Forum: Politik
Streit zwischen Ankara und Den Haag: Gelegenheit macht Krise
DPA

Zwei Seiten demonstrieren Härte: Die Türkei will Wahlkampf machen, wo und wie sie will, die Niederlande halten dagegen. Der Konflikt eskaliert - und den Hauptakteuren ist es gerade recht so.

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Mister Stone 12.03.2017, 09:28
140.

Unsere Regeirung "setzt" auf Dialog (allein das Wort ärgert mich sehr: Merkel "setzt" immer auf irgendetwas, auf Freiwilligkeit, auf Dialog, auf Kompromisse, auf Verhandlung, so als wäre Politik ein Roulettespiel), aber sie demonstriert Unterwürfigkeit. Dialog bedeutet keineswegs Verzicht auf Streitkultur und harte thematische Auseinandersetzung. Man kann auch im konstruktiven Dialog bleiben, nachdem man jemandem etwas untersagt, jemanden sanktioniert. Man gibt aber einen Dialog auf Augenhöhe völlig auf, wenn man auf widerliche persönliche Angriffe und pauschale Beleidigungen stets mit Rückzug reagiert.

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javaan 12.03.2017, 09:29
141. Qui bono?

Gesternmorgen wurde gemeldet, dass Ministerpäsident Rutte das Rennen gegen Wilders nicht schaffen würde. In guter EU Tradition warnte Rutte umgehend für großen Chaos bei einem Wahlsieg Wilders'. Und dann kam diese "Krise", die einem Ministerpäsidenten, der in den letzten fünf Jahren für alles andere als Handlungsstarkes Auftreten bekannt geworden ist, gerade sehr genehm ist. Es wird sowohl Ihn, wie auch Erdogan den Wahlsieg in und aus den Niederlanden bescheren. Politics, it's an interesting business.

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trou1982 12.03.2017, 09:29
142. Meiner Meinung nach

brauchen wir eine neue Konfliktkultur.
Und damit meine ich auch eine Wappnung gegen die schon längst global laufenden
Handels-, Wirtschafts- und Währungskriege.
Wir sind weltweit in die finale Phase der Schuldenkrise und Assetblasen getreten.
Die Kluft zwischen arm und reich wächst immer weiter.
Die Türkei, Russen, Chinesen oder Trumps Amerika haben alle das gleiche Ziel:
Neupositionierung, wirtschaftliche Konsolidierungsprozesse hin zu Oligopolen, das Ende der Globalisierung.
Siehe Trumps Einfuhrzölle oder Chinas Filet-Einkauf in Deutschland oder Erdogans Alleinsstellungsanspruch.
Ja Deutschland, hat dem aber nichts entgegenzusetzen.
Es hat ja nicht einmal eine eigene Zentralbank um seine Währung zu steuern, das geht nur europaweit.
Und Europa spaltet sich immer mehr.
Die Griechen und der Eurolikis, verkrämte Oststaaten, Ungarn alles Feinde.
Die vierte Gewalt, von Parteien gesteuert, sieht nur noch Populisten, schützt Merkels Nullpolitik vor linken und rechten Feinden und verkennt dabei das es eben diese Nullpolitik ist welche andere Strömungen erzeugen.
Siehe die Energiepolitik, die Energiewende ein Milliardengrab, unkontrollierte Förderung, Atomaustieg.
Ohne Gas, ohne Öl, die Kohle geht zu Ende aber Abhängigkeitsverhältnisse mit sanktionierten Lieferstaaten.
Keine Verbündeten, das transatlantische Bündnis nur eine jämmerliche Partei-Loyalität.
Wir haben genug Konflikte und es muss begonnen werden die Zukunft zu meistern.
Schluss mit Merkels Einschläferungspolitik, es will ja schon keiner mehr Bundespräsident werden in diesem Land, das muss man sich mal vorstellen.

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fördeanwohner 12.03.2017, 09:31
143. -

Zitat von AliVeli
Türkische Familienministerin wird verhindert mit dem türkischen Generalkonsul zu treffen. Als die Türkei die deutschen abgeordneten verhindert haben in incirlik sich mit den deutschen soldaten zu treffen gab es auch heftige reaktionen. Die Sache geht vom Deutschland aus und nicht vom Holland. Hollan wurde angestiftet. Deutschland hat angst, dass sie Marktanteile in der Türkei verliert aber Holland hat da wenig zu befürchten. Ganz ehrlich ich möchte nicht in deren haut stecken. Ab dem 16.4 wird ein anderes Wind wehen. Ich würde EU raten die Segel runterzunehmen.
Die AKP-Politiker haben jetzt bewiesen, dass sie einen Sch... darauf geben, was in anderen Ländern gewünscht wird. Die Niederlande haben ihnen vorher gesagt, sie seien unerwünscht, sie sind trotzdem gekommen. DAS ist undiplomatisch. (Besuchen Sie auch Menschen, die Sie nicht zu Gast haben wollen?)
Das Gegenteil wird eintreten, warten Sie's ab. Die EU wird die Gelder für die Türkei streichen. Da kann dann Erdowahn gerne Präsident "von Erdowahns Gnaden" sein, helfen wird es ihm nicht. Das werden die Türken dann ganz schnell merken.

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Izmir..Übül 12.03.2017, 09:31
144.

Zitat von hassowa
Was für ein merkwürdiger Artikel. Da verhält sich ein Natostaat gegenüber anderen Natostaaten wie die Axt im Walde und der Artikelschreiber entblödet sich nicht, zu kommentieren: "Die gestrige Nacht zeigt, was Populisten anrichten können." Und damit meint er nicht etwa den Populisten Erdogan, sondern Geert Wilders. Wie blind muss man sein und für wie dumm muss man seine Leser halten, wenn man sowas hier zum besten gibt? Unfassbar!
Entweder können oder wollen Sie nicht richtig lesen. Der Autor benennt ganz klar sowohl Erdogan sowie Wilders als auch Rutte als Profiteure der Eskalation.

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tomlex27 12.03.2017, 09:31
145. Runterspielender Kommentar

Man fragt sich manchmal, warum man einen Autokraten, der auch noch in einem anderen Land seinen Autokraten- Style verkaufen möchte, die infantilen Anhänger in den Gastländern auch noch aufhetzt, uns als geringes Übel verkaufen will. Dann auch noch Rutte und Wilders als Profiteure bezeichnet, obwohl sie nur die Einhaltung der Hausordnung verlangen.
Wir benötigen auch solche Politiker und nicht eine Frau Merkel die, a) einen schmutzigen Deal mit einem Autokraten abgeschlossen hat und b) sich erpressen lässt.
Und wo wir gerade dabei sind, türkischstämmige Migranten die bei uns leben, bzw. für Erdogan hier auf die Strassen gehen, sollte sofort der Doppelpass entzogen werden und die Rückreise in die "Heimat" nahegelegt werden. Übrigens...vielen Dank an Grüne und SPD für den Doppelpass.
Ein Kommentar der wieder dafür sorgen wird, dass man sich fremd im eigenen Land fühlen kann, und die Leute in Richtung AFD treiben wird.
Keine Haltung, keine Ehre und vor allem keinen Bezug zur Realität mehr der Menschen.

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citi2010 12.03.2017, 09:32
146.

Zitat von wolleb
Vor den Niederlanden und Österreich kann man nur den Hut ziehen. Wen ich dagegen das rumgeeiere in Berlin sehe. Keiner hat den Mut zusagen wir wollen nicht, dass Türkische Politiker hier Wahlkampf machen. Statt dessen faselt man von Sicherheitsbedenken und fehlenden Feuerlöschern.
Weil die Scheinheiligen immer noch auf die Stimmen der Erdogan Leute bei den NRW und BT Wahlen dieses Jahre schielen.

Blöd gelaufen wenn man seine Werte verscherbelt wie auf einem Bazar.

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ingo.adlung 12.03.2017, 09:32
147.

Zitat von Denkt mal selber nach
Tja das bringt es eben auf den Punkt. Und damit bleibt es ein Punktsieg für Erdogan, der sowieso fast nicht verlieren konnte. Jeder kann jetzt mit dem Finger auf die achso tollen Euopäer zeigen.
Es wird nur zum Punktsieg für Erdogan, wenn die anderen EU Staaten die Niederlande im Regen stehen lassen unnd ansonsten jenseits von Empöhrung über Nazivergleiche nichts unternehmen. Wenn sich die EU mit den NL solidarisch zeigen, dann verliert Erdogan. Uns ist und darf die Türkei nicht egal sein, aber die aktuelle Regierung hat alles Maß verloren. Schade, aber *diese* Türkei will niemand in der EU. Nicht im Ansatz. Und Visafreiheit ebenfalls nicht. Vielleicht findet die EU jetzt ja endlich die Kraft das unvermeidbare auszusprechen. Ansonsten mag es uns mißfallen, aber die türkische Bevölkerung hat auch das demokratische Recht diese abzuschaffen. Nur müssen wir nicht den Steigbügelhalter dazu hergeben. Auch wenn es unsere Regierung zum verrecken nicht wahrhaben will, wie es das BvG festgestellt hat liegt der Ball in ihrem Feld. Frau Merkel muss nur Mut zeigen und aufhören vor dem Ball wegzurennen und diesen nach vorne spielen. Aber vielleicht träumt sie ja auch von ihrer Abwahl - ein Schelm der Böses dabei denkt ...

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thomas0815-1 12.03.2017, 09:34
148. Vielleicht ist es an der Zeit

...dass die europäischen ( "noch" demokratischen) Ländern sich mal "massiv in den türkischen Wahlkampf einmischen": klare Ansprachen über Videobotschaften/ Handzettel/ Medien etc. (in der jeweiligen Landessprache und in türkisch) an die türkisch - stämmigen MitbürgerInnen und (versuchen) das Missverhältnis zwischen dem Leben hier (mit allen Rechten und Freiheiten etc.) und dem Leben jetzt (und die vermutlichen Veränderungen in der Zukunft) in der Türkei zu erklären. Das mag etwas " naiv" klingen, ist aber m.E. einen Versuch wert. Und würde zeigen, ob unsere Regierungen wirklich bereit sind die vielbeschworenen europäischen Werte zu verteidigen. Mit den Menschen, und nicht über die oder an denen vorbei!

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hobas 12.03.2017, 09:37
149.

Es wird Angst, Misstrauen und sogar Hass geschürt. Europa macht Wahlkampf gegen das geplante türkische Präsidialamt.

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