Forum: Politik
Syrien-Konflikt: Unsolidarisch sind immer die anderen
Cpl. Gabino Perez/ U.S. Marine Corps/ AP

Sich über Donald Trump und seinen Abzug der US-Truppen aus Syrien zu empören, ist einfach. Dabei offenbart die eigennützige Aktion des US-Präsidenten auch die Bequemlichkeit deutscher Außenpolitik.

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oresme 10.10.2019, 01:03
70. Süße, typisch deutsche Diskussion hier....

Die Diskussion hier im Forum ist wirklich süß. Die USA müssen in Syrien kämpfen, weil sie ja auch dort Unheil angerichtet haben. Amerikanische Konzeptionslosigkeit, Deutsche und Europäer können da nicht kämpfen, etc. etc. etc.
Nun die Wahrheit ist unbequem. Sie ist die, dass Außenpolitik in der Regel von Interessen und nicht von Moral geleitet wird. Wenn also die Amerikaner Chaos anrichten, dann entseht daraus keine Notwendigkeit dafür zu sorgen dass dieses Chaos geheilt wird.
Der Fehler der USA aktuell ist auch ein strategisch, machtpolitischer und nur sekundär ein moralischer (wie schon gesagt: Moral und internationale Politik .... zwei sich fremde Prinzipien begegnen sich). Die USA verliert gerade Reputation und wird es in Zukunft schwerer haben Verbündete zu bekommen. Sie überlassen eine wesentliche Region der Welt ihren ach so gescholtenen Gegnern (dem Iran, Syrien, den Russen (upps ist ja gar kein US Gegner mehr, ist nur ein Problem für Ukrainer, bzw. Litauer, bzw. Polen, bzw. DDRlern - waren doch alles mal UDSSR Einflußzonen und die sind ja auch gerechtfertigt...)). Donald Trump ist selbstverständlich nicht moralisch, das ist aber auch Putin oder XiXinPing nicht. Trump denkt nur deutlich kurzfristiger und innenpolitischer als die anderen, also jetzt mal von uns natürlich abgesehen. Wir denken ebenfalls kurzfristig und innenpolitisch. Nur mit ner anderen innenpoltiischen Ausgangslage.
Übrigens auch ein Wink mit dem Zaunpfahl in Richtung Deutschland: Wir haben keinen US Verbündeten mehr. Es gibt keinen Amerikanischen Schutz der etwas Wert wäre. Wir müssen uns um unsere Verteidigung selbst kümmern und, auch wenns keiner hören will, es gibt Bedrohungen! Wir leben nicht in einer friedlichen Welt! Nur die Schafe hoffen auf Gesetze, die den Wölfen verbieten sie zu fressen.

Mal abgesehen von meinem Zynismus: Ich gebe der Autorin absolut recht. Sowohl unsere Interessen als auch unsere Werte müssten uns zwingen ein zu greifen. Sowohl als Deutschland (hier ist tatsächlich zweifelhaft ob wir es militärisch könnten) also auch als Europa (zusammen mit den Franzosen wäre es wohl militärisch möglich).

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hansriedl 10.10.2019, 01:13
71.

damianschnelle gestern, 19:48 Uhr
2. Warum wohl #Warum sollten US-amerikanische Soldaten im Hinterhof Europas Terroristen bekämpfen und für Frieden sorgen?

Hat die USA jemals für Frieden gesorgt?.
Chaos, Zerstörung, Hunger, Elend Massenhaft Tote. Die Zukunft von Menschen vieler Nationen auf ewig.
Das nennen sie Kampf gegen Terrorismus, Terroristen die sie durch ihre Kriege selbst gezeugt haben.

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Actionscript 10.10.2019, 01:21
72. Hier sind nicht einzelne EU Länder gefragt,...

...sondern die EU als Ganzes. Es ist allmählich an der Zeit, dass die EU nicht nur was "Halbes" sondern was "Ganzes" ist auf vielen Gebieten wie ein föderalistischer Staat. Das betrifft auch die Syrien Frage, die ja auch im Zusammenhang mit den Flüchtlingen wichtig ist. Ansonsten wird die EU nicht bestehen.

Da es noch keine EU Armee gibt, so sollten die Länder sich schnell darauf einigen, gemeinsam Soldaten nach Syrien zu schicken, um den Kurden zu helfen und zu verhindern, dass der IS sich wieder erhebt. Da kann dann auch eine Lösung für die deutschen IS Kämpfer gleich an Ort und Stelle gefunden werden, wenn sie unter der Aufsicht von EU Länder Soldaten sind. Hier kann die EU jetzt auch beweisen, wie einig und stark sie ist.

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phobos144 10.10.2019, 01:42
73. Schwache Analyse. Verursacherprinzip beachten!

Ohne die USA gäbe es den IS nicht. Die ersten IS Anführer waren Saddams Offiziere. Da wir den Irak Krieg nicht unterstützt haben sind wir auch nicht an der Endstehung des IS schuld, wohl aber die USA.

Ohne die USA und Saudi Arabien gäbe es den Krieg in Syrien nicht. Ziel war es die schiitische Führung auszuschalten und durch sunnitische Muslimbrüder zu ersetzten. Um Menschenrechte kann es nicht gegangen sein, denn diese werden in Saudi Arabien nicht mehr geachtet als in Syrien.

Als der IS den Amerikanern dann doch zu mächtig wurde hat man die Kurden gelockt mit Versprechungen von Unabhängigkeit und diese mit Waffen ausgerüstet.

Nachdem diese ihre Arbeit getan haben und den Kopf für die Amerikaner hingehalten haben, lässt man sie fallen wie eine heiße Kartoffel.

Wenn die Kurden nicht so gut ausgerüstet wären, wurde Erdogan sie nicht als Gefahr sehen und sich kaum die Mühe machen sich in der Sache einzumischen.

So - und wo ist da jetzt die Schuldigkeit Deutschlands dort mitzumischen. Das Chaos haben die USA bereitet, ich würde sogar sagen mit Missbilligung der Mehrheit der deutschen Bevölkerung. Es gibt für mich keinen Anlass, dass wir dort mitmischen.

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majonga 10.10.2019, 02:02
74. Sinnlose Kommentare...

also wenn ich hier diese unsäglichen Kommentare lese, wird mir speiübel.
Zuerst haben die Amerikaner die Kurden befreit! Saddam Hussein war ein noch größeres Problem als es der IS und Al-Quaida jemals werden. Allein Halepce 1988 reicht vollkommen aus.
Dann Deutschland als einen Partner zu bezeichnen ist Utopie. Deutschland schafft es nicht Mal seine rechte Ecke zu Ruhe zu bringen. Aber wenn es eine linke Ecke wäre, RAF, dann würde Deutschland über sich hinaus wachsen. Von der Ausrüstung der Bundeswehr ganz zu schweigen... Das einzige was Deutschland macht, ist Waffen zu exportieren. Was macht man den mit Waffen? Keiner braucht sich zu wundern wenn diese nun zum Einsatz kommen sollten in Syrien oder aber auch im Jemen...
Deutschland und die EU streiten sich darum ob sie Flüchtlinge ins Land lassen sollen, aber die Türkei hat ca 4 Mio Flüchtlinge ins Land gelassen. Bei einer Einwohnerzahl von ca 75 Mio. Die EU mit etwa 500 Mio Bürgerinnen und Bürger schafft nicht Mal einen Bruchteil dessen. Die Türkei darf sich verteidigen, vor allem wenn es vor der eigenen Haustüre ist. Aber sich verteidigen und angreifen sind dann zwei verschiedene Paar Schuhe. Rückgrat. Rückgrat ist das Zauberwort für unsere Politiker. Aber ein Politiker*in mit Rückgrat?

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gerollheimer 10.10.2019, 02:18
75. irgendwie

fehlt mir hier die Rolle der Türkei unter Erdogan. Ein potentieller Schleuser fuer islamistischen Terror mit faschistischen Facetten im Inland. Leider gibt es einen Deal mit dieser kriegstreibenden Türkei, Es ist eine schaendliche schmutzige Diplomatie,

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tallinn1960 10.10.2019, 02:48
76. Schon vergessen?

Was sich im Nahen Osten abspielt, ist Aftermath von GWB's kiregsverbrecherischem Irak-Krieg. Deutschland und Frankreich warnten seinerzeit davor, dass dieser Krieg die ganze Region in Brand setzt. Und so ist es gekommen. Der IS ist von ehemaligen Baath-Funktioniären gegründet worden, der Islamismus ist da nur ein Rekrutierungselement, die Destabilisierung Syriens und Lybiens waren die Folge. Und jetzt hat Europa keine Antwort auf diese Scheisse? Natürlich nicht. Denn Europa hat schon seinerzeit gesehen, dass da nichts mehr geht.

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doctoronsen 10.10.2019, 03:22
77. Das A-Wort

Wenn die EU auf großer Bühne militärisch mitspielen will oder soll, auf Augenhöhe mit Russland, den USA, China, oder wenigstens Indien oder Nordkorea: dann muss Deutschland Atommacht werden. Wie soll das anders gehen? Das würde dem stabilen Genie in DC ja auch gefallen. Endlich ein massiver Rüstungsetat der Deutschen! Und wir machen es dann so wie die USA und verbuchen unsere Rüstungsausgaben in der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung als "Investitionen". Unsere Zukunft wird strahlen!

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haraldbuderath 10.10.2019, 03:25
78. Einseitige Analyse

Den IS haben die USA geschaffen und Terroristen sind auch die Kurden in Syrien, der Bürgerkrieg in Syrien ist aus dem Ausland gesteuert, die Kriege im Nahen Osten sind alle durch die USA angezettelt; Irak und Afghanistan erleben wie die Demokratie Ihre Länder zerstört, die nächste Generation Dschihadisten werden wieder bewaffnet durch den CIA und marschieren im Auftrag der USA, die Kurden in Syrien können Ihre Waffen abgeben und die geflüchteten aus Syrien können aus der Türkei endlich wieder in Ihre Heimat,

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dereuropaeer 10.10.2019, 04:05
79. Erdogan's Offensive

Die Autorin sollte sich untersuchen lassen. Wer hat das ganze Desaster zu verantworten. Bestimmt nicht Deutschland. Alleinig die Amerikaner, Mr GW Bush

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