Forum: Politik
Studie: Kinderkriegen wird immer unattraktiver
Corbis

Die Deutschen bekommen immer weniger Nachwuchs. Erstmals wurde in einer Studie untersucht, warum das so ist. Die Ergebnisse sind ernüchternd: Kinder und Beruf sind immer noch schwer zu vereinbaren und berufstätige Mütter haben kein gutes Image.

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newliberal 17.12.2012, 11:06
300. Hmmm

interessant was man hier so alles liest.

Der Staat ist "schuld" weil er nicht genug Kohle raushaut bzw. keine Ganztagsinternierungsanstalten, verniedlicht Kitas genannt, flächendeckend anbietet.

Der Neoliberalismus ist schuld, weil man mehr arbeiten muss und weniger "rausbekommt".

Der Zeitgeist, der Feminismus, alle sind "schuld", nur man selbst ist natürlich hilfloses Opfer.

Vielleicht zum ersten. Ja, der Lebensstandard für die Masse sinkt und, das ist noch wichtiger, wird in den nächsten Jahren rapide weiter absinken. Stichwort "fallende Realeinkommen". Es wurden und werden seit Willi "Mehr Bürokratie wagen" JEDES Jahr gigantische Schulden aufgehäuft, die künftige Generationen bitte schön zahlen sollen. Jetzt stellt sich heraus dass diese zukünftige Generationen sehr dünn ausfallen, es ist fast so also würden sich diese Generationen weigern auf die Welt zu kommen und ihren Frondienst anzutreten. Interessante Entwicklung, könnte man drüber philosphieren bzw. promovieren. Gibt es eine Korrelation zwischen Staatsverschuldung und Geburtenraten ? Und wichtiger noch die Frage, wer hat denn diese Schuldenkönige gewählt, wer wählt sie weiterhin ???

Das ist das big picture. Wenn man dann liest, dass der Lebensstandard sinken könnte pfffffffffff.... Dann fährt man eben ein paar Jahre nicht in Urlaub, ist mit Kleinkindern ohnehin eher stressig, dann fällt die Fernreise flach, dann lebt man eben bescheidener, so what ? Das Leben ist eben kein Kindergeburtstag, wer glaubt für seinen "Lebensstandard" arbeiten gehen zu müssen, ist ohnehin ein hoffnungsloser Fall.

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bronck 17.12.2012, 11:07
301. Was ist daran nun so schlimm?

Kinder sind das schädlichste für das Klima überhaupt. Denn Menschen sind die Klimaschädlinge schlechthin und je mehr es davon gibt, desto schlimmer.

Nur leider hat man die Rentenversicherung als Schneeballsystem aufgebaut. Man braucht stetig mehr Einzahler als Empfänger, die dann ebenfalls wieder mehr Einzahler brauchen. Ein Irrsinn.

Insofern sollte man endlich mit dieser Rentenlüge aufräumen und dann sind weniger Kinder (=weniger Menschen) kein Problem, sondern ein Segen für die Umwelt.

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tomrobert 17.12.2012, 11:08
302. Die Lebensqualität ist schlecht.

Zitat von sysop
Die Deutschen bekommen immer weniger Nachwuchs. Erstmals wurde in einer Studie untersucht, warum das so ist. Die Ergebnisse sind ernüchternd: Kinder und Beruf sind immer noch schwer zu vereinbaren und berufstätige Mütter haben kein gutes Image.
Genau deshalb habe ich meinen Sohn nicht nach Deutschland gebracht!
Es ist vor allem die Lebensqualität für die Kinder. Kinder sind hier erstmal nicht erwünscht und werden schulisch nicht für ihr Leben geschult, sondern für die Wirtschaft "abgerichtet". Der sich schon inder Kindheit
ergebende Stress versaut derern Kindheit und Entwicklungsmöglichkeit für ihr eigenes Leben. Sie sind schon so eingespannt ,gewissermaßen im Dienst der Wirtschaft den Anforderungen der Wirtschaft zu genügen , dass sie nur noch auf "Knopfdruck " reagieren anstatt ihr eigenes Leben zu leben. Das wird ihnen dann noch als Freiheit suggeriert.
Wenn eine gewisse Reife erlangt ist, dann in Deutschland seine Ausbildung zu ergänzen ist durchaus richtig. Aber die Kindheit in Deutschland ist die blose Vorbereitung für das Indienststellen für die Wirtschaft belohnt durch ein bischen Konsum. Wer das begreift und dadurch auch los lassen kann , der ist Reif für Deutschland.
Wer das nicht glaubt soll es testen , in einem anderen Land.
Deutschland ist kein Land für Kinder!

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metronomfahrer 17.12.2012, 11:08
303.

Wie immer bei derlei Studien wurden potentielle Väter komplett ausgeblendet. Zur Verwirklichung des Kinderwunsches gehören immer noch zwei, und die Quote derjenigen Männer die Kinder wollen ist auf einem historischen Tief. Kein Wunder bei diesem Familienrecht und den immer extremer werdenden Flexibilitätsansprüchen der Arbeitgeber.

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huettenfreak 17.12.2012, 11:10
304. Kann man nicht kaufen

Zitat von fmfx
Tolle Sache, dass zwei Menschen die sich voll und ganz auf die berufliche Karriere konzentrieren können und dadurch enorme Rentenansprüche an einer Kindgeneration erwerben zu der sie im Prinzip nichts beigetragen haben. Darüberhinaus haben sie den direkten Zeitgewinn und den zusätzlichen finanziellen Spielraum in Gesundheit und Vergnügen investiert - das garantiert ein langes Leben auf den Schultern der künftigen Rentenfinanzierer! BRAVO
Rein materiell gesehen haben Sie natürlich Recht. Allerdings kann man ein der Familie äquivalentes Glück nicht kaufen. Es geht eben doch gerecht zu auf dieser Welt.

Am besten ist es natürlich man hat genügend Geld und trotzdem Kinder:-)

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xehris 17.12.2012, 11:10
305. Familienhorror deutsche Schulen

Kaum irgendwo anders auf der Welt sind die Schulen dermaßen sozial ungerecht wie in Deutschland. Wer sein Kind 13 Jahre in einer Schule in Deutschland hat, der hat nicht selten 13 Jahre Kampf, Verzweiflung und Tränen vor
sich. Das deutsche Schulsystem ist das ungerechteste der Welt, da es nicht fördert, sondern nur fordert und gleichzeitig eine unfassbaren Notenterror ausübt. Kinder bringen Freude, die aber durch die Schule zu einem großen Teil zunichte gemacht wird.
Sollte ich meine Kinder noch mal bekommen, dann ganz bestimmt nicht in Deutschland! Möglich, dass viele junge Leute, die eine deutsche Schule absolviert haben, ähnlich denken und sich selbst diesen im Prinzip sinnlosen Stress nicht antun wollen.

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pendenz 17.12.2012, 11:10
306.

Zitat von fesdu2804
Es dreht sich nicht um den Dritturlaub oder das Zweitauto. Es dreht sich darum, dass wir uns überhaupt GAR KEINEN Urlaub mehr leisten können und Angst davor haben, dass unser altes Auto den Geist aufgibt. Ich verstehe nicht, warum man z.B. bei der Bewilligung von Prozesskostenhilfe in Hinblick auf das Rechts- und Sozialstaatsprinzip so gut wie alles berücksichtigt,(z.B. persönlicher Selbstbehalt von 411,00 EUR, Mehrbetrag für Erwerbstätigkeit 187,00 EUR, Versicherungen, Darlehenszahlungen, Selbstbehalte für Kinder und und und), bei KiTa-Beiträgen jedoch NICHTS berücksichtigt. Ist eine Familie weniger schützenswert als eine prozessführende Partei? Natürlich darf man ein Kind nicht einzig aus der Geldbrille heraus sehen. Aber ein Kind darf für Erwerbstätige auch nicht der Grund sein, sozial abzurutschen.
Ich denke auch, dass es gesellschaftliche Veränderungen braucht, damit der "Familie/Kinder" eine grössere Bedeutung eingeräumt wird. Denn die sogenannte Politik ist SEHR auf die gesellschaftlichen Meinungen angewiesen (Stichwort: Atomstrom in Rekordzeit um jeden Preis in D abschaffen). Denn wer ist/macht/wählt die Politik?
Das wird allerdings sehr lange dauern, denn Kinder-Fukushima gibt es nicht.
ABER: Sie leben jetzt und hier. sie müssen die Entscheidung bezüglich der Kinder jetzt treffen und nicht in 30 - 50 Jahren.

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PrinzValium64 17.12.2012, 11:10
307. Rente stemmen

Zitat von mukkesucker
Das irgendwer die Renten stemmen muss wird gern vergessen. Eigentlich müssten Eltern, die für ihre Kinder sorgen und das System am laufen halten, von den bewusst kinderlosen finanziert werden! Spätestens im Alter wird den Singles klar werden, dass der Porsche nur eine kurze Freude war, wenn sie einsam unterm Weihnachtsbaum sitzen... In diesem Sinne, frohe Weihnachten
Außerdem steigt der Anteil der privaten Altersvorsorge immer weiter, d.h. dass jeder mehr oder weniger selbst für seine Rente verantwortlich ist.

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dt17239797 17.12.2012, 11:11
308. Stimmt

Kinder sind anstrengend und Selbstverwirklichung ist hierzulande wichtiger als für andere da zu sein. Kinder zu haben lernt einen die eigenen Bedürfnisse zurückzustellen und das ist etwas was für viele nicht möglich ist, da sie es gewohnt sind, dass ihre Bedürfnisse immer sofort befriedigt werden. Das geht mit Kindern nicht. Allerdings vergessen die meisten, dass man sich irgendwann selbst verwirklicht hat und was kommt dannach? Die meisten sind dann immer noch unzufrieden mit ihrem Leben. Und auch ich kenne Frauen, die sagen, dass sie niemals ihren Beruf für Kinder aufgeben könnten, bloss irgendwann ist man Rentnerin und was dann? Keine Kinder, keine Enkel und dann kommt die grosse Nörgelei. Ich denke, dass hierzulande auch die Ansprüche die die Gesellschaft an die Mütter stellt zu hoch sind. Nach den Vorstellungen MUSS jede Mutter 100% für das Kind da sein, mindestens 3 Jahre. Das ist in unserer Menschheitsgeschichte nicht die Norm, dass nur die Mutter ausschliesslich für das Kind zuständig ist. In anderen Kulturen und auch früher wurden und werden die Kinder von Anfang an auch von anderen "Stammesmitgliedern" mitbetreut. Hierzulande wird man schief angeschaut, wenn man sein Kind (auch wenn nur für wenige Stunden) fremdbetreuen lässt und die Bindungstheoretiker laufen Sturm, dass die Kinder alle einen Schaden bekommen. Demnach wären wir schon alle ausgestorben. Es würde uns nicht schaden Kinderkriegen etwas lockerer zu sehen und die Kinder in unser Leben zu integrieren und sie als Bereicherung zu sehen und nicht als Hinderniss oder Ärgerniss.
Ich muss auch zugeben, dass ich kein älteres kinderloses Ehepaar kenne, dass zufrieden mit seinem Leben ist. Entweder sie entschldigen sich ständig dafür, dass sie keine Kinder haben oder sie nörgeln ständig rum und sind unzufrieden. Was vielleicht auch daran liegt, dass es nichts von ihnen gibt dass weiterlebt und sie nichts weitergegeben haben. Ich sage da nur selbst schuld!

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mps58 17.12.2012, 11:11
309. Warum geht es dann in den USA?

Ich kann diese Rufe nach einer Rundumbetreuung durch den Sozialstaat wirklich nicht mehr hören. Wo bleibt die Eigenverantwortung? Es funktioniert sogar in den USA, wo Frauen durchschnittlich über zwei Kinder haben und die Geburtenrate steigt obwohl es keinen Selbstbedienungs-Sozialstaat wie in Deutschland gibt. Da gibt es allerdings geringere Steuersätze und man verschwendet kein Steuergeld für öffentliche Bauruinen wie die hanseatische Elbphilharmonie. Gebt den Eltern mehr netto vom brutto und lasst sie selber über ihr Leben entscheiden. Unsere Steuersätze sind viel zu hoch!

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