Forum: Politik
Streit um regionale Spezialitäten: Wurstige Debatte
DPA

Nürnberger Rostbratwurst aus Kentucky? Nach dem Chlorhuhn hat Deutschland einen neuen Aufreger im Streit um das Freihandelsabkommen TTIP. Das ist peinlich - und führt in die Irre.

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matt4077 06.01.2015, 03:02
1. Fehler im Artikel

Entgegen der Behauptung im Artikel ist der Schutz regionaler Produktbezeichnung durchaus Teil von Ceta. Der z. B. von Tagesschau.de veröffentliche Entwurfstext regelt den gegenseitigen Schutz in Kapitel 22, Artikel 7.

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Strichnid 06.01.2015, 03:10
2. ...

Ich hab noch ne bessere Idee als ne Kennzeichnung von Gen-Food: Gar kein TTIP und dadurch auch kein Genfood. Ich sehe einfach keine Vorteile darin, nur Nachteile.

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egyptwoman 06.01.2015, 03:14
3.

Kein Wunder das die Mehrheit nichts von TTIP hält, man erfährt ja schon jetzt nichts, alles wird hinter verschlossenen Türen verhandelt, über die Köpfe der Bevölkerung hinweg (genauso wie seinerzeit die Einführung des Euro). Haben wir in Dtl nicht eine Demokratie? Heißt Demokratie nicht "Herrschaft des Volkes"? Ich frage mich: was ist das für eine Demokratie, in der die Menschen nicht gefragt werden, in der Verträge hinter verschlossenen Türen verhandelt werden und die Bevölkerung außen vorgelassen wird? Dieses TTIP - sollte es zur Unterschrift kommen - wird Europa um die Ohren fliegen, genauso wie dieser EU-Unsinn. Das ganze wird in einem riesen Knall kaputtgehen und die die sich dann nen Loch in den Bauch freuen sind die ach so tollen Amerikaner, die weder ne Esskultur haben (mehr als Fastfood kennen die doch gar nicht), noch sonst irgendwas haben, was sich lohnen würde zu kaufen (Spritfressende Benzinschleudern um nur ein neg. Beispiel zu nennen). Warum will man dieses TTIP durchsetzen? Erzähle mir keiner das das Arbeitsplätze schafft und zwar solche von denen man auch Leben kann ohne wie in Amiland üblich mittlerweile 3 oder 4 Jobs zu haben um halbwegs über die Runden zu kommen. Lasst diesen Unsinn mit TTIP, die einzigen die dabei gewinnen sind die Amis.

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Lampenluft 06.01.2015, 03:18
4. Falsch, die Lebensmittels sind nur ein Beispiel.

Der Autor des Artikels versucht über eine Pseudodifferenzierung eine Form der Objektivität erzeugen.

1. Das Essen in Amerika ist erbärmlich. Der Spiegel möge dem Autor eine Reise nach Amerika bezahlen. Brot, Milchprodukte und Fleischprodukte sind nur über Spezialitätengeschäfte in europäischer Qualität zu bekommen. Wenn überhaupt.

2. Kern von TIPP ist auch der Investorenschutz und die Schiedsgerichte. Ebenfalls unnötig in einer angeblichen "Kooperation" zwischen funktionierenden Rechtsstaaten.

3. Der Kern des Verbraucherschutzes liegt in der Rechtssprechung. Die Verantwortung in der Politik. Die Qualität muss Aufgabe der politischen Verantwortung sein, nicht alleine die des Verbrauchers. "Wenn die Dinge so schlecht wären, dann wird der Verbraucher schon das Richtige wählen." Falsch.
Der Staat hat die Aufgabe seine Bürger zu schützen, auch vor den Interessen der Großkonzerne. Dies trifft insbesondere auch für die Bürger zu, die nicht in der Lage sind sich selbst zu schützen.
4. Die Anerkennung von Standards schafft Märkte. Unabhängig ob diese wissenschaftlich korrekt sind oder nicht. Daher spielen sich viele Marketingscharaden auf dem Gebiet der Standards ab. Dort zählt nicht die Qualität, dort zählt nur "wer macht diese". Der Begriff Qualitätsmanagement ist eine Farse. Routinenmanagement wäre richtig. Dazu dienen Standards.

Fazit: Europa hat viel zu verlieren. Die Wurst zählt genauso viel wie der Schinken und der Käse und Arbeitszeitgesetze und der "Investorenschutz". Man schützt Großkonzerne vor der Politik eines Landes und vor den Verbrauchern?

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otelago 06.01.2015, 03:22
5. NSA nein danke

solange die USA sich auf den dunkelsten Wegen ihrer Geschichte bewegen sollte man sie meiden anstatt mit ihnen zu dealen.

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otelago 06.01.2015, 03:25
6. garnix

wenn die Menschen erfahren was das Abkommen bewirken soll, werden sie es ablehnen.

Also einfach bleiben lassen anstatt das Volk mal wieder belügen.

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leser008 06.01.2015, 03:36
7. Einfach Schluss mit TTIP

Noch so ein armseliger Versuch die TTIP Gegner ins lächerliche zu ziehen. Wir brauchen und wollen dieses blöde Abkommen einfach nicht. Wenn die Thüringer Würstel dann US-hormongespritzt sind, wird es ihnen so ergehen, wie dem Maisbier, das hier längst legal ist, das aber keiner kauft. Wir sind keine Briten oder US-Unterschichtler, die wg. billig alles in sich reinstopfen.

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olgr 06.01.2015, 04:08
8. Das führt zu nichts?

Mit Verlaub: Das sehe ich anders. Richtig ist zweifelsohne, dass die Wurstfrage am Kern vorbei geht. Aber das Ergebnis könnte sein, dass sich immer mehr Unbehagen bildet und damit der Widerstand wächst. Das wäre mE. ein wünschenswertes Ergebnis!

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WernerT 06.01.2015, 04:43
9. Wenn 'Nürnberger Bratwürstchen' aus Texas kommen dürfen

Warum nicht auch aus Athen, Budapest oder Bratislava? Die Einzigen, die TTIP wollen, sind ein paar Politiker, die Industrie lehnt inzwischen das Abkommen ab

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