Forum: Politik
SUV in Städten: Die sinnlose Panzerkapsel
Paul Zinken/ DPA

Schon die Bezeichnung "Stadtgeländewagen" zeigt die Absurdität des Autotyps SUV, der weder fürs Gelände gebraucht wird noch für den Transport von Sportgerät, sondern einzig der persönlichen Aufrüstung im Straßenverkehr dient.

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kraus01 09.09.2019, 23:31
650. Maßlosigkeit

Ja! Dicke Autos und Limousinen unbedingt verbieten! Wundere mich warum das jetzt erst diskutiert wird. Die teuren Autos fand ich schon immer maßlos, pietätlos und störend. Mit einem kleinen Fiat kommt man auch problemlos von A nach B. Kann nicht verstehen wie sehr sich einige Menschen mit ihrer hässlichen dicken Karosse so identifizieren. SUVs u Limousinen finde ich geschmacklos. Bitte abschaffen!

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ulijoergens 09.09.2019, 23:39
651. Falsche Debatte

Rechtlich und ethisch ist es nicht akzeptabel, SUV-Fahrer in Sippenhaft zu nehmen.
Ich stimme zu, dass die Dinger nicht mehr zeitgemäß sind, aber es müssen andere Wege gefunden werden, dies auch den Autokäufern klar zu machen.
Das ist Aufgabe der Politik, die gesellschaftlichen Änderungsprozesse voranzutreiben.
Ich würde die Kosten in die Höhe treiben und Parkraum in den Städten reduzieren (abschleppen, wenn sie mehrere Parklücken blockieren...), dann verschwinden die Ungetüme von alleine.

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werner-brösel 09.09.2019, 23:39
652. Unfassbare Polemik

Der Mob zieht um die Straßen mit Fackeln in der Hand und schreit nach Lynchjustiz. Diese Polemik in Politik und Medien ist schlicht erschreckend. Hier werden willkürlich Verkehrsteilnehmer dämonisiert. Ein ungeklärter Unfall wird hergenommen, um einen Sündenbock zu schaffen. Es ist durchaus möglich, daß dieser Unfall durch ein medizinisches Problem des Fahrers verursacht worden sein könnte - Ermittlungen laufen auch in diese Richtung. Glaubt tatsächlich irgendjemand, daß, wenn anstatt eines SUV, etwa ein Golf GTI in die Fußgängergruppe gerast wäre, weniger Menschen gestorben wären? Deutschland scheint zunehmend das Maß zu verlieren.
Was ist eigentlich mit dem führerlosen Linienbus, der gerade in Wiesbaden in ein Restaurant gerast ist? Fordert jetzt etwa irgendjemand, den ÖPNV jetzt aus den Innenstädten zu verbannen? Hat irgendjemand diesen Unfall überhaupt zur Kenntnis genommen? Hat irgendjemand zur Kenntnis genommen, daß laut einer Amerikanischen Studie Elektroautos 37% häufiger in Unfälle mit Fußgängern verwickelt sind als konventionelle KFZ (inkl. SUV)? Leute - kommt bitte bitte wieder zurück auf den Teppich!!!

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dorad 09.09.2019, 23:41
653. Neid

Ich finde es witzig dass hier immer wieder von Neid auf diese Panzer gesprochen wird.ich finde diese Dinger ausgesprochen peinlich und und unsymoathisch und würde keinen geschenkt nehmen. .Ekelhafte Autos die einfach nur aus den Großstädten verschwinden sollten oder gerne auch ganz vom Markt ..

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nomen49 09.09.2019, 23:43
654. Falsche Entwicklung

Als Techniker den Verbrennungsmotor weiterentwickelten und mehr Leistung aus weniger Treibstoff holten, hätte eine politische Beschränkung der Leistung tatsächlich in jeder Hinsicht einen Fortschritt bedeutet: vielleicht das 3- Liter Auto, mit dem eine Familie innerstädtisch oder auf dem Land sich bewegen kann. Stattdessen wurde der Leistungszuwachs voll umgesetzt, sodass jeder Kleinwagen heute mit 100 PS erhältlich ist und munter Massen von CO2 in die Natur pustet. Und diese Energie auch im Fall eines Unfalls an den Opfern auslässt.

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istnurmeinemeinung 09.09.2019, 23:49
655.

Für den von kleineren und größeren Gebrechen geplagten Mittfünfziger ist ein SUV jedenfalls besser geeignet als ein herkömmlicher PKW. Die erhöhte Position und der Platz im Innenraum machen einen erheblichen Unterschied, ob ein Auto noch benutzbar ist oder nicht.
Statistisch geht von SUV jedenfalls keine höhere Gefährdung aus, weder was den allgemeinen Anteil an Unfällen noch jenen mit Todesfolge für Fußgänger angeht.
Die oft stark übertriebene Motorleistung wird jedoch zurecht kritisiert.

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lucas471 09.09.2019, 23:52
656. SUVs retten Leben

Ok, alle sollen Opel Corsa, VW Lupo und Smarts fahren? Das hiesse mehr Tote bei Unfällen. Die Menschen wollen nicht protzen, sie folgen ganz natürlich und intelligent ihrem Bedürfnis nach Sicherheit und besserer Übersicht. Und solange der kausale Zusammenhang zwischen den Opfern und dem SUV nicht feststeht ist das billiger Populismus.

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inspirol 10.09.2019, 00:00
657. Die Menge machts

Allein schon die Menge der hier aufgelaufenen Beiträge zeigt wo es lang geht in Auto Deutschland. Eine unsinnige Debatte über ein unsinniges Gerät. Mit fast den gleichen Argumenten wie sie in den USA die Waffenfreunde verwenden. SUVs sind noch unnötiger als ein Kropf.

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leser5000 10.09.2019, 00:01
658. SUV sind Systemsprenger

Der SUVs ist ein Fahrzeugtyp aus den USA. Im Modal Split liegt der Fahrradanteil in den Städten wie Dallas, Houston, Las Vegas bei 0%. In den USA herrscht der Urban Sprawl vor. Alles ist mit sehr geringen Dichten weitläufig zersiedelt und man hat dadurch sehr lange Wege, was dazu führt, dass in einer amerikanischen Stadt doppelt solange Wege entstehen wie in Europa. So passt der SUV auch garnicht in die klassische 3MeterAbstandsflächengarage, die aber unwiederufliche jahrzehntelang ganze Gebiete in Deutschland prägt. Wer das Infrage stellt müsste ganz Deutschland komplett abreissen um hier überhaupt zu einer Regelkonformität zu kommen. Der SUV gehört deswegen nicht hierhin. Es war nie vorgesehen, dass jeder mit einem LKW durch die Gegend fährt, deswegen ist die Grenze längst überschritten und es besteht eine Gefahr für andere. Das Mass ist längst voll. Daher muss jetzt gehandelt werden. Diese Fahrzeuge sind in Deutschland ein Fremdkörper und als diesen muss man diese Fahrzeuge auch zwingend deklarieren, da sie in allen Belangen nicht in das System passen und das System sprengen. Hier muss ganz klar angesetzt werden. Ausbreiten kann man sich nur soweit, dass man keine Gefahr für andere wird.

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Sendungsverfolger 10.09.2019, 00:03
659. Unerträglich

"Dieser Logik kann allerdings nur folgen, wer Autofahren für eine Religion hält, deren Anhänger schlimmster gesellschaftlicher Diffamierung ausgesetzt sind."

Um Gottes Willen.

Nein. Dieser Logik kann JEDER folgen, der es grundsätzlich unerträglich findet, Tragödien für politische Zwecke zu instrumentalisieren. Zu diesem Personenkreis gehöre u. a. ich.

Mit solchen Aussagen disqualifiziert sich der Autor selbst, mag er in der Sache der Beurteilung mancher Fahrzeugtypen auch Recht haben, was aber bei der Beurteilung dieser unglaublichen Selbstgerechtigkeit keine Rolle spielt.

Der Autor, Herr Kuzmany, sollte sich bei den Angehörigen der Opfer entschuldigen, die er hiermit instrumentalisiert hat. Da hilft es auch nicht, wenn es vermeindlich in guter Absicht geschah. Das grenzt schon an gröbste journalistische Fahrlässigkeit und bedarf auch keiner weiteren Diskussion..

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