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Syrien-Konferenz: Westen droht Russland und China
AFP

Auf einer Konferenz in Paris haben die internationalen Unterstützer der syrischen Opposition mehr Hilfen für die Rebellen angekündigt. US-Außenministerin Clinton griff Russland und China scharf an. Die beiden Länder müssten für ihre Treue zu Präsident Assad bald "einen Preis zahlen".

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sever 06.07.2012, 18:22
1.

Zitat von sysop
Auf einer Konferenz in Paris haben die internationalen Unterstützer der syrischen Opposition mehr Hilfen für die Rebellen angekündigt. US-Außenministerin Clinton griff Russland und China scharf an. Die beiden Länder müssten für ihre Treue zu Präsident Assad bald "einen Preis zahlen".
Die Frau Clinton, bevor sie die Russen und Chinesen angreift, soll mir erklären, was zwischenzeitlich z.B. in Irak, Lybien und Afghanistan besser geworden ist! Aus Irak sind die Christen praktisch komplett verschwunden und Sunniten stehen den Schiiten als Verlierer der politischen Umwälzung feinseelig gegenüber, in Lybien sind die Gruppierungen und Stämme ähnlich einem Vespennest, in Afghanistan hat sich der Clan- Karzai an meinem Geld bereichert und ist nur eine Marionette, die sobald die Westler abgezogen sind etweder im Ausland verschwindet oder wie sein Vorgänger Nadschibulla an einem Mast enden wird.... In Afghanistan hat Westen die Uhren und die Taliban die Zeit....
Daher, widern mich immer wieder diese westlichen Visagen an, die in den letzten Jahren dutzende Tausend menschlicher Leben ausgelöscht haben, um angeblich dabei edlere Ziele zu erreichen, nur es war keins davon erreicht! Vielleicht möchte die Lady jetzt den Russen und Chinesen mit dem Krieg drohen?! Oh, nein! Da wird vermutlich endlich ihr Selbsterhaltungsinstinkt greifen und sie davor bewahren.

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Anton T 06.07.2012, 18:23
2. nur der Anfang

Zitat von sysop
US-Außenministerin Clinton griff Russland und China scharf an. Die beiden Länder müssten für ihre Treue zu Präsident Assad bald "einen Preis zahlen".
Richtig. Die wirklich schlauen Akteure der Weltpolitik fordern das schon seit geraumer Zeit.

Seit Putin habe Russland einen Kurs eingeschlagen, der dem von Stalin und Hitler sehr ähnlich sei, sagt Zbigniew Brzezinski, Politikwissenschaftler und Berater von Barack Obama. Im Gespräch mit WELT ONLINE fordert Brzezinski den Westen auf, Russland zu isolieren.
Zbigniew Brzezinski: "Russlands Vorgehen ähnelt dem von Hitler" - Nachrichten Politik - WELT ONLINE

Geschieht dies nicht, ist es nämlich der Westen, der früher oder später für dieses Versäumnis einen hohen Preis wird zu bezahlen haben. Syrien ist da nur der Anfang, und es kann nur schlimmer werden, wenn nicht endlich das Mafia-Regime in Moskau wirksam sanktioniert wird. Die Möglichkeiten dazu hat der Westen, denn ohne westliches know-how ist Russland lediglich "Nigeria plus Permafrost".

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fuchs008 06.07.2012, 18:25
3. Heuchler

Wer wie Frau Clinton Söldner ausbildet, ausrüstet und bezahlt um sie dann in den Bürgerkrieg zu schicken, der will kein Ende des Blutvergießens.
Die NATO hat in Afghanistan, Irak und Libyen das blanke Chaos hinterlassen, in dem das Morden kein Ende findet.
Es wäre endlich mal Zeit für ein bischen Selbstbesinnung. Wenn man aber auf der Gehaltliste der Rüstungs- und Ölindustrie steht, muss man halt seine Arbeit machen, nicht wahr Frau Clinton?

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heinerz 06.07.2012, 18:29
4.

Zitat von sysop
Auf einer Konferenz in Paris haben die internationalen Unterstützer der syrischen Opposition mehr Hilfen für die Rebellen angekündigt. ".
Nach vorne hin tun sie, als ob sie den Annan-Plan unterstützen würden (immerhin ein Anliegen der UN) und in wirklichkeit tun sie - und allen voran H. Clinton - alles, um das Blutbergiessen voran zu treiben. "Nur Kommunikationstechnik" soll geliefert werden? Das ist doch das wichtigste überhaupt. Waffen bekommen die sunnitischen Extremisten sowieso von Saudiarabien.
Bravo Russland und China, dass sie da nicht mittun.

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hdwinkel 06.07.2012, 18:33
5. Prioritäten

Zitat von sysop
Auf einer Konferenz in Paris haben die internationalen Unterstützer der syrischen Opposition mehr Hilfen für die Rebellen angekündigt. US-Außenministerin Clinton griff Russland und China scharf an. Die beiden Länder müssten für ihre Treue zu Präsident Assad bald "einen Preis zahlen".
'Der Westen' setzt immer noch die falschen Prioritäten, zumindest wenn man von einem Ziel ausgeht, daß eine Befriedung der Region beinhaltet. Erst gilt es das Blutvergießen einzudämmen und zu beenden, bevor es zu einem Regime-Change (wohin auch immer) kommen kann.
Es ist ziemlich anmaßend, daß 'der Westen' bereits jetzt die Mehrheitsverhältnisse in Syrien zu kennen meint, um zukünftige Regierungen einsetzen zu können.

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heinz.mann 06.07.2012, 18:33
6. Tja, Terroristen oder eben nicht...

Die aufständischen Taliban in Afghanistan sind zum Beispiel Terroristen, weil sie bekanntlich gegen die von den USA und ihren Verbündeten eingesetzte Regierung kämpfen. Dagegen sind die Aufständischen in Syrien Freiheitskämpfer, obwohl sie gegen die (nicht von den USA und ihren Verbündeten eingesetzte) Regierung kämpfen, wobei sie die unter ihren Betten aufbewahrten Maschinengewehre, Panzerfäuste und Raketen einsetzen können. In Libyen durften sie sogar das Staatsoberhaupt ermorden, nachdem die NATO das Land in Grund und Boden gebombt hatte. Dagegen waren wiederum die Aufständischen in Bahrain Terroristen, weil sie sich gegen ihre Regierung wandten. Da der König und seine Hofleute von Saudi-Arabien militärische Hilfe zur blutigen Niederschlagung des Aufstands erhielten, brauchte Westen nicht einzugreifen. Vielleicht hing das damit zusammen, dass uns das bahrainische Öl und Erdgas, aber nicht die dortigen Menschenrechtsverletzungen interessieren und dass wir den Saudis Panzer liefern.

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pacificatore 06.07.2012, 18:36
7. Bald einen Preis zahlen?

Zitat von sysop
Auf einer Konferenz in Paris haben die internationalen Unterstützer der syrischen Opposition mehr Hilfen für die Rebellen angekündigt. US-Außenministerin Clinton griff Russland und China scharf an. Die beiden Länder müssten für ihre Treue zu Präsident Assad bald "einen Preis zahlen".
Frau Clinton hat eine Umwälzung in Gang gesetzt, ohne sich mit Russland und China abzustimmen und jetzt wird sie böse.

Die Opposition in Syrien ist atomisiert und was viel schlimmer ist, auch noch zutiefst zerstritten. Syrien ist nicht Lybien. Deshalb ist es besser, darauf zu setzen, dass DAS WELTLICHE BAATH-REGIME AM RUDER BLEIBT. Clinton sollte sich dem ultra-konservativen Regime in Saudi-Arabien zuwenden, dann bekäme man die Möglichkeit, im Nahen insgesamt gemäßigt religiöse Regierungen ans Ruder zu bringen. Mehr ist eh nicht drinn, das zeigt auch die Entwicklung jetzt in Lybien.

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anathema 06.07.2012, 19:00
8. Es sollte dort nichts BESSER, sondern nur ANDERS werden!

Zitat von sever
Die Frau Clinton, bevor sie die Russen und Chinesen angreift, soll mir erklären, was zwischenzeitlich z.B. in Irak, Lybien und Afghanistan besser geworden ist!
Sollte es dort BESSER werden?
Die imperialen USA wollten nur, dass es dort anders wird.
Das ist es auch in ganz entscheidendem Maße geworden.
Die USA haben diese Länder fest an der Kandare und unter Kontrolle, die Länder sind mit dem Aufräumen des hinterlassenen Scherbenhaufens vollauf und noch lange beschäftigt und müssen sich mit einer beschnittenen Souveränität auf nicht absehbare Zeit zufrieden geben.

In Syrien haben die USA es bisher noch nicht geschafft, obwohl sie die dortigen Terroristen schon lange auf alle möglichen Weisen heimlich unterstützen!
Es läuft dort die gleiche Taktik wie bereits von der NATO in Libyen praktiziert ab.
Zitat von
– (Hervorhebung d. a.!) -
Das wiederum dürfte keinesfalls überraschen und ist inzwischen nichts Neues für die übrige Welt!

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Onkel_Karl 06.07.2012, 19:02
9. dsf34q@

Zitat von sysop
Auf einer Konferenz in Paris haben die internationalen Unterstützer der syrischen Opposition mehr Hilfen für die Rebellen angekündigt. US-Außenministerin Clinton griff Russland und China scharf an. Die beiden Länder müssten für ihre Treue zu Präsident Assad bald "einen Preis zahlen".
Hillary Clinton sollte lieber bei sich zu Hause anfangen,immer noch sitzen Menschen in Guantanoma Bay,ohne Anklage. Jetzt wurde ein Gesetz verabschiedet,der erlaubt US-Bürger ohne Anklage festzuhalten..so lange man es für nötig hält. Warum soll Assad wegtreten,soll er der Doppelmoral folgen mit der Ben Ali und Saleh einfach übergelaufen sind und ihre Länder den Amerikanern überlassen haben,die täglich mit Drohnen und auf Verdacht Menschen töten.
Kann mir jemand wenigstens 1 Land nennen,in dem es den Menschen nach der Befreiung durch USA besser geht...ich rede nicht von 20 jahren,wenigstens 1 Land in den letzten 10 Jahren?
Kein einziges,überall gibt es immer noch Tod und Bomben oder Bürgerkrieg....wie kann Frau Clinton so arrogant sein und jemanden auffordern eigenes Land zu verlassen und dann zu sehen,wie die Menschen abgeschlachtet werden...Irak.Libyen,Afganistan,Jemen...alles Länder die durch USA demokratisiert wurden und trotzdem fordert diese Psychopatin den nächsten zu gehen...schande,dass wir das auch noch begrüssen,anstatt zu verhandeln,einen Dialog suchen,wir nur eines verlangt "Du muss weg",wir haben hier was anderes vor.
Früher waren wir meister der Diplomatie,heute sind wir wie Diktaturen...entweder ihr seid mit uns oder ihr seid die Bösen..

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