Forum: Politik
Syrien-Konflikt: Assad lässt seine Hauptstadt bombardieren
AFP

Zehntausende fliehen aus Damaskus, die Versorgungslage in der Hauptstadt wird kritisch: Erneut kam es zu schweren Gefechten zwischen Regierungstruppen und Rebellen. Die Aufständischen erklärten nun auch in der Stadt Aleppo eine "Befreiungsschlacht".

Seite 1 von 12
Gebetsmühle 22.07.2012, 19:02
1. er hat fertig

Zitat von sysop
Zehntausende fliehen aus Damaskus, die Versorgungslage in der Hauptstadt wird kritisch: Erneut kam es zu schweren Gefechten zwischen Regierungstruppen und Rebellen. Die Aufständischen erklärten nun auch in der Stadt Aleppo eine "Befreiungsschlacht".
ganz offensichtlich geht es assad nur noch um das hinterlassen von verbrannter erde.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
diedickesophie 22.07.2012, 19:02
2.

Würden die Herren Rebellen (Wer ist das überhaupt, sind die demokratisch legitimiert, sprechen die für die Mehrheit des Volkes, vertreten die die Interessen ausschliesslich des syrischen Volkes, aller Volksgruppen??) nicht den Krieg in jede syrische Stadt tragen, wäre Assad bzw. die Armee des Staates Syrien nicht gezwungen zurückzuschlagen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Revarell 22.07.2012, 19:10
3. Was hat........

.........man denn von Assad erwartet, - hätte er die Macht tatsächlich abgeben wollen dann hätte er das schon vor einem Jahr haben können! Fatal ist in diesem Zusammenhang auch die Unterstützung durch China und Rußland die kräftig mithelfen dieses sinnlose Morden und Abschlachten zu verlängern, obwohl sie eigentlich wissen müßten dass der Sturz Assads auf Strecke unvermeidlich und schon lange überfällig ist! Die Frage ist lediglich wieviele Tote muss es noch geben?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mr_spock 22.07.2012, 19:15
4.

Zitat von Gebetsmühle
ganz offensichtlich geht es assad nur noch um das hinterlassen von verbrannter erde.
Wieso? Die Regierung sass seit Jahrzehnten in Damaskus. Die Kämpfe und damit die verbrannte Erde haben die Rebellen dorthin getragen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Dragonborn 22.07.2012, 19:31
5. Beide verantwortlich

Revolutionen funktionieren kaum ohne Blut. Assads Abgang ist eine logische Forderung der Opposition aber beide Seiten haben gewaltig Dreck am Stecken. Krieg kennt keine Regeln und wer glaubt, dass dort irgendwen interessiert was Annan oder Ban Ki Moon labern, der irrt. Die Menschlichkeit geht im Krieg größtenteils verloren, dort wird um Leben und Macht gekämpft und zwar mit allen verfügbaren Mitteln von beiden Seiten. Eine Intervention wäre nur dann sinnvoll, wenn sie schnell und ohne großes Gefasel zu einem Waffenstillstand führen könnte, aber das ist ausgeschlossen. Schon allein wegen den Eigeninteressen des Westens und Ostens. Bleibt mir nur noch eine Kritik, die hier eh bei jedem Artikel kommentiert wird: SpON, bitte hört auf die Rebellen zu glorifizieren und aussehen zu lassen, als wären ihre Taten vollkommen rechtens. Das mag Absicht sein oder auch nicht, aber hier wieder das Bild von Gut vs. Böse abzuliefern ist unangemessen. So wie eigentlich immer. Schöne kindliche Vorstellung, die Welt aus Schwarz und Weiss.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
LinkesBazillchen 22.07.2012, 19:34
6. Beiden Seiten sind die Toten egal

Zitat von Gebetsmühle
ganz offensichtlich geht es assad nur noch um das hinterlassen von verbrannter erde.
Die angeblich guten Rebellen sind keinen Deut besser als Assad. Noch ein zerbombtes Land - wer will denn das. Und Demokratie? Dort wohl kaum, genausoweig wie in Ägypten und Lybien. Wieso finden das viele in unserem Land bzw. im Westen sooo toll?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
d.pfeifer 22.07.2012, 19:35
7. optional

Na immerhin wurde ja die Beobachtermission verlängert.
Was beobachten die da eigentlich noch?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
LeonLanis 22.07.2012, 19:35
8. Ach,

Zitat von Gebetsmühle
ganz offensichtlich geht es assad nur noch um das hinterlassen von verbrannter erde.
wie kommen Sie denn darauf? Die Rebellen sind doch mit bewaffneten Einheiten in Wohngebiete in Damaskus eingedrungen und haben den Krieg dorthin getragen. Sie haben vollmundig den Endkampf um Damaskus ausgerufen. Oder haben wir das geträumt? Damit haben sie ein Kriegsverbrechen begangen, denn die Genfer Konventionen, auf deren Geltung das IRK kurz zuvor noch hingewiesen hatte, verbieten ein solches Vorgehen ausdrücklich. Und jetzt werden sie aus der Stadt vertrieben. Auch dabei werden nun möglicherweise Kriegsverbrechen begangen, falls die syrische Armee tatsächlich Bombenangriffe auf Wohngebiete fliegen sollte. Man muß die Tatsachen auf beiden Seiten zur Kenntnis nehmen, auch wenn die Leitmedien dies fast gar nicht mehr tun.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Dubbel 22.07.2012, 19:36
9.

Zitat von diedickesophie
Würden die Herren Rebellen (Wer ist das überhaupt, sind die demokratisch legitimiert, sprechen die für die Mehrheit des Volkes, vertreten die die Interessen ausschliesslich des syrischen Volkes, aller Volksgruppen??) nicht den Krieg in jede syrische Stadt tragen, wäre Assad bzw. die Armee des Staates Syrien nicht gezwungen zurückzuschlagen.
Es fing ja mal damit an, dass Polizei-/Militäreinheiten auf friedliche Demonstranten schossen.
Das diese sich dann ebenfalls bewaffnen, die Truppen/Milizen dann schweres Kriegsgerät einsetzen, was die Rebellen dazu bringt sich (ohne Frage auch mit Hilfe des Auslandes) ebenfalls schwere Waffen zu besorgen ist nun mal die unsägliche, schreckliche Spirale der Gewalt.

Die Rebellen sind nicht mehr gesprächsbereit, von Assad bezweifle ich, dass er es je war.

Aufregen kann ich mich über Leute, die jetzt sagen "Fies! Das Ausland rüstet Terroristen in Syrien auf!" - als ob Assad nicht das gleiche mit der Hisbollah im Libanon gemacht hätte. So funktioniert leider bilaterale Einflussnahme ohne eigene Truppen in Gefahr zu bringen.

Ob die Kämpfer jetzt Rebellen oder Terroristen genannt werden hängt ebenfalls nur vom Blickwinkel des Betrachters ab. Da kann man keine allgemeine Definition finden. Natürlich versucht auch al-Qaida sich an die Revolutionen in den arabischen Ländern dranzuhängen. Genau das gleiche haben wir in Libyen und Tunesien gesehen. Aber ich bezweifle, dass diese großen Einfluss haben, gemessen an der angeblichen Größe der FSA.

Ginge es Assad wirklich um sein Volk, und nicht nur um die Vorteile seiner Familie, dann hätte er schon im Sommer 2011 echte, freie und geheime Wahlen abhalten lassen können, ohne Einflussnahme auf die Kandidatenliste.

Mich regen die ganzen Foristen hier auf, die schreien: "Aaah, westliche Medien verbreiten nur Propaganda, alles garnicht wahr!" - natürlich ist nicht alles wahr, was in den Medien steht, bzw. Teile werden weggelassen. Aber deswegen davon auszugehen, dass den Informationen der Gegenseite uneingeschränkt zu trauen ist, ist einfach dumm.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 12