Forum: Politik
Südchinesisches Meer: Disput nach Testflug auf den Spratly-Inseln
CSIS Asia Maritime Transparency

Erstmals ist ein chinesisches Flugzeug auf den Spratly-Inseln gelandet. Auf das Gebiet im südchinesischen Meer erheben einige Staaten Anspruch, prompt verschärften sich die Spannungen zwischen China und Vietnam.

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FrankH 03.01.2016, 18:00
110. Landkarten...

Sind irgendwie nicht mehr in Mode. Wer da mal einen Blick riskieren würde, wüsste schon mal, dass China da nix verloren hat, sondern im Zweifel das eine Angelegenheit zwischen Vietnam und den Philippinen sein sollte. Genau deswegen lehnt China ja auch in internationales Schiedsgericht ab, weil man höchstens mal mit 1000Jahre alten Seekarten "argumentieren" kann. Damit wäre quasi auch halb Afrika noch britisch etcpp

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BlogBlab 03.01.2016, 18:00
111.

Warum wird immer nur der völlig unpassende Vergleich mit den Falklandinseln angeführt. Zu Frankreich gehören z. B. die kleinen Inseln St-Pierre et Miquelon wenige Kilometer vor der kanadischen Küste, sogar ein Stück Südamerika, Guyane, außerdem Inseln in der Karibik Guadeloupe, Martinique und im Indischen Ozean, Reunion, Mayotte. Zu den Niederlanden gehören Inseln direkt vor Venezuela, und zu Chile die 3500 km entfernte Osterinsel. Diese sind aber alle bewohnt und die lang ansässigen Bevölkerungen wollen mehrheitlich zu den jeweiligen Ländern gehören, denen sie angeschlossen sind. Also alles kein Vergleich zu den Spratlyinseln.

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Darwins Affe 03.01.2016, 18:08
112. Sanktionen gegen China?

Zitat von Tamaskano
Vielleicht sollten sich die Länder, die sich darüber beschweren, einfach keine Waren mehr in China kaufen oder produzieren lassen. Wenn Russland die Krim annektiert, werden Sanktionen ausgesprochen. Hier kneifen die USA vor den Besitzern der Weltfabrik. Auch dies ist eine Annektion erster Klasse. Sehr interessant wie sich der "Westen" hier verhält.
Sie haben natürlich recht: Die USA und China sind wirtschaftlich so verbandelt, dass Sanktionen beiden massiven wirtschaftlichen Schaden zufügen würde. Aber es gibt gegenüber Russland schon Unterschiede: 1. Russland ist wirtschaftlich ein Zwerg (BIP in der Größenordnung Spaniens) 2. Die Spratlys gehören keinem Staat an, dessen Gebiet einfach wie die Krim annektiert wurde. 3. Zum Westen gehört auch die EU, deren Sicherheitsinteressen sicherlich im südchinesischen Meer nicht so arg betroffen sind. Nebenbei: Den USA wird das rücksichtslose Auftreten Chinas vielleicht gar nicht so unrecht sein. Die umliegenden Staaten könnten sich zunehmend in die Arme der Amis werfen.

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t dog 03.01.2016, 18:39
113. Merkwürdig

Was geht dieser Rechtstreit Deutschland an? -Nichts. Es gibt verschiedene Staaten auf der anderen Seite der Welt und die streiten um ein paar unbewohnte Felsen im Meer. Wenn sich die Asiaten nicht politisch einigen können, dann wird Krieg eine Einigung herbeiführen. Auf jeden Fall eine schlechte Idee für die NATO sich dort einzumischen. Eine Schlacht vor Chinas Küste würde auf jeden Fall China gewinnen. Allein nur die Vorstellung der Möglichkeit eines Wirtschaftsembargos der Chinesen gegenüber dem Westen ist schon mehr als erschreckend. Also was solls? Die VR China löst momentan schrittweise die USA als einzige Supermacht ab. Wofür soll Deutschland jetzt seine guten Beziehungen zur Volksrepublik aufs Spiel setzen?

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glass88 03.01.2016, 22:14
114. Die Chinesen haben dort überhaupt nichts verloren

es gibt ein halbes Dutzend Länder an denen die Inseln näher liegen und schon fast in deren Hoheitsgewässern.

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90-grad 04.01.2016, 01:16
115. In China

Zitat von Melange
Die Spratly-Inseln dürften doch näher an China liegen als Hawaii an Amerika.
heissen die seit weit über 1.000 Jahren Nansha Qundao.

Dass man diese Inseln als Spratleys, nach einem engl. Walfängerkapitän, bezeichnet, der diese 1843 erstmals gesichtet hat, ist ein fragwürdiges Relikt aus unschönen Kolonialzeiten.

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90-grad 04.01.2016, 01:28
116. Die Nansha Qundao

Zitat von sierrabravofour
die Inseln heissen Falklands. Da waren schon Briten bevor es Argentinien gab.
heissen Nansha Qundao und nicht Spratleys.

Da waren schon Chinesen lange bevor es GB, USA, D, Malaysia, Phillipinen, Brunei, Taiwan, etc. etc. gab.

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90-grad 04.01.2016, 01:43
117. Allerdings

Zitat von vulcan
Damals war das ja auch ganz normal, da sie einfach niemandem gehörten. Argentinien gab es zu der Zeit noch gar nicht.
standen die Malvinas bis 1831 unter der Verwaltung Buenos Aires, Heute Argentinien!
Diese Regierung der Malvinas wurde durch (mal wieder) die "USS Lexington", nach militärischer Intervention der USA, einseitig von den USA für "beendet" erklärt.

Nachfolgende Aufstände wurden dann von England niedergeschlagen.
Passt genau ins Schema, wie Hawaii (US-Marines) zu den USA kam.
Ein wenig Geschichte, und nur so am Rande.

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90-grad 04.01.2016, 02:03
118. Wenn Sie die

Zitat von vulcan
Die USA erheben doch auch gar keine Ansprüche auf die Inseln. Wo ist Ihr Punkt?
Ergebnisse des unsäglichen Kolonialismus und der damit verbundenen, globalen Kanonenbootpolitik zementieren wollen, so können Sie das ruhig versuchen.

Allerdings müssen Sie dann auch aushalten, dass andere Leute eben nicht Ihre geschätzte Meinung teilen.

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HeisseLuft 05.01.2016, 11:23
119. Unsägliche Kanonenbootpolitik

Zitat von 90-grad
Ergebnisse des unsäglichen Kolonialismus und der damit verbundenen, globalen Kanonenbootpolitik zementieren wollen, so können Sie das ruhig versuchen. Allerdings müssen Sie dann auch aushalten, dass andere Leute eben nicht Ihre geschätzte Meinung teilen.
Sondern dass diese anderen Leute heute wieder Kanonenbootpolitik betreiben und mit eben solcher unbewohnte Felsen vor fremder Völker Küsten beanspruchen?

Was natürlich überhaupt nichts damit zu tun hat, dass sich dort - rein zufällig - Rohstoffe finden lassen und erst recht nichts damit zu tun hat, dass wichtige Schifffahrtslinien rein zufällig durch das beanspruchte Seegebiet laufen?

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