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Südostasien: Indonesien verbietet Fischern Hilfe für Bootsflüchtlinge
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In Südostasien treiben Tausende Flüchtlinge auf dem Meer, nun geht Indonesien drastisch vor. Fischer sollten nicht aktiv einschreiten und helfen, so ein Militärsprecher: "Ihr Job ist es, Fische zu fangen."

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Bueckstueck 19.05.2015, 13:46
1. Das muss man sich mal vorstellen

Ein Staat verbietet im Jahre 2015 seinen Bürgern unterm Strich die Menschlichkeit.

Da wären Sanktionen gegen die Mitglieder der Regierung angebracht.

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E.G. 19.05.2015, 13:47
2. Gesetz

Es ist ein ungeschriebenes Gesetz, das Seeleute andere in Seenot geratene Menschen, retten müssen. Ergebnis daraus wäre, das indonesische Seeleute auch nicht mehr gerettet werden.

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LaínEntralgo 19.05.2015, 13:53
3. No country for poor people

In was für einer Welt leben wir nur? Und wieder sind es die, die selbst kaum was haben, die Hilfe anbieten.

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dissidenz 19.05.2015, 13:54
4. Woran...

...man einmal mehr erkennt, dass unserer Wert- und Moralvorstellungen in Deutschland nicht für den Rest bzw. Großteil der Welt gelten.
Gerade beim Thema Flüchtlingspolitik stehen wir da mit 'unseren' Ansichten ziemlich allein.
Ob Australien, China, Kanada, USA, Süd-oStasiatische Staaten, ja selbst in Europa, Finnland, GB, Portugal oder Italien verfolgen da einen durchaus realpolitischeren Ansatz.

Das muss man nicht per se gutfinden oder sich der Mehrheit anpassen... nur erst einmal zur Kenntnis nehmen, drüber nachdenken und vielleicht, nur vielleicht mal seinen eigenen Standpunkt kritisch hinterfragen. Ihre Gründe für solch ein Verhalten werden diese Staaten auch haben. Nur sowas wird hierzulande nicht einmal diskutiert. Wehe...

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Süddeutscher 19.05.2015, 13:58
5. Besser kommunizieren

So kann man das machen, aber man muss sich nicht wundern, wenn der Ruf leidet. Sinnvoller wäre eine Kampagne IN jenen Ländern, aus welchen besonders gern "geflüchtet" wird. Hier sollten die Auswanderungswilligen (das sind sie in der Regel) informiert werden, dass sie höchste Lebensgefahr erwartet, sofern sie die Dummheit begehen, auf illegalem Wege einzuwandern zu versuchen. Australien hat es vorgemacht: Mit Kommunikationskampagnen in jenen Staaten, aus welchen die meisten illegalen Einwanderer anlanden. Aber Abschottung allein reicht nicht. Die Lebensbedingungen IN den Problemstaaten müssen für Minderheiten und sozial Schwache verbessert werden. Notfalls muss das durch internationalen Druck geschehen. Auch die EU ist gefragt! Grenze dicht machen ist richtig, aber nur in Verbindung mit menschenwürdigen Einrichtungen IN Afrika, wo die Einreise- oder Ayslanträge gestellt werden. Und es muss endlich eine ehrliche Entwicklungshilfe geben, die tatsächlich auf Bildung und bessere Chancen in Afrika abzielt. TTIP ist in diesem Zusammenhang zu nennen und abzulehnen, da es nur neue Handelshürden für Afrika errichtet und die Abschottung der Industrienationen nur noch zementiert. Wie soll Afrika dann jemals aus dem Dreck rauskommen? Und glaubt denn wirklich einer, dass die Wirtschaftsflüchtlinge (ich rede jetzt nicht von Kriegsflüchtlingen) weniger werden, je länger das Darben auf diesem Kontinent anhält? Derzeit zeigt die unselige EU mal ganz klar ihr wahres Gesicht. Das einer Interessenvertretung der Großindustrie und der Investoren. Pfui!

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sting111 19.05.2015, 14:01
6. Irgendwann ist es mal gut

Nach Angaben von UNICEF (2014) zufolge sterben jedes Jahr 6,3 Millionen Kinder unter fünf Jahren. Fast die Hälfte dieser Todesfälle ist auf Mangelernährung und Unterernährung zurückzuführen.

Damit hat sich die Welt arrangiert. Dieser stringente Fokus auf Bootsfluechtlinge ist nicht zu verstehen.

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hevopi 19.05.2015, 14:01
7. Da sieht man mal wieder,

dass die Asiaten nicht solche Traumtänzer sind, wie sie in Europa (genannt "Gutmenschen" ) durch die Gegend wackeln. Die Überbevölkerung der Welt kann nicht durch Flüchtlingsströme bewältigt werden, in Afrika (1 Milliarde Menschen) würde das zu einem Kollaps in Europa führen, in Asien haben die Menschen genug Probleme, um die eigene Bevölkerung zu versorgen. Also bitte mal wieder, so traurig es ist, auf dem Boden der Tatsachen zurückehren.

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mehrgedanken 19.05.2015, 14:13
8. Wo ist die UN?

Zitat von Bueckstueck
Ein Staat verbietet im Jahre 2015 seinen Bürgern unterm Strich die Menschlichkeit. Da wären Sanktionen gegen die Mitglieder der Regierung angebracht.
Wo ist die UN? wenn man das durchgehen lässt-dann wars das mit Völkergemeinschaft.
Das gibts doch gar nicht.

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Reinhard W 19.05.2015, 14:14
9. Einreiseverbot

So wirklichkeitsfern es ist, aber ein Einreiseverbot für alle Bürger dieser Staaten wäre die richtige Antwort.

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