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Syrien: Die Angst vor dem Damaszener Wespennest

Syriens Regime versucht die Revolte im Land brutal niederzuschlagen. Die internationale Gemeinschaft protestiert und*will Sanktionen beschließen - aber keine Intervention wie in Libyen. Denn die Folgen könnten dramatisch sein,*von Iran*über den Libanon bis Israel. *

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Arne11 27.04.2011, 11:59
1. gegen titelzwang

Zitat von sysop
Syriens Regime versucht die Revolte im Land brutal niederzuschlagen. Die internationale Gemeinschaft protestiert und*will Sanktionen beschließen - aber keine Intervention wie in Libyen. Denn die Folgen könnten dramatisch sein,*von Iran*über den Libanon bis Israel. *
Ich kann mir nicht vorstellen dass sich Ahmadinedschad & Erdogan vor ihrer Haustür ne UNO bieten lassen würden. Das könne auch die Machtübernahme im Libanon aufhalten oder zumindest verzögern. Ne Intervention wird mit allen Mitteln verhindert werden.

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Berliner-030 27.04.2011, 17:14
2. ...

Dass liegt nur daran, weil es dort kein Öl gibt.

Gibt es Bodenschätze, wird eingegriffen (der Demokratie wegen - ihr wisst schon), gibt es keine Bodenschätze werden fadenscheinige Argumente geliefert warum man nicht eingreifen kann/will. Alles nur Geheuchel!

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t.o`malley 27.04.2011, 17:16
3. Worum mag es wohl gehen?

Zitat von sysop
Syriens Regime versucht die Revolte im Land brutal niederzuschlagen. Die internationale Gemeinschaft protestiert und*will Sanktionen beschließen - aber keine Intervention wie in Libyen. Denn die Folgen könnten dramatisch sein,*von Iran*über den Libanon bis Israel. *
Das ganze Gerede soll doch nur vom Kern ablenken:
- in Syrien gibt es für die international agierenden Heuschrecken nichts zu holen. Die Erölvorräte sind so gut wie erschöpft. Syrien muss demnächst sogar wieder Erdöl und dessen Produkte importieren.
- angesichts der mit Syrien verbündeten Mullahs geht dem Windei in London, dem Schmalspur-Napoleon in Paris sowie dem "Friedennobelpreisträger" in Washington die Muffe.

Und auf einmal -ruckzuck!- werden die Syrer zu Aufständischen zweiter Klasse, denen man im Gegensatz zu den Krawallos in Lybien nicht helfen muss.
Die diplomatische Lösung mit Sanktionen, welche man Deutschland zuvor als Feigheit auslegte, wird plötzlich (o Wunder!) zum Mittel der Wahl.

Wenn man sich die Verstrickungen gerade der USA, Englands und Frankreichs in der Geschichte betrachtet, so muss man zwangsläufig jegliches Vertrauen in die westlichen Bündnisse, Partnerschaften und Allianzen verlieren.
In diesem Lichte sind auch die "Neuordnungen" der Welt nach beiden Weltkriegen durch speziell diese drei Länder zu sehen.

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wanderprediger 27.04.2011, 17:20
4. Christliche Kreuzfahrer auf einmal Retter aller Muslime?

Zitat von sysop
Syriens Regime versucht die Revolte im Land brutal niederzuschlagen. Die internationale Gemeinschaft protestiert und*will Sanktionen beschließen - aber keine Intervention wie in Libyen. Denn die Folgen könnten dramatisch sein,*von Iran*über den Libanon bis Israel. *
Wo sind auf einmal alle, die vor einigen Wochen gefordert hatten, wir müssen dem libyschen Volk zu Hilfe eilen. Nun müssen wir auch dem syrischen Volk zu Hilfe eilen, so wie wir es bei dem afghanischen Volk getan haben. Und ja, als nächstes helfen wir dem iranischen Volk.
Als Dank bekommen wir dafür Moscheen in Europa gebaut.

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iosono3 27.04.2011, 17:30
5. diplomatie

der westen sollte die diplomatischen beziehungen abbrechen.die ''wahrscheinlich'' 10 000 botschaftsangehörigen und familien sollten sofort nach syrien zurückkehren.
im gegenzug natürlich alle botschaften in syrien schliessen.

das wäre mal ein schritt mit symbolcharakter und nicht dieses diplomatenballett das wieder aufgeführt wird ''westerwelle ist besorgt....'' ''westerwelle ruft zum gewaltverzicht auf......'' ''westerwelle warnt.......'' langweilig und sinnlos.

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Lagenorhynchus 27.04.2011, 17:32
6. Guck mal, wer da demonstriert

Zitat von sysop
Syriens Regime versucht die Revolte im Land brutal niederzuschlagen. Die internationale Gemeinschaft protestiert und*will Sanktionen beschließen - aber keine Intervention wie in Libyen. Denn die Folgen könnten dramatisch sein,*von Iran*über den Libanon bis Israel. *
Es würde helfen, sich einmal anzugucken, wer da zusammengeschossen wird.
Nach dem, was ich von einem syrischen Bekannten höre, sind das zum Teil Kleptokraten übelster Sorte, zum anderen Teil Islamisten.
Assad ist im Zweifel das kleinere Übel.

Und noch so einen militärischen Schwachsinn wie einen halbherzigen Angriff auf Libyen, der Gaddhafi im Amt belässt, kann sich die USA nicht auch noch leisten.
Noch ne UNO-Resolution (spannend, was so eine "Flugverbotszone" an Einsätzen ballistisch hindefiniert wird...) wirds auch nicht geben.

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TiloS 27.04.2011, 17:32
7. die gleiche Situation

Zitat von wanderprediger
Wo sind auf einmal alle, die vor einigen Wochen gefordert hatten, wir müssen dem libyschen Volk zu Hilfe eilen. Nun müssen wir auch dem syrischen Volk zu Hilfe eilen, so wie wir es bei dem afghanischen Volk getan haben. Und ja, als nächstes helfen wir dem iranischen Volk. Als Dank bekommen wir dafür Moscheen in Europa gebaut.
Wollte ich eben auch gerade schreinen ;)
Wo sind sie den alle, die Sarkozys, die Obamas, die Grünen, die Günther Grass, die Gutmenschen, die Freiheitskämpfer und die ambitionierten Forenmitglieder die ein militärisches Eingreifen in Syrien fordern.

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Klaschfr 27.04.2011, 17:34
8. Fundierte Darstellung

Man kann dem Vf. in vielem zustimmen bei seiner Analyse der Probleme eines Eingreifens des Westens in Syrien. Wenn die USA sich nicht dazu entschließen können, ist zum einen auch die wirtschaftliche Siatuation der Staaten zu sehen, zum anderen steht es mit dem moralischen Ansehen der USA äußerst schlecht und ein weiteres militärisches Eingreifen könnte das Ansehen in der arabischen Welt noch weiter ruinieren. Zudem darf man nicht davon ausgehen, daß Russland und China noch einmal im UN-Sicherheitsrat sich der Stimme enthalten werden! Anmerkung: Westerwelle hat sich einmal wieder besonders 'klug' verhalten: Er will Syrien verklagen.

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kimba2010 27.04.2011, 17:41
9. ...

Gäbe es in Syrien nennenswerte Öl- oder Wasservörräte, wären sie da schon längst "befreit" worden.

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