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Streubombenopfer in Laos: Land der Narben

Till Mayer Mehr als eine halbe Million Angriffe flog die US-Luftwaffe von 1964 bis 1973 auf Laos. 80 Millionen Sprengsätze sind bis heute nicht entschärft - die Blindgänger töten und verstümmeln noch immer Menschen. Zwei Überlebende erzählen ihre Geschichte.

r.muck 13.04.2014, 14:43
1. Verteidiger

Die Verteidiger des Völkerrechts dürfen das. Seien sie mal nicht so kleinlich.

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mcvitus 13.04.2014, 15:13
2. Wo bleibt der Ruf

nach Wiedergutmachung und sonstiger Unterstützung an die verantwortlichen Mächte? Achja, die sind ja schon mit neuen Kriegen beschäftigt und benötigen die Recourcen dringen woanders.

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syracusa 13.04.2014, 15:17
3. Kriegsverbrechen

Während des Vietnamkriegs war Laos neutral und es gab keine offizielle Kriegserklärung der Vereinigten Staaten an Laos. Die Bombardierung von Laos war ein Kriegsverbrechen. Die USA haben bis heute weder Reparationszahlungen geleistet noch Entschädigungen für die Opfer.

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hoamsasenf 13.04.2014, 15:45
4. man möchte verzweifeln ...

... auch weil die Menschen nichts daraus lernen.
Deshalb wird auch das Morden nie aufhören, oh nein, man tüftelt sicherlich an noch perfideren Waffen. Hoch lebe die Rüstungsindustrie und alle die, die noch damit reich geworden sind.

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seriphos02 13.04.2014, 16:41
5. Viele Menschen ...

Zitat von sysop
Mehr als eine halbe Million Angriffe flog die US-Luftwaffe von 1964 bis 1973 auf Laos. 80 Millionen Sprengsätze sind bis heute nicht entschärft - die Blindgänger töten und verstümmeln noch immer Menschen. Zwei Überlebende erzählen ihre Geschichte.
... lebten jahrelang in Höhlen und wagten sich nur nachts auf ihre Reisfelder. Aber das war ja glücklicherweise wieder einmal weit weg vom amerikanschen Traum.

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ApuMichael 13.04.2014, 18:02
6. Kleine Ergänzung und Fortsetzung

Zitat von syracusa
Während des Vietnamkriegs war Laos neutral und es gab keine offizielle Kriegserklärung der Vereinigten Staaten an Laos. Die Bombardierung von Laos war ein . Die USA haben bis heute weder Reparationszahlungen geleistet noch Entschädigungen für die Opfer.

Über das Staatsgebiet des 'neutralen' Laos liefen die Nachschubrouten der nationalen Befreiungsfront in Südvietnam. Meines Erachtens muss man dies bei der Verurteilung der amerikanischen Bombenkriegs mit-reflektieren. Und außerdem: nach der Machtübernahme durch die Pathet-Lao-Streitkräfte hat man die nicht-geflohenen, nicht-kommunistischen Kader des - durchaus neutralen - laotischen Verwaltungsapparats zur Beseitigung der amerikanischen Minen etc. besonders im Gebiet der Ebene der Tonkrüge eingesetzt. Von meinen Freunden und Bekannten hat das keiner überlebt.

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ralphitschik 14.04.2014, 09:17
7. Menschenrechtgerichtshof?

Irgendwie fehlt da was:
Zumindest die Aburteilung der Verursacher mit Nötigung zum blitzblanken "Aufräumen" und (!) dem zur Verfügungstellen von "Arbeitsbeschaffungsmassnahmen" [schaffen] für Geschädigte...!

Zitat von sysop
Mehr als eine halbe Million Angriffe flog die US-Luftwaffe von 1964 bis 1973 auf Laos. 80 Millionen Sprengsätze sind bis heute nicht entschärft - die Blindgänger töten und verstümmeln noch immer Menschen. Zwei Überlebende erzählen ihre Geschichte.

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hardyhardy 14.04.2014, 09:41
8. Unsere

haben sogar dort "ganze Arbeit" geleistet, wo sie gar nichts zu suchen hatten. Entschädigung für die Opfer? Warum? Man braucht schließlich Kohle für neue Kriege.
Es ist unglaublich, was sich der "Weltpolizist USA" heraus nimmt, um in fremden Staaten mitzumischen. Vietnam, Korea, Irak usw. sind Opfer brutalster Angriffe unter verlogenen Gründen der USA geworden. Es gibt wohl keine zweite Macht auf Erden, die so aggressiv ist und so viele Angriffskriege nach dem 2. Weltkrieg geführt hat. Wir sind stolz auf diese "Freunde".

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