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Streit um Trumps Iran-Politik: Europa reicht es
DPA

Brüssel will europäischen Unternehmen per Gesetz verbieten, die neuen Iran-Sanktionen der USA umzusetzen. Damit droht eine Eskalation des Konflikts mit Washington.

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stadtmusikant123 17.05.2018, 19:05
10. unfassbare Dummheit oder verletzter Stolz

"...........es könnte zu einer harten Konfrontation mit den USA kommen.........".

Nun, nichts spricht dagegen, dass es zu keiner harten Konfrontation kommen wird.

Es stellt sich die Frage, was Brüssel reitet , diesen unversöhnlichen Konfrontationskurs zu fahren.

Diplomatische und ökonomische Vernunft können es definitiv nicht sein. Das Porzellan das mit diesem Affront gerade im transatlantischen Bündnis zerschlagen wurde wird mit einem netten Lächeln nicht zu kitten sein, und in absehbarer Zukunft wohl erst recht nicht.

Die EU will sich gegenüber den USA aussenpolitisch emanzipieren?
Lachhaft! Die zu bearbeitenden Baustellen lauten: Syrien, Ukraine, Krim, Naher Osten und Nordafrika. Das wären nur die Baustellen vor der Tür der EU.
Dem politisch- wirtschaftlichen Expansionsdrangs Chinas hätte die EU eh nichts entgegen zu setzen.

Ökonomisch scheint Brüssel und diverse Foristen die Lage falsch einzuschätzen. Wenn es Abhängigkeiten gibt, dann die der EU von den USA. Aber das scheinen einige ja echt mal ausprobieren zu wollen. Diese unglaubliche Selbstüberschätzung der EU wurde schon in den Brexit-Verhandlungen offensichtlich.

Wenn ich mir das Schauspiel der beiden eitlen Gockel Junker und Tusk auf der Pressekonferenz ansehe, drängt sich der Verdacht auf , dass es ich um eine primitive Trotzreaktion der EU handelt.

Das Iran-Geschäft kann es nicht sein, und die Einhaltung eines nicht unumstrittenen Abkommens mit dem Mullah-Regime wird es definitiv auch nicht sein.

Vielmehr liegt die Annahme nahe , dass die Verhandlungen USA-EU hinsichtlich Stahl/Aluminium-Zölle und Handelsgespräche nicht nach den Vorstellungen der EU laufen.

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luny 17.05.2018, 19:12
11. Zahlungsverkehr

Hallo Herr Becker,

Sie schreiben:

"Das aber dürfte insbesondere international tätige EU-Konzerne kaum beruhigen. Sie sehen sich nun in einem Dilemma: Entweder, sie verstoßen gegen EU-Recht, oder sie missachten die US-Sanktionen und gefährden damit ihr Geschäft in den USA, das oft sehr viel größer ist als das mit Iran."

Das ist korrekt. Anfang November 2018 soll der Zahlungsverkehr
mit dem Iran eingestellt werden.

Zum einen drohen die USA damit, Firmen, die weiterhin mit dem
Iran handeln, auf eine "Schwarze Liste" zu setzen, d. h. ein Export
von Waren in die USA wird nicht mehr möglich sein.

Zum anderen wird der Zahlungsverkehr eingestellt, d. h. auch wenn
Waren geliefert werden, eine Zahlung aus dem Iran wird nicht mehr
möglich sein.

Das Handelsvolumen mit den USA ist ungleich höher als das mit
dem Iran.

Wie deutsche weltweit agierende Firmen reagieren, dürfte somit
klar sein, egal, was die EU nun beschließen mag.

LUNY

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nixblicker00 17.05.2018, 19:14
12. Aufhören damit und erst mal nachdenken!

Zitat von kydianta
... und wer weiß? Vielleicht werden wir, Eurpäer, eines Tages Trump dankbar sein, dass er uns an unsere Stärken erinnert und uns zusammengeschweißt hat!!
Dieses lächerliche Zusammengeschweiße über Europa von links rechts und in der Mitte, über alle Medien und Foren blendet das Wesentliche völlig aus:

Das Atomabkommen mit dem Iran hat KEINEN SINN. Zumindest nicht, falls es das Ziel sein soll, eine Nuklearrüstung zu verhindern. Die Fakten sind leider - ja, leider - evident.

Unter voller Einhaltung des Abkommens - daran ist nicht mal zu zweifeln - behält Iran die Fähigkeit binnen kurzer Zeit - mutmaßlich weniger Wochen - Atombomben zu bauen.

Die Diskussion muss eher lauten, ob wir das wollen. Mit der Kündigung des Abkommens, wird dem Iran diese Fähigkeit zwar nicht genommen, es steigt aber der Preis.

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morphingpandas 17.05.2018, 19:17
13.

Auch wenn die genannten Waffenverkäufe schlimm sind und es eigentlich gut wäre diese zu sanktionieren, viel weniger noch möchte ich den Iran mit Atomwaffen rumhantieren sehen ...

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fackelimohr 17.05.2018, 19:19
14. Ein Wirtschaftskrieg wird schwer zu gewinnen sein!

Deutsche Unternehmen haben soviel Geld in den USA investiert dass die US Regierung bei einem Wirtschaftskrieg genug Druckmittel hat um die deutsche Wirtschaft in die Knie zu zwingen. Dazu existieren in den USA die "Rechtsmittel", während Europa in viel geringerem Mass die juristischen Folterinstrumente für Gegenmassnahmen hat. Man schaue sich nur mal das Beispiel VW an, wo Milliarden an den US Fiskus gezahlt werden mussten. Bei einer Verurteilung von VW in Deutschland - sehr unwahrscheinlich - würde VW viel eher mit einem blauen Auge davonkommen. Bei einer direkten Konfrontation wird Europa u.U. den kürzeren ziehen. Es wäre sinnvoller wenn man erzwingt, dass der internationale Zahlungsverkehr mit der EU vom Dollar unabhängiger wird, indem darauf besteht dass Öl und andere Güter die nach Europa kommen in Euro gehandelt werden. Ausserdem sollte man FATCA kündigen. Die EU ist doch nicht der Hilfspolizist der USA, und über all die Gelder in Briefkastenfirmen in Delaware geben die USA sowieso nicht Auskunft. Und dann kann man auch laut darüber nachdenken ob es nicht Zeit wird europäische Truppen aus Afghanistan abzuziehen.

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vgruda 17.05.2018, 19:22
15. Demokratische Meinungen und Vielfältigkeit

Ich finde es sehr schön, dass Europa eine eigene Meinung entwickelt und dazu gehören die vielen europäischen Wähler. Ob wir Europäer nun die besseren Ideen haben, wird sich herausstellen. Der US Wähler mit Donald Trump an der Spitze wird nun die Meinung der Europäer zur Kenntnis nehmen. Die Iraner werden beobachten, wie demokratische Staaten eine Meinung bilden und es begrüßen, dass die Prozesse so und nicht totalitär ablaufen. Die Angst vor einer einseitig beherrschten Welt ist somit den Iranern genommen. Das dürfte allein zur Entschärfung des Konfliktes beitragen. Also kein Grund zur Panik sondern viel Grund zur Freude.

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hanfbauer2 17.05.2018, 19:31
16. bin mal gespannt wie lange es dauert bis die Amis anfangen...

...einzelne osteuropäische Regierungen einzukaufen und die EU zu spalten. Teile und herrsche wird auch eine Weile so funktionieren wie die Amis das sicher machen werden. Aber kein Imperium hält ewig. Das amerikanische wird genauso untergehen wie das römische - und das ist gut so!

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libertarian2012 17.05.2018, 19:34
17.

Das ist nah an einer feindselingen Handlung. Ich werde die Tage dann wohl mal meinen ohnehin abgelaufenen deutschen Pass und die Pässe meiner Kinder an Frau Merkel schicken. Macht doch was ihr wollt. Gibts eben wieder einen Japaner oder Ford und keinen BMW nächstes mal.

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franke08 17.05.2018, 19:34
18. Na endlich

Zeigt Europa mal klare Kante gegenüber dem selbsernannten Imperium. Es geht den USA nämlich hauptsächlich um den Petrodollar, von dem sich die Iraner und auch China abwenden wollen. Bisher ist das allen schlecht bekommen, siehe Libyen, Irak und Venezuela. Atomdeal ist eher der Vorwand. Wenn Europa nun Öl auf Eurobasis verkauft, dann ist das ein wirklicher Affront gegen die USA und ihre desaströse Weltpolitik. Genau das brauchen die USA.

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steingärtner 17.05.2018, 19:35
19. Wollen Sie ernst genommen werden ?

Zitat von pragmat
Das kann ja heiter werden! Die US-Sanktionen betreffen die Geschäfte mit Massenvernichtungswaffen und die Aufrüstung der iranischen Waffen-SS, den Revolutionsgarden. Und gegen diese Sanktionen will Brüssel dann vorgehen. Sind die noch bei Trost? Nähres zu den Sanktionen im Gesetz H.R. 3364, das der US-Kongress im Juli 2017 einhällig beschlossen hat. Googlen hilft. Es reicht die einleitende Zusammenfassung zu lesen. Englischkenntnisse vorausgesetzt.
Dann posten Sie bitte nicht weiter in jedem Thread, diese dämliche Gleichsetzung von Waffen-SS und irgendwelchen iranischen Garden.
Danke !

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