Forum: Politik
Streit um Rüstungsausgaben: Nato-Staaten bekennen sich zu höheren Verteidigungsbudget
Joshua Roberts/REUTERS

Die Nato feiert ihren 70. Geburtstag. Zum Abschluss des Jubiläumstreffens verpflichten sich nun alle Partner, die Verteidigungsausgaben bis 2024 auf mindestens zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu erhöhen.

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tommuc1978 04.04.2019, 15:40
30. @draco2007 gerne doch....

Fragen Sie doch mal die Ukrainer, die können Ihnen zum Thema Bedrohungslage in unserer nächsten Umgeben (das sind nämlich nur 2,5 Flugstunden von uns...) sicher so einiges erzählen. Meine Schwiegereltern gehören zu den vielen Menschen, die durch die Invasion auf der Krim ihre Heimat verlassen mussten, weil sie es eben nicht als Privileg angesehen haben plötzlich keine Ukrainer mehr zu sein.
Die Bedrohungslage in Europa ist absolut real, warum glauben sie reißt man sich im Baltikum darum, dort möglichst schnell US-amerikanische Atomwaffen stationiert zu bekommen? Weil es nun mal der wirkungsvollste Schutz ist so anschliessend unter dem Schutzmantel der USA zu stehen.

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chrimirk 04.04.2019, 15:44
31. Ich schäme mich deshalb nicht!

Zitat von bikemike
Die Bundeswehr befindet sich in enem desoltaen Zustand. Die Einheiten können nichtmals für ein Manöver adäqat ausgerüstet werden. Das Material ist defekt oder für den gedachten Zweck untauglich oder fehlt. Neue Waffensysteme sind in der Auslieferung schon defekt. Personalmangel, eklatante Führungsprobleme bis zum Minister. Statt Trump und seinen Handlangern laufend Muditions zu liefern wäre es angebracht sich auf die Erfüllung der eigenen Aufagben zu konzentrieren. Hier werden 2% wahrscheinlihc nicht mals ausreichen die Defizite auszugleichen , wenn das in angemessener Zeit überhaupt machbar ist. Deutschland muss mehr vverantwortung übernehmen und Europa muss sich unabhängiger von den USA machen. Trump hat sehr deutlich den Artikel 5 infrage gestelt. Diese Drohung reicht aus, um nicht mehr auf die Zusagen zu vertrauen. Es ist auch wichtig das Eurupa sich emanzipiert. Das bedeutet nicht zwangsläufig eine gegenosition zur USA aufzubauen , aber sich endlich von der Bevormundung zu befreien. Aus Afganistan, Mali und dem Irak inkl. der Aufklärung würde ich die Truppen umgehend abberufen und die freiwerdenden Mittel in die Ausrüstung der BW stecken. Letztlich müssen wir in Deutschland akzeptieren , dass wir ein Stcück Verantwortung für unsere eigene Sicherheit übernehmen müssen und das nicht den USA alleine überlassen. Die USA m,öchste sich dem Pazifikarum zu wenden und braucht dafür Bewegungsspielraum in Europa. Das was die USA im Pazifik macht muss nicht zwandgsläufig gegen unsere Interessen laufen. ich würde fürm das Geld auch lieber Wohnung, Schulen , Strassen, Brücken , Bahnlinien und Kindergärten bauen ( also alles was wir auch vor die Huinde gingen ließen ). Aber die Welt funktioniert nunmal nicht anders. Also müssen wir bis auf weiteres Geld in Rüstungsprojekte vernichten. Diese Tatsenlosigkeit, Zaudern und Zögern aber , mit der wir seit jahren Politik betreiben, stört mich gewaltig. Überall hat die Deutsche Politik einen Fuß auf den Gas und den anderen auf der Bremse. Nur in der Verteidigung der Interessen unserer Unternehmen nach innen und nach außen sind wir in Europa und der Welt stark, dafür dürfen wir sogar Glyphosat fressen. Das ist so jämmerlich , das man sich schämen muss.
Die ehemalige Begründung für die NATO, also die böse UdSSR ("der Russe kommt") ist schon lange nicht mehr existent. Was soll der ganze Zirkus? Die desolate US-Wirtschaft stützen? Etwa dem jetzigen US-Präsidenten zur Seite stehen? Nee, ohne mich. Wenn die USA "Bündnispartner" brauchen, lassen sich weltweit viele finden, z. B. in Brasilien & Co. Aber nicht mit uns!

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Beat Adler 04.04.2019, 15:50
32.

Zitat von adal_
Prozent vom BIP beziffert die finanzielle Belastung der jeweiligen Volkswirtschaft durch Rüstungsausgaben, was sonst? Die Ziffer allein ist der Maßstab für die faire Verteilung der Lasten im Bündnis. Oder fällt Ihnen dafür ein anderer, besserer, Maßstab ein? Griechenland mit vielen Inseln hat andere Herausforderungen zu meistern, wie Luxemburg ganz ohne Inseln;-) Logisch. Auch haben Russland-Anrainer ganz andere Risiken zu gewärtigen als westeuropäische Staaten. Wegen solcher lokal unterschiedlicher Risiken, die aber letztlich die Sicherheit aller berühren, gibt es das auf Solidarität beruhende Bündnis namens Nato.
Aufgepasst mit "Ruestungsausgaben", jeder versteht darunter etwas Anderes! Militaerausgaben sind NICHT Ruestungsausgaben und Verteidigungsausgaben erst recht NICHT!

Die EU Staaten koennen sich auf den Standpunkt stellen, dass sie nur 4 Millionen Quadratkilometer zu verteidigen haben, die USA fast 10 Millionen. Sie sagen, dass sie pro zu verteidigende Flaeche bereits mehr ausgeben wie die USA! Also dem trumpschen Druck auf die 2% des BIP widerstehen.

Wer ist heute in einem hoffentlich nie eintretenden KONVENTIONELLEN kriegerischen Konflikt der Staerkere?

Heute ist derjenige militaerisch "staerker", der viel Information sehr schnell verarbeiten kann, seine Ziele deswegen in ultrakurzer Zeit aufklaert und seine Praezisionsmunition unmittelbar ins Ziel bringt.

Wer also beweist, dass er dazu faehig ist, faehig einen KONVENTIONELLEN Krieg in Minuten statt Stunden zu gewinnen, schreckt ab.

Kriege zwischen Staaten muessen durch Abschreckung verhindert werden. Das ist der einzige Weg. Vollstaendige, gegenseitige Abruestung auf Null ist ein unrealistischer Traum.
mfG Beat

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Kucker 04.04.2019, 15:50
33. Was will Deutschland denn tun

wenn sich irgendwelche Angreifer deutsches Staatsgebiet – etwa eine Halbinsel – unter den Nagel reißen wollen und der große Bruder nicht hilft? Da bleibt nur, mutig entgegen zu treten und mit fester Stimme zu sagen: "Gewalt geht aber gar nicht!" Falls die Angreifer sich wider Erwarten davon nicht beeindrucken lassen, muss Plan B zum Einsatz kommen: wir halten die andere Wange hin... Jetzt aber mal im Ernst: selbst die friedlichen Bienen haben einen Stachel zur Abschreckung. Und abgesehen davon, dass es sicher gut angelegtes Geld wäre, die Bundeswehr wieder auf Vordermann zu bringen, dürfte es doch mit den NATO-üblichen Bilanztricks ein Leichtes sein, die 2% Wehrausgaben zu erreichen.

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auweia 04.04.2019, 15:56
34. Farce?

Zitat von Malto Cortese
Wenn unsere Wirtschaft wächst, rüsten wir auf - ganz egal, ob unsere Nachbarn das als Bedrohung empfinden. So sieht verantwortungsvolle Sicherheitspolitik aus. Was für eine Farce.
Sieben unserer neun Nachbarn sind ebenfalls in der Nato - und die empfinden es nicht als Bedrohung sondern gut - die müssen sich nämlich im Zweifelsfall auf Deutschland verlassen können.
Was die neutralen Nachbarn im Süden betrifft - die finden es ebenfalls gut, sagen es nur nicht so laut.

Von den Nachbarn in "zweiter Reihe" sind immerhin noch die Mehrheit in der Nato und die finden es natürlich auch gut. Die neutralen Nachbarn im Norden sond ebenfalls d'accord (Schweden hat gerade die Wehrpflicht wieder eingeführt...) Auch die Ukraine ermuntert uns, Weißrußland sagt nix. Mir fällt eigentlich nur *ein* Nachbar zweiter Reihe ein, der mehr Sicherheit (im Westen) nicht gut findet...

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Advo67 04.04.2019, 15:59
35. Easy

Wenn die Bundeswehr-Berater-Honorare mitzählen, schafft es das Verteidigungsministerium locker, die Kosten auf das von Trump geforderte Niveau zu heben.

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hps 04.04.2019, 16:01
36. Last uns soviel Geld wie möglich für die Verteidigung bereitstellen

Es gibt nicht die geringste moralisch/ethisch vertretbare Begründung dafür, diesen Haushalt weiter zu erhöhen. Wenn es Gründe dafür gibt, den Frieden zu vertiefen und ihn zu verteidigen, Gründe dafür kriegerische Aktivitäten von uns fern zu halten, so ist es die vorderste Pflicht der Regierung und der Verantwortlichen im Land, mit ihrer ganzen Kraft und ihrem ganzen Verstand dafür einzustehen. Absolut angezweifelt wird der von Kräften in der Gesellschaft propagandierte Ansatz, diese Zielvorstellung durch die Anhäufung von Bedrohungspotential und durch bunt angestrichene martialische Rüstungsgegenstände zu erreichen. Das wird nicht funktionieren. Das wird in einer Katastrophe enden. Wird in Leiden enden. Wird in Tränen und im Wimmern von sterbenden Kindern enden. Bleibe standhaft, Regierung. Gebt viel Geld für die Sicherheit aus. Last uns soviel Geld wie möglich für die Verteidigung bereitstellen.

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quark2@mailinator.com 04.04.2019, 16:05
37.

Und was genau verteidigen wir mit diesen Unsummen ? Verteidigung findet definitionsgemäß primär innerhalb des NATO-Territoriums statt, nicht hauptsächlich auf fremder Erde. Wir bräuchten dieses Geld doch eigentlich für eine Menge wichtigerer Dinge. Und immer dieses Gerede von 2%. Das geht eher in Richtung von 20% des Bundeshaushalts. Das ist eine Unmenge Geld.

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kaeptn_blau 04.04.2019, 16:06
38. Große Hilfe

Die Bundeswehr ist in der NATO bestimmt ne große Hilfe. Ich hör nur immer was alles nicht fliegt oder fährt.
Wo bleiben die 1,23% vom BIP? In der Ausrüstung jedenfalls nicht.

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quark2@mailinator.com 04.04.2019, 16:09
39.

Zitat von Kanalysiert
Glaubt man wirklich, wir brauchen noch mehr Geld für politisch alte männliche Kriegstreiber, die meinen, mehr Steuergelder für den ultimativen Wahnsinn ausgeben zu wollen? Strikt dagegen, wir leben im 21. Jahrhundert - wie wäre es, wenn stattdessen alle ihre Irrsinnsbudgets mal kürzen würden....mit dem Geld kann man viel Gutes tun, statt noch mehr Kriegsgerät zu kaufen!
Ursula vdL macht als Frau dauernd Werbung für diese Etaterhöhung, also was soll das Gerede von alten männlichen Kriegstreibern ? Männer müssen im Krieg an die Front (Frauen dürfen jetzt auch, müssen aber nicht).

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