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Streit um Steinigungsstrafe: Frankreich empört über Irans Bruni-Beleidigung

Der Streit um die drohende Steinigung einer Iranerin löst diplomatische Verstimmung zwischen Paris und Teheran aus. Die französische Regierung verbittet sich die Beleidigungen der Präsidentengattin Carla Bruni durch iranische Medien.

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Lady Wanda 31.08.2010, 19:30
10. Getroffene Hunde jaulen...

...und das widerwärtige Gekeife der islamischen Fundamentalisten beweist, dass Bruni mit ihrer Kritik voll ins Schwarze getroffen hat.
Und jetzt werden wahrscheinlich alle beturbarnten und bebarteten Fanatiker und Bretr-vorm-Kopf Zeitgenossen über mich herfallen weil ihnen die Fähigkeit, differenziert zu denken abhanden gekommen ist.
Um es hier mal ein für alle Mal klar zu stellen: Ich bin kein a-religiöser Mensch. JEDE Religion ist zunächst einmal ein Ausdruck für das natürliche Grundbedürfnis des Menschen nach Tranzendenz. Aber religiöser Fanatismus, ganz gleich ob christlicher, islamischer oder jüdischer Provenienz ist des Teufels!

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Der Doc 31.08.2010, 19:30
11. Antwort

Zitat von rengo
Ein Regime das zulässt, dass Frauen gesteinigt werden, nur weil diese ihre Freiheit, ihr Leben zurück haben wollen, solch ein Staat besitzt überhaupt keine Moral. Deshalb sollte die Presseorgane lieber schweigen und wenn sie sich äußern, dann für die Verfolgten in ihrem Land.
Mit dieser Erklärung bin ich nicht einverstanden. Man kann (und man muss) zurecht die Gesetze des Iran und der Scharia allgemein kritisieren, denn Auspeitschen (wie zuletzt auch in Israel!), Steinigen und Todesstrafe an sich sind meiner Meinung nach überholte und unmenschliche Strafen, selbst für schlimmste Verbrecher.

Dennoch denke ich, sollte man die verurteilte Frau nicht zu einer Heiligen hochloben. Denn sie ist, wie auch ihr mittlerweile geflohener Anwalt zugibt, tatsächlich der Beihilfe zum Mord schuldig. Sie führte eine außerehliche Beziehung mit ihrem Cousin, was an sich kein Verbrechen ist (zumindest bei uns im Westen). Aber dass ihr Liebhaber den Ehemann mit ihrer Hilfe ermordet hat, steht außer Frage.

Mir scheint es, dass die Menschen hier im Westen die eine Sache nicht ganz von der anderen abgrenzen können. Es hat tatsächlich einen Mord gegeben, mit Beihilfe der Beschuldigten. Wie ihre Strafe auszusehen hat, ist eine ganz andere Diskussion.

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eugencluster 31.08.2010, 19:32
12. Was soll dasß

Zitat von MoonofA
Der Artikel behauptet schon wieder das "die 43-Jährige war in ihrer Heimat wegen Ehebruchs zum Tode verurteilt worden." Die Aussage ist genause falsch wie die Beleidigungen einer iranischen Zeitung gegen Bruni. Die iranische Fraus ist wegen Anstiftung und Beihilfe zum Mord an ihrem Ex zum Tode verurteilt worden. Der Ehebruch war da strafrechtlich eher irrelvant. Aber in der andauernden anti-Iran Hetzekampagne werden solche Fakten wohl gerne übersehen. Ist das dann aber noch Journalismus?
Soll das heißen, dass dann die Steinigung gerechtfertig wäre? Der Iran ist ein warnendes Beispiel dafür, was passiert wenn Religionssgemnschaften die Macht im Staate habe. Das betrifft übrigens auch die "Christen".

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mintie 31.08.2010, 19:34
13. stimmt nicht ganz

Zitat von MoonofA
Der Artikel behauptet schon wieder das "die 43-Jährige war in ihrer Heimat wegen Ehebruchs zum Tode verurteilt worden." Die Aussage ist genause falsch wie die Beleidigungen einer iranischen Zeitung gegen Bruni.

Nein, Sie irren sich.

Wegen Beihilfe zum Mord wurde sie zu 10 Jahren Haft verurteilt. Nur wurde im Laufe dieses Prozesses noch mal der Fall ihrer außerehelichen Beziehung neu aufgerollt, wo sie ursprünglich zu 99 Peitschenhieben verurteilt worden war. Es fand eine Neubewertung statt, das Urteil lautete diesmal Tod durch Steinigung.
Zumindest sagt das ihr Anwalt.

Quelle: http://www.amnesty.de/urgent-action/...ichtungsgefahr

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Henry Klack 31.08.2010, 19:34
14. Nun es ist Frankreich...

... in Deutschland würde dazu gar nichts gesagt. Lediglich Frau Merkel würde durch ihren Regierungssprecher erklären lassen, ihr würde alles unendlich leid tun oder sich entschuldigen, etwas bemerkt zu haben.

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Stef1223 31.08.2010, 19:38
15. Wie bitte?

Zitat von Jan Kleinschnieder
Ich denke, es ist unvernünftig und schädlich, wenn sich öffentlich Frauen in dieser Sache engagieren. [snip]
Ach, und da sollen wir Frauen dann gefaelligst die Klappe halten, weil den Iranern unsere Meinung missfaellt? Das ist ja der Hammer. Und kann dann noch nicht mal "konservativ" richtig schreiben. Und Sie wollen mir hier vorschreiben was ich zu tun oder zu lassen haben, aufgrund meines Geschlechtes? So weit kommt's noch.

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MonaM 31.08.2010, 19:39
16. Unrecht bleibt Unrecht

Zitat von sitiwati
Gesetzte sind Gesetze
Ach ja? Wissen Sie nicht, dass alle Schergen, die im Dienste von Diktatoren Menschen geschunden und ermordet haben, sich auf genau diese Position zurückziehen (und immer schon gezogen haben): Gesetze und Befehle legitimieren alles, auch die abscheulichsten Verbrechen.
Wie gut, dass wir heute weiter sind. Unrecht bleibt Unrecht, egal, ob in Gesetzesform gegossen oder nicht. Und Menschenrechte stehen über den Gesetzen.

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Coldplay17 31.08.2010, 19:46
17. Warum ist die französische Präsidentengattin nicht die richktige ?

Zitat von sitiwati
ob Frau Präsident die richtige ist, naja, was solls, Gesetzte sind Gesetze und die Franzosen würden sich auf die Hinterbeine stellen, wenn ein Iran Kritik üben würde!
Frau Sarkozy hat alles Recht der Welt, die barbarische
Steinigungspraxis im Iran zu verurteilen.

Sie wollen doch nicht das Mullah-Regime mit Frankreich
auf eine Stufe stellen ?

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Joachim Kr. 31.08.2010, 19:48
18. Bruni beweist mehr Mut als iranische Medien

Was würde mit einem Iraner passieren, der es wagt, die geplante Steinigung als unmoralisch zu bezeichnen?
Frau Bruni muss nun mit allem rechnen, was wir schon gesehen haben. Sie beweist Mut, denn sie wird wissen, worauf sie sich einlässt!
Diese Steinigung ist doch zuerst Innenpolitik. Unsere Proteste werden nur als Beweis für unsere 'Unmoral' herangezogen. Menschenrechte sind von diesen politischen Führern immer teilbar gewesen. Hitler hat das so formuliert: Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Bewährte Taktik, bis es kracht. In Irans Fall also wahrscheinlich bis zu einer erfolgreichen Konterrevolution - von innen. Bis dahin müssen wir an für uns bewährten Konzepten festhalten: Druck ausüben, den die richtigen spüren.

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grashalm 31.08.2010, 19:50
19. koranoide Provokationen

Zitat von sysop
Der Streit um die drohende Steinigung einer Iranerin löst diplomatische Verstimmung zwischen Paris und Teheran aus. Die französische Regierung verbittet sich die Beleidigungen der Präsidentengattin Carla Bruni durch iranische Medien.
auf der einen Seite sind die Iranvordersten geradezu süchtig
Menschen mit Steineigen zu bestrafen, Gliedmassen abzuhacken,
unheimlich monströse Urteile zu verkünden, angewendeter Koranzwang, als totale Unterdrückung,

auf der anderen Seite, geben die sich als erpresserische Atommacht
gegen Aussen.

Ein einziges Desaster, aber überseh - und kontrollierbar.

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