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Struktureller Sexismus: Sollte man den Karneval verbieten?
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Schlechte Witze, zu viel Alkohol, liederlicher Umgang der Geschlechter: Das einfache Volk pflegt eine fragwürdige Liebe zum Karneval. Wer progressiv denkt, weiß: So kann es nicht weiter gehen.

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francesco80 28.02.2019, 18:37
190. Einfach mal um sich selbst kümmern

Wie wäre es, wenn sich der Schreiber einfach mal um sich selbst kümmert und seinen Sexismus für sich behält?
Ich finde Fasching auch zum Kotzen, maße mir aber nicht an, anderen etwas zu verbieten, weil es mir nicht gefällt.
Übrigens ist die einzige Person, die ich kenne, die diesen Trubel mag, weiblich. Passt sicher nicht in die Wohlfühlblase des Autors.

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scpt 28.02.2019, 18:42
191. Funkenmariechen vs. Ballett

Verblüffend ist die unterschiedliche Bewertung von Funkenmariechen und Ballett-Tänzerinnen, die fast noch einen Tacken mehr Figur bzw. Haut zeigen. Ballett gilt als hohe Kunst, über die sexuelle Ausstrahlung der Damen sieht man großzügig hinweg. Nicht so bei den Funkenmariechen. Die werden ganz anders geframet.

Was die beiden Fälle unterscheidet und die unterschiedlichen Reaktionen begründet, ist die (vermutete) Absicht, der Tabubruch und der subversive Protest gegen die politische Korrektheit.

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sabaka56 28.02.2019, 18:44
192. Gott sei Dank

Zitat von noalk
Eine wirklich durch und durch gelungene Satire-Kolumne.
Endlich jemand der den Artikel kapiert hat.

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panzerknacker 51 28.02.2019, 18:49
193. Karneval

Zitat von isi-dor
Fleischhauer hat nicht mal begriffen, dass der Karneval im Mittelalter nichts mit Funkenmariechen und kurzen Röckchen zu tun hatte. Peinlich.
Karneval ist - zumindest in Köln - heutzutage größtenteils geduldetes schlechtes Benehmen.

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zeisig 28.02.2019, 18:56
194. Aber klar doch.

Zitat von galyeftherios
Die Frauen in den unteren Schichten sind oft erstaunlich robust, was männliches Fehlverhalten angeht. Das kann nicht ihr Ernst sein.
Doch es ist so: "Die Frauen in den unteren Schichten sind oft erstaunlich robust, was männliches Fehlverhalten angeht."
Und soll ich Ihnen was sagen? Diese Frauen wissen sich zu wehren. Oder haben Sie noch nie die Beiträge und Büttenreden der meist als Putzfrau verkleideten Damen gesehen? Die können auch ganz schön austeilen, das kann ich Ihnen versichern !

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Ein Stein! 28.02.2019, 18:57
195. Hier haben wir beide etwas gemeinsam

Zitat von wizzard74
{...] Gottseidank sind die meisten trotzdem nicht ruhig und vor allem: ALLE Frauen, mit denen ich darüber rede, haben kein Verständnis für das Gekeife der Feministinnen.
Und das, obwohl mein privates Umfeld mit einer Ausnahme ausschließlich weiblich ist! Ich bin gerade dabei, mir dieses Doppelmoppeln (Kollegen und Kolleginnen, Kolleg*innen ...) wieder abzugewöhnen, da (weil gelegentlich ursprünglich vergessen und dann schnell irgendwie nachholend eingebaut) die Sprache und das Sprechen miteinander unglaublich gestelzt wirkt und sogar als störend empfunden wird!
Ähnlich verhält es sich im Kollegenkreis: Am drastischsten sprechen sich die Kolleginnen gegen diese Dauerberieselung der sprachlichen Korrektheit aus! Gerade weil Frauen als "Betroffene" unverdächtig sind, Frauenfeindlich zu sein, entscheiden sie sich für eine Wortwahl, die sich die Kollegen nicht trauen.
Nicht zuletzt wird die Sprache auch intellektuell versaut:
-"Weibliche Fahrerin" (wieviele männliche Fahrerinnen es wohl gibt?)
-"Gästin" (dazu sage ich jetzt mal nichts, ist selbsterklärend)
-"Studierende" (abgesehen von dem logischen Zusammenhang, der schon mehrfach in der Vergangenheit bemängelt wurde [studierend ist jemand, der studiert, spielt er gerade Tennis, ist er nicht studierend}) gibt es ernsthafte Probleme bei anderen Bezeichnungen.
Z.B. Dieb (Diebende? Dieb seiende (Wäre wieder nur männlicher Dieb)
Natürlich wäre es möglich, das Wort vollständig zu ersetzen (Rechtswidrig Wegnehmende :-) ), in der Summe wären das soviele Begriffe, die verändert oder neu kreiert werden müssten, das die Deutsche Sprache neu gestaltet werden müsste.

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yor 28.02.2019, 19:10
196. Fleischhauer vs Stokowski oder: In welcher Welt wollen wir leben?

Während man bei Margarete nie so richtig sicher ist, ob sie ihre Themen ernsthaft, satirisch oder aus Angst vor dem Abgabetermin angeht, darf man Fleischhauer unterstellen, dass er tatsächlich alles so meint, wie er es schreibt. Und nicht ohne selbst überrascht zu sein stelle ich als moderat konservativer männlicher Mensch mittleren Alters fest, dass mir die Brave New World der Feministin langsam sympathischer ist als die Biedermeierstube des, sorry, mir fällt kein anderer Ausdruck ein: Reaktionärs. Mag der Fortschritt auch seltsame Blüten treiben, das Glyphosat des Ewiggestrigen kann die Gesellschaft auch nicht brauchen. Konservative wollen Sinnvolles behalten, Reaktionäre Überflüssiges wiederherstellen - das ist ein Unterschied.
Im übrigen hat sich Fleischi an dieser Stelle mal vor ein paar Jahren über Doppelnamen ausgelasssen; witzig war das schon damals nicht.

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*Querdenker* 28.02.2019, 19:17
197. Perfekt!

Ein perfekter Artikel, Herr Fleischhauer!

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Ein Stein! 28.02.2019, 19:20
198. Gut, gehört haben Sie womöglich schon davon

Zitat von EiligeIntuition
habe ich "schon mal was [von] satire gehoert". Deshalb weiß ich, dass Fleischhauers Kolumne noch niemals etwas mit Satire zu tun hatte bzw. jemals eine solche war.
Schade ist jedoch, dass Sie , wie Ihr letzter Satz zeigt, diese als solche nicht erkennen.
Für Personen wie Sie musste "Satire off" erfunden werden.

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skeptikerin007 28.02.2019, 19:23
199. Subtiler Humor

Auch so kann jemand schreiben und soll schreiben, wie Herr Fleischhauer.
In unserem heutigen Tagesblatt ist auch ein antikarneval Artikel. Beleidigend, von oben herab und wieder belehrend. Keine Satire.
24 Jahre lebten wir in einem karnevalistischen Hochburg. Ehrlich, ich kann Karneval trotzdem nicht haben. Aber warum madig machen? Niemand muss hingegen und wer da ist, kann sich gut amüsieren. Wenn noch Selbstkontrolle hat und mit dem Alkohol nicht übertreibt, kann sie/er unbeschadet Freitag in die Arbeit gehen.
Und wir waren frei, Donnerstag ab 10 Uhr, und Montag den ganzen Tag. Sogar die Geschäfte haben um 14 Uhr geschlossen.

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