuten, dass ein top sanierter Altbau (Stichwort Energiewende) zum gleichen Preis vermietet werden soll, wie eine unsanierte Wohnung der 50er Jahre. zu was das dann führt, kann sich jeder selbst ausmalen.
Vollste Zustimmung. Der Mietspiegel ist nur eine willkommene Ausrede, die Preise regelmäßig zu erhöhen ohne das der Mieter etwas davon hat.

Leider wird auch immer wieder vergessen, dass der Staat eine große Mitschuld an den steigenden Mieten hat. Wenn Bauland verkauft wurde, wurde immer an den Meistbietenden verkauft und das der seine Investitionen durch Luxuswohnungen besser rein bekommt als mit Sozialbauten, sollte auch dem Menschen klar sein, der keine Ahnung von Wirtschaftswissenschaften hat.

Es beginnt zwar auch gerade in den Kommunen ein Umdenken statt, aber bis das wirkt, vergehen Jahre. Und wer weiß, wann das schnelle Geld wieder die Kommunen dazu verleitet, alles an den Meistbietenden zu verkaufen anstatt zusätzliche Sozialkriterien anzulegen.

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unsichtbarergeist 20.03.2014, 09:31
124. Wohnungswechsel

Zitat von mailand2
Es ist doch irrsinnig und unlogisch, dass jemand für eine Dienstleistung bezahlen soll, die er direkt nicht in Auftrag gegeben hat.
Anderseits sind es aber die Wohnungswechsel der Mieter, die den Aufwand und damit die Kosten verursachen.

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c.PAF 20.03.2014, 09:36
125.

Zitat von Volkov
Ich habe 3 Kinder meine Frau und ich Arbeiten vollzeitig. Wir suchen eine größere Wohnung weil die Kinder sich wegen ungenügender Privatsphäre streiten. Hier ist ein Beispiel der 5 Zimmerwohnung in Stuttgarter Raum. 1100 Kaltmiete, 2,38 Nettomieten für Makler, 3 Monatsmieten Kaution. Das macht dann knapp 6000€ auf ein Schlag. Sagen Sie mir welche Familie mit 3 Kinder so viel Geld hat?
Es zwingt Sie soch niemand, einem "Maklerwohnung" zu nehmen. Die Zeitungen sind voll von "maklerfreien" Wohnungen. Sie müssen sich nur die regionalen (Wochen-)blätter besorgen und durchforsten. Also, wo ist das Problem?

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misterbighh 20.03.2014, 09:37
126. ja ne ist klar

Zitat von HankTheVoice
Klar sieht es für den Mieter nur so aus als macht der Makler nur die Tür auf und kassiert die üppige Provision. Aber woher hat der Makler denn die Wohnung? Das Schwierigste ist erstmal eine Wohnung zum vermakeln zu bekommen, wäre es einfach gäbe es keine Makler die damit Geld verdienen.
Ich bin jetzt 50 Jahre alt und ich habe in all den Jahren nur Miese Abzocker kennengelernt. Und der Spass ist an Ihrer Aussage ist doch seine Albernheit. Welcher Makler gibt denn Vollgas? Da gibt es maximal ne Webseite. Die Verträge sind vorgeschrieben. Wirkliche Marketingarbeit ist nicht zu erkennen. Die einzige Ausnahme die ich jemals getroffen habe ist eine Maklerin in Spanien. Bei der habe ich echten Service erlebt. Aber in Deutschland? 3 Monatsmieten für Tür aufschließen. Geil.

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ricson 20.03.2014, 09:37
127. drollig

Putzig das die Makler wissen das sie keine geschaeftzgrundlage haben wenn sie ihrer Kosten nicht mehr einfach jemanden aufdruecken können der sich nicht wehren kann. Schoen das die Herren und Damen ihren eigenen Wert kennen.

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wywy 20.03.2014, 09:39
128. ...

Offensichtlich muss der Mieter zukünftig bei Interesse an einer Wohnung den Makler in Textform beauftragen und alles bleibt beim alten: Ist es leicht Mieter zu finden, sind Makler zwischengeschaltet, ist es schwierig, sind keine Makler auf dem Markt. Komisch eigentlich.

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sebastian.weber83 20.03.2014, 09:42
129. Hoffentlich bald verabschiedet

Also ich für meinen Teil kann nur hoffen, dass der Entwurf schnell verabschiedet wird, gerade der Punkt mit den Maklern.

Ich will im Sommer nach München ziehen und wenn man sieht, wie viel Geld man da aktuell für eine Wohnung zahlt, bevor man überhaupt einziehen will, wird mir schlecht.

Wir suchen eine Wohnung, die bis 1.200 Euro grob kosten darf. Beim Abschluss des Mietvertrags wird dann natürlich eine Kaution fällig, das ist klar. Sprich zwei Monatsmieten, dann ist man bei 2.400 Euro.

Die Makler verlangen meist auch 2,38 Monatmieten, sprich auch noch mal 2.600 Euro oder so. Dafür, dass sie aus Mietersicht einen Eintrag auf einer der Immobilien-Internetseiten platzieren (was kein großer Aufwand ist) und einem dann die Tür aufschließen und (meist) nicht wirklich mehr erzählen, als man aus der Anzeige bereits weiß. Dafür aber 2.600 Euro zu verlangen, ist für mich ein Unding. Und es ist kein Argument, dass der Makler ja auch erst an Wohnungen kommen muss, die er anbieten kann. Ich als Arbeitnehmer muss mir schließlich auch einen Job suchen, um Geld zu verdienen und bekomme dafür kein Gehalt, dass ich einen Job suche.

Kurzum, in Großstädten zahlt man aktuell schon mehrere tausend Euro, um überhaupt eine Wohnung zu bekommen und da sind Kosten für den Umzug selbst und ähnliches noch nicht einmal mit eingerechnet.

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