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Sture Premierministerin: Tesa May
DPA

Sie klebt an ihrem Amt: Seit Monaten versucht die britische Premierministerin, ihren Brexit-Kurs knallhart durchzudrücken. Dabei hat sie gravierende Fehler gemacht - aus Egoismus ignorierte sie Hinweise für ein Scheitern.

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Bakerman 16.01.2019, 15:02
40. Überzeugter Europäer

Nach meiner Überzeugung sollte das UK in der EU bleiben, Brüssel sollte alles versuchen, den Engländern entgegenzukommen, denn die Briten gehören zu Europa.
Die EU, vormals die EWG hat mein Leben geprägt und ich ziehe heute noch den Hut vor der Lebensleistung eines Adenauer, DeGaulle, Gaspari, die aus verfeindeten Ländern eine Einheit geschmiedet haben, aber genauso bin ich überzeugt davon, daß diese Männer so eine EU nicht gewollt haben.

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Profdoc1 16.01.2019, 15:03
41. Eine nüchtere Einschätzung, ...

Zitat von jojack
Es ist eine Selbsttäuschung zu glauben, die britische Bevölkerung würde der EU inzwischen positiver gegenüberstehen. Fast zwei Jahre zäher Verhandlungen haben die Reihen eher geschlossen. May mag Fehler gemacht haben. Aber sie kennt ihre Landsleute mit Sicherheit besser als all jene, die in Europa nicht nur auf ein erneutes Referendum hoffen, sondern auch davon ausgehen, dass damit das Abstimmungsergebnis von 2016 revidiert würde. Ich denke, der Zug ist abgefahren. Großbritannien wird austreten, notfalls ohne Austrittsabkommen. Für die EU geht es nun um Schadensbegrenzung. Die Situation der in Großbritannien lebenden EU-Bürger muss gesichert werden. Ein Freihandelsabkommen wäre darüber hinaus in beiderseitigem Interesse.
die den Zustand in UK gut trifft. Ein zweites Referendum würde die gefühlte Lage kaum ändern, mag sein, dass es eine knappe Mehrheit por Europe geben wird. Die Spaltung des Landes ist jedoch nicht aufzuhalten. Deshalb ist auf absehbare Zeit ein Brexit - auch ohne Deal - die "Lösung" für alle Parteien. Es kann nun nur noch darum gehen die EU-Interesse durchzusetzen, solange die Briten nicht mit einer deutliche Meinung daher kommen. Alles andere ist Augenwischerei. Ob dabei Frau May im Amt bleibt oder nicht, ist vollkommen nebensächlich.

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pillarchase 16.01.2019, 15:04
42. T(her)esa May

Bei uns hier in GB hatte May schon vor 2016 einen schlechten Ruf, denn sie war früher eine sehr unbeliebte, harte Innenministerin.

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carlitom 16.01.2019, 15:08
43.

Zitat von geboren1969
Wenn Frau May etwas Anstand und Charakter hätte, wäre sie gestern Abend sofort zurückgetreten und hätte den Weg für Neuwahlen frei gemacht.
Mag ja theoretisch überzeugen. Aber was dann? Und was bringt's? Bis Neuwahlen stattgefunden haben, ist der Brexitendpunkt locker erreicht. Und selbst wenn sie es schneller schaffen, was will dann ein neuer Premier in der kurzen Zeit noch erreichen oder bewegen? Total neue Verhandlungen mit der EU? Ein Referendum? Das reicht doch alles nicht mehr. Die Briten haben es zu lange verschleppt. Jetzt ist es für alles zu spät.

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carlitom 16.01.2019, 15:11
44.

Zitat von skeptikerjörg
Lieber Sascha Zastiral, ist das jetzt der Versuch, die wahren Schuldigen, Boris Johnson, Nigel Farage, David Cameron, usw. reinzuwaschen? So etwas ähnelt Ihr Beitrag dem Credo der deutschen Rechten "Merkel ist Schuld". Theresa May ist sicherlich nicht die charismatische Politikerin, die alles richtig gemacht hat und der man Fehler verzeihen würde, aber letztlich ist sie nur die Verwalterin des Scherbenhaufens, den ihr Cameron nach dem völlig unnötigen Referendum hinterlassen haben und das die Lügen der Populisten Farage, Johnson u.a. entscheidend beeinflusst haben, bevor sie sich selbst vom Acker gemacht haben. Nicht zu vergessen die Rolle des Jeremy Corbyn, ebenfalls Brexiteer, dem es aber in erster Linie um innenpolitische Machtspielchen geht, nicht aber um das Land und noch weniger um das Volk. Ein machtgeiler alter Mann halt, dem der historische Zufall eine Chance zugespielt hat, an die Macht zu gelangen. Aber gut, eine muss die Watschen abbekommen und Theresa May bietet sich gerade an.
Gute Zusammenfassung. Von all denen, die den Brexit, das Chaos und die Lügenpropaganda auf dem Gewissen haben, ist May noch die Unschuldigste. Aber sie soll alle Konsequenzen tragen. Und das hat sie sogar versucht. Aber richtig ist das wirklich nicht.

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lupenrein 16.01.2019, 15:11
45. Das scheinbare Chaos

im britischen Parlament ist in Wahrheit der gemeinsam organisierte Kampf
der Briten um mehr Vorteile beim Brexit für GB heraus zu holen.
Ein Indiz dafür ist , dass die Briten mit überwigender Mehrheit an May als
Regierungschefin festhalten.
May rechnet immer noch damit, dass Merkel und die EU weitere Zugeständnisse machen.
Ich glaube, sie werden Erfolg haben.

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materialist 16.01.2019, 15:12
46. Theresa May

Die Briten allgemein und Theresa May soll am völlig verkorksten Brexit schuld sein ?Wirklich oder kann man da nicht noch über 3 Ecken den pöhsen Putin verantwortlich machen.Die Briten haben es drauf.

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Crom 16.01.2019, 15:13
47.

Welche Art Abkommen würde denn eine Mehrheit finden? Gar keines, die Briten wissen selbst nicht was sie wollen.

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Outdated 16.01.2019, 15:13
48. Mays Macht, Mays Fehler

May Fehler war es nicht frühzeitig Labour mit an Bord zu holen. Der Brexit war ein Thema über die Parteiengrenzen hinweg und es war von Anfang an klar das ihre eigene Partei ihr nur bedingt folgen würde.
Stattdessen hat sie lieber versucht auf Eisernelady zu machen und das Parlament auszuschalten.
Die Kriese die folgte ist ihre ganz eigene.

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bstendig 16.01.2019, 15:13
49. Also ich sehe das eigentlic hrelativ entspannt -

Zitat von asdfyxcv
Leider stehen die Zeichen auf Bürgerkrieg. Nicht in London, aber in Nordirland. Das unlösbare Problem ist: Wenn das VK aus der EU austreten möchte, MUSS irgendwo eine Grenze hin. 1) Zieht man diese Grenze zwischen der Republik und Nordirland, ist Krieg programmiert. 2) Gesteht man Nordirland einen Sonderstatus x-beliebiger Art zu, verläuft diese Grenze durch das Vereinigte Königreich. Ein Zustand den die Regierung nicht akzeptieren kann. 3) Punkt 2) ist insbesondere nicht akzeptabel, weil Schottland mit gewisser Begehrlichkeit auf den Status Nordirlands schielen würde. Es käme zum erneuten Unabhängigkeitsreferendum in Schottland. Dieses würde vermutlich positiv beschieden. Die Regierung weiss also, dass jede Grenzziehung innerhalb des UK ein selbstzerstörerischer Akt wäre. Es bleibt also bei Möglichkeit 1 = Grenzziehung zwischen Nordirland und der Republik. Die EU hat effektiv zu einer gewissen Befriedung geführt. Diese wird nun, ohne ersichtlichen Grund, aufgelöst. Mein Tipp ist: Bürgerkriegsähnliche Zustände die sich jetzt noch niemand vorstellen kann noch vor Mai 2019. Ich bete dass ich nicht Recht behalte!
Wenn dies sich wegen einer Grenzkontrolle gegenseitig die Birne einschlagen - dann müssen sie das wohl durchziehen.

Ich möchte auf dieses schwachsinnige Verhalten gar nicht eingehen. Wir schreiben 2019 - und die wollen dann ins Mittelalter zurück? Zwischen Irland und Nordirland (respektive UK) ist dann halt eine Außengrenze - und die muss kontrolliert werden.

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