Forum: Politik
Syrien-Konflikt: Unsolidarisch sind immer die anderen
Cpl. Gabino Perez/ U.S. Marine Corps/ AP

Sich über Donald Trump und seinen Abzug der US-Truppen aus Syrien zu empören, ist einfach. Dabei offenbart die eigennützige Aktion des US-Präsidenten auch die Bequemlichkeit deutscher Außenpolitik.

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hinschauen 09.10.2019, 19:47
1.

Warum sollten die Amerikaner in Europas Hinterhof kämpfen? Mal überlegen.... Vielleicht weil sie durch ihre durch nichts gerechtfertigte Invasion im Irak die Region ins Chaos stürzten und weil es von den USA inhaftierte Offiziere der Armee von Saddam Hussein waren, die den IS gründeten? Reicht das als Grund?

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damianschnelle 09.10.2019, 19:48
2. Warum wohl

#Warum sollten US-amerikanische Soldaten im Hinterhof Europas Terroristen bekämpfen und für Frieden sorgen?# Auf diese Frage gibt es wohl auch eine klare Antwort. Weil sie mitverantwortlich sind für das Chaos im Nahen Osten und weil sie islamistische Gruppen nicht nur unterstützt sondern deren Entstehung auch zugelassen haben.

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joes.world 09.10.2019, 19:58
3. Was für ein Irrsinn von Donald!

Wer soll nun die Abschreckungskraft des US-Militärsnoch ernst nehmen, wenn ihr Präsident dezidiert erklärt, sich nirgend wo mehr einmsichen zu wollen? Abschreckung funktioniert leider immer nur dann, wenn man von Zeit zu Zeit auch zeigt, dass man bereit ist zu kämpfen. Hier gibt Trump eine Blanko Scheck für jeden Bösewicht auf der Welt ab, dass er ab nun tun kann, was er will.

Die EU aber, muss Trump nicht kritisieren. Denn wo bleibt sie selber, die EU? Das ist nicht nur eine moralische Frage, sondern auch im ureigensten Sinn eine Frage unserer Sicherheit. Neue Flüchtlingswellen drohen durch Erdos Vertreibungskrieg gegen die Kurden. Und Islamisten kommen nun leichter nach Europa. Ohne Kurdischem Gürtel im Norden Syriens und dem Irak.

In dem die EU nichts tat, waren die USA auch nicht mehr bereit zu tun.

Briten ärgern, anstatt gekonnt Geopolitik betreiben. Sich nur den Kopf mit Brexit zumüllen, anstatt mal in die Welt zu sehen. Oder zumindest in unsere Nachbarländer. Was für eine armselige Union. Lässt sich da von einem Erdogan herumschubsen, als wäre sie nur ein Spielzeug von ihm. Oder ein Goldener Esel, der Münzen schei..

Und die Kurden wurden wieder einmal verraten. Nicht nur von Trump, nicht nur von den USA. Sondern auch von der EU. Und sie werden sich das merken. Sie werden nun auf den hören, der ihnen hilft. Und sei dis nur der außenpolitisch höchst aggressive Iran. Den Trump gerade einzudämmen versucht. Was für ein Irrsinn. Und für die EU ist es alles andere als gut, wenn Erdogan immer mächtiger wird. Und der Iran immer mehr Einfluß gewinnt. UNd wenn es wieder ein Problem mit Islamisten gibt, die Europa bedrohen - die Kurden werden us nicht mehr helfen. Völlig zu recht.

Scheinbar sind die Hauptakteure der EU und viele Politiker in Deutschland!!!, mehr an EU internen Deals beschäftigt, als dass sie noch Zeit und Muße für Politiker an den Grenzen der EU haben. Wer nur redet und sonst nichts tut, erreicht gar nichts. Dankt ab. Die EU ist außenpolitisch viel zu impotent. Was machen die tausenden Mitarbeiter in Brüssel eigentlich? Wofür sind sie gut? Außer für diverse Lobbygruppen? Wenn in solchen entscheidenden Fragen der Zukunft nichts geschieht.

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briefzentrum 09.10.2019, 19:58
4. Wirre Analyse

Die Deutschen unterstützen die Kurden im Nordirak und haben sich zu einer Verlängerung des Mandats in Syrien entschieden. Es ist gut, dass eine solche Verlängerung keine Routineangelegenheit ist, sondern im Einzelfall verantwortlich vom Bundestag geprüft wird. Die USA ist durch ihren Irak-Krieg seit 2003 verantwortlich für die chaotische Lage im Mittleren Osten. Erst die wirre Politik im Irak hat den IS als weltweites Problem hervorgebracht, so wie die verfehlte Afghanistan-Politik in den 80er Jahren Al Qaida produziert hat. Der Krieg gegen den IS im Irak wurde nicht in erster Linie von amerikanischen Bodentruppen bestritten, sondern durch die Kurden, die von den Amerikanern und Alliierten unterstützt wurden. Was das mit Überlegungen zu einer Europäischen Armee zu rumhaben soll, bleibt wohl das Geheimnis des Autors. Ebenso wie die Frage der möglichen Rückführung deutschstämmiger IS-Kämpfer nach Deutschland. Die USA haben durch ihre Militärmacht in dieser Region eine besondere Verantwortung für die Folgen ihrer weitgehend konzeptionslosen aber kriegerischen Außenpolitik. Donald Trumps Rückzugspläne sind kein Ausdruck amerikanischen Pazifismus, sondern einmal mehr ein Symptom amerikanischer Konzeptionslosigkeit. Weder die deutsche noch eine imaginäre europäische Armee könnten daran irgendetwas ändern.

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horst-viersen 09.10.2019, 20:00
5. Eigenutz ?

Es geht nicht um den Eigennutz, sondern um die Regionalisierung von Konflikten.

Dass sich dadurch eine neue Mittel-Ost-Ordnung einstellt, ist selbstverständlich.

Ich verstehe nicht, warum "man den Trump nicht lesen kann".

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melnibone 09.10.2019, 20:02
6. Unsolidarisch sind immer ...

diejenigen die Meinungsvielfalt beschneiden.
Gestern von fast den gleichen Personen ´ausgemustert´, bei dem was mir zutiefst wichtig erschien, könntet ihr heute ein neues Schnitt- oder Strickmuster über die gleiche Region oder Dringlichkeit legen ... ich nehme einen Apfel esse ihn und denke ... dieser Apfel ist der Beste.
Das Beste was mir heute widerfuhr.

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amun76 09.10.2019, 20:08
7. Man sollte allerdings ..

auch nie außer acht lassen, das wir das ganze Chaos in Syrien u im Irak einzig den US-Amerikanern zu verdanken haben, die ohne einen Plan zum 2 mal in den Irak einmarschiert sind ohne zu wissen, was kommt wenn man Saddam, seine Strukturen u sein Militär getötet vernichtet u entlassen hat !!! Nur durch dieses Vakuum konnte der IS aufleben existieren u sich ausbreiten !!!!
Mal abgesehen davon das es Lügen waren, die den Einmarsch rechtfertigten sollen ...

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EW Suisse 09.10.2019, 20:15
8. Fremdschämen wäre zu einfach

Es ist unfassbar! Die demokratisch gewählten Regierungen schauen, trotz mehrwöchiger und klar erkenntlichen Vorbereitungsarbeiten zu und akzeptieren diesem "Einmarsch". Scham und Wut bestimmen den heutigen Tag. Ausgerechnet die Volksgruppe, die einen extrem starken Beitrag beim Kampf gegen den IS geleistet hat, wird schmählich verraten und im Stich gelassen. Soll mir niemand sagen, davon haben wir nichts gewusst. Jeder Einzelne ist in der Lage hier zu reagieren und Gegensteuer zu geben. (Ferienverzicht beim Aggressor, keinen Waffenlieferungen an diesen "Natopartner" zustimmen etc. etc., Im kleinen fängt es an.

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Southwest69 09.10.2019, 20:15
9.

Zitat von hinschauen
Warum sollten die Amerikaner in Europas Hinterhof kämpfen? Mal überlegen.... Vielleicht weil sie durch ihre durch nichts gerechtfertigte Invasion im Irak die Region ins Chaos stürzten und weil es von den USA inhaftierte Offiziere der Armee von Saddam Hussein waren, die den IS gründeten? Reicht das als Grund?
Natürlich war der Einmarsch in den Irak ein Fehler, aber Saddam Hussein wäre früher oder später eh "abgelöst" worden und die Shiiten die die Mehrheit im Irak abbilden, hätten die Jagd auf die Sunniten sowieso eröffnet wie wir es bereits sehen durften.

Der IS ist nicht nur die Antwort auf die Präsenz der Amerikaner im Irak sondern Teil der Machtkämpfe der irakischen Bevölkerung um ein ganzes Land.

Jetzt sollen mal die Europäer ran und zeigen was sie drauf haben. Die Couchpotatos die alles an Schuld die es auf der Welt gibt den Amis in die Schuhe schieben, werden trotzdem nicht aussterben und fleißig weiter ihren Müll posten.

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