Forum: Politik
Sture Premierministerin: Tesa May
DPA

Sie klebt an ihrem Amt: Seit Monaten versucht die britische Premierministerin, ihren Brexit-Kurs knallhart durchzudrücken. Dabei hat sie gravierende Fehler gemacht - aus Egoismus ignorierte sie Hinweise für ein Scheitern.

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Neulandbewohner 16.01.2019, 15:20
60. Das ist der Preis der Macht

Teresa May war eine Remainerin, eine überzeugte Brexit-Gegnerin. Statt aber als Innenministerin nach dem Brexit-Votum den Bettel hinzuschmeissen, hat sie nach dem vakanten Sitz des Ministerpräsidenten gegriffen. Der Machtwille war offensichtlich stärker als die eigene Überzeugung. Daher hält sich mein Mitleid mit ihr stark in Grenzen wenn sie jetzt den Brexit-Scherbenhaufen zusammenkehren muss.

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arvenfoerster 16.01.2019, 15:20
61. Wieso May?

Wer den Artikel liesst, wird das Gefühl nicht los, dass hier in Theresa May ein Sündenbock aufgebaut wird. Ja, die Neuwahlen waren ein Fehler. Aber die britische Premierministerin war und ist keine überzeugte Anhängerin des Brexit. Sie exekutiert den Willen des britischen Volkes, wie er 2016 dokumentiert wurde. Der Rest ist auch die Schwäche der EU, die sich aus Angst um den inneren Zusammenhalt vor Kompromissen fürchtet. Man schaue sich nur die Verhandlungen mit der Schweiz als Parallelfall an. Nein, May macht Fehler, aber die Hauptschuld liegt in Brüssel.

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ihawk 16.01.2019, 15:21
62. Konsequente Politik

Die EU war mehr als deutlich - die ausgehandelte Vereinbarung wird keinesfalls nachverhandelt. Die überwiegende Mehrheit im britischen Parlament ist da wie üblich anderer Meinung. Die EU soll solange erpresst werden, bis eben doch nachverhandelt wird - im Wesentlichen, was die britische Regierung seit Eintritt in die EU gemacht hat.
Jetzt verbal auf Tesa May einzuprügeln, halte ich für mehr als unfair, zumal sie versucht hat, die mit der EU ausgehandelte BREXIT Vereinbarung durchzusetzen.

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dancar 16.01.2019, 15:21
63. ist aber nicht gut für ihre Haarfarbe

aber dieser Stress schlägt sich auf die Haarfarbe nieder; Theresa wird grauer und grauer...da "Schxxxx" ich doch auf meinen Job, wenn es auf die Gesundheit sprich auf die Reserven geht...

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mobst 16.01.2019, 15:22
64. Ach die Tesa May

Ich finde es etwas schwierig auf einer Faru rumzuhacken, deren NameIch man nicht einmal ausschreiben kann. Ich habe mir gestern 8 Stunden lang den ganzen Quark bei BBC 4 und dem BBC World Service angetan. Vielen Aussagen in diesem Text kann ich nur zustimmen, aber extrem einseitig ist er trotzdem. Vergessen wir nicht das es im britischen Parlamaent vor leicht durchgeknallten Persönchen nur so wimmelt. Vertreter der Opposition haben die letzten Wochen damit verbracht, konsequent und in wirklich jedem Interview Fragen bezüglich der eigenen Positinierung auszuweichen. Jeremy Corbyn will ja anscheinend kein neues Referendum, viel Labour Wähler ja nun leider schon...positionieren scheint also eine doofe Idee...Der ganze Zirkus wird sich noch hinziehen, aufschieben ist doch oft die Methode der Stunde. Hoffen wir das Boris Johnson mit seinem Blick in die Glaskugel von heute Morgen nicht Recht behällt und die EU sich geschlossen, kaum einen Zentimeter von der Stelle bewegt!

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isi-dor 16.01.2019, 15:22
65.

Zitat von lupenrein
im britischen Parlament ist in Wahrheit der gemeinsam organisierte Kampf der Briten um mehr Vorteile beim Brexit für GB heraus zu holen. Ein Indiz dafür ist , dass die Briten mit überwigender Mehrheit an May als Regierungschefin festhalten. May rechnet immer noch damit, dass Merkel und die EU weitere Zugeständnisse machen. Ich glaube, sie werden Erfolg haben.
Die Briten halten überhaupt nicht an May fest, sondern die Tories tun dies und zwar weil sie wissen, dass sie bei einer Neuwahl grandios abfahren und nur noch ein paar von ihnen es wieder ins Parlament schaffen werden. Niemand hat mehr versagt, als diese Partei, das steht bei den Briten sehr wohl fest.
Bei der EU gibt es nichts mehr herauszuholen, entweder die Briten wollen raus, oder sie wollen die Vorteile der EU nutzen und folglich drin bleiben. Da ist kein Spielraum mehr vorhanden.

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isi-dor 16.01.2019, 15:25
66.

Zitat von 286at
Ich habe mir die Unterhausdebatte heute Mittag angeschaut und war einigermaßen konsterniert. Gebetsmühlenartig wiederholt PM May: wir (als Parlament) sind verpflichtet Brexit zu liefern. Wenn einem Bauern alle Äpfel verfault sind, liefert er dann verfaulte Äpfel? Wozu Regierungen verpflichtet sind, ist Schaden von Land und Volk abzuhalten. Und wenn das Volk aufgrund von Lügen und falschen Versprechungen zu fatalen Entscheidungen verführt wird, dann ist es die Pflicht einer Regierung, die Konsequenzen darzulegen (das ist ja inzwischen geschehen) und das Volk nochmal zu bitten, den Auftrag zu bestätigen.
Genau so ist es. Niemand ist verpflichtet einen blödsinnigen Brexit zu liefern, nur weil ein belogenes Volk ihn mit knapper Mehrheit und in kollektivem Wahn vielleicht mal wollte, längst aber nicht mehr will.

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Jusoka 16.01.2019, 15:29
67. Der Medienkrieg gegen den Brexit. Erster Etappensieg.

Man stelle sich mal vor, der Brexit würde für die Briten ein großer Erfolg werden. Das würde möglicherweise dazu führen dass mehr Länder aus der EU austreten würden. Das wäre das Ende der EU. Davor fürchten sich die EU-Befürworter. Darum legt man den Briten alle möglichen Steine in den Weg. Und die Medien schreiben gegen den Bexit so vehement wie es nur geht. Es gibt viele Länder die nicht in der EU sind und denen geht es zum teil prächtig. Auch in der BRD gab es mal ein Wirtschaftswunder und das ohne eine EU. Kein Mensch kann wirklich mit absoluter Sicherheit sagen wie Deutschland heute dastehen würde ohne eine EU. Und mehr Feindschaft und damit mehr mögliche Kriege ist einfach nur Unsinn.

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hamburghammer 16.01.2019, 15:32
68. Es gibt eine tägliche Radioshow

Falls es nicht allen bekannt ist, es gibt ein Talkradio in England namens LBC, dort hat Nigel Farage eine eigene Show und es ist sehr aufschlussreich, was da so für Leute anrufen und so alles von sich geben, hardcore Brexiters hauptsächlich.
Einfach mal bei youtube suchen.
Da werden Umfragen aus Sunderland zitiert, wonach 70% der Bürger den No Deal Brexit wollen. Da erzählt eine Frau aus Hartlepool, dass man endlich raus muss aus Europa.
Und da verspricht Nigel Farage keine Einhörner mehr, aber dass nach einem No Deal Brexit “die Europäer“ auf Knien darum betteln werden, ihren Champagner, ihre BMWs und ihren Parma-Schinken verkaufen zu können.
Viele Briten hören das und glauben das.
Mal sehen, ob die EU darauf aus ist, die Populisten gewinnen zu lassen.

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spiegerlguckerl 16.01.2019, 15:32
69. Diese British Mess

erfreut einem ganz besonders: Czar Vladimir Putin im Kremlin. Er führt USA und UK in beneidenswert schlauer Weise der ganzen Welt zum Hohngelächter vor. Das muss ich ihm lassen.

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