Forum: Politik
Suchtgefahr: Politiker wollen alkoholfreie Supermarktkassen
DPA

Der Handel bietet Schnaps, Wermut oder Wodka in kleinen Fläschchen zum Spontankauf an. Im SPIEGEL fordert die Drogenbeauftragte der Bundesregierung ein Umdenken.

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Sueme 21.04.2018, 09:11
1.

Ja bitte, unbedingt! Nehmt den Menschen doch noch mehr Eigenverantwortung ab.
In dem Zuge aber nicht vergessen Alkoholwerbung..ach was sage ich, Werbung so ganz allgemein zu verbieten, schließlich verleitet die die Menschen auch immer wieder zum kauf von Produkten.

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Thorongil 21.04.2018, 09:18
2. Super!

Wegen der Unfähigkeit irgendwelcher Eltern kriegt man an vielen Kassen keinen Süßkram mehr. Da ist doch so ein 0,04l Jägermeisterfläschchen ideal für zwischendurch!

Reicht ja nur bis zum nächsten Kleingeldrentner :-)

Was kommt als Nächstes? Saufverbot aufm ALDI-Parkplatz?

Muss man die Allgemeinheit Knechten wegen irgendwelchen Assis?

Es stellen sich dauernd Leute vor Züge. Ich würde deshalb Züge verbieten.

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maphry 21.04.2018, 09:24
3. Das greift noch viel zu kurz

Es ist erschreckend, wie leichtfertig mit Drogen in Deutschland im öffentlichen Raum umgegangen wird. Und dabei geht es nicht um den legalen oder illegalen Konsum, sondern die offene Werbung. Noch immer werden Zigaretten und Alkohol offen beworben und an Kassen direkt zum Zugriff bereitgestellt. Dies ist ein Zeichen von Rückständigkeit in diesem Land. In anderen Ländern, wie im Vereinigten Königreich, ist man viel weiter. Dort werden die Suchtmittel nicht mehr an der normalen Supermarktkasse verkauft, sondern an einer extra Kasse innerhalb des Supermarktes, wo der Verkäufer erst auf ein en Knopf drücken muss damit die Zigarettenschachteln sichtbar werden. Und überhaupt, warum wird die Altersdiskrimminierung toleriert, das Verkäufer das alter der Käufer schätzen dürfen? Egal ob 18 oder 90, jeder sollte einen Altersnachweis erbringen, wenn er Alkohol oder Zigaretten kauft.

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manitoba 21.04.2018, 09:26
4. Wichtig

Man kann als Bürger gar nicht dankbar genug sein, dass man sich endlich dieses für die geistig-moralische und wirtschaftliche Entwicklung des Landes außerordentlich wichtigen Themas annimmt.

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RedEric 21.04.2018, 09:28
5. wie bei den Zigaretten

bei den Zigaretten hats auch langsam angefangen.

Kleine Warnbildchen sind schon auf Flaschen, nun kommen hier und da kleine Verkaufsverbote und in paar Jahren geht das große piesacken los.

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dasfred 21.04.2018, 09:35
6. Das sind keine Spontankäufe

Die Menschen, die zu den kleinen Flaschen greifen, sind nahezu ausschließlich Kunden, die gezielt in den Laden kommen, um ihren Alkohol Spiegel aufzufüllen. Die Kunden für die Miniflasche brauchen einerseits ihre Droge, wie der Raucher seine Zigarette, wollen andererseits keine große Flasche kaufen, um sich nicht für den Rest des Tages wegzuballern. Das kann ihnen jeder Verkäufer bestätigen, da genau diese Kunden in schöner Regelmäßigkeit kaufen. Der Rückfall gefährdete Alkoholiker nimmt denn gleich die große Flasche. Außerdem dient der Verkauf in Kassen Nähe dem Diebstahlschutz. Auch dem Diebstahl durch Jugendliche. Also entweder kein Alkohol im Supermarkt oder alles bleibt wie es ist.

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Meconopsis 21.04.2018, 09:38
7. purer Aktivismus

Wer ein Amt hat, der muss Aktivismus verbreiten und sucht sich immer neue Tätigkeitsfelder. Das ist auch bei Gleichstellungsbeauftragten und Bürgermeistern so. Wer neu im Amt ist, der braucht SEIN Projekt, um wahrgenommen zu werden. Klar, kann man diese Fläschchen von der Kasse wegnehmen, aber warum nicht gleich vorschreiben, den ganzen Kassenbereich neutral und produktfrei zu gestalten ? Noch ärgerlicher finde ich nämlich die auf Kinder ausgerichteten Süsswaren. Viel wichtiger: führt mal einen verbindlichen Ernährungskundeunterricht in den Schulen ein, inkl. praktischer Anwendung, und streicht dafür ein paar Stunden in anderen, eher lebensfernen Fächern, wie z.B. Mathematik. Oder schreibt der Lebensmittelindustrie vor, nicht überall so viel Zucker in die Fertignahrung zu mischen. Das wäre eine mutige, zukunftsgerichtete Politik. Stattdessen gehts um Fläschchen an der Supermarktkasse. Toll - offenbar der kleinste gemeinsame Nenner in dieser Koalition. Man kann dann sagen, man hätte etwas getan...

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max_schwalbe 21.04.2018, 09:40
8. Volle Zustimmung und noch mehr ...

Man stelle sich den Mensch vor, der es gerade geschafft hat, die Finger vom Schnaps wegzuhalten. Und dann wird er ungrewollt und zwangsläufig (da an der kasse!) mit Schnapsfläschchen konfrontiert. Meinesachtens hat Schnaps in Supermärkten grundsätzlich nichts zu suchen, 15% + X sollte grundsätrzlich nur in Drogerien oder Spezialgeschäften OHNE SELBSTBEDIENUNG verkauft werden dürfen. Das Zeug ist biologisch gesehen pures Gift, und über Cannabis macht man einen Skandal... das ist völlig aberwitzig. Achtung! Es geht nicht um ein Schnaps-Verbot. Es geht darum, dass Schnaps nur noch derjenige kauft, der es wirklich gezielt haben will und danach sucht. Marktwirtschaftlliche Verkaufsförderungsmaßnahmen sind hier völlig fehl am Platze.

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gruenerfg 21.04.2018, 09:42
9. Bei der Gelegenheit...

könnten ja auch die Zigaretten und die Süßigkeiten aus dem Kassebereich verschwinden, oder gibt es dafür keinen Beauftragten der Bundesregierung?

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