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Syrien-Krieg: Warum die Dschihadisten immer mächtiger werden
AFP

Anfangs richtete sich der Widerstand nur gegen Diktator Assad, jetzt droht Syrien zum Schlachtfeld religiöser Konfessionen zu werden. Ein Bericht von US-Konfliktforschern zeigt: Salafistische Kämpfer dehnen ihren Einfluss aus - dafür gibt es fünf Gründe.

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uspae2007 17.10.2012, 14:28
1. einfach nur schlecht

Zitat von sysop
Anfangs richtete sich der Widerstand nur gegen Diktator Assad, jetzt droht Syrien zum Schlachtfeld religiöser Konfessionen zu werden. Ein Bericht von US-Konfliktforschern zeigt: Salafistische Kämpfer dehnen ihren Einfluss aus - dafür gibt es fünf Gründe.
Der Westen hat es forciert, und steht nun vor dem Trümmerhaufen seiner Aussenpolitik. Einfach nur grottenschlecht.
Die Türkei ist jetzt als nächstes daran. Da wird ja Assad noch zum Verbündeten.

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Nonvaio01 17.10.2012, 14:32
2. auch wenn Ihr

Zitat von sysop
Anfangs richtete sich der Widerstand nur gegen Diktator Assad, jetzt droht Syrien zum Schlachtfeld religiöser Konfessionen zu werden. Ein Bericht von US-Konfliktforschern zeigt: Salafistische Kämpfer dehnen ihren Einfluss aus - dafür gibt es fünf Gründe.
es noch so oft wiederholt.
Der wiederstand war nie gegen Assad, es waren von anfang an andere beweggruende, darum besteht die Armee der Torroristen auch nur aus Soeldnern und Al Quaida kaempfern.
Syrische Buerger waren kaum darin verwickelt ausser als schutzschild benutzt zu wereden.

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c++ 17.10.2012, 14:35
3.

Der Bürgerkrieg trug natürlich auch von Anfang an Züge eines Religionskrieges, eines Krieges zwischen Islamismus und Säkularismus. Es wurde nur nicht zur Kenntnis genommen, lieber schwadronierte man über "arabischen Frühling".
In den "befreiten Gebieten", so hörte ich jetzt bei Phoenix, wurde bereits die Scharia eingeführt.
So ganz langsam dämmert es wohl den Politikern im Westen, was da passiert, während der ziemlich weltfremde Romney als Präsidentschaftskandidat schwere Waffen für die Aufständischen fordert:
"Ich werde daran arbeiten, diejenigen Mitglieder der Oppositionstruppen zu identifizieren und zu organisieren, die unsere Werte teilen".
Mitt Romney fordert schwere Waffen für syrische Rebellen - SPIEGEL ONLINE
Inzwischen ist den USA wohl klar, dass diese Waffen in die Hände der Dschihadisten fallen.
Syria crisis: US concerned weapons reaching jihadis - Tuesday 16 October 2012 | World news | guardian.co.uk

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Rainer_H 17.10.2012, 14:38
4. Wiederholung ist die Mutter der Weisheit

Zitat von sysop
Anfangs richtete sich der Widerstand nur gegen Diktator Assad, jetzt droht Syrien zum Schlachtfeld religiöser Konfessionen zu werden. Ein Bericht von US-Konfliktforschern zeigt: Salafistische Kämpfer dehnen ihren Einfluss aus - dafür gibt es fünf Gründe.
Ich hatte es schon am 22.06.2012 geschrieben: "Assad handelt richtig nach syrischem Recht" http://forum.spiegel.de/f22/syrische...l#post10417264
Assad darf und muss sich im Land gegen Banditen wehren, da seine Partei das Mandat der Mehrheit des Volkes hat. Die letzten Wahlen haben das wieder bestätigt. Unter den Banditen befinden sich religiöse Fanatiker, bezahlte Gewaltverbrecher und sicher auch demokratisch gesinnte Oppositionelle, wobei deren Spektrum von "gebt dem Kapital die absolute Freiheit" bis "enteignet das Kapital zu 100%" reicht. Sobald aber ein Demokrat die Waffe zu Angriffszwecken und nicht zur Verteidigung in die Hand nimmt, muss er nach bürgerlichem Recht ebenfalls zu den Banditen gezählt werden.

Bei den Kämpfen gibt es auf beiden Seiten Tote und Verletzte. Alle Kriegsverbrechen müssen möglichst objektiv untersucht werden. Die Regierungstruppen können kein Interesse an Kriegsverbrechen gegen die eigene Bevölkerung haben. Wer an Banditen Waffen liefert, macht sich strafbar und sorgt für noch mehr Tote.

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havanna-girl 17.10.2012, 14:41
5. Merkel

Weil Merkel und Co. sie mit Waffen beliefern. Aber Hauptsache, wir haben den Friedens-Nobelpreis.

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Grafsteiner 17.10.2012, 14:44
6. Aha, so wird jetzt also der Bürgerkrieg in Syrien umgeb(l)ogen.

Nachdem in einer Abschaltung der Medien übers Wochenende über Syrien nicht mehr berichtet werden durfte, wird jetzt 180° gedreht. Nun sind es nicht mehr die vom Ausland (Arabische Liga, also USA und Türkei) bezahlten Terroristen, sondern Salafisten, die Assad zum Scheitan schicken wollen. Und die altbekannte al Quida, die eigentlich nicht mehr existieren kann.

Ursprünglich waren das "Demonstranten", dann kamen die "Deserteure" und "Menschenrechtsaktivisten". Wie steuert die CIA eigentlich die Berichterstattung? Obama/Romney sind in ihrer gestrigen Diskussion mit keinen Wort auf die Syrien-Sache eingegangen, sind also nicht mehr weiter interessiert. Und schon vorher wurde die Berichterstattung entsprechend gedreht.

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vielosof 17.10.2012, 14:45
7. Komisch...

... dass sich bei innerarabischen Konflikten immer die religiösen Fanatiker durchzusetzen scheinen. Tunesien und Ägypten sind wesentlich konservativ-religiöser geworden als sie es unter den Diktatoren waren.

Könnte es sein, dass der Islam selbst eine autoritäre Komponente hat, die dazu führt, dass eben autoritäte Regierungen in islamisch geprägten Regionen entstehen?

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spon-facebook-10000221848 17.10.2012, 15:00
8. Afghanistan wiederholt sich, aber diesmal mit Stellvertretern, die den Krieg führen

Da ist nix mit "arabischem Frühling", da werden internationale Terroristen gegen Assad in Stellung gebracht und hinterher ist niemand an irgend etwas schuld.

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ehf 17.10.2012, 15:03
9. Hä?

Zitat von
Äußere Symbole sind ihnen wichtig. So eifern sie den frühen Gefährten des Propheten Mohammed nach, indem sie deren Kleidung und Bartlänge als Vorbild für ihr eigenes Aussehen nehmen
Sind Bilder von Mohammed bei denen nicht strengstens verboten? Woher wollen sie also wissen, wie er ausgesehen hat, und wie er rumgelaufen ist? Vielleicht hatte er gar keinen Bart, und kleidete sich ganz anders?

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