Forum: Politik
Streit und Selbstdemontage: Bye bye, Piratenpartei
DPA

Die Selbstdemontage der Piratenpartei ist beispiellos. Nirgendwo sonst in der politischen Landschaft werden Machtspiele so offen und aggressiv ausgetragen wie hier. Die Piraten können mit Verantwortung nicht umgehen - und werden so im Wahlkampf scheitern.

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Augustusrex 13.02.2013, 19:39
80. Das durfte ja nicht funktionieren

Einer meiner ehemaligen Kollegen, Altkommunist, sage mal im Gespräch: "Das mit der DDR durfte ja nicht funktionieren."
Ich fragte erstaunt, wi er das meinte.
Seine Antwort: "Der Westen war ja dagegen:"
Genauso argumentieren hier einige Foristen: Die bösen Medien sind ja dagegen und deshalb darf es mit den Piraten ja nicht funktionieren. Na klar, die müssen uns nicht beweisen, dass sie etwas können, die müssen auf jeden Fall auf ein Podest gehoben werden. Sie sind ja die gute Alternative.
Aber hallo, selten so gelacht.

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hubertrudnick1 13.02.2013, 19:48
81. Strukturen

Zitat von grobian24
ist eine klare, demokratisch entstandene Struktur. Die sollte dann auch eine Chance kriegen sich zu beweisen ohne sofort wieder demontiert zu werden.
Wer glaubt nur mal dazwischenrufen zu können, aber keine geordnete Struktur haben will, der muss zwangsläufig scheitern, denn wie will man seine Leute und Anhänger führen, wenn jeder sein eigener Herr sein sollte?
Mehr Demokratie wagen, bedeutet doch nicht das man sich nur als einen losen Haufen aufzeigt, nur gebündelt kann man was entscheidenes und auf Dauer erreichen.
Ich hatte immer angenommen das die Piraten dazulernen werden, aber das scheint nicht der Fall zu sein.
Die Zeit der Neugierde ist schon lange vorbei, wer nichts nachschieben kann, der muss dann den Abschied nehmen.
HR

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JaWeb 13.02.2013, 19:50
82. Schade

Offenbar sind auch bei den Piraten noch zu viele ProfilneurotikerInnen
unterwegs. Da gleichen sie den anderen Parteien leider zu sehr.

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jugendmauer 13.02.2013, 19:54
83. DIe Geistlosen

Zitat von tomatosoup
wenn die sich selbst zerstören, bevor sie unseren Staat zerlegen. Hört endlich auf, über diese Leute zu berichten, die niemanden interessieren!
Zwischen FDP,CDU,SPD und Grünen bestehen doch keinerlei Meinungsdifferenzen mehr, es ist viel mehr nur ein Kampf darum welcher Elite Politiker die macht in Händen halten darf und sich selbst in den Himmel lobt. Statt zu nörgeln, dass es Menschen im Lande gibt die an einer politischen Alternative interessiert sind, wenn auch nicht so geordnet wie es manche gerne hätten, so sollten Bürger die in einer Demokratie leben die Meinungsvielfalt achten und berücksichtigen das auch Parteien die nicht im Parlament sind beachtung finden. Denn nur Meinungsvielfalt, schaft eine Wirkliche Wahl zwischen Optionen!

Nur so viel zum Thema Chaos, was die Medien und viele Menschen nicht verstehen, dass bei den Piraten es keine Politiker Elite gibt die über die Partei herrscht und die Meinung diktiert. Sie ist eine Partei in der jedes Mitglied sein Recht auf freie Meinungsäußerung hat, was in den etablierten Parteien wie CDU,SPD nicht der Fall ist. Dort kommt man nicht mal in die Auswahl der Delegierten, wenn man offen gegen die Parteispitze wettert. Diese Politiker Elite, ist ein Korrupter verein der eng mit der Wirtschaft verpflochten ist und der schon seit langem sich nicht mehr selbst bemüht etwas zu erdenken, statt dessen lassen sie es sich sagen ohne zu denken, übernehmen von Lobbyisten Gesetze ohne nur 10% verstanden zu haben. Also Tomatensuppe guck dich mal selber an!

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webmann 13.02.2013, 19:58
84. Die Piraten sind keine

Alternative zu den etablierten Parteien. Sie müssten sich besser Chaoten nennen und das sind sie ja auch.

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Wildes Herz 13.02.2013, 19:59
85.

Zitat von henniman
Laut , der ersten und einzigen twitterbasierten Parteienprognose in Deutschland, rangieren die Piraten stabil, aber knapp unterhalb der 5%-Hürde. Dieses Reservoir scheint ihnen mittlerweile als Stammwählerschaft zuzufallen. Es ist daher nicht auszuschließen, dass in den kommenden Monaten ein Thema auftaucht, welches die entscheidenden X Stimmen bringt, die dann zum Einzug reichen würden. Interessant finde ich es allemal, dass die Piraten in wenigen Monaten 4,X % Stammwählerschaft aufgebaut haben. Das ist immerhin schon halbsoviel, wie die Grünen nach mehreren Jahrzehnten haben. Besagte Grüne liegen im Wahl-O-Meter.com übrigens bei 9,6% .
Augenblick mal... das WAhl-O-Meter ist aber überhaupt nicht repräsentativ, sondern ermittelt nur aus "den Nennungen der Parteien und der Namen ihrer wichtigsten Politiker auf Twitter" ein fiktives "Ergebnis". Das ist natürlich aus vielfältigen Gründen keine geeignete Methode, mit der man Wahlabsichten erkunden kann.

Aktuelle repräsentative demoskopische Erhebungen von Instituten wie Allensbach, Forsa, Forschungsgruppe Wahlen, Infratest Dimap usw. sehen die Piraten übereinstimmend bei DREI Prozent. Und dass es sich dabei um "Stammwähler" handelt, ist auch eine unzulässige Interpretation - bloß, weil jemand im Moment angibt, eine Partei wählen zu wollen, ist er noch lange kein "Stammwähler". Genau so wenig wie ein Lokal, in das ich heute Abend was trinken gehe, deshalb mein "Stammlokal" ist ;-)

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rroggenbrot 13.02.2013, 20:01
86.

Schuld war dieser ganze Schwarm-Blödsinn, bloß nicht auf Einzelpersonen setzen, jedem Gehör verschaffen, Vorstände ständig neu wählen.
Dass das nicht funktioniert, war klar. Die Anfänge der Piraten, als es darum ging sich gegen Ungeheuerlichkeiten der regierenden Parteien zu stellen und eine Opposition zu werden, die mit dem Finger z.B. auf Vorratsdatenspeicherung zeigt und wachrüttelt, dabei hätten man bleiben sollen.

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fr56 13.02.2013, 20:01
87. Politik ist halt mehr...

als ein paar Sprüche und ein cooles Outfit!
Es ist harte Arbeit mit überzeugenden Themen, auch gegen den Widerstand einer gierigen Presse, die immer gerne zerpflügt und nur negative Sensationen will

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kjartan75 13.02.2013, 20:02
88.

Zitat von teutoniar
Die "Netzpolitik", die ich wahrnehme, ist auch radikal. Da wird auf "Freiheit" des Internet gepocht, aber gemeint ist Anarchie. Gleiches Thema mit dem Urheberrecht.
Also, da muss ich ehrlicherweise sagen, dass ich genau das Problem der Förderung anarchischen Verhaltens bei der FDP im Programm viel stärker wahrnehme. Deren Freiheitsbegriff ist häufig auch mit Anarchie verbunden - nur der Stärkste soll laut dieser Parteimaxime überleben. Exakt das hat im Übrigen etwas verklausuliert auch Brüderle von sich gegeben. Also, was Sie den Piraten hier vorwerfen betrifft eigentlich in viel stärkerem Maße die FDP.

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_unwissender 13.02.2013, 20:03
89. Anderer Vorschlag:

Zitat von kpdsu
Leider ist die Beobachtung im Artikel völlig richtig. Es ist schade, dass sich da nur machtgierige Kinder tummeln. Die Themen sind zu wichtig um sie den Altparteien zu überlassen! Zusammenreißen und ändern. Die eigenen Parolen ernst nehmen.
Wenn ich Ihren Beitrag so umformulierne würde:
Bei den Altparteien "Es ist schade, dass sich da nur machtgierige Erwachsene tummeln. Die Themen sind zu wichtig um sie Karrieristen zu überlassen!"
Wäre das auch o.k?

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