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Syrien: Kriegsverbrechen-Vorwürfe sind für Putin nur "Rhetorik"
AP

Westliche Staaten werfen Russland Kriegsverbrechen in Aleppo vor. Der russische Präsident Putin tut das "politische Rhetorik" ab - und macht wiederum den Westen für den Krieg in Syrien verantwortlich.

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Oberleerer 13.10.2016, 09:38
70.

Zitat von BoMo_UAE
Es ist voellig egal, wer diesen Krieg begonnen hat. Es zaehlt das jetzt und heuete. Und wer Fassbomben und bunkerbrechende Bomben auf Krankenhaeuser und Zivilpersonen wirft (und nur Putin und Assad haben eine Luftwaffe), um noch mehr Fluechtlinge zu generieren, die gen Norden stroemen und Erdogan mehr Macht und dem Westen mehr Probleme bescheren, der ist nichts anderes als ein KRIEGSVERBRECHER!!!
In Ihrem Beitrag sollten Sie JEDE Wortgruppe überdenken.

Wer einen Konflikt verursacht und ausgelöst hat ist eben nicht egal, es sollte nämlich die Unterstützung der rechtschaffenden Welt bestimmen.

Der Einsatz von Faßbomben deutet für mich auf eine militärische Notlage hin, weniger auf eine Kriegstaktik. Und warum sollte man teure bunkerbrechende Waffen gegen konventionelle (Kranken-)häuser einsetzen, wenn es Maschinengewehrfeuer auch tut?

Neben Putin und Assad haben auch die USA, die Türkei eine Luftwaffe und auch die Rebellen hatten im Irak einiges erbeutet.

Der Flüchtlingsstrom begann Jahre bevor Russland in den Konflikt einstieg und erst seit diesem Zeitpunkt wurden Fortschritte gemacht und ein Ende ist absehbar. Wieviele Flüchtlinge wird der Konflikt um die letzten 250.000 eingeschlossenen Bewohner wohl generieren?

Erdogan ist ein großes Problem. Für den Westen aber auch für Putin. Er schießt russische Piloten ab, bekämpft die mit dem Westen verbündeten Kurden und besetzt den verbündeten Irak, stellt für Wochen die Stromversorgung der NATO-Basis in Incirlic und kaufte jahrelang das Öl vom IS und lieferte denen Logistik. Dabei ist er NATO-Mitglied, also unser Bastard.

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spon-facebook-10000063024 13.10.2016, 09:39
71.

Zitat von spiegelobild
Putin ist nicht besser oder schlechter als die anderen Akteure im Syrienkonflikt. Hier wird ohne jede Rücksicht auf die Menschen in Syrien von allen Geostrategie verfolgt. Die Politik der Destabilisierung wurde von Nato-Staaten begonnen und war in Syrien äußerst erfolgreich, da Syrien heute kein politischer Faktor mehr im Nahen Osten ist. Der Preis dafür war die Förderung von islamistischem Terror. Jetzt Krokodiltränen über die armen Opfer zu weinen ist eigentlich ziemlich zynisch, und deutsche Medien sollten sich nicht dafür instrumentalisieren lassen. Es ging auch den USA und den anderen Natostaaten nie um das Wohl der syrischen Bevölkerung.
Die Deutschen Medien lassen sich nicht instrumentalisieren! Das ist nur in der russischen Paralelwelt so.

Hier mal ein guter Text aus der "Zeit". Machen sie sich ruhig die Mühe ihn zu lesen.

http://www.zeit.de/politik/ausland/2016-10/wladimir-putin-russland-journalisten-kriegsverbrechen-5vor8?wt_zmc=sm.ext.zonaudev.twitter.ref.zeitde.sh are_small.link.x

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lollicruncher 13.10.2016, 09:43
72. Ich frage mich wirklich, ...

... was uns Menschen wirklich noch ausmacht? Wie kann es sein, dass uns Bilder von toten und verletzten Kindern kalt lassen. Warum sind Politiker und selbsternannte "Weltenlenker" so kalt in ihrer Analyse? Und damit meine ich nicht nur die russischen Vertreter sondern alle. Wir liefern wirklich ein trauriges Bild ab...

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darthkai 13.10.2016, 09:44
73.

Was soll das Gerede denn sonst sein als reine Rethorik (im Wissen, dass es die schreibenden Anhängsel ohne eine Sekunde Bedenkzeit weiterverbreiten)?
Von der Schweiz oder den Fiji Inseln könnte ich die Kritik vlt ernst nehmen, aber von den Staaten, welche seit Jahren bei jedem (meist illegalen) Kriegseinsatz die Blaupausen für das russisch-syrische Vorgehen gegen "Moderaten" saudischer Prägung lieferten, ist es schlicht zynischer Unfug. Dieselben Parteien, welche gerade ihrerseits Angriffe auf Großstädte zusammen mit ihren irakischen oder kurdischen Teilzeit-Verbündeten planen (welche in der Tagesschau gestern ganz selbstverständlich verkünden, dass sie keinen einzigen Terroristen in Mossul am Leben lassen). Deren Einsatzpläne sich seit 15 Jahren keinen Deut von den russischen untscheiden (Rules of Engagement Falludja: Alles und jeder der nach Abwurf von Flugblättern noch in der Stadt ist darf bombardiert/erschossen werden). Dieselben Menschenrechts-Streiter, welche gerade den schlimmsten Terrorverbreiter des Planeten eifrig in dessen Angriffskrieg gegen den verarmten Nachbarn unterstützen?
Bei "Kritik" von solchen Stellen kann ein denkfähiger Mensch egtl höchstens abwinken oder ausspeihen. Es sei denn er schreibt für eine deutsche Zeitung, in dem Fall wird selbstverständlich jeder Stuss eins zu eins übernommen, und dem Leser was vom bösen Putinmann erzählt...

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chiefseattle 13.10.2016, 09:45
74. Chronik

Einfach mal die Chronik der Ereignisse durchlesen, dann weiß man, dass der Terror erst durch die amerikanische al-Nusra Unterstützung aufkommen konnte. Wäre dies nicht passiert, hätte Assad vor vier Jahren sein Land "befriedigt". Mit Hilfe der Ausländer dauert der Krieg nun fünf Jahre ...

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spon-facebook-10000063024 13.10.2016, 09:46
75.

Zitat von tpro
Werden Sie erwachsen , ziehen Sie den Kopf aus dem Sand und realisierten Sie, daß dieser von "Rebellen" und "Freiheitskämpfern" angezettelte Aufstand erst durch deren Versorgung durch die USA mit Waffen zum Krieg wurde. Und wenn syrische und russische Flugzeuge Angriffe auf Aleppo fliegen, liegt es daran, daß sich "Rebellen" und "Freiheitskämpfer" gerne zwischen Zivilisten oder auch in Krankenhäuser verstecken. Das sollte inzwischen auch dem einfälltigsten Sympathisant dieser "Guten und Edlen" klar sein.
Was sie hier beschreiben hört sich weniger nach den Vorgängen in Syrien an (wenn man nicht ausschließlich RT, Sputnik oder Compact konsumiert), als nach den "Rebellen" die die Ostukraine ins Unglück stürzten....

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sonntag500 13.10.2016, 09:46
76. Wir erinnern uns:

Als die amerikanische Luftwaffe vor ca. einem Monat ein Krankenhaus bombardierte, es zu über 50 Toten kam, war das "Geschrei" der Welt verhalten, ja, es verschwand nach ein, zwei Tagen aus den Medien.
hier, bei den Russen, bleibt es ein Dauerfeuer.
Sicherlich, der krieg in Syrien ist unappetitlich, aber das liegt nicht ganz alleine an dem Einsatz der Russen.
Als Waffenbruder steht Russland Syrien zur Seite, wie es die USA auch in anderen Regionen, bei ihren Partnern, auch macht.
Für mich stellt sich das Ganze auch nur als Rhetorik da, eine Rhetorik des Kalten Krieges!

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CancunMM 13.10.2016, 09:47
77.

Zitat von godfader
...als das die USA maßgeblich zur Destabilisierung Syriens in 2012 beigetragen haben. Durch massive Waffenlieferung an verschiedene Rebellengruppen, gemässigt oder auch radikal-islamisch, alle haben sie panzerbrechende Waffen aus Saudi-Arabien mit Billingung der USA/CIA. Das ist eine ähnliche Gemengelage wie die Stinger Raketen für die radikalislamischen Mudschaheddin in Afghanistan in den 80ern. Hätten die USA nicht versucht Syrien zu destabilisieren hätten wir dieses Chaos nun nicht, mit dieser Wahrheit muss sich der Westen nun einmal abfinden. Und erinnern wir uns: In 2012 hat Russland als Kompromiss (Originalton Martti Ahtisaari, seines Zeichens ehemaliger Finnischer Präsident) den Rücktritt Assads angeboten. Das hat der Westen damals ignoriert weil man "dessen Sturz in nur wenigen Wochen vermutet hatte". Das war alles noch "vor" dem Siegeszug von ISIS. Nun haben wir die Bescherung. Also, bitte nicht immer auf Putin zeigen. Der hat natürlich Blut an den Händen. Aber die USA (und damit wir, als Bündnispartner) leider auch!
Und ? Das die USA in Syrien Fehler gemacht hat, wurde schon häufig thematisiert. Aber nun ist die Lage so, dass Russland alleine es in der Hand hat, dass Assad Morgen Geschichte ist. Und das syrische Volk ihre Regierung wählen können.

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aurelis 13.10.2016, 09:50
78. Verschwiegen wird alles

Zitat von ted211
Am Sonntag bei Anne Will sagte NATO-General a.D. Kujat mehrmals, dass die USA AL Nusra unterstützen. Diese Feststellung wurde ignoriert.
was die Amis und unsere Politiker anstellen. Hochgejubelt werden angeblich "gute Taten".
Es sind unbegreifliche, vor-selbstmörderische Gedankengänge wenn einerseits gegen IS und Islamisten gekämpft wird und andererseits die durchwegs islamistischen "Rebellen" unterstützt werden.

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Oberleerer 13.10.2016, 09:50
79.

Zitat von muellerthomas
Den Angriff auf den Hilfskonvoi hat Russland nach wie vor nicht zugegeben, ebenso wenig wie die Verantwortung für MH17.
MH17 ist gegessen. Nach allem was man weiß, haben die Rebellen auf den Knopf gedrückt. Diese Feststellung bedeutet aber garnichts im Hinblick auf Schuld.

Diese hatten keinen Zugriff auf ein funktionierendes Flugleitsystem, um eine Zivilmaschine zu erkennen, einzig die Flughöhe, knapp an den 10km Sperrgebiet wäre ein Hinweis. An diesem Tag wurden auch angreifende Kampfmaschinen abgeschossen, eine Luftabwehr ist hier also völlig berechtigt im Einsatz.
Daß die MH17 ihre Flughöhe, entgegen dem ausdrücklichen Wunsch des Piloten, noch reduzieren sollte, läßt hinreichend Raum für VT. Ebenso, daß andere Fluggesellschaften (GB und Frankreich) den Luftraum generell umflogen haben, eben weil dort ein Krieg stattfindet, der eben auch in der Luft geführt wird.

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