Forum: Politik
Syrien: Die Angst vor dem Damaszener Wespennest

Syriens Regime versucht die Revolte im Land brutal niederzuschlagen. Die internationale Gemeinschaft protestiert und*will Sanktionen beschließen - aber keine Intervention wie in Libyen. Denn die Folgen könnten dramatisch sein,*von Iran*über den Libanon bis Israel. *

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Ottokar 27.04.2011, 18:26
20. Nicht zu vergessen

Zitat von bunterepublik
HIER bin ich....Selbstverständlich sollten wir dort sofort reingehen....dieses Regime ist verbrecherisch.... 1982: Hama Massaker 30.000 Tote Das sagt alles.....
das diese "Brüder" während dieser Zeit in Damaskus einen Wohnblock in die Luft gesprengt haben.
Da ich damals vor Ort war kann ich Bilder davon schicken.
Da kommt mir die Frage in den Sinn wer verbrecherich ist.
Übrigens, nach Hama's war für 20 Jahre Ruhe im Land.

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dikon 27.04.2011, 18:49
21. lalala

Hätte es nicht die unseligen Angriffe auf Afghanistan und den Irak gegeben, dann könnte der Westen jetzt in der Tat auch mit "stabilen Mandaten" einer Freiheitsbewegung in der muslimischen Welt zur Seite stehen.
Wie die letzten zehn Jahre liefen, ist der Westen allerdings mittlerweile derartig moralisch diskreditiert, dass jedes Engagement zweifelhaft und kontraproduktiv wird.

Allerdings scheinen die höchsten Kreise in Washington, London und Paris mittlerweile derartig überfordert von den wirklichen Problemen in der Welt, dass zu befürchten steht, sie suchen ihr Heil und ihren Machterhalt in einem großen Krieg.
Wirtschaftlich ruiniert, mit geplünderten Resourcen, einer weitesgehend lethargischen Bevölkerung und völlig autistischen Eliten scheint es, als dämmerten Europa und die USA einem neuen Sarajewo entgegen.

Syrien mag noch nicht der letztliche Funke sein, welcher das Pulverfass der derzeitigen Weltordnung zündet. Betrachtet man die hoffnungslose Lage in weiten Teilen Afrikas und der arabischen Welt, und der zunehmend chaotischen Zustände in Süd-, und Mittelamerika, dann scheint es in der Tat aber nur noch eine Frage der Zeit, bis die Hegemonie der USA und Europas an imperialer Überdehnung zu Grunde geht.

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Rodri 27.04.2011, 18:50
22. nö

Zitat von iosono3
dann wäre Iran schon längst befreit.
Nö, denn Iran hat ne starke Armee mit mehreren Millionen gut trainierten Soldaten und zahlreiche verbündete "Parteien". Da würden die USA schnell den Krieg verlieren.

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Coldplay17 27.04.2011, 19:13
23. .

Schon wieder muss das Öl als ziemlich abgegriffenes
Argument herhalten.

Warum greifen die Westmächte nicht in Syrien ein, aber in
Libyen ?

Es ist doch einfach zu erklären: Das Ghaddafi-Regime ist
in der Weltgemeinschaft isoliert, Assad jun. ist es nicht,
er hat seine einflußreichen und gefährlichen Helfer.

Das Öl spielt hier überhaupt keine Rolle.

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rundfunker 27.04.2011, 19:20
24. ihren Gedanken, den

Zitat von dikon
Hätte es nicht die unseligen Angriffe auf Afghanistan und den Irak gegeben, dann könnte der Westen jetzt in der Tat auch mit "stabilen Mandaten" einer Freiheitsbewegung in der muslimischen Welt zur Seite stehen. Wie die letzten zehn Jahre liefen, ist der Westen allerdings mittlerweile derartig moralisch diskreditiert, dass jedes Engagement zweifelhaft und kontraproduktiv wird. Allerdings scheinen die höchsten Kreise in Washington, London und Paris mittlerweile derartig überfordert von den wirklichen Problemen in der Welt, dass zu befürchten steht, sie suchen ihr Heil und ihren Machterhalt in einem großen Krieg. Wirtschaftlich ruiniert, mit geplünderten Resourcen, einer weitesgehend lethargischen Bevölkerung und völlig autistischen Eliten scheint es, als dämmerten Europa und die USA einem neuen Sarajewo entgegen. Syrien mag noch nicht der letztliche Funke sein, welcher das Pulverfass der derzeitigen Weltordnung zündet. Betrachtet man die hoffnungslose Lage in weiten Teilen Afrikas und der arabischen Welt, und der zunehmend chaotischen Zustände in Süd-, und Mittelamerika, dann scheint es in der Tat aber nur noch eine Frage der Zeit, bis die Hegemonie der USA und Europas an imperialer Überdehnung zu Grunde geht.
...an einen WW III, hatte ich damals Anfang Februar, als zuerst Tunesien und dann Ägypten revoltierten.

In der Tat sind die G8 maßlos überschuldet. Die BRICS befinden sich nicht nur wirtschaftlich auf der Überholspur. Es ist vielleicht eine allerletzte Möglichkeit für die 2 westlichen Siegermächte (Frankreich kann man ja nun wirklich nicht dazu zählen) + NATO-Staaten, die Uhr noch einmal zurück zu stellen und alte Machtansprüche in einem Globalkrieg neu zu reklamieren.

Schau mer mal, wie sich die Sache noch entwickelt...

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Kniefall 27.04.2011, 19:36
25. Wespennest

Wespennest ist tatsächlich gut getroffen.

Jede ausländische Macht, die sich einbilden sollte, dort nach Libyen auch noch Weltpolizei zu spielen, sollte sich daran erinnern, wie sich sowohl Amerikaner als auch Israelis in Syriens Vorgarten Libanon vor nicht allzu langer Zeit bereits die Finger verbrannt haben.

Und die Herren Protestler werden sich sicher auch blitzschnell gegen jeden "Ungläubigen" auf syrischem Boden wenden, Assad hin oder her. Im Irak war der Jubel auch nur von kurzer Dauer.

Bei Assad ist mir doch glatt folgendes Video aus dem letzten Jahr wieder eingefallen. Feiner Galgenhumor von Syriens immer noch aktuellem Kriegsgegner:

http://www.youtube.com/watch?v=VmffgIqlAYA

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supersyria2011 27.04.2011, 19:42
26. Ich bin ein Syrer

Ich bin ein syrischer Student in einer deutschen Universität. Ich komme von Gebiet nähe an Dschabla. Ich verstehe nichts so viel von Politik. Aber was eure Medien über die Lage in Syrien schreiben oder senden, muss nicht die Wahrheit sein. Das tut fast alle Syrern hier weh. Ich habe vielmals mit meiner Familie Telfoniert. Sie sagen mir, Es gibt maskierte Menschen, die auf Mottoräder fahren und auf die Leute und die Sicherheitskräfte schießen. Die suchen, wo es eine friedliche Demo gibt. Meine Famielie sind Muslime, sie schwören mir bei Gott, diese maskierten Menschen schießen Menschen auf beiden Seiten tot, um die Lage heißer und blutiger zu machen. Dann fotografieren infiltrierte Leute die getöteten Männer und die werden dann an die Medien geschickt. Die Medien haben die Unruhen vergrößert und aufgebauscht, bis Syrien in einem Blutbad zu ertrinken droht.

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testthewest 27.04.2011, 20:00
27.

Zitat von Coldplay17
Schon wieder muss das Öl als ziemlich abgegriffenes Argument herhalten. Warum greifen die Westmächte nicht in Syrien ein, aber in Libyen ? Es ist doch einfach zu erklären: Das Ghaddafi-Regime ist in der Weltgemeinschaft isoliert, Assad jun. ist es nicht, er hat seine einflußreichen und gefährlichen Helfer. Das Öl spielt hier überhaupt keine Rolle.
Wahrscheinlich überschätzen auch viele die Handlungsfähigkeit des Westens.
Das Militär mag hochmodern sein, doch trotzdem kann man nicht überall gleichzeitig sein. Die Allierten kämpfen oder stehen in Libyen, Afghanistan und Irak. Ich glaube ihnen reichts einfach.

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DrSeltsam 27.04.2011, 20:08
28. Doppelstandard

Es ist sehr interessant, dass die Ereignisse in Bahrain von Westen totgeschwiegen und Sogar die Intervention Ausländische Kräfte gegen Demokratiebewegung gebilligt wird aber wenn es um Syrien oder Iran geht, wollen alle wieder Demokratie XD

Wie hat es Kissinger ausgedrückt?! „ Staaten haben keine Freunde, Sie haben Interessen“ Die Demonstranten dort sollten nicht naive sein und USA, Frankreich oder GB als ihre Freunde ansehen.

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gunman 27.04.2011, 20:16
29. Hmmm ....

Zitat von supersyria2011
Ich bin ein syrischer Student in einer deutschen Universität. Ich komme von Gebiet nähe an Dschabla. Ich verstehe nichts so viel von Politik. Aber was eure Medien über die Lage in Syrien schreiben oder senden, muss nicht die Wahrheit sein. Das tut fast alle Syrern hier weh. Ich habe vielmals mit meiner Familie Telfoniert. Sie sagen mir, Es gibt maskierte Menschen, die auf Mottoräder fahren und auf die Leute und die Sicherheitskräfte schießen. Die suchen, wo es eine friedliche Demo gibt. Meine Famielie sind Muslime, sie schwören mir bei Gott, diese maskierten Menschen schießen Menschen auf beiden Seiten tot, um die Lage heißer und blutiger zu machen. Dann fotografieren infiltrierte Leute die getöteten Männer und die werden dann an die Medien geschickt. Die Medien haben die Unruhen vergrößert und aufgebauscht, bis Syrien in einem Blutbad zu ertrinken droht.
Hmmm, wenn das stimmt, fragt man ich mich um so mehr, was in Libyen abläuft. Dort wurde die Lage ja auch sehr schnell eskaliert und ein vollkommen unnötiger, unvernünftiger Krieg entfacht, der das Land zerstören und schon deshalb den Menschen in Libyen keine Freiheit bringen wird.

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