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Suche nach neuem Staatsoberhaupt: Niemand will ins Schloss Bellevue
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Union und SPD wollen die Gauck-Nachfolge gemeinsam regeln - am liebsten mit einem überparteilichen Kompromisskandidaten: Kürzel Ükoka. Was nach Vernunft klingt, ist in Wahrheit ein Eingeständnis politischer Schwäche.

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asdf01 26.09.2016, 01:59
30. Abschaffen

Alle Jahre wieder dieses unsägliche, parteipolitische Geschacher. Entweder wird dieses äußerst überflüssige Amt endlich abgeschafft, oder er wird durch die Bevölkerung gewählt, um ihm wenigstens eine Legitimation zu verleihen.

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whitewisent 26.09.2016, 02:08
31.

Ein weiteres Problem, was ausgesessen werden sollte. Es beweist nur den geistigen Exodus Deutschlands, wenn es nichtmal mehr ausreichend Namen für eine größere Debatte gibt. Was aber auch daran liegen mag, daß der Bundespräsident seit Anbeginn als Platz für Repräsentanten ohne Macht konzipiert war. Erst Leute wie Weizäcker, Herzog und eben Gauck haben dem Amt die nötige Würde verliehen, wenn auch jeweils anders, als die Parteien in der Bundesversammlung wollten.

Nun ist es ja nicht so, daß es keine entsprechenden Kandidaten gäbe. Nur merkwürdiger Weise beteiligen sich die Medien nichtmal an einer öffentlichen Debatte, sondern kauen die altbekannten Namen durch.

Wie wäre es mal, über Klaus Kinkel zu debattieren. Zwar schon 80, aber einer der international angesehensten Kandidaten, und gegenwärtig wirklich "überparteilich". Oder Edmund Stoiber? Denn egal was man denen einzeln hält, es sind Politiker, die noch Massen in Deutschland mobilisierten. Und nicht irgendwelche farblosen Kompromisskandidaten. Genauso steht jemand wie Friedrich Merz, Klaus Töpfer oder Sabine Leutheusser-Schnarrenberger im Hintergrund. Aber allen ist ein vermeintlicher Makel gemein, sie waren unter Helmut Kohl erfolgreiche Politiker. Und es wäre wohl das offensichtlichste Eingeständnis des Scheiterns, wenn Steinmeier/Gabriel und Merkel/Seehofer auf diese Leute zugehen würden, anstatt irgendeinen Lakeien nach vorn zu schieben. Wobei Herr Lammert eben als Bundestagspräsident erst im Amt über sich hinauswuchs, nur in Zukunft in einem 6-Parteien-Bundestag auch genau an der Stelle mit seiner Erfahrung gebraucht wird.

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ulmer_optimist 26.09.2016, 02:26
32. Peinlich

Eigentlich ist es ziemlich peinlich, dass das höchste Staatsamt mehr und mehr zu einer Posse über parteipolitische Taktikspielchen verkommt. Schon Joachim Gauck war im Grunde ein Kompromisskandidat und ist meiner Wahrnehmung nach auch schön brav niemandem auf die Füße getreten. Unsere Demokratie wird momentan an einer Reihe von Stellen demontiert. Dies ist eine davon. Wundert irgendjemanden noch, dass die AfD mehr und mehr Zulauf bekommt?

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rainer_d 26.09.2016, 02:29
33. König - Pah! Wir brauchen wieder einen Kaiser.

Eigentlich wäre "der Franz" ja genau der Richtige für den Job gewesen. Aber das geht ja jetzt nicht mehr, nach der blöden Geschichte mit der WM2006.
Wen haben wir noch?
Helmut Kohl ist leider zu alt und zu krank, sonst wäre es (fast) der beste Kandidat. Die Spendengeschichte - da ist doch eh' schon lange Gras drüber gewachsen.
Blöd, das Genscher schon tot ist. Den hätte man immer aufstellen können.
Könnte man Horst Köhler nochmal fragen? Ist glaube ich nicht verboten, nochmal anzutreten, solange man nicht die zulässige Amtszeit überschreitet.


Will eigentlich Volker Bouffier nicht mehr? Der war doch eine zeitlang im Gespräch? Oder wartet er auf den Anruf?

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bmvjr 26.09.2016, 03:05
34. Format gesucht

Es soll eine Frau oder ein Mann mit Format gefunden werden - vermutlich kein schlechter Ansatz, wenn es darum geht einen Repraesentanten Deutschlands zu kueren. Aber muss ein Kandidat denn immer den Nachweis fuer Format dadurch erbringen, dass er oder sie zuvor ein hohes Amt in der freien Wirtschaft, der Politik oder der Kirche innehatte? Wird daran Format gemessen? Ich bin sicher, es gibt jede Menge Menschen mit Format in Deutschland, die nicht bereits Teil des Establishments sind. Ja, es mag sogar gerade von Vorteil sein, einen Menschen mit Format aber ohne nennenswerte Vorgeschichte in Politik, Wirtschaft oder Gesellschaft als Kandidaten fuer das Amt des Bundespraesidenten zu erwaegen. Darin liegt eine Chance echter Ueberparteilichkeit, eine Chance die besonders heute in Deutschland ergriffen werden sollte. Also weg mit dem begrenzten Blick auf eine Liste aus dem Who is Who der deutschen Gesellschaft und etwas mehr Mut zu einem Kandidaten, der tatsaechlich aus der Mitte kommt.

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gehirngebrauch 26.09.2016, 03:11
35. die berliner politszene

soll doch nicht so dumm tun, aber wenn sie unbedingt das verdummungsspiel spielen wollen, können sie ruhig mich als bundespräsidenten einsetzen. bin nicht zu jung, 1.90 m groß, parteilos und die knete schadet mir auch nicht.

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monsineur 26.09.2016, 03:25
36. Vom Format Gauck...

Das Format Gauck's war dann sich nicht zu trauen die echten Themen anzusprechen sondern immer schön auf dem ungefährlichem Parkett zu bleiben (seine Tätigkeit bei der Gauck Behörde in allen Ehren). Kein Mensch verlangt von ihm Politik zu machen nur ohne Scheuklappen hinschauen und die paar beachteten Reden in so nette Worte verpacken das sich jeder angesprochen fühlt, das alles. Hab ich nichts von mitbekommen. Köhler hat wenigstens ab und an was gesagt was alle angeht.

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Beitragszahler 26.09.2016, 03:35
37.

Ich nominiere Martin Sonneborn. Der ist gut.

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fessi1 26.09.2016, 03:48
38. König?

Kaiser! Darunter machen es Deutsche nicht!

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jber 26.09.2016, 04:07
39. König

Wir könnten die Holländer bitten, uns Ihren König auszuleihen. Die Familie hat ihren Stammsitz eh in Hessen. Also würde der quasi in Personalunion auch König von Deutschland. Die yellow press und meine Mutter würden es lieben. Überdies ersparen wir uns weitere demütigende Erfahrungen mit Kandidaten vom Schlage Wulff.

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