Forum: Politik
Syrien-Konflikt: Unsolidarisch sind immer die anderen
Cpl. Gabino Perez/ U.S. Marine Corps/ AP

Sich über Donald Trump und seinen Abzug der US-Truppen aus Syrien zu empören, ist einfach. Dabei offenbart die eigennützige Aktion des US-Präsidenten auch die Bequemlichkeit deutscher Außenpolitik.

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thorgur 09.10.2019, 20:34
20. Warum die USA in Europas Hinterhof kämpfen sollten ?

Weil die USA den Flächenbrand im Nahen Osten durch Ihre Kriege erst ausgelöst haben. Die USA haben den IS erst ermöglicht, genau wie die Taliban in Aghanistan etcpp. . Jetzt ziehen sie ab und hinterlassen die Länder im Chaos und Europa die Flüchtlinge während die USA hinterm Atlantik sich sicher fühlen. Hat der Autor die letzten 30 Jahre geschlafen oder nur Fox News geschaut ?

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Atheist_Crusader 09.10.2019, 20:35
21.

"you broke it, you bought it"

Die Amis wollten unbedingt den Irak zerschlagen, weil sie sich nach 9/11 impotent gefühlt haben und die Verprügelungsaktion in Afghanistan noch nicht ausgereicht hat um ihren Status als Alphamännchen neu zu bestätigen.
Ein Gutteil der Probleme in der Region ist darauf zurückzuführen. Ergo haben die USA (und zu einem geringeren Grad auch jene die ihnen dorthin gefolgt sind) eine moralische Verpflichtung dort zu bleiben, bis wieder eine gewisse Ordnung hergestellt ist.

Wenn das bedeutet dass man Geld in den Ausguss kippen und Leben opfern muss... dann ist das halt so. Fangt halt mit denjenigen an, die den Mist verbockt und beklatscht haben. Schnappt euch Bush, Cheney, und die Kongressabgeordneten die dafür gestimmt haben, schickt sie ein paar Wochen ins Bootcamp und stellt sie dann dort an jede Straßenecke.
Wenn sie Glück haben, überleben sie die Folgen ihrer kurzsichtigen Politik. Wenn nicht... tja, die Kugeln die sie treffen, treffen dann zumindest nicht die Einheimischen.

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hswj 09.10.2019, 20:38
22. Vergessen wir nicht:

Die USA unter dem Republikaner George W. Bush hat den Irakkrieg gegen Saddam Hussein mit Lügen angefangen und begründet, unvergessen der Auftritt von Aussenminister Powell vor der UN mit gefälschten Bilder, die angebliche Atomwaffen des Irak zeigen sollte. Schröder lehnte damals eine Beteiligung der BRD ab, Merkel fiel Schröder in den Rücken und äußerte ihr Unverständnis über diese Entscheidung gegenüber dem amerikanischen Präsidenten. Die USA waren nur an den Ölreserven Iraks interessiert.
Mit dem Krieg wurde die Büchse der Pandora geöffnet, der IS entstand. Vielleicht sollte der SPON Autor dieses einmal in seinen Bericht Einflüssen lassen, dann wird der Verrat von Trump und seinen republikanischen Claqeuren noch deutlicher.

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MyMoon 09.10.2019, 20:40
23. Orban super

Orban ist der einzige intelligente Politiker in der EU der sich nicht von der westlichen Medienmeinung beeinflussen lässt sondern wie Erdogan das Wohl seines Staates sieht. Entweder unterstützt die EU die Militärintervention der Türkei gegen kommunistische Terroristen und die syrischen Flüchtlinge in der Türkei können wieder in ihr Heimatland.
Oder sie nimmt der Türkei die drei Millionen Flüchtlinge ab.
Orban hat mit der Unterstützung Erdogans klargestellt das er keine syrischen Flüchtlinge in der EU will. Die EU kann sich aussuchen in welchen sauren Apfel sie beisst.

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Atheist_Crusader 09.10.2019, 20:42
24.

Zitat von briefzentrum
Die Deutschen unterstützen die Kurden im Nordirak und haben sich zu einer Verlängerung des Mandats in Syrien entschieden. Es ist gut, dass eine solche Verlängerung keine Routineangelegenheit ist, sondern im Einzelfall verantwortlich vom Bundestag geprüft wird. Die USA ist durch ihren Irak-Krieg seit 2003 verantwortlich für die chaotische Lage im Mittleren Osten. Erst die wirre Politik im Irak hat den IS als weltweites Problem hervorgebracht, so wie die verfehlte Afghanistan-Politik in den 80er Jahren Al Qaida produziert hat. Der Krieg gegen den IS im Irak wurde nicht in erster Linie von amerikanischen Bodentruppen bestritten, sondern durch die Kurden, die von den Amerikanern und Alliierten unterstützt wurden. Was das mit Überlegungen zu einer Europäischen Armee zu rumhaben soll, bleibt wohl das Geheimnis des Autors. Ebenso wie die Frage der möglichen Rückführung deutschstämmiger IS-Kämpfer nach Deutschland. Die USA haben durch ihre Militärmacht in dieser Region eine besondere Verantwortung für die Folgen ihrer weitgehend konzeptionslosen aber kriegerischen Außenpolitik. Donald Trumps Rückzugspläne sind kein Ausdruck amerikanischen Pazifismus, sondern einmal mehr ein Symptom amerikanischer Konzeptionslosigkeit. Weder die deutsche noch eine imaginäre europäische Armee könnten daran irgendetwas ändern.
Rückwirkend sicher nicht mehr.

Aber eine gemeinsame europäische Armee könnte die EU zu einer Militärmacht erheben die mit den USA in dieser Hinsicht annähernd auf Augenhöhe reden kann (wirtschaftlich können wir das schon). Das macht es uns einfacher, unsere eigenen Interessen durchzusetzen und nicht mehr bloß als halbwillige Erfüllungsgehilfen Washingtons in Erscheinung zu treten.
Ich erinnere da nur an den Irak-Krieg, wo ein Teil der EU mitmarschiert ist und ein anderer nicht. Und die ersteren sicher auch nicht bloß weil sie die Iee so überzeugend fanden, sondern weil sie in irgendeiner Form auf den politischen guten Willen der USA angewiesen waren.

Wer unabhängiger ist und mehr Verhandlungsgewicht hat, hat auch mehr Möglichkeiten den gelgentlichen Schwachsinn seiner Verbündeten in konstruktivere Bahnen zu lenken.

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spontanistin 09.10.2019, 20:44
25. Keine Verantwortung der USA in Nahost?

Ignoriert hier der Autor etwa alle historischen Fakten? Die Ursache der Dauerkrise in Nahost wurde durch die Kolonialmächte Frankreich und Großbritannien gelegt. Die USA haben dann von diesen den Staffelstab übernommen. Die amerikanische Außenpolitik ist wesentlich für die Eskalation verantwortlich. Und die Bundeswehr wurde nie professionell für Auslandseinsätze aufgestellt, die ohnehin nur unter UNO oder NATO Mandat eine Legitimation haben können. Die ursprüngliche Aufgabe der Bundeswehr war, sich bei einem Angriff des Warschauer Paktes verheizen zu lassen. Ihre heutige Kernaufgabe bleibt den meisten interessierten Bundesbürgern verborgen. Die Verteidigung der Freiheit am Hindukusch erscheint wenig überzeugend. Was soll der arme Maas denn hier konkret leisten können, insbesondere mit der erfahrenen Wehrexpertin AKK?

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schnurre64 09.10.2019, 20:47
26. Was machen wir uns zu leicht?

Die USA haben 200 Millionen Dollar Hilfen für Syrien eingefroren, um von anderen Ländern mehr Engagement einzufordern.
Und von der EU kam (und kommt) lediglich eine Verschärfung der Sanktionen (!!!) gegen die syrische Bevölkerung mit katastrophalen Folgen für die medizinische Versorgung (auch der Kinder)

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bauklotzstauner 09.10.2019, 20:56
27.

Ein unfaßbarer Artikel.....

Leute, die USA sind VÖLKERRECHTSWIDRIG in Syrien!!! Das war und ist ein ANGRIFSKRIEG auf Syrien, der durch absolut GAR NICHTS gerechtfertigt ist! Und an dem sich Deutschland mit seiner Luftaufklärung AKTIV beteiligt!!

Wieso wird das in dem Artikel mit KEINEM Wort erwähnt? Das wäre eure verdammte Pflicht und Schuldigkeit als Journalisten, die Ihr doch sein wollt?!

Und auf der Karte hat es "Syrische Armee" zu heißen und nicht "Assad-Regime"! Syrien ist meines Wissens NICHT von der UNO suspendiert! Damit ist das Land ganz offiziell souverän und Assad der amtierende Präsident! Deutschland ist doch auch kein "Merkel-Regime"?

Übrigens. auch für Schreiber des Spiegel gilt das Grundgesetz, das Krieg, Anstiftung zum Krieg etc. pp ausdrücklich untersagt! Dieser Artikel ist strafrechlich relevant! Wo bin ich hier hingekommen?

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AndreasKurtz 09.10.2019, 20:59
28. Terroristen sind immer nur die Anderen

aber niemals die, die man selber züchtet und die dann ausser Kontrolle geraten, und die man dann wieder einfangen muss, bis sie wieder gebraucht werden. Terroristen sind eben gerade auch die Regierungen der NATO Länder, allen voran die USA. Was haben die und ihre Waffen, die die 'Rebellen' ausrüsten, die Al Quaeda groß machten, in Syrien zu suchen? Verantwortung sieht anders aus. Es ist kein Fortschritt, wenn das deutsche Paralament wohlwollend über Kriegsbeteiligung diskutiert. Es ist ein Rückfall in die Barbarei. Anders gesagt, die neue, offene Hoffähigkeit des Imperialismus.

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salomon17 09.10.2019, 21:02
29. Ja und nein

Ja, das deutsche Engagement könnte stärker sein. Und nein, denn die USA haben in den letzten Jahrzehnten (eigentlich schon immer) ausschließlich ihre eigene Politik betrieben. Ohne Skrupel und nur für ihre eigenen Interessen. Ohne diese Politik wären einige Konflikte nicht gelöst worden, viele wären aber auch gar nicht erst entstanden. Amerika war immer groß und wusste das auch immer (bis auf ihren derzeitigen Präsidenten), sie haben den Weltpolizisten phasenweise sehr gut gespielt und zeitweise grottenschlecht. Ihnen nicht blind zu folgen war deshalb richtig.

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