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Streit um Niebels Gaza-Reise: Israels Fehler

Der Zoff um die verweigerte Einreisegenehmigung nach Gaza für Entwicklungshilfeminister Niebel zeigt vor allem eines: Israel kann mit Kritik nicht umgehen. In den vergangenen Monaten sind reihenweise Freunde auf Distanz gegangen, die mit gutem Rat abgeblitzt sind.

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Stefanie Bach 21.06.2010, 14:32
1. Niebel

Zitat von sysop
Der Zoff um die verweigerte Einreisegenehmigung nach Gaza für Entwicklungshilfeminister Niebel zeigt vor allem eines: Israel kann mit Kritik nicht umgehen. In den vergangenen Monaten sind reihenweise Freunde auf Distanz gegangen, die mit gutem Rat abgeblitzt sind.
Der Zoff zeigt vor allem, dass auf die FDP kein Verlass ist. Niebel wusste vorher, dass man ihm die Einreise nicht gestatten würde. Er hätte sich auch vernünftig verhalten können. Stattdessen hat er Propaganda getrieben. Das ist eines deutschen Ministers nicht würdig: Bei Sprache assoziiert man zunächst Verständigung mit anderen.

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sysiphus 21.06.2010, 14:42
2. Zustimmung

Zitat von sysop
Der Zoff um die verweigerte Einreisegenehmigung nach Gaza für Entwicklungshilfeminister Niebel zeigt vor allem eines: Israel kann mit Kritik nicht umgehen. In den vergangenen Monaten sind reihenweise Freunde auf Distanz gegangen, die mit gutem Rat abgeblitzt sind.
Tja, es wird langsam einsam um Netanjahu und seine rechte bis ultrrechte Koalition.
Ein sehr guter Artikel dazu ist in der ZEIT zu lesen - http://www.zeit.de/2010/25/P-op-ed-Israel

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badblood 21.06.2010, 14:43
3. FDP auf Irrwegen.

Zitat von sysop
Der Zoff um die verweigerte Einreisegenehmigung nach Gaza für Entwicklungshilfeminister Niebel zeigt vor allem eines: Israel kann mit Kritik nicht umgehen. In den vergangenen Monaten sind reihenweise Freunde auf Distanz gegangen, die mit gutem Rat abgeblitzt sind.
Herr Niebel hat mit seiner Äusserung, für Israel sei es 5 vor 12, nachträglich ausreichend Gründe dafür geliefert, warum er nichts in Gaza zu suchen hatte. Mit welcher Penetranz Islamismische Terrorregimes mittlerweile hofiert werden, ist schlicht unerträglich. Und das bei der ganzen Debatte kein einziger Politiker die Rolle Ägyptens in der Gaza-Blokade erwähnt, ist ein eindeutiger Signal dafür, dass die ganze Aktion nichts anderes ist, als sich vor arabischen Freunden hübsch zu positionieren.

Da nutzt die Türkei kaltblutig die ganze Situation, um sich in der Region als führende Nation zu positionieren, und schon springen Assgeier auf den Zug auf, um von der Innenpolitischen Debatte abzulenken. Kein Jahr nach der triumphalen Wahl steht die FDP so schlecht dar, wie nie zuvor in ihrer Geschichte. Erbärmlich, wie man mit dieser Situation umzugehen weiss.

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MaximilianSchmitz 21.06.2010, 14:45
4. Grandioser Auftritt

Wunderbarer Auftakt eines bereits jetzt gelungenen Israelbesuchs.

Wenn der Bundesminister eine Infrastruktureinrichtung bezuschusst, ist es sein Recht, es zu besichtigen.

Ein guter Standpunkt; hoffentlich setzt er sein vorbildliches Engagement fort. Sonst räumt er das Feld für derart dubiose Gestalten wie Holger Apfel, Mitglied des sächsischen Landtagsfraktion der NPD, der die Gelegenheit nicht verstreichen lässt, für seine niederen Zwecke gegen Israel zu hetzen. Das darf nicht in unserem Interesse sein.

Ein Freund ist, wer die Wahrheit sagt. Das tut der Bundesminister und das ist ihm hoch anzurechnen.

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shine31 21.06.2010, 14:48
5. Re: Niebel wusste vorher...

Zitat von Stefanie Bach
Der Zoff zeigt vor allem, dass auf die FDP kein Verlass ist. Niebel wusste vorher, dass man ihm die Einreise nicht gestatten würde.
Es war vorher nicht klar, daß man die Einreise nicht gestatten würde. Es gab wohl Verhandlungen mit dem Aussenministerium. Warum sollte es diese geben, wenn definitiv keine Einreise möglich wäre. Andere "hochrangige" Politker ist die Einreise auch erlaubt worden.

Was maßt sich eigentlich Israel überhaupt an, Politiker anderer Länder an der Einreise in ein anderen Land zu hindern? Die ganze Gaza-Blockade ist menschenunwürdig und völkerrechtswidrig!

Zitat von Stefanie Bach
Er hätte sich auch vernünftig verhalten können.
Ist Kritik an Israel also IMMER "unvernünftig"?

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ImwahrstenSinnedeswortes 21.06.2010, 14:49
6. blub

Zitat von Stefanie Bach
Der Zoff zeigt vor allem, dass auf die FDP kein Verlass ist. Niebel wusste vorher, dass man ihm die Einreise nicht gestatten würde. Er hätte sich auch vernünftig verhalten können. Stattdessen hat er Propaganda getrieben. Das ist eines deutschen Ministers nicht würdig: .

Is klar das wenn ein deutscher den Mund auf macht sofort irgendwelche Feiglinge sich zu Wort melden.

Das Deutschland kostenlose Kriegsschiffe schicken soll ect. juckt anscheinend keinen. http://www.spiegel.de/politik/auslan...656857,00.html

Mir langt es ... Die Mauern Israels sind grösser, brutaler und zeigen wie schlecht dieses Israel ist.

Ich bin ja mal kein Fan der FDP aber das haben sie gut gemacht ..bzw. Niebel ..

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fatherted98 21.06.2010, 14:50
7. Ist das denn so schwer..?

Zitat von sysop
Der Zoff um die verweigerte Einreisegenehmigung nach Gaza für Entwicklungshilfeminister Niebel zeigt vor allem eines: Israel kann mit Kritik nicht umgehen. In den vergangenen Monaten sind reihenweise Freunde auf Distanz gegangen, die mit gutem Rat abgeblitzt sind.
Eins sollten sich Deutsche Politiker doch endlich mal merken...wir können jeden Staat der Erde kritisieren..aber eben nicht Israel...und da können sich die Jungs die immer meinen man sollte unsere Vergangenheit vergessen oder fordern nicht ewig darauf rumzuhacken, auf den Kopf stellen...wir (und damit meine ich vor allem unsere Politiker) sollten Israel nicht kritisieren. Deutschland hat sich so sehr am jüdischen Volk vergangen das eine normale Beziehung zu diesem Staat eben nie wieder möglich sein wird...ist das denn so schwer?

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Klartext007 21.06.2010, 14:50
8. Toll!

Im Gazastreifen wird eine Kläranlage gebaut und deutsche Spitzenpolitiker kommen zur Einweihungsfeier samt Tross eingeflogen. Leute, so werden unsere Steuergelder verbraten!

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wolfman11 21.06.2010, 14:51
9. Herr Niebel on Tour

Zitat von sysop
Der Zoff um die verweigerte Einreisegenehmigung nach Gaza für Entwicklungshilfeminister Niebel zeigt vor allem eines: Israel kann mit Kritik nicht umgehen. In den vergangenen Monaten sind reihenweise Freunde auf Distanz gegangen, die mit gutem Rat abgeblitzt sind.
Bei aller berechtigten Kritik an Israels Politik, war der Auftritt von Herrn Niebel doch ganz bewußt herbeigeführt. Herr Niebel kannte die Standardreaktion Israels bereits vorher und macht nun bewußt einen unerträglichen Medienrummel darum. Hätte er all dies vor Wochen von seinem Schreibtisch aus thematisiert, etwa in Vorbereitung dieser Reise, statt es medienwirksam erst in Israel hochzukochen, gebührte ihm Respekt. So hat ein Minister, der bisher zu recht kaum wahrgenommen wurde, endlich die Aufmerksamkeit nach der er offensichtlich lechtzt. Das er damit sowohl das Deutsch-Israelische-Verhältnis belastet, als auch eine sinnvolle, ruhige Diskussion um die israelische Politik erschwert, scheint ihm schlicht gleichgültig.

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