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Streitthema Gesundheit: SPD warnt vor Scheitern der GroKo
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Die SPD dringt auf eine Angleichung der Arzthonorare - andernfalls könnte die GroKo scheitern, warnt Gesundheitsexperte Lauterbach im SPIEGEL. Die CDU signalisiert Entgegenkommen. Allerdings nur ein bisschen.

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capote 26.01.2018, 17:51
150. Eigendiagnose

Zitat von ruhepuls
Da Sie offensichtlich ein exzellenter Diagnostiker sind, brauchen Sie eigentlich gar keinen Arzt. Allen anderen soll der Hausarzt bei den üblichen Wehwehchen ausreichend helfen können. Und die Fachärzte kümmern sich um die Fälle, bei denen der Hausarzt nicht weiter kommt. Nebenbei, auch Fachärzte kochen nur mit Wasser...
Die Masse ist nur für alles zu doof !
Über 90 % wissen z.B. gar nicht, was ein Proctologe ist.

Ob ich mit einer Krampfader in der Speiseröhre besser zum HNO-Arzt oder Internisten gehen sollte, weiss ich dann auch nicht mehr.

Macht in meinem Fall nichts, ich habe einen sehr guten Freund, der Amtsarzt ist und den ich kostenlos und in Norfällen am Telefon rund um die Uhr konsultieren kann.

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wordfix 26.01.2018, 18:05
151. Ein generelles PKV-Verbot ist verfassungswidrig

Wenn überhaupt, könnten nur Neuverträge gesetzlich verboten werden. Daher kann der SPD-Plan, sich der PKV-Rückstellungen in Höhe von ca. 250 Milliarden € (!) zu bedienen, nicht aufgehen.Also müßten die GKV-Beiträge steigen. Die ersatzlose Nivellierung der GOÄ führt ansonsten dazu, daß tausende Praxen, insbesondere die der HÄ, geschlossen werden. Dann wäre es nur eine Frage der Zeit, daß aufgrund des unweigerlich eintretenden, noch viel drastischeren Ärztemangels KV-Sitze für Investoren geöffnet werden.Jawohl, oder was glaubt man, wie es sonst gehen soll ? Kein Arzt wird mehr in der Lage sein, eine Arztpraxis finanzieren zu können. Also müssen MVZ's ausgeweitet werden: ade, wohnortnahe Versorgung...Seit Jahren berichten die Medien über Arbeitsverdichtung in den Krankenhäusern... Habt ihr euch jemals die Zielgrößen der "Landeskrankenhauspläne" der Länder angesehen, die nur eine Richtung kennen, Kapazitäts-/ Bettenabbau ? Beschlossen von den Politikern, die vor den Kameras von den "Schwestern und Ärzten" schwadronieren, denen sie helfen möchten..... Es ist schier unfaßbar, daß die SPD für ihre Europa-Pläne gewillt ist, das in der Breite weltweit beste Gesundheitssystem an die Wand zu fahren. Wer hat nochmals Riester eingeführt und Millionen beschissen, um es der Privatwirtschaft zu schenken ? Leute, macht mal endlich die Augen auf: ein Lauterbach, der genug vermurkst hat, soll der Heilsbringer sein ? Na dann..

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capote 26.01.2018, 18:10
152. astronomisch teuer

Zitat von ulrich_loose
weil Ihnen sachlich wohl nichts einfällt. Im Übrigen liegen Sie auch bei ihrer Polemik falsch. Die PKV Beiträge sind im Alter nicht "Astronomisch" hoch, sie bemessen sich IMMER am Versicherungsrisiko. Richtig ist hingegen, dass die Renten gemessen am Erwerbsleben "Microskopisch" sind. Das trifft aber z.B. auch bei einem Auto oder einer Hausratsversicherung zu.
Sie liegel verkehrt ! Es gibt jeweils geschlossene Versicherungspools in denen PKV-Versicherte etwa gleich alt sind. Das letzte Jahr vor dem Sterben ist in aller Regel das teuerste Jahr mit 60'000,- €. Wenn bei den 65-Jährigen jeder 1000ste stirbt müssen die anderen 999 die 60'000 bezahlen, sind für jeden 60.- oder 5,- € im Monat. Wenn bei den 85-Jährigen jeder zehnte stirbt. müssen die anderen 9 eben jeden Monat 555,55 € für diesen Zehnten mehr bezahlen, zu Ihrem eigenen Versicherungsrisiko und so wird es für die Langlebenden astronomisch teuer, weil jeder mehrere "letzte Jahre" bezahlen muss. Wer jung stirbt macht einen Reibach, aber wer will das schon ?

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Das Pferd 26.01.2018, 19:03
153.

Zitat von schensu
Die Existenzberechtigung der SPD steht und fällt mit der umgehenden Einführung der Bürgerversicherung........................
äh, auch wenn ich durchaus für eine Radikalreform der Krankenversicherungssysteme (incl. BG) bin, nenne Sie es Bürgerversicherung, Sie wissen doch, daß die SPD nicht stärkste Partei ist, oder?

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hisch88 26.01.2018, 19:45
154.

Zitat von capote
Die Masse ist nur für alles zu doof ! Über 90 % wissen z.B. gar nicht, was ein Proctologe ist.
Schön für Sie, dass Sie das Niveau haben und zu den 10% gehören die Wissen was ein Proktologe ist.

Schreibt man übrigens mit "k" nicht mit "c" im deutschen.

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icke_selba 26.01.2018, 20:27
155.

Zitat von schadland
Ich finde es geradezu irre, dass die SPD ein gut funktionierendes und leistungsfähiges Versicerungssystem wie die PKV zerstören und in das schlecht funktionierende GKV-System überführen will.
Wenn Sie mal für 5 Cent darüber nachdenken würden, WARUM die PKV so "gut funktioniert" - nämlich schlicht und ergreifend, weil so ziemlich sämtliche problematischen Fälle bei der GKV abgeladen werden und man galant Rosinen pickt, fänden Sie das nicht mehr so irre.
Ich wäre ja mal für ein Experiment, das Leuten wie Ihnen die Leistungsfähigkeit des von ihnen präferierten Systems demonstrieren würde. Versuchsaufbau: die GKV wird abgeschafft, und für die PKV ein Kontrahierungszwang eingeführt. Keine Rosinenpickerei mehr!
Jede Wette: wenn man das machen würde, gingen Sie nach spätestens einem halben Jahr auf die Straße, um für die Einführung einer GKV zu demonstrieren

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"mittelschicht" 26.01.2018, 21:08
156.

Zitat von allmale
hätte er bessere Zähne! Dieser unvermeitliche Lautsprecher Laut(!)terbach. Ein Beispiel für die Leistungen der GKV. Aber eine Zahnzusatzversicherung sollte er sich leisten können! Obwohl das der reinen Lehre widerspräche.
Ich empfinde diesen Kommentar als eine Unverschämtheit. Was bitte hat diese Aussage mit dem Artikel zu tun. Es ist eine Beleidigung, die gar nicht geht. Wer andere Menschen beleidigen und oder erniedrigen, muss um sich Gehör zu verschaffen , hat wahrscheinlich selber etwas zu verbergen . Zumindest hat er keine ernstzunehmenden Argumente. Kommentare auf einem solchen Niveau sind unschön und entledigen sich ihrer Aussagekraft hoffentlich von selbst.

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ansv 26.01.2018, 22:35
157.

Zitat von ruhepuls
Das passiert bei Privatversicherten auch. Nur bezahlen die für die 2-3 Sätze auch noch richtig Geld. (Kleines Beispiel: Die Frau eines Bekannten, der als Beamter Beihilfe/PKV hat, geht zum Arzt für ein Rezept. Der kommt kurz aus dem Sprechzimmer, gibt ihr die Hand und fragt, wie es ihrem Mann geht. Dauer 20 Sekunden. Drei Tage später bekommt sie eine Rechnung über "eingehende Beratung" - für Ihren Mann!)
Der Hauptunterschied ist vielleicht, dass der GKV-Versicherte gar nicht erfährt, was genau der Arzt eigentlich abrechnet.

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HAJ 27.01.2018, 08:19
158. Nichtexistierende Lösung für nichtexistierendes Problem

Es gibt reale Verbesserungsmöglichkeiten im deutschen Gesundheitssystem: Ich kann ihnen Krankenhäuser in meiner Umgebung nennen, in die ich im Notfall möglichst nicht eingeliefert werden will, und ich kann ihnen auch Ärzte nennen, die ich nie aufsuchen würde, und die ich niemandem empfehlen würde, der wirklich krank ist.

Da gibt es reale Qualitätsprobleme - schlechten Service auf dem Niveau des Finanzamts sowieso, aber das ist bei öffentlichen und halböffentlichen Dienstleistungen in Deutschland nun einmal eher die Norm als die Ausnahme. Mit (viel) Geld könnte man eventuell etwas verbessern.

Allerdings kann ich keinen Zusammenhang zum System der Krankenversicherung erkennen, und schon gar keine Verbesserung durch die sogenannte Bürgerversicherung von Nahles und Lauterbach. Sicher wird aber die Krankenversicherung dadurch teurer - ausser für dann ehemalige Privatpatienten. Dazu käme ein jahrelanges rechtliches und Verwaltungschaos, dessen Kosten und Lasten S21 und BER wie Puppenstübchen erscheinen lassen.

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blueshift774 27.01.2018, 09:17
159. Es ist ...

... nicht nachzuvollziehen, warum sich die Union permanent gegen ein gerechteres Gesudheitssystem verweigert. Die Mehrklassenmedizin in Deútschland, der Mix aus privaten-und-gesetzlichen Alternativen, der zu diesem ungerechten System geführt hat, ist keine politische Option! Das bestehende Gesundheistwesen in Deutschland verstösst eindeutig gegen Grundgesetz und Verfassung, vor dem ALLE Bürger absolut GLEICH sind! Das hat nichts mit "sozialistischer Gleichmacherei" zu tun!

Niemand darf sich - auf dem Boden unseres Grundgesetzes - aus dieser gesetzlichen Verantwortung über private Versicherungen einfach alternativ "rauskaufen". Ich verstehe nicht, warum diese grundgesetz- und verfassungswidrige Haltung der Union überhaupt diskutierbar sein kann.

Die SPD liegt mit ihrer Anforderung von Prof. Lauterbach nach einer Bürgerversicherung eindeutig auf richtigem Kurs. Selbst der Begriff ist wertneutral und stimmig in dem Sinne, dass es in Deutschland kein "Bürgertum" gibt und jede/r Bürger/in ist!

Jeder Bürger kann - zusätzlich - Add-on Leistungen privat versichern - außer Leistungen, wie z.B. Chefarztbehandlung. Diese steht jedem zu, der sie auch wirklich medizinisch fachlich im Einzelfall benötigt und darf nicht durch Geldleistung "korrumpierbar" sein, wie dies momentan geschieht.

Auch eine Unterstützung bzw. staatliche Subvention der privaten Versicherer darf es nicht geben. Der Markt regelt das. Das es so viele Versicherungen in Deutschland gibt, belegt die Versicherungs-Subventionspolitik des Staates!

Für mich stellt sich die Frage nach der Grundgesetztreue der Union. Sind diese Parteien asozial?

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