Forum: Politik
Südchinesisches Meer: Pentagon-Chef kritisiert Pekings Machtanspruch
AFP

China beansprucht das Südchinesische Meer für sich, die USA schicken regelmäßig Schiffe in die Region. Nun griff US-Verteidigungsminister Mattis bei einem Auftritt in Asien offen Pekings Politik von "Einschüchterung und Zwang" an.

Seite 3 von 3
quark2@mailinator.com 02.06.2018, 15:00
20.

Zitat von Beat Adler
Unsinn! Seewege lassen sich militaerisch NICHT kontrollieren! Sobald in einer Region, z.B. der beiden chinesischen Meere, ein Konflikt entsteht, versichert keine Versicherungsgesellschaft mehr die Ware auf dem Frachtschiff oder das Schiff selbst. Diese Schiffe verlassen in der Folge erst gar nicht ihre Haefen. China braucht aber fuer den Erhalt ihrer Volskwirtschaft den freien Zugang zu ihren Haefen. Die Eisenbahnlinie im Zusammenhang des Guertels, auch faelschlicherweise Seiden"strasse" genannt, reicht nicht, um China mit all dem, was es braucht zu versorgen und all dem Krimkrams, der in China produziert wird, rund um die Welt zu verschiffen. Wenn China ein Inselchen, das ihnen NICHT gehoert, aufschuettet, um dann die 12 Meilenzone drum rum als Hoheitsgebiet zu erklaeren und die 200 Meilenzone drum rum als exklusives Wirtschaftsgebiet, wo nur China fischen und nach Bodenschaetzen suchen darf, kann das militaerisch einigermassen abgesichert werden. Wer auf seinem Globus die Schiffahrtswege von und zu den chinesischen Haefen ueberprueft, stellt schnell fest, dass die Sicherheit dieser Frachtschiffe nur dann gewaehrleistet ist, wenn alle Anrainerstaaten der beiden chineischen Meere, damit auch einverstanden sind. Eine Blockierung ist militaerisch NICHT zu beenden! mfG Beat
Verehrter Beat, ich finde viele Ihrer Beiträge sehr lesens- und bedenkenswert, aber dennoch mag ich nicht gern unfreundlich mit "Unsinn!" angesprochen werden. Man kann sicher unterschiedlicher Meinung sein, ohne das es nötig wäre persönlich beleidigend zu kommunizieren - oder ?

Ich habe keinen Zweifel daran, daß China die ökonomischen Vorteile der Kontrolle dieser Seegebiete gern mitnimmt. Dennoch sehe ich den Hauptgrund für diese enorme (Über)dehnung in reiner Geopolitik. Ihre Aussage, daß man Seewege militärisch nicht kontrollieren könne ... nunja ... also was ich dazu schrieb, ist natürlich nicht von mir, sondern gilt eigentlich als historischer Fakt, aber hier ist einfach nie genug Platz für sowas. Am Ende des Tages würde aus meiner Sicht eine realistische Drohung Chinas, die Meerengen in der Gegend dort zu blockieren hinreichend Faustpfand bieten, falls jemand China abscheiden wollte. Eine rein ökonomische Motivation (Fische, Bodenschätze) erscheint mir für den Aufwand zu schwach, da China bei Nutzung selbiger sicher auf Schadenersatz verurteilt würde (und das läst sich dann nicht so leicht ignorieren wie das bisherige Verbot). Ist nur meine Meinung, muß nicht stimmen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jeg 02.06.2018, 15:22
21. Paracel-Inseln ... auch von Taiwan ... beansprucht

... Waffen und Geräte zur Verteidigung nach Taiwan liefern > auch zur Verteidigung der Paracel Inseln?

Immer wieder gerne:
Gute Chinesen / böse Chinesen deren Ansprüche kaum unterscheiden.
Taiping Island, better known internationally as Itu Aba Island, and also known by various other names, is the largest of the naturally occurring Spratly Islands in the South China Sea.
...
The island is administered by the Republic of China (Taiwan), as part of Cijin, Kaohsiung.
...
The following are sister cities with Taiping Island: Lincoln, Nebraska, U.S !
https://en.wikipedia.org/wiki/Taiping_Island

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rloose 02.06.2018, 16:23
22.

Zitat von postit2012
dann sehr wohl und gerade militärisch. Das ist schließlich eine der grundlegenden Lehren, die man in Deutschland aus der britischen Hungerblockade im ersten Weltkrieg leicht ziehen kann. Die Frage ist nur, ob die etwas zerbröselnde "westliche Welt" die dazu erforderlichen Mittel (noch) hat oder nicht und sie einsetzen will oder nicht. Das südchinesische Meer ist zwar ein wenig breiter als der Ärmelkanal, aber vor allem lassen sich im wirklichen Ernstfall die militärischen Mittel nicht auf Schiffe begrenzen...
Was soll das Geschwafel vom wirklichen Ernstfall? China ist eine Nuklearmacht, die USA , Rußland und zahlreiche andere Staaten auch. Wenn es da zum Ernstfall kommt, dann sind wir alle platt und dann ist es mir schnurzpiepegal, ob irgendjemand die Schifffahrt im südchinesischen Meer kontrolliert. Vielleicht könnte man mal wieder zur Entspannungspolitik, die ja durchaus erfolgreich war, zurückkehren. Achne, ich vergaß, wir haben ja leider keine Politiker mit Profil mehr...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
peterpretscher 02.06.2018, 20:08
23. Politik von Einschüchterung und Zwang!?

Die Frage ist, wer im Moment diese Politik betreibt?
China oder die USA, die gerade schweres Kriegsmaterial durch Deutschland in den Osten für NATO Kriegsmaneuver transportiert,
passend zur FIFA Fußball Weltmeisterschaft in Rußland!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
meresi 03.06.2018, 02:21
24. Bemerkenswerte Analyse

Zitat von s.l.bln
Rußland ist also nur defensiv und um friedliche Koexistenz bemüht, Die USA ist nur am Status quo interessiert und die einzig aggressive Supermacht ist China? Rußland führt seit Jahren einen ziemlich erfolgreichen Cyberkrieg gegen den Westen, der reichlich Früchte trägt. Eine davon heißt Trump und mit ihm die Destruktion des transatlantischen Bündnisses, welche grade vollzogen wird. Daß der auch schon die Nato in Frage gestellt hat, dürfte Putin feuchte Träume bereiten. Nebenbei führen sie auch gerne auf militärischem Wege Krieg. Mal verdeckt(Ukraine) und dann auch offener(Syrien), um ihre geopolitischen Interessen zu wahren. Die USA wiederum versucht bereits seit mehr als 60 Jahren, den nahen Osten nach ihrem Willen zu ordnen. Dazu haben sie Regierungen gestürzt, Wahlen manipuliert(Iran in den 50ern) und sie führen immer wieder mal Krieg. Den nächsten werden wir evtl. gegen den Iran erleben. Die Zeichen dafür verdichten sich. Das einzig Neue ist, daß China dank unserer Hilfe nun auch in einer wirtschaftlichen Lage ist, welche der Größe des Landes entspricht und nun, da militärisch auf Augenhöhe, mit der gleichen Aggressivität geopolitische Interessen vertritt, wie die beiden anderen Supermächte schon seit WW2. Die USA haben sich nach dem Ende der UDSSR in der naiven Sicherheit gewiegt, die einzige verbliebene Supermacht zu sein. Putin zeigt ihnen grade, daß er nichtmal mehr Soldaten losschicken muß, um den Westen zu demontieren. Das betrifft sowohl die EU, als auch die Staaten. Gleichzeitig zeigt mit China der nächste Big Player, daß die Welt sich seit den 50ern weiter gedreht hat. Warten wir mal ab, bis Indien wirtschaftlich auf Augenhöhe ist...
Was Russland betrifft , wurden sie mMn durch die Natoerweiterung(Druck der USA) dazu gezwungen neue Maßnahmen zur Verteidigung zu entwickeln und anzuwenden. Die EU hat sich von Russland zu weit entfernt, obwohl im Vergleich zu den USA die Nachbarschaft gegeben wäre.
Das die EU oder das ehemalige Europa aus Gier ohne Nachzudenken China zur Werkbank des Westens machte, ist uns allen auf den Kopf gefallen. btw, ich kauf nur Produkte die nicht im Nahen, fernen oder irgend einem Osten produziert wurden. Dh. ich trage alte Sachen auf, seit ca. 1997. Was Indien betrifft, die sind nur noch ein paar Jahre davon entfernt in die Reihen der Big Players einzutreten. Ach ja, wenn ich alles richtig gesehen habe in Teilen Afrikas, da reißen sich gerade die Chinesen die Filetstücke unter den Nagel, im Gegenzug gibt es nicht unerhebliche Erweiterung von Infrastrukturen in den betreffenden Gebieten. Wahrscheinlich werden auch noch andere Taschen gefühlt werden...lol

Beitrag melden Antworten / Zitieren
garno 03.06.2018, 10:55
25.

Es ist doch offensichtlich, China wird den USA zunehmend zum Konkurrenten. Nach dem wirtschaftlichen Machtzuwachs folgt der politische (auch militärische). Das liegt in der "Natur" von Imperien. Die Frage ist, wie soll sich Europa in diesem "Ränkespiel" verhalten, nachdem es zunehmend schwieriger wird im Windschatten der USA zu segeln.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Art. 5 03.06.2018, 13:30
26.

Zitat von jeg
... Waffen und Geräte zur Verteidigung nach Taiwan liefern > auch zur Verteidigung der Paracel Inseln? Immer wieder gerne: Gute Chinesen / böse Chinesen deren Ansprüche kaum unterscheiden. Taiping Island, better known internationally as Itu Aba Island, and also known by various other names, is the largest of the naturally occurring Spratly Islands in the South China Sea. ... The island is administered by the Republic of China (Taiwan), as part of Cijin, Kaohsiung. ... The following are sister cities with Taiping Island: Lincoln, Nebraska, U.S ! https://en.wikipedia.org/wiki/Taiping_Island
Der Unterschied zwischen China und Taiwan ist jedoch, dass Taiwan dort keine Inseln aufschüttet, sondern einen Anspruch nur auf die tatsächlich existierende Taiping Insel erhebt und dass es anderen Nationen freie Schiffahrt sowie freien Überflug gewährt, im Gegensatz zu China. Auch die Regierung von Taiwan gibt für ihren Anspruch auf Taping Island, die sie seit 1956 besetzt und dort eine Infrastruktur samt Krankenhaus aufgebaut hat, historische Gründe an. Immerhin wurde die demokratisch gewählt. Und auch Japan erhob bis 1951 Anspruch auf die Insel.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 3 von 3