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Syrien-Konferenz: Regime und Opposition einigen sich auf direkte Gespräche
AP

Uno-Vermittler Brahimi konnte ein Scheitern der Syrien-Friedenskonferenz in Genf vorerst verhindern. Die Vertreter von Regierung und Opposition werden nun doch direkt miteinander verhandeln. Der Außenminister des Assad-Regimes hatte zuvor schon mit der Abreise gedroht.

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buntemische 24.01.2014, 23:28
20. Kerry's indirektes Schuldeingeständnis

Wieso glaubt Kerry zu wissen, dass die "Opposition" Assad "bekämpfen werde, bis dieser "nicht mehr an der Macht ist"? - Offenbar sind die USA und die anderen "Freunde Syriens" bereit, für dieses Ziel lange Geld und Waffen heranzuschaffen, bis Syrien völlig plattgemacht ist, denn aus eigener Kraft kann die Exil-Opposition nicht mal eigene Hotelrechnungen bezahlen und die Innlandopposition hat sich immer wieder gegen einen bewaffneten Konflikt und für demokratischen Wandel ausgesprochen. Diejenigen, die da Kämpfen, verfolgen ja keine demokratischen Ziele. Also, die waren Anti-Demokraten sind hier ganz klar die "Freunde Syriens" und ihre bezahlen Handlanger.

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MultiMoral 24.01.2014, 23:30
21. die

Beteiligten, seien es Herr Kerry oder wer auch immer, sollten sich nicht über den Willen des syrischen Volkes hinwegsetzen und stattdessen Waffenstillstand, humanitäre Hilfe an Zivilisten und das Zustandekommen der Wahlen vorantreiben. Nur so können alle Beteiligten ihre Respekt vor dem syrischen Volk zeigen. Mit Gewalt und Drohungen kann nur Assad am Ende gewinnen.

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pigtime 25.01.2014, 01:04
22.

Zitat von coldplay17
Hinter Assad steht vor allem die Hisbollah. Diese dubiosen Zeitgenossen fördern auch nicht gerade den Frieden !
Die Hisbollah sind keine pazifistischen Gebetsbrüder, aber zumindest haben sie in ihrem Wirkbereich für den Schutz ihrer konfessionellen Nachbarn (Christen) gesorgt.

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ayuvar 25.01.2014, 01:20
23.

Zitat von kurswechsler
Na dann soll er mal zurücktreten, der Assad. In dem Fall sollte sich die Konferenz gleich damit befassen, in welche vorzeitlichen Stammes- und Religionsgebiete Syrien aufzuteilen ist oder einfach den nächsten Despoten einsetzen. Entlarvend auch die Textstelle, wonach "Assad nicht mehr die Kraft haben werde, das Land zu einen". Wer hat sie denn? Die Amis oder dieser Haufen Entno- und Religionskrieger, der sofort über sich selbst herfallen wird sobald Assad weg ist?
Und was ist ihre Lösung? Einfach so weiter laufen lassen, d.h. Assad weiter Bomben auf die Leute werfen lassen, die Al-Qaida Terroristen weiter in dem Gebiet ihr Unwesen treiben weil es dort keine Autorität gibt und sie die wahre Opposition in Bedrängnis bringen lassen? Noch mehr Flüchtlinge, die die Nachbarländer in finanzielle und politische Schwierigkeiten bringen? Irgendwann werden diese Flüchtlingsströme auch nach Europa schwappen. Was dann?

Die Al-Qaida wäre zur zeit noch eine beherrschbare Kraft, wenn das Land zu Ruhe kommt und eine neue Regierung bilden kann, mit dem alle einverstanden sind. So lange diese Situation hinausgeschoben wird, desto mehr Terroristen werden sich dort einnisten. Jetzt schon fühlen die sich so mächtig, dass Stimmen unter deren Splittergruppen laut werden, dass sie auch bald der Türkei den Krieg erklären werden (denn im Gegensatz zu den ganzen falschen Gerüchten, ist die Al-Qaida nach der PKK, feind Nr. 2 für die Türkei). Spätestens dann ist die ganze NATO-Welt betroffen, denn die türkische Armee wird nicht tatenlos zuschauen, wenn Terroristen versuchen über die Grenzen ins Land zu dringen und werden womöglich in Syrien einmarschieren.

Normalerweise halte ich ja nicht viel von US Amerikanischen Lösungen bezüglich globale Probleme, aber in einem hat Kerry recht. Die Opposition wird sich nie damit abgeben, mit jemandem Frieden zu schließen, der mit diesem Krieg angefangen und aber tausende umgebracht hat. Nimmt man noch Assad's Vater dazu, dann reicht der Hass mehrere Jahrzehnte zurück.

Das beste wäre, wenn er abdankt, denn seine Macht stürzt sich nicht auf die Mehrheit der Bevölkerung, denn die ist zur 70% sunnitisch und unterstützt die Opposition. Genau deswegen wollten diese ja demokratische Wahlen, weil sie sich sicher waren, dass Assad abgewählt werden würde, ließe er sich zur Wahl stellen.

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mendhosi 25.01.2014, 01:27
24. Kerry ein Vertreter eines kriminellen Regims

Jeder der noch etwas Verstand und Menschlichkeit besitzt wird doch nun endlich begriffen haben das die Länder des Imperialfaschismus am Ende sind. Sie können nur noch durch Raub von Bodenschätzen ihre verkommenen Systeme erhalten und die Toilettenwährung Dollar den Völkern aufzwingen. Ekelhaft wenn diese Lakaien des US-imperialismus Länder destabilisieren, Menschen töten um dann den Rothschildimperium zuzuführen. Eine Frage an die Journallie seit ihr alle gleichgeschalten habt ihr keine Ehre im Leib. Ihr seit mitverantwortlich für die Volksverblödung und Völkerhetze. Ich hoffe das ihr euch dafür verantworten müsst.Syrien mein Herz , Hass diesen verkommenen Verbrechern die eine Nation mit Krieg überzogen haben.

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ayuvar 25.01.2014, 01:44
25.

Zitat von sahnekefir
Ich denke es ist eher anders. Baath Unterstützer sowie die meisten Minderheiten und auch viele weltliche Sunniten fürchten getötet zu werden wenn das Regime fällt und die Islam-Nazis an die Macht kommen. Deswegen werden sie nicht aufgeben. Nicht so sehr weil sie so glühende Assad-Verehrer sind.

Das stimmt nicht, da sind sie falsch Informiert. Viele sunnitische Offizieren sind bereits aus der Armee geflüchtet, Assad läßt nur sunnitische Städte, Dörfer bombardieren, d.h. ein Großteil des Landes ist zugebombt. 70% der Bevölkerung ist sunnitisch. Assads Macht begründet sich aber auf die Aleviten, den Christen und seiner gut ausgerüsteten Armee (dank Russland, China, Deutschland, England, Frankreich und Amerika).

Es gibt fast 2 Millionen Flüchtlinge, über 90% davon sind Sunniten. Das Märchen von den Islamisten ist nur von Assad erfunden und verbreitet worden, damit er seine Taten gegenüber der mit Islam-Phobie angesteckten westlichen Welt rechtfertigen kann. Das heißt nicht, dass keine Islamisten dort gerade herum laufen und von Dschihad sprechen. Es sind aber nur zugewanderte Gruppen, und repräsentiert nicht die einheimische syrische Opposition, die aus Türkmenen, Kurden, ansässige Türken und Syriern besteht. Diese syrische Opposition ist keineswegs radikal Islamisch, sie wollen nur Gerechtigkeit und ihrem Bevölkerungsanteil entsprechend in der Politik repräsentiert werden. Diese Opposition muss gerade nicht nur gegen Assad, sondern auch gegen Splittergruppen von AL-Qaida kämpfen. Es wäre ja auch nicht so weit gekommen, hätte Assad nicht vor 3 Jahren die friedlichen oppositionellen Demonstranten von der Armee beschießen lassen.

Ähnliches haben wir in Ägypten erlebt, als eine demokratisch gewählte Regierung nach knapp einem Jahr im Amt über militärische Medien mit Islamismus beschuldigt und dann gestürzt wurde. Dabei waren diese Muslim Brüder in vielen ihre Ansichten demokratischer als das Militär selbst, der jetzt wieder an der Macht ist. Mubarak ist weg es lebe der neue König Sisi. Und alles was man hier über Mursi und Co. hört würde ich tausendfach überprüfen lassen bevor ich es glaube, allein wegen der Informationen von Journalisten, die jahrelang in Ägypten gelebt haben, sich sehr gut mit den Ereignissen aus kannten und schließlich vor der Militärdiktatur ins Ausland flüchten mussten. Die haben ganz andere Dinge zu berichten.

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ayuvar 25.01.2014, 02:04
26.

Zitat von sahnekefir
Und was sollen diese albernen Belehrungen von Kerry? Hinter Assad stehen mit Sicherheit mehr Syrer als hinter dem Nationalkongress oder den Rebellen insgesamt. Auf dieser Konferenz sollte es erstmal um das Aushandeln von Waffenstillständen und die Beendigung externe Einflussnahme gehen. Solange die Saudis dort zigtausende Terroristen und Djihadisten finanzieren (weltweit vermutlich Millionen) kann es sowieso keinen Frieden geben. Das könnte Kerry mal thematisieren. Aber das traut er sich natürlich nicht.

Also zur Information: Hinter der Opposition stehen viel mehr Menschen als hinter Assad, allein schon deswegen, weil 70% der Bevölkerung sunnitisch ist und Assad seit drei Jahren sunnitische Städte und Dörfer bombardieren lässt.

Hinter Assad steht höchstens 30% der Bevölkerung, also die Oberschicht, und die Armee, aus dem bereits alle sunnitischen Soldaten und Offiziere geflüchtet sind. Was de Djihadisten angeht, es stimmt, die treiben gerade dort ihr Unwesen, weil es keine geordnete Gegenmacht mehr in dem Gebiet herrscht. Ihr Anzahl ist nicht so hoch wie befürchtet aber das muss sie auch nicht sein, denn sie sind gut ausgerüstet und können daher die syrischen "Rebellen" aus den Orten vertreiben. Genau das ist doch das Dilemma. Die syrische Opposition, zahlenmäßig überlegen und NICHT radikal Islamistisch, bekommt aber von nirgendwo genügend Hilfe, sei es Nahrung, Medizin oder Waffen, und muss sich gegen Assad und gegen die bewaffnete Al-Qaida und der PYD (Schwestergruppe der kurdischen Terrororganisation PKK) behaupten.

Diese Tatsache scheint immer noch nicht bis Europa und Amerika durchgedrungen zu sein.Wegen dem Vorwand "Al-Qaida" mischt sich die westliche Welt da nicht ein und verursacht damit genau das, was sie befürchtet, nämlich, dass Terrorgruppen die Macht übernehmen.

Wenn ihr also demnächst wieder die "Rebellen" als Terroristen bezeichnet, denkt daran, dass ihr Millionen von Leuten unrecht tut, die jeden Tag aus allen Seiten angegriffen werden, auf deren Köpfe, Häuser, Familien Bomben regnen, die durch Chemie-Waffen umgekommen sind. Etwas mehr Differenzierung wäre also angebracht, bevor ihr Menschen unrecht beschuldigt. Wenn ihr etwas gegen die Al-Qaida tun wollt, dann helft der Syrischen Opposition und stellt euch gegen Assad, denn zur Zeit hilft ihm keine Macht so sehr wie die Al-Qaida.

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leser47116352 25.01.2014, 06:44
27.

sobald assad zuruecktritt wird die sharia eingefuehrt, ob dass das volk will, das volk ist nicht gleich opposition. assad ist zwar ein diktator, aber er war kein islamist.

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madmorty 25.01.2014, 08:07
28. ein destabilisiertes

Syrien lässt sich besser erpressen und unterwerfen. so macht es die usa und seine verbündeten u.a. deutschland immer.völker gegeneinander aufbringen und den nutzen daraus ziehen

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haltetdendieb 25.01.2014, 08:20
29. Killi, auf nach Genf!

Zitat von killi
Weshalb verhandeln wenn es keine Einigung geben wird? Assad muss weg. Das ist das Hauptkriterium für eine friedliche Lösung (welche aufgrund der ISIS und Al-Nusra-Front sowieso niemals geben wird). Baath Unterstützer sterben lieber als dass sie Assad absetzen würden (zumal der Doktor niemals ins Exil gehen würde) und die Opposition (egal welche) würde niemals einem Syrien mit Assad zustimmen. Die bisher geschlagenen Wunden kann man nicht einmal durch den Tod Assads wieder zunähen. Reines Wunschdenken dass der Bürgerkrieg mit einer friedlichen Lösung beendet werden könnte.
Sie wissen ja ganz genau Bescheid. Assad muss weg? Und dann ist alles gut? Assad ist, man mag es zwar bedauern, der einzige Garant für Religionsfreiheit und dafür, dass sich die Stämme nicht gegenseitig an die Gurgel gehen. Genau das waren auch Lybiens Gadafi und Sadam im Irak. Wie sieht es denn jetzt in den beiden Ländern ohne diese ach so bösen Finger aus? Im Irak gibt es so gut wie keine Christen mehr, dafür Tag für Tag Anschläge mit Tausenden von Toten jedes Jahr. In Lybien sieht es nicht viel besser aus. Das einst reichste Land Afrikas mit freier Heilfürsorge und freies Studium für jeden verkommt zu einem Land, in dem sich Stämme gegenseitig bekriegen. Ehemalige schwarze Gastarbeiter werden verfolgt und ermordet und fliehen gen Norden. Erst nachdenken, dann bomben, möchte man Ihnen, Kerry und auch besonders den USA und einem Großteil der Nato zurufen.

Wenn Assad weg ist, geht der Krieg erst richtig los!

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