Forum: Politik
Syrer an der Grenze zur Türkei: "Wir sind wütend auf die ganze Welt!"
AP/IHH

Tausende Syrer harren an der Grenze zur Türkei aus, seit Russland Aleppo bombardiert. Doch nur Krankenwagen mit Schwerverletzten dürfen passieren. Eine neue Mauer offenbart sich das Scheitern der Weltpolitik.

Seite 2 von 27
stefan.p1 09.02.2016, 07:42
10. Einzige Lösung

nachdem der Westen 5 Jahre lang vergeblich an einem Ende des Bürgerkriegs zu Gunsten irgendwelcher Rebellen-Gruppen gearbeitet hat, versucht Rußland jetzt den gegenteiligen Weg und unterstützt die Regierungstruppen- im Hinblick auf eine geordnete Übergangszeit für den Fall das der Versuch klappt, meiner Meinung nach nicht die schlechteste Lösung!
Und die Flüchtlinge in Lagern im eigenen Land zu versorgen und vor den Bomben und übergriffen durch jedwede Bürgerkriegspartei zu schützen ist sowieso der beste ,sicherste und preiswerteste Weg Die Türkei hat mein volles Verständnis für ihr Handeln wenn man bedenkt wie viel Terroristen auf der Flüchtlingsroute in ihr Land kommen - und gerade wir Deutschen sollten das nicht vergessen!

Beitrag melden
rwinter77 09.02.2016, 07:44
11. Eigene Interessen verfolgt

Soso, die "Weltpolitik" verfolgt also Eigeninteressen in Syrien. Und gerade sehen wir den nächsten Schritt - die humanitäre Katastrophe wird instrumentalisiert, um die Einrichtung von Schutzzonen im Norden Syriens zu fordern. Diese müssten natürlich geschützt werden, im Endeffekt bedeutet das Besatzungssoldaten aus der Türkei, aus den sunn. arabischen Staaten und aus den USA auf syr. Boden. Dann wäre Syrien also endgültig aufgeteilt zwischen den Mächten der Welt- und Regionalpolitik!

Beitrag melden
emillia 09.02.2016, 07:49
12. Wunsch

Wir alle Menschen, unabhängig von der Nationalität,Glaube, Einstellung, können einfach egoistisch zusehen wie die Menschen und insbesondere Kinder leiden und sterben. Ich überlege stets, ob dann die Kirchen, die wir besuchen und die Gedanken eines friedlichen Lebens überhaupt einen Sinn machen? Wie konnte man nur die Situation hierzu führen und jetzt weiterhin so verschärfen. Ich bin einfach traurig, obwohl im Wohl und Frieden lebe.

Beitrag melden
Hank Hill 09.02.2016, 07:49
13. Natürlich

ist Frau Merkel doppelzüngig. Sie will, daß die Türken die Drecksarbeit machen. Und warum wird nicht der Völkermord Russlands an den Syrern thematisiert ? Wo bleibt der Aufschrei der Linken, oder der Grünen ? Frau Wagenknecht ist doch sonst immer an vorderster Front wenn es um Krieg und Menschenrechte geht.

Beitrag melden
jozu2 09.02.2016, 07:55
14. Opfer der unehrlichen Landsleute und Trittbrettfahrern

Neben echten Kriegsflüchtlingen kamen leider auch viele, nur um in einen reicheren Sozialstaat umzusiedeln. Dazu noch die ganzen Trittbrettfahrer aus anderen Staaten. Die Lebensgefahr endete in der Türkei, Griechenland etc., aber viele haben die Europäer schlichtweg angelogen. Die, die jetzt in Syrien festhängen (wieder ein Teil in echter Not und ein Teil Lügner), müssen nun ausharren, bis die Türkei und die EU eine Vorgehensweise haben, um die echten Opfer von den unehrlichen Trittbrettfahrern zu unterscheiden. Da gibt es keinen Grund, die EU zu hassen.

Beitrag melden
mictann 09.02.2016, 08:08
15. Schizophrene Merkelpolitik

Frau Merkel lädt die Flüchtlinge ein zu uns zu kommen und überlässt der Türkei sie abzuweisen. Damit hat sie die weiße Weste, zeigt aber auf diesem Umweg den waren Charakter deutscher Ausländerfreundlichkeit. Die Flüchtlinge werden, wie alles in Deutschland, auf Geld reduziert und unsere Regierung meint, dass man mit dem Verschieben von Milliarden in die Türkei das Problem löst. Im Gegenzug unterstützen wir die Franzosen beim Zerstören der Lebensgrundlagen und dem Töten von Menschen in Syrien.
Wo bitte bleiben hier Menschlichkeit, Gerechtigkeit und Realitätssinn? Es ist im höchsten Maße beschämend.

Beitrag melden
paddern 09.02.2016, 08:09
16.

Was soll man auch machen? Man kann nicht das halbe Afrika (der Großteil benötigt ja Hilfe) nach Europa bringen.
Das einzige was wirklich was bringt ist Hilfe zur Selbsthilfe. Sprich es darf nicht in den Krieg eingegriffen werden, sondern die Leute müssen vor Ort geschützt werden und die besuchen eine Perspektive, sodass sie nicht von einer Terrororganisation angeworben werden.
Das wäre natürlich kontraproduktiv für die westlichen "Führer", da hier mit Angst gut regiert werden kann :-/

Beitrag melden
seine-et-marnais 09.02.2016, 08:14
17. Verständlich

dass die Syrer sauer sind. Sie sind zum Spielball aller möglichen Interessen und Mächte geworden.
Dabei kennen wir genau die Firmen und Politiker die diesen 'Frühling' gefördert haben, nicht um der Demokratie willen, da standen schon am Anfang Moslembrüder für Scharia und sonstiges, nein, sondern um ihre 'Interessen' durchzusetzen.
Zurück bleibt ein kaputtes Land, Hunderttausende von Toten und Verletzten, Millionen von Flüchtlingen. Es wäre Zeit dass da einige Politiker von Obama über Sarkozy und Holland, über Cameron und Merkel, über Erdogan und den König von SA und den Scheichs am Golf bis hin zu den Sieben Schwestern und Privatpersonen wie Soros ihr Mea Culpa machen. Denn die sind genauso Schlächter wie Putin oder Assad. In Irak/Syrien und bald auch in Libyen tobt so etwas was dem 30jährigen Krieg in Deutschland von 1618-48 entspricht in dem alle möglichen Mächte aus Machtgründen sich auf deutschem Boden Schlachten lieferten.

Beitrag melden
ex rostocker 09.02.2016, 08:16
18. Regierung und Opposition Syriens tragen die Schuld !

"Wut auf die ganze Welt"? Die Syrer sollten sich erst einmal über ihre eigenen Fehler und und Dummheiten klar werden. Da ist das Assad-Regime, das sein eigenes
Volk wie Dreck behandelt. Aber auch die syrische Opposition trägt einen großen Anteil an den jetzigen Verhältnissen, weil sie ohne Erfolgsaussicht einen unüberlegten Krieg gegen den Diktator anzettelte.
Europa muss erst abwarten, wer nach dem Bürgerkrieg in Damaskus regiert, erst dann ist Hilfe möglich.

Beitrag melden
nesmo 09.02.2016, 08:19
19. Die Syrer

werden bombardiert und vertrieben, und wir fragen uns, ob wir schuld sind, was wir machen können. Sind wir schuld oder mitschuld an der Situation? Natürlich schreit die Situation nach Hilfe, aber es gibt nun wahrlich viele andere Akteure die dies zu verantworten haben. Und trotzdem hat man in Deutschland gegenüber den Flüchtlingen ein schlechtes Gewisen. Dies scheint die Russen, Saudis, Familie Assad, die Türken , Iraner, Amis und natürlich den IS dagegen nicht im geringsten zu plagen. Können wir die Welt retten, wenn die anderen rings herum dies gar nicht wollen? Machen wir uns etwas vor, um uns besser zu fühlen?

Beitrag melden
Seite 2 von 27
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!