Forum: Politik
Streit um US-Metropole: Was hinter Trumps Baltimore-Attacke steckt
Roberto SCHMIDT / AFP

"Von Ratten befallen." Der US-Präsident beleidigt die gesamte Bevölkerung einer US-Großstadt und zieht sich so den Zorn vieler Amerikaner zu. Doch der Angriff folgt einem Plan.

Seite 38 von 42
barstow 29.07.2019, 17:29
370. Falsch

Zitat von Beat Adler
Harley Davidsons Geschaeftsberichte der Jahre 2015, 2016, 2017, 2018 alle gelesen? Bestimmt NICHT. Harley Davidson haut wegen dem Trump nach Thailand ab. Das auch nicht mitbekommen? Auch nicht die Angriffe des CEO, ein Mitglied der Republikaner, GEGEN Trump? Trumps unisnnige Wirtschaftspolitik der Steuersenkungen fuer die Reichen, deswegen die Explosion der Statsschulden, und der bloedsinnigen Strafzeolle, die nun zum Wirtschaftskrieg USA gegen den Rest der Welt fuehren, fallen der US Volkswirtschaft genau zur richtigen Zeit mit voller Wucht auf die Fuesse: 6 Monate vor den 2020 Wahlen! mfG Beat
Harley baut fuer den europaeischen Markt in Thailand nicht fuer den amerikanischen. Die Plaene dafuer lagen auch schon lagen vor Trump auf dem Tisch und wurden bereits im Mai 2017 (also lange vor den Strafzoellen) der Oeffentlichkeit bekannt und wurden aber seit 2015 in der Firmenzentrale durchgespielt.


https://www.cnbc.com/2017/05/25/harley-davidson-plans-thailand-factory-to-serve-southeast-asian-market.html

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andy70 29.07.2019, 17:29
371. @Revisor Anstand auf dem Lande

Familie Ingalls in Walnut Grove würde sich ebenso erschüttert von Trump abwenden, wie die fortschrittlichen Frauen in New York, weil er alle ihre christlichen Werte mit Füßen tritt...Sie mögen konservativ gewesen sein, aber sie waren nicht naiv, machthungrig, intolerant, großmäulig und hatten Empathie und Liebe für all ihre Mitmenschen...

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kajoter 29.07.2019, 18:02
372. @ #359

Zitat von Revisor
wie es ist. Denn es stellt sicher, daß die "progressiven" Kräfte in den Zentren der Ost- und Westküste nicht die konservativen in den riesigen, weniger dicht besiedelten Agrarregionen, welche die USA ernähren, ständig unterbuttern. "Sex and the City" und "Unsere kleine Farm" - diese Serien zeigen den Gegensatz der Wertordnungen exemplarisch. Schon Henry Ford verachtete die Finanzwelt New Yorks, weil er sie als parasitär empfand. Ausgleichsmechanismen, die zu einer ungleichen Repräsentanz führen, gibt es überall. So hat bei uns das Saarland im Bundesrat drei Stimmen, aber NRW sechs, obwohl seine Einwohnerzahl achtzehnmal so hoch ist.
Das mag für einen TV-Junkie oder Nicht-Historiker einleuchtend sein, entspricht aber nicht den Tatsachen. Als das amerikanische Wahlrecht gestaltet wurde, war der Unterschied zwischen den Küsten- und den Zentralregionen bei weitem noch nicht so ausgeprägt wie heute.
Es ging den Verfassungsgebern vielmehr darum, auch den Bundesstaaten Gewicht zu geben, die weniger Einwohner besaßen. Leider aber waren auch die damaligen Bevölkerungsrelationen noch nicht so stark ausgeprägt wie heute. Und so muss man annehmen, dass die Stimmengewichtung von z.B. California heute deutlich höher bewertet werden würde als damals.
Aber um das zu verändern und dem Heute anzupassen, wird man erst über die Leichen der Republikaner gehen müssen, und so schnell werden diese trotz Trump keinen politischen Tod sterben.

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g.eliot 29.07.2019, 18:33
373.

Zitat von mrotz
"Baltimore hat unter den US-amerikanischen Großstädten am stärksten mit Armut, Verwahrlosung, Drogenabhängigkeit und Suburbanisierung zu kämpfen. Die Stadt hat eine hohe Kriminalitätsrate, mit – unter anderem – knapp 300 Tötungsdelikten pro Jahr,[17] wobei diese Rate in den letzten Jahren zurückging. " https://de.wikipedia.org/wiki/Baltimore Ist jetzt nicht gerade so, dass Trump sich das alles aus den Fingern saugt. Baltimore hat definitiv ein Kriminalitätsproblem.
Aber als größter Spendenempfänger der NRA - 2016 sage und schreibe 30 Millionen Wahlhilfe der NRA - kann Trump selbstverständlich nichts an den unmöglich laschen Waffengesetzen ändern, um in solchen Städten die illegalen Waffen der Kriminellen zu konfiszieren.

Nein, stattdessen pöbelt er so, als ob Baltimore gar nicht unter seine politischer Verantwortung fiele, sondern sich quasi Ausland befinde.

Es gibt genug andere gefährlilche Städte in den USA, u.a. auch in den Südstaaten. Komisch nur, dass ihm nur jeweils ein einziges Gebiet einfällt, und dies jeweils nur, wenn jemand es wagt, ihn zu kritisieren.

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Vergissesnicht 29.07.2019, 18:34
374.

Zitat von The Independent
Doch. Einen Teil wusste ich bereits, den Rest habe ich am Wochenende in der Baltimore Sun gelesen. Ich musste nur die Zahl der Morde aus dem Jahr 2015 googlen.
Respekt! Dann achte ich künftig auf Ihre Kommentare, spare mir das manchmal erforderliche Googeln und frage Sie direkt. Sie scheinen ja sehr engagiert aufklärerisch zu interagieren. Gut so.

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womau1962 29.07.2019, 18:40
375. Nichts passiert

Zitat von Jasro
Wenn es Donald Trump tatsächlich schaffen sollte, 2020 noch einmal als US-Präsident wiedergewählt zu werden, dann käme das fast einem "US-World-Exit" gleich, einem Austritt der USA aus dem Rest der Welt. Oder es kommt in den USA, nach 1861, zu einem erneuten Bürgerkrieg, weil in den USA die Trump-Gegner eine erneute vierjährige Präsidentschaft von Trump einfach nicht akzeptieren würden, auch wenn er korrekt demokratisch gewählt sein sollte.
Wenn Trump nächstes Jahr wieder gewinnt passiert gar nichts, weder ein US-World exit noch ein Bürgerkrieg. USA ist eine Demokratie und die hält auch so einen Präsidenten 8 Jahre aus. Außerdem hat er mit Baltimore Recht, die Mordrate dort auf Deutschland hochgerechnet würde 30000 Morde im Jahr bedeuten.

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spon_4_me 29.07.2019, 18:45
376. @ kajoter (# 372):

Wenn ich das ergänzen darf: Die Anzahl der Wahlmänner reflektiert die Anzahl Kongressmandate. Senatoren gibt es immer zwei je Bundesstaat, aber die Anzahl Wahlkreise zum Repräsentantenhaus hängen an der Einwohnerzahl. Ursprünglich wurden die Sklaven, die natürlich selbst nicht wählen durften, ich glaube mit 5/8 eines weißen Einwohners gezählt und verschafften den Südstaaten damit ein vielleicht damals politisch nötiges, aber sicher höchst ungerechtes Mandat. Die Geschichte mit Küste vs. Fly-Over-States kam wohl erst im späten 19. bzw. 20. Jahrhundert dazu, hinderte aber sicher eine Änderung der Regelung.

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andy70 29.07.2019, 19:01
377. @Womau1962

Wer derart abfällig, primitiv und undifferenziert über eine gesamte Stadt und ihre Bevölkerung urteilt und Hass schürt nur weil ein Abgeordneter ihn kritisiert, hat sicherlich kein Recht...

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g.eliot 29.07.2019, 19:08
378. Verwahrlsoung Baltimore versus Trumps Wahlversprechen

Was ist aus Trumps Kernverspechen: Stärkung der Industrien geworden? Bei dieser Frage geht es auch um Baltimore.

Die maroden Zustände in Baltimore sind u.a. durch die Schließung der Industriebetriebe entstanden. Besonders betroffen waren die Arbeiter durch die Schließung der dort angesiedelten Stahlfabrik Bethlehem Steel im Jahr 2012, in welcher 30.000 Menschen, Weiße und Farbige, beschäftigt waren.

Die Schließungen führten dazu, dass die Arbeiter ihre Wohnungen verloren und diese verlassen mussten, und die stehen seit Jahren nun leer und verfallen. Unbewohnte Gebiete, wie diese, werden überall dazu benutzt, um Abfall und Bauschutt etc. preiswert zu entsorgen. Darauf beruhen die desolaten Verhältnisse.

Was ist denn nun mit Trumps Wahlversprechen? Wo bleiden denn seine Pläne für Baltimore?

Aber Trump wäre ja nicht Trump, wenn er an die Ursachen dächte und daraus eine Verbindung zum eigenen Wahlversprechen herleiten würde.

Obwohl, laut diversen Medienberichten, die auch im Forum kommentiert wurden, sind Trumps Versuche, die Stahlindustrie zu stärken bzw. zurückzuholen misslungen.
Vermutlich will er gar nicht, daran erinnert zu werden.

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charlybird 29.07.2019, 19:25
379. Natürlich wird nichts passieren,

Zitat von womau1962
Wenn Trump nächstes Jahr wieder gewinnt passiert gar nichts, weder ein US-World exit noch ein Bürgerkrieg. USA ist eine Demokratie und die hält auch so einen Präsidenten 8 Jahre aus. Außerdem hat er mit Baltimore Recht, die Mordrate dort auf Deutschland hochgerechnet würde 30000 Morde im Jahr bedeuten.
aber die USA sind unter DT noch weniger Demokratie als vorher, es ist aber noch ein auf verfassungsgegebenen Statuten agierender Justizapparat der durchaus noch Recht schaffen kann.
Baltimore, und es wird nicht die einzige Stadt oder Kommune mit Problemen sein, hat wirtschaftliche und soziale Defizite, doch Trump schliesst es aus der amerikanischen Gemeinschaft aus.
Aber gehört es denn nicht auch zu den USA, zu America First ?
Alle und alles, was nicht seine Person belobhudelt und bewundert, lässt der Herr aber nicht gelten.
Die USA sind unter Trump entdemokratisiert worden, denn nur wer mit dem Pussydenten d'accord geht, darf sich seinem ''Goodwill'' sicher sein.
Stellen Sie sich vor, Frau Dr.M. würde zB Wanne Eickel als das Schmutzloch Deutschlands bezeichnen, der Aufschrei in den Medien würde sie jahrelang und darüber hinaus begleiten.
So etwas trauen sich bspw. hier nur Personen aus der AfD oder ähnlich gelagerte Kurzdenker, die mit dem versteckten Bösen oder der ausgeprägten Dummheit im Menschen spielen.
Ob das aber dann Demokratie ist ?

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