Forum: Politik
Syrien-Krise: Das Ende der Uno
AFP

Syrien brennt, die Uno zaudert: Das Scheitern der Weltgemeinschaft im Angesicht der eskalierenden Katastrophe ist nicht nur eine Konsequenz verkalkter Strukturen. Es ist eine historische Schande.

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hevopi 07.10.2015, 05:13
1. Sehr traurig,

die "Egoisten" (Menschen) sind nun mal nicht in der Lage, intelligenten und humanen Vorschlägen den nötigen Respekt zu erweisen. Wenn ich mir die "menschgemachten" Krisen in Nordafrika ansehe, den ausgeprägten Egoismus vieler Politiker, die Korruption in Afrika (und anderen Ländern) und die unglaubliche Naivität in Bezug auf die Syrienkrise: Vielleicht ist es wirklich besser, keine Nachrichten mehr zu lesen.

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harwin 07.10.2015, 05:45
2. Die Uno ist nicht demokratisch

Die Uno ist nicht demokratisch, und kann daher auch keine richtigen Entscheidungen treffen. Dazu benötigt die Welt ein Weltparlament. Und dazu ist die Welt sicher noch nicht bereit. Solange es Vetomächte gibt, wird es auch keine guten Entscheidungen geben.

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weltbürger47 07.10.2015, 05:49
3. Sanktionsliste

Erwähnenswert und bezeichnend war auch, dass der Vorschlag Russlands, den IS endlich auf die Uno Sanktionsliste zu setzen, seitens der USA abgelehnt wurde. Das schien nur wenigen Zeitungen eine Meldung wert zu sein. Soviel zum breiten Bündnis und der vehementen Bekämpfung der Terror Krieger.

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K:F 07.10.2015, 05:54
4. Uno ja aber ohne Vetomächte

Die Uno sollte den Vetostatus abschaffen. Die Partikularinteressen der Vier Mächte bildet in unserer globalisierten Welt die Bedürfnisse der Staaten nicht mehr ab. Weg mit dem Veto. Hin zu einer Mehrheitsabstimmung. Für alle Mitglieder bindend. Sanktionen müssen aber auch folgen Für jeden die gleichen Rechte und Pflichten.

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1besserwisser1 07.10.2015, 05:56
5.

Der UNO Sicherheitsrat und die UN sind nicht gescheitert. Sie spiegeln die Lage der Welt wieder. Die USA hat die Erde zum 2. Mal nach 1947 in einen Kalten Krieg getrieben. Und wenn der UN SR reformiert werden würde, würde es eine westliche Überlast geben. Eine Reform wäre GBs und FRs Vetorecht Indien und Brasilien zu geben. So hätte man von fast jedem Kontinent die Macht am Tisch. Aber dann würde die USA die ganze Zeit Vetos schieben.

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dutchinnz 07.10.2015, 06:05
6. Endlich

Die UNO ist wegen der idealistischen Idee, nie mehr Krieg zu haben, ins Leben gerufen. Von Anfang an hat sich aber gezeigt, daß es Staaten wie die USA dieser Idealismus völlig Wurscht ist; sie führen Kriege so ganz wie es ihnen gefällt. Die ganze UNO ist, inklusive aller Unterorganisationen (ein saudischer Prinz als Vorsitzender der Menschenrechtskommision!), nichts anderes als ein lauwarmes Lüftchen, ohne das man genausogut leben kann.

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quark2@mailinator.com 07.10.2015, 06:11
7.

Der Völkerbund, die UNO ... jeweils Verwaltungsstrukturen für die Siegermächte der jeweiligen Weltkriege ... deshalb der Sicherheitsrat mit seinen Vetorechten. Im Moment findet mal wieder die Neuaufteilung der Welt statt in halb Afrika und halb Asien. Natürlich ist die UNO ein zahnloser Tiger, war sie schon immer. Denn der Ärger geht ausgerechnet von den Ländern aus, die:

1. das Vetorecht haben
2. die UNO hauptsächlich finanzieren
3. Atomwaffen haben
4. die Weltfinanzen kontrollieren
5. die Weltwirtschaft stark beeinflussen

Gegen solche Staaten könnten die restlichen Länder nur gemeinschaftlich etwas ausrichten. Deshalb sorgen diese per Teile und Herrsche dafür, daß eben diese Einigung nie eintritt. Aber alles das ist ein alter Hut. Was die Lage im Moment so drastisch macht ist die effektive Anullierung des halben Völkerrechts durch die USA nach 9/11 von unbegründeten Invasionen (gabs auch vorher aber nun schlimmer) über illegale Verschleppungen und Folter bis hin zu Drohnenkrieg und Internetkrieg und weltweiter Totalüberwachung aller Menschen nach bestem Vermögen. Genießen wir die letzten ruhigen Jahre, bevor die Spannungen auch in Europa mal wieder zu groß werden.

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Sackaboner 07.10.2015, 06:12
8.

SPON versucht auf Teufel komm raus, Putins Einsatz in Syrien zu diskreditieren. Es ist aber leider so, dass die ISIS-Krieger nicht durch Wattebällchen oder Antiaggressionstraining zu besänftigen sind, sondern wohl leider nur durch Gewehrkugeln. Die sogenannten Rebellen sind keine demokratischen, westlichen Werten verpflichtete, vernünftige Patrioten, sondern religiöse Fanatiker, die sich häufig ISIS und anderen Milizen anschließen. Assad und seine Truppen sind leider die einzige Militärmacht, bei der der gesunde Menschenverstand regiert. Dass Assad ohne Not seine eigene Bevölkerung massakriert, ist dumme Propaganda des Westens. Dass er allerdings seine erklärten Gegner nicht mit Samthandschuhen anfasst, ist in einem Krieg normal, so grausam sich das für einen, der in Deutschland seit 70 Jahren in Frieden, Sicherheit und Wohlstand lebt, auch anhören mag.

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fd2fd 07.10.2015, 06:12
9. Einseitiger Artikel

Das Ende der UNO haben wir selbst verschuldet. Ohne Resolution wurde militärisch im Kosovo eingegriffen.
Beim Irakkrieg haben die USA auf eine Abstimmung verzichtet, da sie mit Vetos und Gegenstimmen gerechnet haben. Verhindert hat es den Krieg nicht. In Lybien hat sich u.a. Deutschland enthalten und dem Zusammenbruch des Staates Lybien tatenlos zugesehen.

Das Ende der UNO Russland in die Schuhe zu schieben wegen des Einsatzes in Syrien ist Hohn pur. Die Russen wurden von der legalen syrischen Regierung um diese Hilfe gebeten. Auch wenn es der Welt nicht paßt - Assad ist nunmal gewählter Staatschef. Im Gegensatz dazu bombt die sogenannte internationale Koalition unter Führung der USA in Syrien illegal. Es gab weder eine UNO-Resolution noch eine Bitte der syrischen Regierung.

Von Israel müssen wir gar nicht erst anfangen, denn die fordern stets die Einhaltung ihr genehmen Resolutionen, während man selbst TÄGLICH Resolutionen bricht und für ungültig erklärt - stets geschützt durch die USA.

Die Abschaffung der UNO ist also garantiert nicht die alleinige Schuld der Russen oder Chinesen. Vielmehr haben wir alle selbst erheblich dazu beigetragen.

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