Forum: Politik
Syrien: Assads Regime ist nicht zu retten

Im eigenen Land wächst der Widerstand gegen Baschar al-Assad, doch ein Ende der syrischen Krise ist nicht in Sicht. Im Gegenteil: Die Lage wird immer unberechenbarer - und könnte die Stabilität im Nahen Osten gefährden.

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Meskiagkasher 09.08.2011, 15:42
1. Stabilität im Nahen Osten gefährden??

Gab es da seit 1916 mal Stabilität? Wenn ja, welcher Art?

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pierrot1 09.08.2011, 15:47
2. Neuigkeiten?

Was will uns der Autor mit diesem Artikel sagen, was nicht schon ohnehin bekannt ist? Die Artikel über den Konflikt in Syrien wiederholen sich, aber bringen nichts Neues für die Diskussion.
Es geht auch nicht zur Diskussion dass der Westen dort militärisch eingreift. Dies nicht, weil der Iran und Hisbollah dann Syrien zur Seite stehen würden, sondern aus anderen Gründen, die der Autor nicht nennt oder nicht weiss.

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amana 09.08.2011, 15:50
3. Assad -Syrien ist am Ende

Ich teile Ihre Grundhaltung, das Regime und die Herrschaft der Baath Partei wird bald zu Ende sein. Ich habe aber noch zwei Anmerkungen. Zum einen sehe ich niocht die Gefahr eines Bürgerkrieges. Die Mehrheit der Syrer ist immun gegen Rassismus und die Religionszugehörigkeit ist eher ein Assett denn ein Hinderniss oder eine Gefahr. Sicher, es gibt so manche Rechnung zu begleichen mit der alawitischen(nicht zu verwechseln sind die Alawiten mit den Aleviten)Minderheit, fast jeder Syrer kennt Geschichten wo z.b nach einem Autounfall ein Alawit immer straffrei davonkommt, selbst wenn er Schuld am Unfall war. Aber es ist auch richtig dass es unter den Alawiten auch Oppositionelle gibt,welche mit den Syrern gerade auf den Strassen demonstrieren.
Zum anderen sehe ich gerade in der Wirtschaft eine weitere Spannkraft welche das Regime spätestens nach Ende des Ramadans(sofern es so lange noch existiert) enorm unter Druck setzen wird. Ich kenne zwahlreiche Hotels in Aleppo und Damaskus welche 3/4 ihrer Angestellten entlassen haben, es dürften Tausende junger Syrer mittlerweile arbeitslos sein.Wenn dann ersteinmal die privaten Spareinlagen von dem Ottonormalsyrer aufgebraucht sein wird, Experten rechnen bis Anfang Dezember damit, dann spätestens wird sich die noch schweigende Mittelschicht in das Geschehen einbringen.

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aldr 09.08.2011, 15:51
4. Und

Zitat von sysop
Im eigenen Land wächst der Widerstand gegen Baschar al-Assad, doch ein Ende der syrischen Krise ist nicht in Sicht. Im Gegenteil: Die Lage wird immer unberechenbarer - und könnte die Stabilität im Nahen Osten gefährden.
Gaddaffi auch! Blöd nur, dass angebliche Tyrann genug Rückhalt in der Bevölkerung hat, um gegen NATO und Söldner monatelang sich zu halten.
Was Saudis etc. angeht- die Dreistigkeit der Herren ist kaum zu überbitten. Erst eigene Bevölkerung mit Panzern überrollen- und dann was über Siryen zu meckern! Tja, schöne Welt...

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steinaug 09.08.2011, 16:14
5. Stabilität

Stabilität im nahen Osten ! Der war gut. Den merke ich mir.

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Mülheimer 09.08.2011, 16:43
6. Gute Idee!

"Die Golfstaaten, die die Protestbewegung in Bahrain mit Panzern unterdrückten und von Anfang an dem demokratischen Umbruch in den arabischen Ländern feindlich gegenüber standen, sind nicht abgeneigt, Syrien in den Schauplatz einer schiitisch-sunnitischen Auseinandersetzung zu verwandeln."
Was könnte dem Rest der Welt eigentlich besseres passieren als das sich die Schiiten und die Sunniten gegenseitig umbringen. Für die Zeit des Konfliktes hätte der Rest der Welt Ruhe und Frieden!

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Barksdale 09.08.2011, 16:51
7. ...

Lieber einen Feind den man zu schätzen weiss. Solche Gräueltaten sind unentschuldbar, aber es stellt sich die Frage, wer die Nachfolger denn wirklich sind. Stramme Demokraten oder doch Islamistische Krieger?

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gelldaschaust 09.08.2011, 16:51
8. Das Verhältnis...

Zitat von aldr
Gaddaffi auch! Blöd nur, dass angebliche Tyrann genug Rückhalt in der Bevölkerung hat, um gegen NATO und Söldner monatelang sich zu halten. Was Saudis etc. angeht- die Dreistigkeit der Herren ist kaum zu überbitten. Erst eigene Bevölkerung mit Panzern überrollen- und dann was über Siryen zu meckern! Tja, schöne Welt...
... der sunnitisch geprägten Länder am Golf, allen voran Saudi-Arabien, und den eher schiitisch geprägten Ländern wie dem Iran ist ja aufgrund ebendieser konfessionellen Unterschiede nicht gerade das Beste. Diese beiden Richtungen des Islam sind sich ja zum Teil derart spinnefeind, dass man sich ins Europa des 17. Jh. zurückgesetzt fühlt.

Nichts anderes war ja auch Hintergrund des Einmarschs in Bahrain (neben der Tatsache, dass zu befürchten war, die Unruhen könnten sich auf die Nachbarländer ausweiten): Das überwiegend schiitische Volk wollte gegen die sunnitische Herrscherschicht aufbegehren. DA hilft man doch schonmal den "Glaubensgenossen"

Ich vermute, dass hier ein Konfessions-Stellvertreter-Bürgerkrieg (furchtbares Wort, sieht sch... aus UND verheißt nichts gutes) entstehen könnte...

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pierrot1 09.08.2011, 16:58
9. Schiitisch-sunnitischer Konflikt

Das ein schiitisch-sunnitischer Konflikt ein Problem vor Ort lösen könnte, mag zwar attraktiv sein, aber es wird kein Vernichtungskrieg (da beide Seiten ungleich sind) werden und die Chance ist groß, dass der Konflikt lange schwelen wird. Mit der Folge, dass das Erdöl noch teuerer wird. Der Westen wird auch nicht lange unbeteiligt zuschauen können, wegen der eigenen geopolitischen Interessen und den Beziehungen zu den sunnitischen Ländern.

Das Interesse der Saudis ist die Schwächung der herrschenden Aleviten, bestenfalls einen Sturz Assads und die Stärkung der Sunniten in Syrien. Für die Saudis werden dann die Beziehungen zu Syrien einfacher. Dies wird die Muslimbrüder auf den Plan bringen und folglich sind dann die Minderheiten bedroht. Syrien wird dann ein Staat von Saudis Gnaden, die Hisbollah hat kein Hinterland mehr, was einer der Vorteile ist, aber der Iran und die Hisbollah wird sich auch anders zu helfen wissen.

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