Forum: Politik
Studie: Kinderkriegen wird immer unattraktiver
Corbis

Die Deutschen bekommen immer weniger Nachwuchs. Erstmals wurde in einer Studie untersucht, warum das so ist. Die Ergebnisse sind ernüchternd: Kinder und Beruf sind immer noch schwer zu vereinbaren und berufstätige Mütter haben kein gutes Image.

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karhu1 17.12.2012, 11:11
310.

Zitat von SamuelTee
Ich kann dem nur zustimmen. Nicht die Frau, die berufstätig ist, hat ein schlechtes Image, sondern die Frau, die Kinder hat (und sich - wie rückständig!!!!! - auch noch selbst um diese kümmert). Mutter zu werden (und dann auch zu sein!) ist nicht nur finanzieller (und da gebe ich einem anderen Vorredner auch recht - wer Kinder will, für den ist die finanzielle Lage erstmal zweitens), sondern vor allem gesellschaftlicher Selbstmord. Meine Frau und ich haben uns entschieden unsere Kinder (vier) bis zur Einschulung zu Hause und vor allem selbst zu betreuen. Und in diese "Aufgabe" teilen wir uns zu gleichen Teilen rein. Finanziell und gesellschaftlich ist das eine Katastrophe. Geld fehlt so gut wie an jedem Ende. Das war uns allerdings von vornherein klar und wir haben uns dennoch bewusst für (und nicht gegen) unsere Kinder entschieden. Schwerwiegender ist allerdings, wie in unserer Umgebung damit umgegangen wird. Wir sind quasi Aussätzige. Und die "Herdprämie"-Debatte setzt dem ganzen noch die Krone auf. Es ist mir ein Rätsel, wieso sich Eltern, die sich selbst führsorglich um IHRE Kinder kümmern sich teilweise derartig abwerten lassen müssen? Und da wundert man sich, warum es in Deutschland "out" ist, Mutter zu sein!!! Kinder kriegen? Meinetwegen. Kindergeld abfassen und dann aber schnell in die hochsubventionierten Kinderkrippen (damit ich ja wieder schnell meiner gesellschaftlichen Pflicht des Malochens nachkommen kann).
Na Sie kennen ja die Realität und haben sich für Kinder entschieden. Die finanziellen Konsequenzen waren auch kein Geheimnis. Ach so, wir haben Kinder und arbeiten beide. Das bedeutet aber nicht, dass wir uns nicht fürsorglich um unsere Kinder kümmern, auch wenn das für den deutschen CSU Wähler nicht zu verstehen ist.

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derblecher 17.12.2012, 11:13
311. Ja, klar

Zitat von mitt_romney
sämtlich Fördermittel wie auch Renten- und Pensionszusagen sollten ausschliesslich an das Grossziehen von Kindern ( Produktion von Sozialversicherungs- und Steuerzahlern) gebunden werden und nicht an Familienstand , Beamtenstatus oder Einzahlung in Rentenversicherung (Geld ist wegen Umlageverfahren eh bereits weg). Stattdessen: 1000€ Rentenzusage pro aufgezogenem Kind.
Nachdem wir - Erwerbstätigen - schon Kindergeld, Elterngeld, Betreuungsgeld, Familienkrankenversicherung und noch ein paar tausend weitere Bummsprämien bezahlt haben, soll uns die Rente gestrichen werden. Ich hätte einen Gegenvorschlag: Wir stellen unsere Zahlungen für diesen tollen Sozialstaat ein und Sie leben dann einfach von Ihren Kindern. Was halten sie davon?

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thanks-top-info 17.12.2012, 11:13
312.

soso, 53 Seiten, hier auch noch mein einzigartiger Senf...
warum entscheidet sie sich gegen ein Kind... wieder kaum beachtet, aber ganz simpel: je mehr von einem Individuum abverlangt wird, job technisch flexibel, sozial in Emazipation, zB, umso weniger gibt man das erlangte auf, um sich Kindrn hinzu geben! In der Partnerschaft ist es nicht anders. Je mehr einer an sich arbeitet, desto weniger akzeptiert er die nächst beste passende für sich. Und ich sag es mer wieder... wir Deutschen sind Kopfgelenkt abgetrieben, haben unser Bauchgefühl verlohren, verstehen nicht einmal mehr unsere Alten (die Kulturträger) mehr. Wir müssen uns zurückbesinnen auf unser Gefühl, Wohlbefinden, Miteinander und Nationale Identität, die letzte WM war ein Versuch, und tat gut. Wir brauchen endlich Muße im Land, wir können nicht ständig rennen, wir sind ja nicht eial eng strukturiert wie die Japaner, die auch für ihre Effektivität bekannt sind. Es ist Zeit, auf den Teppich zurück zu kehren

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olymp666 17.12.2012, 11:15
313.

Zitat von zickezackehoihoihoi
Nur blöd dass sie jetzt ständig die anderen nerven und am liebsten jeden abend in der Kneipe oder auf Konzerten abhängen würden und sich über die ständigen Absagen tierisch aufregen.
Mich nerven eher die Jung-Eltern deren Leben sich nur
noch um Ihren Nachwuchs dreht.

Keine Party ohne ausschweifende Vortäge über Babykost,
Windeln, Kindergärter, etc......

Sorry, aber da bleibe ich weg.

Da gehe ich lieber in Kneipen oder auf Konzerte.

Obwohl ich ja zu den "Egoisten" in diesem Land gehöre,
bin ich von 2 Kindern der Patenonkel.

Woran kann das wohl liegen ?

Vielleicht, weil der "Egoist" ein gutverdienender Lediger ist
der als Geschenke-Onkel dann doch gebraucht wird ?

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Bambusratte 17.12.2012, 11:15
314. blödsinnige Studie

Diese Studie gibt nicht vollständig die wahren Gründe wieder.
Junge Menschen haben Angst Kinder in die Welt zu setzen.
Die Gründe hierfür liegen unter Anderem in den nachfolgenden Gründen:
- sie haben Angst vor dem Arbeitsplatzverlust. Es gibt heute nur noch wenige langfristig sichere Arbeitsplätze. Es gibt mit Sicherheit einen Zusammenhang mit dem Arbeitgeber und dem Beschäftigungsvertrag.
- sie verdienen so wenig, dass sie gerade mal selbst zurecht kommen. Die Agenda 2010 und deren Auswirkungen spielen mit Sicherheit eine große Rolle.
- sie haben nicht genügend Zeit für Kinder, weil die Anforderungen aus der Arbeitswelt dies nicht zulassen.
- Familien mit Kindern finden keine gesellschaftliche Anerkennung. Kein Wunder, wenn politisch immer mehr die Kinderlosen finanziell gefördert werden. Ehegattensplitting für Homopaare oder kinderlose Ehepaare sind das beste Beispiel hierfür.


Da die Rente den Kinderlosen auch gezahlt wird, werden die Egoisten sich aus wirtschaftlichen Gründen immer gegen Kinder entscheiden.

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xenoxx 17.12.2012, 11:16
315. Verantwortung?

Zitat von HLoeng
Könnte es vielleicht sein, dass auch andere Motive als Karriere und "Selbstverwirklichung" eine Rolle spielen? Es soll tatsächlich Menschen geben, die aus einem tiefen Verantwortungsgefühl heraus auf eigenen Nachwuchs verzichten, weil sie den Kindern diese Welt ersparen woillen (Klimakatastropen, atomare Apokalypse, terroristische Bedrohungen ungeahnten Ausmaßers, extreme Staatsverschuldungen, Werteverfall, Entwicklung der Weltpopulation etc.), die ihnen die "Krone der Schöpfung" zu überlassen gedenkt.
Immer wieder gerne angeführt - doch bei genauer Betrachtung ist das - gelinde gesagt - Quatsch!

Nie zuvor waren die Menschen in Westeuropa sicherer vor Krankheit, materieller Not, Krieg und Seuchen.

Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass alle Generationen vor 1960 von ungleich grösseren Lebensverwerfungen bedroht waren als die heute Lebenden: Endlose Kriege, Hungersnöte, Verlust der materiellen Habe, Seuchen, frühe Sterblichkeitsraten, Armut in weiten Bevölkerungsschichten - all das hat über Jahrhunderte die Menschen nicht davon abgehalten, Nachwuchs zu zeugen.

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longhoishong 17.12.2012, 11:16
316. ...

Zitat von PARANRW
es in dieser Gesellschhaft opportun und gesellschaftlich aktzeptiert wird, dass Politiker aberhunderte von Millionen Steuergelder in den Sand setzen (Beck-Nürburgring, van Beust-Elbphilarmonie, Wowereit/Platzek-Flughafen Berlin, Stuttgart 21 - nur die Spitze der Eisberge!!) es aber an Mitteln fehlt für Kitas, Schulen, Freizeiteinrichtungen, an Schulsporthallen und Schwimmbädern Dächer einstürzen... warum sollten junge, intelligente Menschen sich vermehren und diesem kranken System weitere Steuerzahler für Protzbauten und imagefördernde Massnahmen zur Verfügung stellen. Sollen sich doch diese Politiker ein anderes Volk wählen!
Sie haben in den letzten Tagen eindeutig zu oft den Spiegel gelesen. Als hätte die Elbphilharmonie auch nur den Hauch eines Bezuges zu dem Wunsch Kinder zu bekommen. Wie erklären sie sich im übrigen die starke Geburtenrate in totalitären Staaten?

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der_joerg 17.12.2012, 11:18
317. Studie:

Laptops werden immer unattraktiver, Tablets sind der neue Renner.
Na und, es gibt also derzeit für Manche Alternativen zum Kind. Das kann man gut oder schlecht finden. Total individuell. Wem das neueste iPhone wichtiger ist als ein Kind, der sollte es auch besser bleibenlassen. Besser für alle.
Wenn erstmal die Straßen voller Rentner sind, wird es wieder hip, Kinder zu bekommen.
Immer auf "Die Regierung" zu schimpfen ist doch sinnlos. "Die Regierung" will keine Kinder, ist ihr vollkommen egal. Es geht auch ohne. Wandern bei Bedarf auch zu. Das passt sich alles an. So schnell geht Aussterben nun auch wieder nicht. Das ist alles übertriebene Panikmache.
Wer Kinder haben möchte, der bekommt auch welche. Egal, ob es finanziell passt oder nicht. Und die, die keine haben, haben eben andere Hobbys. Die zahlen erstens mehr Steuern und zweitens bringen sie schön das Geld in Umlauf. Spätestens als Pflegebedürftige. Wenn die Pfleger erstmal streiken, wird der Beruf richtig attraktiv. Da kann sich schließlich kaum einer wehren. Dann gibt es auch wieder bezahlte Jobs, mit denen man sich Kinder leisten kann und voila! die Geburtenzahlen steigen.
Alles nur eine kurze Delle. Erdgeschichtlich.

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eine-Meinung-unter-Vielen 17.12.2012, 11:18
318. Dieses Problem muss verhindert werden ...

Zitat von fmfx
Tolle Sache, dass zwei Menschen die sich voll und ganz auf die berufliche Karriere konzentrieren können und dadurch enorme Rentenansprüche an einer Kindgeneration erwerben zu der sie im Prinzip nichts beigetragen haben. Darüberhinaus haben sie den direkten Zeitgewinn und den zusätzlichen finanziellen Spielraum in Gesundheit und Vergnügen investiert - das garantiert ein langes Leben auf den Schultern der künftigen Rentenfinanzierer! BRAVO
... denn es ist schlicht und einfach ungerecht und gesellschaftlich unhaltbar. Hier müssen die Politiker Weichen stellen und die junge Generation auf die Strasse. Unsere Generation hat noch gegen AKWs und Nato Doppelbeschluss demonstriert. Die Jungen müssten jetzt eigentlich gegen ihre eigene Ausbeutung demonstrieren.

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flo66 17.12.2012, 11:19
319. Erziehendenquote statt Frauenquote

Frauenquote ist das falsche Mittel der Frauenförderung.

Eine Erziehendenquote würde im Moment auch vor allem Frauen fördern, da die meisten Erziehenden im Beruf Frauen sind. Aber wozu muss eine Karrierefrau ohne Kinder noch gefördert werde, die hat auch nicht mehr Belastung als ein Mann. Und eine Erziehendenquote würde auch Männern zugute kommen, die ihren Teil zur Nachwuchsbetreuung und -förderung beitragen.

Und es wäre ein Highlight im Lebenslauf eines jeden Konzernvorstandes, wenn da 6 Monate Windelwechseln Pflichtprogramm wäre.

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