Forum: Politik
Studie: Bertelsmann Stiftung plädiert für Wählen ab 16
DPA

Eine dem SPIEGEL vorliegende Studie kommt zu dem Schluss, dass früheres Wählen die Wahlbeteiligung steigern könnte. Wer früher wählt, bleibt demnach engagierter. Für eine gute Idee halten das aber nur die Jugendlichen selbst.

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Suppenelse 05.12.2015, 11:38
1. Nein danke

Mit 18 Auto fahren, mit 18 Alkohol kaufen, aber mit 16 wählen gehen? Man sollte vielleicht nochmal über den Sinn der Definition von "Volljährigkeit" reden.

Klar ist die sinkende Wahlbeteiligung ein Problem, aber dass ein Großteil der Deutschen den A.... nicht hochbekommt (später aber dennoch laut mitschimpft), sollte man eher durch eine Wahlpflicht lösen, wie in manchen anderen Ländern, als durch eine etwas unbeholfen wirkende Verschiebung der Altersgrenze unterhalb der Volljährigkeit.

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ford_mustang 05.12.2015, 11:41
2. Die Politiker schaden Demokratie

das meine ich dazu.
Es gibt keine Alternativen zum Wählen, alle sind irgendwie gleich schlecht.
Was nutzt es, einer Partei die Stimme zu geben, um zu verhindern, dass eine Andere an die Macht kommt, wenn dann Beide koalieren.
Alle Parteien vermitteln mit ihren Beschlüssen, dass sie nie das Wohl der Bevölkerung im Sinn haben.
Bertelsmann hätte mal lieber eine Studie über die Wahlverdrossenheit der jetzigen Wähler erstellen sollen.
Mit ihrem Ergebnis schönen Sie nur die Zahlen.
Wahrscheinlich wäre eine Wahlpflicht nicht schlecht. Jeder muss wählen gehen.

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dermirko 05.12.2015, 11:49
3. Wahlerlaubnis

Sehr gerne Wahlen auch ab 8 Jahren. Was hier mal eingeführt werden sollte, ist eine Wahlerlaubnis, die bescheinigt, dass man versteht, was man ankreuzt und nicht ankreuzt. Viele wählen das was sie immer gewählt haben und was auch schon die Eltern gewählt haben: tolle Demokratie.

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the_master 05.12.2015, 11:54
4. No taxation without representation!

Gilt in Deutschland leider nicht.

Durfte auch erst mit 22 wählen, da war das Land aber schon so runtergewirtschaftet. Da brauch ich jetzt auch nicht mehr wählen, mach ich auch nicht.

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eiffe 05.12.2015, 11:59
5.

Alle Rechte aber keine Pflichten mit 16 (z.B. Erwachsenenstrafrecht meist erst ab 21). Wo ist da die Logik?
Naja, die Bertelsmann Stiftung arbeitet sowieso ideologiegeleitet und nicht wissenschaftlich-rational.

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ironcock_mcsteele 05.12.2015, 12:04
6. Wählen ab 16

Heißt nicht, dass lauter 16jährige wählen, sondern dass alle, die bei der letzten Wahl 17 waren und jetzt mit 21 immer noch nicht repräsentiert sind, dann auch endlich berücksichtigt werden. Ich finde es eine gute Idee, beugt der Rentnerdiktatur ein wenig vor.

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großwolke 05.12.2015, 12:07
7.

Wenn man die Gesamtzahl der Wähler um eine Teilmenge erhöht, die in sich durch eine überdurchschnittliche Wahlbeteiligung gekennzeichnet ist, steigt die Wahlbeteiligung insgesamt. Soweit ist das reine Prozentrechnung, dieser Effekt ist auch dann nachhaltig, wenn sich das Wahlverhalten innerhalb der zugefügten Gruppe mit dem Alter dem Durchschnitt anpasst. Wieso das die Bindung ans Wählen erhöhen soll, erschließt sich mir nicht. Erwachsene, die selber Nichwähler sind, vermitteln ihren Kindern keine Wahlmoral, da hängt das Bild schon schief. Und die meisten Menschen, die, so wie ich, erst im Erwachsenenalter zum Nichtwähler werden, gehen diesen Schritt aktiv oder passiv wegen der Erfahrungen, die sie im Laufe des Lebens machen. Wie oft man zu dem Zeitpunkt, an dem man sich enttäuscht abwendet oder einfach nur noch mit den Achseln zuckt, weil man den Sinn nicht sieht, schon gewählt hat, erscheint mir irrelevant. Und mal spitz gefragt: Welchen Wert hat eine abgegebene Stimme, wenn der Wahlvorgang nur ein einstudierter Reflex ist? Was der Demokratie viel mehr schadet als das Nichtwählen ist die 5%-Hürde. Als bei der letzten Bundestagswahl knapp 15 % der abgegebenen Stimmen in den Skat gedrückt wurden, war ich sprachlos, das war einfach zu bizarr.

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aspro86 05.12.2015, 12:07
8. Denkfehler

Die Autoren den Studien haben einen Aspekt vergessen. So lange die Ergebnisse stimmen, ist kein Politiker der sogenannten Volksparteien daran interessiert, die Wahlbeteiligung zu erhöhen. Mehr politische Teilhabe bedeutet auch mehr Widerstand aus dem Volk. Aber mal ganz ohne Zynismus, würde ich auch 16-Jährigen das Wahlrecht zugestehen. So lange auch halb-senile Rentner, die zu keiner differenzierten politischen Diskussion mehr fähig sind (schlicht altersbedingt, das soll keine Beleidigung sein), das Wahlrecht zugestanden wird, wüsste ich nicht, was dagegen spricht, dass auch Teenager wählen dürfen. Das Problem ist schlicht, dass jene tendenziell weniger Union und SPD wählen, deshalb werden die nen Teufel tun und sich selbst marginalisieren.

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digger 05.12.2015, 12:08
9. Wahlrecht nur noch für Nettosteuerzahler!

Meinetwegen. Aber dann nur noch für Nettosteuerzahler!

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