Forum: Politik
SUV in Städten: Die sinnlose Panzerkapsel
Paul Zinken/ DPA

Schon die Bezeichnung "Stadtgeländewagen" zeigt die Absurdität des Autotyps SUV, der weder fürs Gelände gebraucht wird noch für den Transport von Sportgerät, sondern einzig der persönlichen Aufrüstung im Straßenverkehr dient.

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Watchtower 10.09.2019, 09:47
750. In einer offenen Gesellschaft...

muss erlaubt sein, was gefällt und rechtskonform ist. Auch wenn die Klimaapostel, die Deutschland als einen klimapolitisch abgeschlossenen Raum ansehen, es nicht hören wollen....

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cave68 10.09.2019, 09:48
751.

Zitat von peter.eberl.pe
Eine konsequent wertekonservative Haltung mit dem Argument, dass es früher auch ohne irgendetwas heute Neues ging, ist immer wieder bestechend. So schlage ich vor, wir schließen uns zusammen und fordern nachdrücklich die Abschaffung überflüssiger Dinge: WC in der Wohnung, weg damit, Etagenklo ging auch; Zentralheizung, weg damit, Kohleschleppen aus dem Keller ging auch; Herzklappenersatz, weg damit, ging früher auch ohne; Motor, weg damit, ging auch mit Pferden; überhaupt alles weg, was Komfort und Lebensqualität gebracht hat. Auf geht's. Übrigens: ich gehöre zu den Menschen, die sich über die Existenz der SUV jeden Tag freuen, da ich mitten im Gebirge lebe und arbeite.
mit differenzieren scheinen es so einige Foristen nicht so zu haben.
Während alle die von ihnen genannten Dinge wirklich mehr Lebensqualität brachten würde ich mal gerne wissen,wo dies beim SUV der Fall ist.
Ich glaube sie verwechseln übertriebene Bequemlichkeit mit wirklichem Fortschritt....rechnet man den höheren Verbrauch dürfte dies keinerlei Fortschritt sein.
Übrigens hätte ich mir mal gewünscht,wenn sie die indirekte Frage des Foristen beantwortet hätten wie sie selbst persönlich vor 20-30 Jahren im Gebirge gelebt haben....ich hoffe mal es war nicht wirklich das Pferdegespann....

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redwed11 10.09.2019, 09:49
752.

Zitat von fkfkalle3
Wie die Bilder dieses speziellen Unfalls verdeutlichten, hat der SUV vor dem mörderischen Einschlag gehörig abgeräumt. Das wäre die Norm, nicht die Ausnahme. Die Norm bei Unfällen speziell mit Kindern wäre der Exitus derselbigen. Verbote halte ich nicht für sinnvoll, sondern die gelebte Erkenntnis des erweiterten Gefährdungspotentials , System Fahrweise anpassen.. Da fangen wir alle an. Ach ja, als Hamburger kenne ich reichlich Leute deren SUV in der Tat einen Gebirgsjäger in der Skisaison darstellt. Ansonsten stehen dieselbigen sich rostig. Wir fahren im notwendigen Stadtverkehr einen Combo, dessen Innenplatzangebot die des Mercedes SUV weit übersteigt, 2 Meter gross, null Problemo, Hochdach.
Die Schwere des Unfalls mit dem Porsche Macan ergab sich hauptsächlich aus Geschwindigkeit und Gewicht.
Bei dem Macan liegt das Leergewicht bei 1865 kg. Ihr Opel Combo hat ein Leergwicht von 1615 kg. Eie Differenz die nicht allzu groß ist
Und eine Geschwindigkeit von 80 bis 100 km/h erreicht Ihr Combo auch. Daher ist ein solcher Unfall mit Ihrem Gombo nicht auszuschließen, da Ihr Fahrzeug auch über 1,5 Tonnen wiegt. Mit diesem Auto sind Sie kein besserer Verkehrsteilnehmer sonder genau so gefährlich wie Führer aller anderen Kraftfahrzeuge.

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60hotte 10.09.2019, 09:51
753. Belgien

Wer schon mal bei unseren Nachbarn war, wird festgestellt haben, dass dort deutlich weniger übergroße und extrastarke Autos herum fahren. Stattdessen siehr man viele Kleinwagen. Der Grund dafür liegt im belgischen Steuersystem: Autos ab zwei Liter Hubraum zahlen deutlich mehr Steuern, je größer, desto teurer. Außerdem zahlt man in Belgien nicht nur eine Zulassungsgebür, sonder eine recht hohe Zulassungssteuer, deren Höhe sich nach dem Fahrzeugalter und der Fahrzeuggröße richtet. Dabei kann die Zulassung eines teuren großen Neuwagens auch mal ein paar Tausender kosten. Außerdem wird beim Fahrzeugwechsel das neue mit dem alten Fahrzeug verglichen. Wenn der neue Wagen höhere Verbrauchswerte hat, dann muss man eine Extragebühr berappen, wenn er sparsamer ist, gibt es Ermäßigungen.
All das zeigt Wirkung: Die Belgier überlegen genau, wie groß und stark ihr Auto wirklich sein muss und kaufen in der Summe kleiner und sparsamer als wir. Ein einfaches und funkitonierendes politisches Steuerungsinstrument, um den CO2-Ausstoßzu vertingern und die Zahl übergroßer Autos zu limitieren, das aber wohl im Autoland Deutschland leider niemals zur Anwendung kommen wird.

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bustany 10.09.2019, 09:58
754. Das war menschliches Versagen

Die Ursache für diesen schrecklichen Unfall war nicht das Fahrzeug sondern wahrscheinlich ein Gesundheitliches Problem des Fahrers. Ich frage mich da vielmehr, wie viele Menschen ein Fahrzeug führen, vielleicht wissentlich, das sie unter Umständen die Kontrolle über Ihren Körper und damit das Fahrzeug verlieren können. Als Beispiel führe ich hier mal diese Straße an, über welche auch hier im Spiegel berichtet wurde, wo wegen vieler gebrechlicher Fahrzeugführer viele Fahrzeuge immer wieder über die Bürgersteige in Schaufenster fahren, weil es in der Gegend besonders viele Ärzte gibt. Ob es in diesem Fall weniger Tote oder verletzte gegeben hätte, wenn das Fahrzeug ein Kleinwagen gewesen wäre wage ich doch zu bezweifeln. SUV sind übrigens keine Geländewagen. Viele haben keinerlei Geländetauglichkeit, oft noch nicht einmal Vierradantrieb, von Sperrdifferential ganz zu schweigen. Lediglich die Größe und Optik erinnert an Geländewagen. Ich selbst fahre einen T4 Bus, größer als die meisten SUV. da kann man jetzt drüber diskutieren, ob man den wirklich privat in der Stadt benötigt. An Bau- und Möbelmärkten ist man damit beim Einladen klar im Vorteil.

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igrberlin 10.09.2019, 09:58
755.

Ich würde gerne noch etwas abwarten, bis geklärt ist, was bei dem Unfall in Berlin wirklich passiert ist. Ob es hilft, SUVs zu verbieten? Natürlich nehmen sie viel Platz weg und sind nicht sonderlich umweltfreundlich. Aber wo hört man auf? Ich hatte bis vor einigen Monaten einen Ford Mustang, fast zwei Tonnen schwer, 305 PS. Völlig unnötig, und ich habe jeden Moment genossen. Mit viel Pech hätte ich damit das Gleiche anrichten können wie der Fahrer in Berlin, und ich bin froh, dass ich immer ohne Blech- und Personenschaden für mich und andere unterwegs war. Das geplante Verbot hätte mich nicht betroffen, obwohl der Mustang für die Umwelt genauso schädlich oder gefährlich ist wie ein SUV. Jetzt fahre ich einen Suzuki Jimny. Winzig, und relativ leicht, verbraucht wenig. Die Versicherung bezeichnet ihn als "SUV/Geländewagen". Könnte also verboten werden.
Wer wird also beurteilen, welche Autos "unnötig" sind, und nach welchen Kriterien?

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Justitia 10.09.2019, 10:00
756.

Zitat von Alleswirdschöner
Ob Abgase, Lärm, Behinderung und Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer, die Passanten, Radfahrer und Kinder zeihen immer den Kürzeren. Das Risiko bei einer Kollision mit einem SUV zu streben ist dreimal höher als bei einem herkömmlichen PKW.
Sie können Ihre Behauptungen zu SUVs sicherlich mit wissenschaftlichen Untersuchungen belegen? Untersuchungen der deutschen Versicherungswirtschaft und von Prof. Dudenhöfer kommen nämlich zu anderen, gegenteiligen, Aussagen.

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lalito 10.09.2019, 10:04
757. 3 l

Mitte der Achtziger, (Apfelbäumchen pflanzen, Club of Rome, Umweltschutz) entstanden auch in der Politik viele Ideen um ffiziente Individualfahrzeuge mit geringerem Footprint.

Streift man hier durch die Beiträge, dann wird die Fehlentwicklung der letzten drei Jahrzehnte von den Liebhabern weiter negiert und relativiert, während Mahner und Bedenkenträger weiter mahnen und ihre Bedenken vortragen.

Extrapoliert bedeutet das, keine Änderung in Sicht - Schulstreiks hin oder her. Und jetzt muss man den Käufern der aufgebockten Waschbottiche immerhin die Weitsicht zugestehen, bei den zukünftig zu erwartenden Wetterextremen dann im Vorteil zu sein, wenn das Wasser mit ins Spiel kommt oder das andere Extrem, Bruthitze.

Es sind die Erfahrungen, die der aufgeklärte "Weltbürger" in den Regionen mit diesen bereits existierenden Extremen auf seinen mannigfachen Reisen machte. Man kam doch noch pünktlich zum Hotel ans Buffet oder zum Flughafen mit dem Hochgebockten, während die flachen Kisten nach und nach im wahren Sinn des Wortes an den Rändern der flussähnlich überfluteten Straßen absoffen.

Und da jedem das eigene Verhalten, gegen Nachhaltigkeit und Erhaltungsprinzipien eigentlich klar ist, baut man mit den Hochgebockten dem herbeigehandelten Kommenden vor.
Mitte der Achtziger traf der Konsument also bereits die Entscheidung sich bei seiner extrem "spaßbetonten" Fortbewegungsvorliebe, zukünftig mit Wassermassen oder Dürresituationen (Klimaanlage Grundausstattung) auseinandersetzen können zu müssen. Natürlich machte solcherart egoistisches Handeln zuletzt dann erst recht nix besser.

Daher: Weltweit mit Vollgas auf die Endstationen der Spezies zu, Lemminge haben da so einen Trieb . . .

Wider besseren Wissens. (?)

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Stresspille 10.09.2019, 10:04
758. Panzer für ängstliche, desorientierte Fahrer mit Hüftproblemen

Personensicherheit:
als wichtigstes Argument gegen die Panzerautos würde ich ganz klar der Verlust der Personensicherheit, für Fußganger und insbesondere für Kinder anführen. Fahrer dieser Fahrzeuge nehmen bei einem Zusammenstoß mit einem Kind - wissentlich - in Kauf, daß dessen Überlebenschancen praktisch null sind.

Übergroßer Hubraum und übertrieben viel PS und scheinbares Sicherheitsgefühl führen zudem zu agressivem (oder beschönigende Rede oft: "offensivem") Fahren in der Stadt, zumal man sich offenbar ähnlich einem LKW im Gedränge für stärker hält.

Motorisierung:
Viel Gewicht, PS und Hubraum führen zu höherem Spritverbrauch. Besonders bei Kurzstrecken in der Stadt dürfte dieser Effekt noch weitaus größer sein als von den meisten angenommen. Die Fahrzeuge sorgen somit für eine erheblich höhere Belastung der Umwelt. Und das in unmittelbarer Nähe zu den anderen Verkehrsteilnehmern.

Andere gefährliche Fahrzeuge:
Es ist richtig, daß es andere, problematische Verkehrsteilnehmer gibt. Besonders LKW und Lieferfahrzeuge sollten möglichst nicht in der Stadt fahren. Auch die sollten reduziert werden. Im Gegensatz zu den Panzerautos ist dies aber dann doch ein berufliches Übel, während es bei den Panzern so unnötig ist wie ein übergroßes Hirschgeweih.

Die Vorteile:
Die Vorteile der Panzer sind ausgerechnet das Gegenteil dessen, für was sie beworben werden. Manche meinen, sie könnten leichter Einsteigen, würden sich selbst sicherer fühlen und man hätte eine bessere Rundumsicht.

Man könnte also zusammenfassend sagen: Fahrzeuge für für ängstliche, desorientierte Fahrer mit Hüftproblemen ;-)

Zulassung:
Automodelle müssen zugelassen werden. Dabei muß in Zukunft zwindend die Personensicherheit - auch von Kindern - eine tragende Rolle spielen. Das ist derzeit ganz offensichtlich nicht so. Und das ist ein ausgewachsener politischer Skandal.

Schadensbegrenzung:
Jetzt geht es um Schadensbegrenzung. Wenigstens die Einfahrt in Innenstädte und Spielstraßen sollte mit Panzerautos unterbleiben. Auch eine höhere Besteuerung ist gerechtfertigt. Früher mußten die Autos ohne Kat ja auch mehr zahlen, da sie die Umwelt mehr belasteten.

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Justitia 10.09.2019, 10:04
759.

Zitat von redwed11
Die Schwere des Unfalls mit dem Porsche Macan ergab sich hauptsächlich aus Geschwindigkeit und Gewicht. Bei dem Macan liegt das Leergewicht bei 1865 kg. Ihr Opel Combo hat ein Leergwicht von 1615 kg. Eie Differenz die nicht allzu groß ist Und eine Geschwindigkeit von 80 bis 100 km/h erreicht Ihr Combo auch. Daher ist ein solcher Unfall mit Ihrem Gombo nicht auszuschließen, da Ihr Fahrzeug auch über 1,5 Tonnen wiegt. Mit diesem Auto sind Sie kein besserer Verkehrsteilnehmer sonder genau so gefährlich wie Führer aller anderen Kraftfahrzeuge.
Aber redwed, wie können Sie in dieser Diskussion nun mit tatsächlichen Fakten kommen? Das wird doch das Weltbild und vermeintliche moralische Selbstüberhöhung des von Ihnen angesprochenen Foristen in seinen Grundmauern erschüttern, vorausgesetzt, der Forist für Fakten zugänglich. Letzteres könnte jedoch das eigentliche Problem sein.

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