Forum: Politik
Streit um Status der Insel: Chinas Präsident droht Taiwan mit Zwangsvereinigung
AFP

Eigentlich gibt es zwischen Taiwan und China einen vagen Konsens, die das Verhältnis der beiden Staaten in Grundzügen regelt. Doch die Beziehung ist angespannt. Xi Jinping will den Streit notfalls mit Gewalt regeln.

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wahrsager26 02.01.2019, 13:05
120. An syracusa. Nr113

Ich frage mich, was akademische Haarspaltereien bringen sollen.Hongkong ist nicht vergessen....und ja,auch das Völkerrecht kann nur ein Notnagel sein, der im Falle eines Angriffes nicht weiter zählt. Ich würde mein Augenmerk mal auf die 'Seidenstraße ' richten,auf unsere blauäugige Handelspolitik etc .Stattdessen verläuft man sich in typischer Manier in Gesetzeslagen,die nicht annähernd die Wünsche der Völkerschaften berücksichtig,würde man kritiklos folgen(Besehen Sie sich mal die deutsche Politik!!) Danke

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bauklotzstauner 02.01.2019, 13:05
121.

Zitat von syracusa
Das Völkerrecht hat nicht ohne Grund die Regeln für die Abspaltung geschaffen. Die ist nur möglich durch Zustimmung aller Beteiligten. Mit einer Ausnahme: werden Teile eines Lands diskriminiert, dann ist bei hinreichender Entrechtung die Abspaltung auch ohne Zustimmung des Gesamtstaats möglich.
Falscher gehts ja nun wirklich nicht.
Das "Völkerrecht" ist schon mal kein Recht der Völker, sondern ein internationales Recht, das von Staaten beschlossen wurde und wird. Und aus genau diesem Grunde trifft es absolut KEINE Festlegungen zu Sezessionen! Null! Staaten haben nunmal kein Interesse daran, daß sich Teile von ihnen abspalten. Wenn aber doch - so ist das eine innerstaatliche Angelegenheit, zu der sich das "Völkerrecht" ausdrücklich neutral verhält.

Sogar wenn Teile eines Landes "hinreichend entrechtet" würden (wer bestimmt eigentlich, was "hinreichend" ist?) kennt das Völkerrecht keine Handhabe, von außen Abspaltungen zu betreiben.
Nur die UNO selbst könnte per Resolutionen in Konflikte eingreifen - aber eben auch nicht im Sinne einer Abspaltung von Landesteilen, sondern zB. im Sinne von Friedenstruppen, die einen Krieg unterbinden.

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wahrsager26 02.01.2019, 13:10
122. Jemand schreibt hier über

einen 'Volltrottel'.Wer mag wohl gemeint sein? Wie er es macht,falsch ist es für manchen Foristen immer.Was auch nicht bedacht wird:Es kann sich auch zurückgezogen werden,damit man dem Gegner den schwarzen Peter zuschieben kann und dann zurückschlagen........Ich bin gespannt, wie lange für uns Amerika den Feind darstellt ...in gewissen Kreisen. Danke

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sanfernando 02.01.2019, 13:17
123. Heim ins Reich !

Nachdem Russland es mit der Krim vorgemacht hat und nachdem der Weltpolizist keiner mehr sein will, sind der Umfang evtl. westlicher Reaktionen bekannt und kalkulierbar

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bauklotzstauner 02.01.2019, 13:23
124.

Zitat von lesender_hesse
dann richtig: Krieg verloren und Taiwan abgetreten, damit der Rest vom Reich erhalten bleibt. Trotzdem gab es damals das heutige China nicht. Verraten Sie mir nur eine Sache, weil Sie ja so beharrlich einem neuen Krieg das Wort reden: wenn 1895 Taiwan eine eigenständige Republik war, warum sollte das Land 124 Jahre später seinem kriegerischen Nachbarn übergeben werden? Sollte Deutschland nicht auch wieder in grossen Teilen an Italien fallen? Weil es ja teilweise zum römischen Reich gehörte? Oder soll nur getrollt werden?
WER redet hier einem Krieg das Wort? Wollen Sie mich beleidigen?

Und wie kommen sie darauf, daß Taiwan 1895 eine "eigenständige Republik" war? Es wurde im Ergebnis des verlorenen Krieges von China an Japan übergeben, die es als Kolonie verwalteten. Und eine Rückgabe an China war zur Zeit des 2.WKs Zeit Konsens aller Alliierten! Und diese Rückgabe geaschah mit der Kapitulaition Japans.

Punkt!

Davon unbeachtet erfolgte die weitere Entwicklung (Chinesischer Bürgerkieg) dann etwas anders als von den USA gewollt, die ihren Diktator Chiang Kai-shek stützten, der sich dann aber mit seinen Truppen auf Taiwan zurückziehen mußte.

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Crom 02.01.2019, 13:24
125.

Zitat von Maya2003
Taiwan wurde von China 1895 an Japan abgetreten. Es war also weder Teil der Republik China (seit 1911) noch der VR China (seit 1949). Formal war es bis 1952 Teil Japans, de facto übte die KMT dort seit 1945 die Macht aus.
Offiziell bis 1951 (Friedensvertrag von San Francisco), 1952 war der Vertrag von Taipeh, da hatte Japan aber schon die Souveränität über Taiwan verloren.

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noch_ein_forenposter 02.01.2019, 13:27
126. Ob Taiwan

mal irgendwann zu China gehört hat, ist doch eigentlich völlig irrelevant. Die jeweiligen Systeme liegen politisch und wirtschaftlich so weit auseinander, dass Taiwan sicher kein Interesse an einer Vereinigung hat. Ich vermute, der aktuelle Status wird fortgesetzt. China hat kein Interesse an einem blutigen Krieg mit Taiwan. Die Insel wäre danach am Boden.

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KURT E.Schewe 02.01.2019, 13:34
127. peter Scholl Latour-Latour - einer der meistens recht behielt

doch diesmal wohl nicht, denn die
USA werden einen Teufel tun, den Taiwanern beizustehen - und vielleicht hat der "ehrenwerte" US- Präsident Donal Trump dies den Festland-Chinesen sogar schon signalisiert.

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Neandiausdemtal 02.01.2019, 13:35
128. Völlig richtig!

Zitat von bauklotzstauner
Jupp! Und wie nennt man ein solches System? Genau: Kapitalismus! Die chinesiscen Regierungen haben das System gut verstandenm und wenden es konsequent an. Nur uns im Westen versucht man immer noch glauben zu machen, daß das "Kommiunisten" wären, in der Hoffnung, die alten Reflexe funktionieren noch.
Ich schrieb ja schon mehrmals: Der Westen, speziell die USA, wird dort aggressiv, wo seine eigenen Kapitalisten nicht nach Belieben Land und Leute ausplündern können.
Und in Rußland, China, Iran, Syrien können sie, in Irak, Libyen, Kuba usw. konnten sie nicht. Immer das gleiche Muster. Andere Staatsformen - als eine gegenüber dem westlichen Kapital unterwürfige - werden nicht akzeptiert.
Das die Regime umgekehrt auch nicht besser sind, steht außer Frage. Es heißt also wie immer "ekelhafte Widerlinge gegen widerliche Ekelhafte".

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maynard_k. 02.01.2019, 13:35
129. Nein, das könnte schon funktionieren

Zitat von syracusa
Das wäre geradezu verbrecherisch. Jeder Landesteil, der nur ein wenig besser da steht und mehr natürliche oder wirtschaftliche Ressourcen hat als der Rest des Landes, würde sich dann abspalten. Bayern von Deutschland, und der Landkreis München von Bayern, und München vom Münchner Umland usw.. Das wäre die Realisierung des Rechts des Stärkeren. Das Völkerrecht hat nicht ohne Grund die Regeln für die Abspaltung geschaffen. Die ist nur möglich durch Zustimmung aller Beteiligten. Mit einer Ausnahme: werden Teile eines Lands diskriminiert, dann ist bei hinreichender Entrechtung die Abspaltung auch ohne Zustimmung des Gesamtstaats möglich.
Die wirtschaftliche Stärke ist nicht alles. Jeder Staat benötigt auch militärischen Schutz, Handelsverträge und eine gewichtige Außenpolitik um Wohlstand zu garantieren. Wer sich aufgrund seiner wirtschaftlichen Überlegenheit abspaltet benötigt neue Bündnisse denen er sich anschliessen kann und in die er dann ensprechend einzahlen muss (ein sich abspaltendes Bayern oder Katalonien zahlt seinen Ausgleichsbetrag dann eben an EU). Langfristig ist der weltweite Zerfall in immer kleinere Teile und der gleichzeitige Zusammenschluss in immer größeren Bündnissen m.M.n. auch der einzig gangbare Weg.

Worum es mir aber in meinem Beitrag allerdings ging ist vor allem die häufig fehlende Konsistenz in der Bewertung. Wir müssen uns bei dieser Frage davon lösen zu schauen wem es nutzt, um dann wechelweise Separatismus zu befürworten oder abzulehnen, wie es einige hier gerne tun. Der Grad an Diskriminierung ist kein objektiv bewertbares Kriterium!

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