Forum: Politik
Stuttgart-21-Protest: "Schweine, Sauerei, schämt Euch!"

Ein Sonderkommando holt Hausbesetzer vom Bahnhofsdach - der Protest gegen Stuttgart 21 wird schärfer. Die Gegner des Großprojekts wollen nicht klein beigeben. Jetzt erst recht nicht.

Seite 25 von 56
M@ESW 27.08.2010, 09:49
240. _

Zitat von Blaufrosch
In welcher kleinen Welt leben Sie denn?
Da frage ich mich bei diesen Gegnern auch.
Zitat von Blaufrosch
In diesem Land ist das Demonstrieren etwas zutiefst demokratisches... und nebenbei auch ein Grundrecht.
Demonstrieren um das eigene Missfallen auszudrücken ohne jemanden zu stören? Ja.

Gewaltsam den Mehrheitswillen verhindern weil der einen nicht in den Kram passt? Klares Nein.
Zitat von Blaufrosch
Anderer Meinung?
Demokratie ist es offenbar nur wenn das Ergbenis raus kommt das sie wollen.

Beitrag melden
rst2010 27.08.2010, 09:50
241. 'die bahn braucht dieses projekt'...

Zitat von sysop
Ein Sonderkommando holt Hausbesetzer vom Bahnhofsdach - der Protest gegen Stuttgart 21 wird schärfer. Die Gegner des Großprojekts wollen nicht klein beigeben. Jetzt erst recht nicht.
'die bahn braucht dieses projekt'...
dann soll sie es auch alleine zahlen.

Beitrag melden
tobirich 27.08.2010, 09:51
242. Stuttgart 21

Ja richtig, viele Stuttgarter verlieren jetzt die Geduld - mit den idiotischen Demonstrationen und Protestaktionen. In der Region Stuutgart leben 2,6 Mio Menschen, in BW 10,5 Mio. und 500 davon tanzen uns seit Wochen vor der Nase herum mit Ihrem Kasperletheater. Es reicht. Geht nach hause!

Beitrag melden
pj-hh 27.08.2010, 09:51
243. nö, keinen Titel, warum auch

Zitat von Diana Simon
Die Polizisten sollten daran denken: auch für ihre Stellen wird kein Geld mehr da sein, es wird lieber im Boden vergraben.
Und was soll das heißen?
Sollen die Polizisten in Ihrer Dienstzeit Anordnungen des Dienstherren nicht mehr ausführen?
Oder was soll das Denken bewirken?

Das kann vielleicht auch nach hinten losgehen, nämlich wenn Diana Simon eines fernen Tages wg. Ihres Protestes von einem Schlägertrupp der DB bedroht wird, der Polizist sich dann aber überlegt: "Ne, das Geld für meine Stelle wird hier im Boden vergraben, ich kümmer mich mal nicht um die Bedrohung der Diana Simon, sondern versuch mich mal mit dem Schutzgelderpresser in meinem Streifenbereich auf einen Anteil zu einigen"

Und den Polizisten die Schuld zu geben oder sie als Schweine zu bezeichnen, hat zwar inzwischen eine Art Tradition in diesem Land, es wird auch gerne bei irgendwelchen (insb. links-orientierten Protesten) verwendet und seitens der Einsatzleitung und der Politik geduldet, aber nichts desto trotz ist dies menschenverachtend und stellt die Demonstrierenden Gutmenschen so was von ins Aus, dass man deren Argumente, so gut oder schlecht sie auch sein mögen, weder hören noch ernst nehmen kann.
(Hier in Hamburg bekommt die Polizei ja inzwischen schon allein wegen Ihrer Anwesenheit die Schuld an Krawallen, weil sich die ach-so-friedliebenden Bürger ja von dieser Anwesenheit "provoziert" fühlen...)

Beitrag melden
OlGa 27.08.2010, 09:52
244. Kurios

Geht es eigentlich noch kurioser? Da soll ein mittelmäßig hässlicher Bahnhof mit einer ziemlich großen Fläche hässlicher Schienenanlagen durch eine Parkanlage ersetzt werden, und die Menschen gehen auf die Barrikaden als wenn Deutschland gerade den Krieg erklärt hätte?

Lebensqualität? Dagegen!
Stadtverschönerung? Dagegen!
Investition? Dagegen!
Innovation? Dagegen!
Arbeitsplätze? Dagegen!

Nachdem die Politiker angefangen haben, fleißig an den wichtigen Themen vorbei zu regieren, demonstriert auch das Volk auf der Straße daran vorbei, und dass mit größter Vehemenz.

Alle demokratischen Kräfte scheinen, ihre ganze Kraft in Pseudo-Themen zu investieren.

Beitrag melden
schwarzer Schmetterling 27.08.2010, 09:53
245. Gute Erkenntnis

Zitat von ThomasPr
Geplante Kosten 1995: 2,4 Milliarden EUR Geplante Kosten 2010: 4,1 Millarden EURO Steigerung in 15 Jahren: 170,83% Jetzt nehmen Sie mal die Lebenshaltungskosten von 1995 zu heute, und vergleichen Sie. Die Steigerung wird wahrscheinlich nicht anders aussehen.
Frage ist nur ob das stimmt. Wichtigere Frage: Ist das Realeinkommen genauso gestiegen? Oder der Wert des sozialen Umfeldes? Ich denke nein.
Dafür die Dotationen der Verantwortlichen gewiss - und gewiss nicht nur 170%.
Erinnert mich aber an anderes: Dinge, die keiner will, einige aber haben möchten, werden auch mal schnell mit Gewalt durchgesetzt. Sind Sie auch ein Brunnenbauer?

Beitrag melden
zandkorrel 27.08.2010, 09:53
246. es geht nicht gegen eine Modernisierung...

...das müsste selbst dem letzten Leser jetzt klar sein.
Es geht darum, dass in einer Zeit, in der alle öffentlichen Kassen mehr als leer sind, für ein Projekt Milliarden verbraten werden sollen, das nach den neuesten Erkenntnissen lange nicht den Nutzen bringt, den man sich bei Beginn der Planungen versprochen hat.
Die Pläne sind veraltet, überholt. Längst ist deutlich, dass das Projekt in der bisherigen Version kaum mehr durchzuführen ist. Geologen beurteilen das Bauvorhaben negativ, die Kosten explodieren, die geplanten Verkehrsverbesserungen sind längst widerlegt, selbst der "Vater" des Projekts, der Architekt Frei Otto distanziert sich inzwischen, weil er den Bau in seiner bisherigen Planung für gefährlich hält (Grundwasserprobleme, Absacken des Bodens etc.).
Neue Pläne müssen her, die zeitnah auch umgesetzt werden können. Neu = lukrativ = angemessen in Umfang und Kosten = attraktiv für die Bevölkerung/Nutzer = effizient für Bahn = bezahlbar für die öffentliche Hand.
WAS spricht gegen neues Nachdenken? (Außer den schon verbratenen Geldern? Aber das hat die Politik noch nie gestört)

Beitrag melden
knobel 27.08.2010, 09:54
247. ...

Zitat von offenes Auge
Es geht doch nur noch um Geldraushauen um dann zu sehen, das es nichts bringt. Ich bin Leipziger, sage nur Citytunnel erst waren es 300Millionen, jetzt reicht das doppelte schon nicht mehr. Und nun will nicht einmal ein Zug durchfahren. Nach der Wende wurden zich ....
Ist ja schön, dass bei Ihnen im Osten alles neu gemacht und bezahlt wurde. Der Spartrieb kommt dann, wenn an anderer Stelle Geld ausgegeben wird.

Beitrag melden
MathiasF 27.08.2010, 09:54
248. Geschichte wiederholt sich

Wir in Hamburg kennen die Geschichte solcher Großprojekte nur zu gut...
Die Elbphlharmonie sollte zu Anfang die Stadt auch nur 50 Millionen kosten, dafür gäbe es ein Opernhaus von Weltruf. Inzwischen haben sich die Kosten versiebenfacht, und liegen bei ca. 350 Millionen - und das ist nur der Anteil der Stadt. Ob das schon das Ende der Fahnenstange ist? Unwahrscheinlich...
In Stuttgart sprechen sie jetzt von 7 Milliarden, und die Arbeiten habe gerade begonnen. Wenn am Ende 20 daraus geworden sind, kann man sich noch glücklich schätzen. Von den Folgekosten und Risiken ganz zu schweigen - der Stuttgarter Untergrund mit seinem Anhydrit ist wie dafür gemacht, solche Bauprojekte zu zerstören.
Und die Folge: Bundesweit fehlt Geld für wichtige Bahnprojekte. Gerade hat der Bund dem Ausbau der Verbindung Hamburg-Lübeck eine Absage erteilt, obwohl durch den Bau der Fehmarnbeltbrücke die jetzt schon hochbelastete Strecke nicht mehr ausreichen wird.
Auch die sogenannte Y-Trasse, die Hannover und Hamburg/Bremen verbindet, und die für die Abwicklung des steigenden Güterverkehrs enorm wichtig ist, steht wegen Geldmangels auf der Kippe.
Und das alles, damit in Stuttgart dieser Unsinn gemacht wird. Ich finde, jeder Bundesbürger hat das Recht, sich über diese Geldverschwendung aufzuregen, denn es sind auch viele davon betroffen, auch wenn man nicht in Stuttgart wohnt.

Beitrag melden
WernerS 27.08.2010, 09:54
249. Warum S21

Es gab mal Zeiten, da kostete ein Flugtickt nach Berlin 1000 Mark und der InterCity fuhr so oft wie die Straßenbahn.
Es gab mal Zeiten da hat man Feinstaub nicht gemessen und für Grundstücke in der Innenstadt, auch mit gesundheitsschädlicher Feinstaub-Belastung konnten phantastische Erlöse erzielt werden.
Was liegt also näher als eine Schnellbahn nach München zu bauen, weil die Stuttgarter sowieso lieber ungesehen in München teuer einkaufen. mit einem Abstecher nach Oberstdorf zum Skifahren.
Das ganze bezahlt durch den Verkauf der oberirdischen Grundstücke und indem man das ganze verbuddelt, zusammen mit dem Pöbel der Bahn fährt, weil er sich keinen Daimler oder Porsche leisten kann.
Der Bahnhof wird etwas kleiner, weil das Geld nicht für mehr reicht, aber man hat sich das schön gerechnet, es reicht so grad eben für das heutige Programm. Auf der Strecke nach Ulm und dahinter, nach Augsburg und München ist man sogar schneller, auf allen anderen Frankfurt, Paris, Köln, Basel Feuerbach, auch auf der heutigen Strecke bis Ulm, in Esslingen, Göppingen, Geislingen nicht.
Dummerweise will heute die freiwerdenden Grundstücke keiner, und so hat Stadt und Land die Grundstücke selber zu passenden Preisen gekauft und hofft, sie wieder loszuwerden, solange finanziert der Steuerzahler, auch der Biberacher und Berliner, das Projekt.
Wohlgemerkt der Bahnhof ist auf keinen Fall besser als der heute stehende, eher schlechter und bezahlt wird das ganze nicht von den Immobilienhaien sondern vom Finanzamt und wo das das Geld holt, sollten Sie wissen.

Beitrag melden
Seite 25 von 56
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!