Forum: Politik
Sturm auf Polizeizentrale von Odessa: "Du bist ein toter Mann"
AFP

Sicherheitskräfte sehen tatenlos zu, der ukrainischen Regierung wird ihre Machtlosigkeit vorgeführt: In Odessa haben prorussische Aktivisten Gefangene aus einer Polizeizentrale befreit. Eine Ende der Gewalt auf beiden Seiten ist nicht abzusehen.

Seite 11 von 19
spon-facebook-10000154648 04.05.2014, 21:09
100. optional

Ich frage mich wenn alles so schlecht ist,was Rußland macht,warum haben wir dann heute Ruhe auf der Krim und sehen keine Straßenkämpfe,wie im Rest der Ukraine!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jstm 04.05.2014, 21:10
101. Nato!

Zitat von Duckface
Dass Putin sich so verhält, war mit der Ostexpansion doch voraus zu sehen. Allerdings hätte er auch so einfach auf den Untergang der EU wetten können. Mit den defekten Oststaaten nur eine Frage der Zeit
Ich denke, Putin geht es eher um die Ausdehnung der NATO und den damit verbundenen Stationierungen von "Abwehrraketen gegen den Iran" (siehe Polen und Tschechien).

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jm1810 04.05.2014, 21:12
102.

Im Moment läuft gerade eine Kundgebung der sogenannten Proukrainer in Odessa. Der neu ernannte Polizeichef Ekaterintschuk steht mit Vertretern des Rechten Sektors vor der "Ruhm der Ukraine - den Helden Ruhm" skandierenden Meute. Und dankt dem Rechten Sektor! Er wird jetzt hier in Odessa für Ordung sorgen, verspricht er.
Daß viele der hier Versammelten (schwer zu schätzen, wie Viele es sind, vielleicht 500, oder 1000) keine Odessiten sind, hört man an der Aussprache. Auch in den Reden wird gesagt :"Wir sind hierher nach Odessa gekommen, um euch zu helfen" (Zwei, drei Stimmen aus dem off: Danke!). Der Rechte Sektor will diese Stadt auf seine Linie zwingen, aber ich denke, daß ihm hier ein starker Gegenwind entgegenwehen wird.
Die Regierung will nicht mit dem Volk gehen, sie geht nur mit einem Teil des Volkes. Das ist der Weg in den Untergang des Landes. Der Westen muß Jazenjuk und Konsorten zwingen, vom Weg der Konfrontation zu lassen und die antirussische 24h Propaganda und Hetze in den gleichgeschalteten Medien einzustellen. Viele der Menschen hier im Land haben nämlich eine andere Meinung als der Rechte Sektor.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Stichpunkt 04.05.2014, 21:12
103. .

Zitat von spon-facebook-10000470256
In der New York Times wurde doch bereits bestätigt, dass es keine eingeflogenen russischen Agenten oder Spezialeinheiten unter den Separatisten gibt.
Nun die Geheimdienste, auch die der Russen, spionieren ja auch hierzulande. Deren Aktivitäten in der Ukraine, besonders in russischsprachigen Gegenden, sollten nun wirklich ein Kinderspiel sein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Ursprung 04.05.2014, 21:14
104. Schweizer Wahrheiten

Zitat von sysop
Sicherheitskräfte sehen tatenlos zu, der ukrainischen Regierung wird ihre Machtlosigkeit vorgeführt: In Odessa haben prorussische Aktivisten Gefangene aus einer Polizeizentrale befreit. Eine Ende der Gewalt auf beiden Seiten ist nicht abzusehen.
Offenbar muss man wie so oft in einem Schweizer Nachrichtenmedium nachlesen, um die Uebersicht im Weltgeschehen zu behalten.
Fuer die "Neue Zuercher" ist die Situation klar und sie interpretiert in klarer Kante die Geschehnisse in der Ukraine, nicht etwa als Meinungsauesserung, sondern als nuechterne Nachricht zur Information ihrer Leser:
der sowjetunionausgebildete KGB-Offizier Putin schickt speziell ausgebildete Soldaten und Aktivisten verdeckt zur Destabilisierung in die Ukraine, um dort unter Ausnutzung der aufbrodelnden Emotionen das Land sturmreif zu machen und von innen her zu erobern.
Das sei eine alte, mehrfach erfolgreich geuebte Strategie, die unter der Bezeichnung "Tscheka" bereits frueher mit sehr posititiven Ergebnissen eingesetzt wurde und vermutlich zum Standardschulungsstoff von KGB-Fuehrungsoffizieren gehoerte und gehoert.
Dem haette Obama und der Westen nichts entgegenzusetzen, da kann nichts einen "heissen Krieg" rechtfertigen, zumal es ohnehin nicht um eine Region besonderen Welt- oder Rohstoffeinteresses geht.
Putin sei deshalb in dieser Situation immer einen strategischen Schritt voraus, bestimmt das Handeln, verdammt die anderen allenfalls protestieren oder lahme Sanktionen verhaengen zu koennen, die den Strategen Putin kurzfristig nicht kuemmern brauchen.
Da aber das Niveau westlicher Wohlstandsgesellschaften Wunschziel der Bevoelkerung in den weniger wirtschaftlichen entwickelten Gegenden bliebe und die Diskrepanz dazu durch Putins Strategie eher noch ansteigen wuerde, wuerde Putin langfristig sein Ziel verfehlen und ein postsowjetisches Reich nicht halten koennen, da wirtschaftliche Prosperitaet durch solche Tscheka-Strategien eben nicht erreichbar sei.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Rudolf_56 04.05.2014, 21:14
105. Erstaunlich...

Zitat von sysop
Sicherheitskräfte sehen tatenlos zu, der ukrainischen Regierung wird ihre Machtlosigkeit vorgeführt: In Odessa haben prorussische Aktivisten Gefangene aus einer Polizeizentrale befreit. Eine Ende der Gewalt auf beiden Seiten ist nicht abzusehen.
Erstaunlich viele Kämpferinnen/Terroristinnen dabei.
Offensichtlich aus Russland eingeflogene Spezialagentinnen in geheimer Mission...und auch noch unmaskiert...
Entsetzlich, dieser kollektive Konsens unserer "freien" Medien.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
team_gleichklang_de 04.05.2014, 21:15
106. Regierung säht Hass

Es ist erschütternd, dass der Premier der Ukraine für den Massenmord in Odessa Russland verantwortlich macht, anstatt seine Betroffenheit zu zeigen durch eine Entschuldigung und das sofortige Anhalten aller militörischen Aktionen gegen die Separatisten.

Damit säht dieser Premier den Hass, der sich in tötliche Gewalt umschlägt. Dies erzählte ein Beteiligter, Mitglied des rechten Sektor, dem Guardian Journalisten, der Augenzeuge der Gewalt wurde:

"The aim is to completely clear Odessa [of pro-Russians]," said Dmitry Rogovsky, another activist from Right Sector whose hand had been injured during the fighting. "They are all paid Russian separatists."" (siehe hier: http://www.theguardian.com/world/201...-building-fire)

Genau hierfür gibt der Premier der Ukraine den Extremisten die Argumentationshilfe: Es sind alles eingeflogene Russen, nicht Ukrainer, die hier ein fremdes Land führen. Genau deshalb will das Mitglied des rechten Sektor sie wohl auch vernichten. Und genau deshalb, weil es Menschen gibt, die glauben, was der Premier öffentlich verkündigt, mussten in Odessa mehrere dutzend Menschen den Flammentod sterben.

Nach allem, was wir wissen, können wir so sagen: Nicht die russischen Regierung ist verantwortlich für diesen Massenmord, sondern der Premier dieses Landes, der in einem gespaltenen Land einen Hass säht, der sich immer mehr droht in Gewalt, Mord und Blutvergießen zu entladen.

Es ist schade, dass der Spiegel diesen offensichtlichen Sachverhalt verpasst, nämlich zu erkennen, dass durch solche Äußerungen eines Regierungschef die Flammen des Hasses immer auf Neue entzündet werden und drohen zu explodieren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
123456789abc 04.05.2014, 21:16
107. So was findet sich andersherum

Zitat von Pol Emiker
Empfehle ich jedem, dort ein schöner Bericht über einen Ukrainischen Journalisten aus Donezk. Er berichtet unabhängig, war aber ein Anhänger der Maidan Bewegung. Seit die Separatisten im Osten losgeschlagen haben können er und seine Familie nicht mehr zu Hause übernachten. Er wird massiv eingeschüchtert und mit dem Tode bedroht. Das ist natürlich eindeutig demokratische Bewegung im Osten die einfach nur frei sein will. Ich lach mich schlapp. Blöderweise bleibt einem das Lachen ob der Gewalt und der vielen Toten gleich wieder im Halse stecken.
genauso, und schon seit dem 22.2. Deshalb würde es Zeit, dass die
Regierung alle Exzesse unterbindet, zB die die Parlamentarier
begehen (TV-Direktor aus dem Amt geprügelt, was ist da passiert?
unbequemen Abgeodneten (KPU) vom Rednerpult geprügelt). Wenn
sowas in Kiew und auf höchster Ebene geduldet wird, ist es kein
Wunder, dass überall im Lande alle möglichen Kleinkriege
ausbrechen. Und der Westen ist mitverantwortlich durch die
Tolerierung einer solchen gewaltduldenden Regierung.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
matthias111 04.05.2014, 21:16
108.

Föderalisten, nicht Separatisten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
x+n 04.05.2014, 21:16
109. ...

Zitat von Pol Emiker
1. Nicht jeder rennt gleich los und demonstriert 2. Die jetzige Regierung wird vom alten Parlament getragen welches unter demokratischen Verhältnissen gewählt wurde. Kein Putsch, Mehrheit der Bevölkerung.
1. Trifft noch mehr auf die Gegner zu: nicht jeder macht eine Gegendemo wenn man davon ausgeht die demonstrierende Minderheit wird sich schon nicht durchsetzen.

2. Wie Sie schon schreiben: das Parlament trägt die Regierung (da keine Alternative), nicht das Volk. Beim Volk kam Jazenuk auf 6.9%.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 11 von 19