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Streit zwischen SPD und Grünen: Der fremde Freund
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Rot-Grün galt mal als strategische Partnerschaft. Das ist vorbei. Der Streit in der Steuerpolitik und die Debatten über Machtoptionen zeigen: Jetzt kämpft jeder nur noch für sich allein. Die Partner haben sich auseinandergelebt.

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naklar? 19.08.2013, 18:33
1. Bevor Schwarz_Rot die GroKo macht, ...

... wäre Schwarz_Grün wohl die bessere Alternative. Schwarz_Rot unterscheiden sich nur marginal und das sieht verdammt nach erneutem Stillstand aus. Rot_Grün und Schwarz_Gelb sind diesmal eher unwahrscheinlich.
Und nun zu meinem eigenen Wunsch: Am liebsten keine von den genannten (Block)Parteien.

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no-panic 19.08.2013, 18:36
2.

Zitat von sysop
Rot-Grün galt mal als strategische Partnerschaft. Das ist vorbei. Der Streit in der Steuerpolitik und die Debatten über Machtoptionen zeigen: Jetzt kämpft jeder nur noch für sich allein. Die Partner haben sich auseinandergelebt.
Die Grünen sind doch in den letzten Jahren immer näher an schwarz herangerutscht und das färbt halt ab. Man schaue sich Herrn Kretschmann an, der Mann könnte ohne eine einzige Verbiegung in die CDU eintreten.

Die SPD hingegen steht für.......
ja, für was denn eigentlich?
Arbeiterverräter, Genosse der Bosse, inhaltliche Leere.

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Kurt K. 19.08.2013, 18:41
3.

Zitat von sysop
Rot-Grün galt mal als strategische Partnerschaft. Das ist vorbei. Der Streit in der Steuerpolitik und die Debatten über Machtoptionen zeigen: Jetzt kämpft jeder nur noch für sich allein. Die Partner haben sich auseinandergelebt.
Steuererhöhungen macht man, aber man kündigt sie nicht großartig an. Schon gar nicht so kurz vor einer Wahl. Mir ist unverständlich, dass man das den Grünen noch beibringen muss. Die sind doch eigentlich schon alt genug, um das politische Geschäft zu beherrschen.

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pacificwanderer 19.08.2013, 18:44
4. Da beide Parteien

den Buerger zur Sanierung der Suedstaaten erheblich belasten wollen ist deren Zweckbuendnis doch geradezu ideal.

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japox 19.08.2013, 18:51
5. Das ist doch zu schön

... um wahr zu sein!
Rot/Grün wäre für die meisten Deutschen wirklich schlimm. Erinnert sich noch jemand daran, wir die Hartz IV-Gesetze entstanden? Das (Teilzeit- und) Befristungsgesetz? Nee, mehr davon brauchen wir wahrhaftig nicht.

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Epikurus 19.08.2013, 18:51
6. Der designierte Vizekanzler Sigmar Gabriel hat den Kurs gewechselt

Nun hat Sigmar Gabriel sich doch gegen alle durchge-
setzt und geht auf Kurs Große Koalition. Natürlich
sind die Grünen mit Trittin und Roth jetzt entsetzt
und beleidigt. Aber Gabriel hat seine Schachzüge
gut vorbereitet und wird eine große Mehrheit der
SPD hinter sich haben.
Der unsichere Faktor bei der Wahl bleibt, wie stark
die Linke und die Afd wird. Der Forsa-Chef hält 7-8%
für die AfD möglich. Die Linke liebäugelt wohl mit der
10 % Grenze.

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salamicus 19.08.2013, 18:54
7.

Zitat von Kurt K.
Steuererhöhungen macht man, aber man kündigt sie nicht großartig an. Schon gar nicht so kurz vor einer Wahl.
Warum? Das ist nicht ohne Kalkül und kann sich auszahlen. Damit wirkt man offen, ehrlich und aufrichtig. "Wir machen euch nichts vor, wir sagen schon vor der Wahl die Wahrheit" usw. Und die konservative, besser verdienende Klientel der Grünen kann sich's doch leisten.

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pallmall78 19.08.2013, 18:55
8. Erbschafts- und Kapitalertragssteuer

Ich verstehe die SPD nicht mehr (okay, wer tut das schon noch...).
Nachvollziehbar finde ich, dass sie bei den grünen Plänen zum Einkommenssteuerspitzensatz nicht mitgehen, jedenfalls bei den angestrebten Verdienstgrenzen für die erhöhten Steuersätze.
Aber eine höhere Besteuerung von Kapitalerträgen, Erbschaften und Vermögen sollten doch - sofern diese Dinge eine bestimmte Höhe überschreiten (es sich nicht um "Oma ihr klein Häuschen" handelt bspw.) - im genetischen Code der SPD verankert sein.
Wenn sie so etwas nicht mehr postuliert, dann unterscheidet sie sich tatsächlich nicht mehr von der CDU und ist in keinem Fall fähig zu einer Koalition Rot-Rot-Grün.
Da wählen die Leute dann verständlicherweise lieber das Original...

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Edelweiß 19.08.2013, 18:56
9.

Was für ein bemühter und vor allem überflüssiger Interpretationsversuch. Auch wenn man Umfragen nicht überbewerten soll, die Situation für Rot-Grün ist doch sonnenklar, da braucht man nichts hinein geheimnissen. Für eine eigene Mehrheit wird es unmöglich reichen. Eine gemeinsame Zukunft (für die nächsten Jahre) hätten sie nur zusammen mit den LINKEN. Das haben sie (v.a. die SPD) aber ausgeschlossen. Also geht es nur noch gegeneinander, was - Ironie des Schicksals - durchaus dazu führen kann, dass sie dank ihrer Volten (Steuern rauf? oder runter?) noch mehr Stimmen verlieren. Am Ende erreichen sie vielleicht sogar das, was sie vermutlich am wenigsten wollen, eine Fortsetzung von Schwarz-Gelb. Eine Eselei von historischer Dimension.

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