Forum: Politik
Syrien nach dem Krieg: Der Wiederaufbau - eine Jahrhundertaufgabe
Analysis by UNITAR-UNOSAT

Der Wiederaufbau des zerstörten Syrien wird Hunderte Milliarden Dollar kosten. Das Regime und seine Verbündeten sind mit der Aufgabe überfordert. Der Westen will nur helfen, wenn Assad seinen Kurs ändert.

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djrobinbyc 30.08.2018, 09:16
1. Apeasement

Stellt sich auch die Frage, ob es wirklich zu einem Ende des Krieges kommt. Die Kurden sollten meiner Meinung eher massiv militärisch und beim einem Wiederaufbau unterstützt werden. Iran muss sanktioniert werden. Da hat die Administration Trump leider recht und sein Vorgänger Obama ( so gut er auch für das eigene Land war ) einen fatalen Fehler gemacht.

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kajosch55 30.08.2018, 09:20
2. Es ist ein gutes Zeichen,

wenn öffentlich darüber nachgedacht wird den Reibach von der Militär-Industrie zur Bauwirtschaft umzuleiten. Und wenn der "Westen", also die kalten Krieger in den USA das abnicken, dann besteht Hoffnung für die Menschen in Syrien.

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wasistlosnix 30.08.2018, 09:33
3. Teure Lernkurve

Man kann nur hoffen das die westlichen Länder aus ihren früheren Vorgehen und Erfahrungen endlich gelernt haben. Spätestens der Irak Krieg und die daraufhin Instabilität und das erstarken von Terrorgruppen sollte ihnen die Augen geöffnet haben.
Nicht alles was man im Westen als schlecht befindet muss in der jeweiligen Region die schlechteste Wahl sein.
Man kann mit Gewalt eine Regierung stürzen aber keine Demokratie mit Gewalt einführen.

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Holbirn 30.08.2018, 09:40
4. Die diffuse Zielsetzung des Westens in diesem Krieg rächt sich

Außer Asad zu beseitigen scheint kein belastbares Ziel vorhanden gewesen zu sein. Die vom Westen unterstützten Konfliktparteien - offenbar auch über die Zeit unterschiedliche - sind überhaupt nicht in der Lage, die Regierung zu stellen, also hat man keine Alternative anzubieten, und eine Fortführung des Krieges lässt sich auch nicht rechtfertigen. Trump macht nun das, was seine Vorgänger auch getan haben: Das Köpfchen in den Sand stecken.

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egoneiermann 30.08.2018, 09:43
5.

Da der Bürgerkrieg ja auch ein Krieg zwischen den Volksgruppen war, ist die Bereitschaft von Assad und den ihn tragenden Gruppen klein, auch nur ein Pfennig die Stadtteile der aufständischen Gruppen auszugeben. Wahrscheinlich ist auch kaum eine Bereitschaft da, die Geflüchteten zurück ins Land zu lassen, da man dadurch nur wieder die Opposition ins Land holt. Ohne eine neue Regierung, die wirklich alle Menschen des Landes vertritt und eine gesellschaftliche Aussöhnung (Vorbild Südafrika) ist das Land mittel- bis langfristig nicht stabil, da hilft auch kein Geld aus Europa.

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h-henz 30.08.2018, 09:52
6. Teurer Spaß

Der bei uns gefeierte und massiv geförderte arabische Frühling hat in der Region vielleicht mit Ausnahme Tunesiens bisher die Situation der Bevölkerung nur verschlechtert und Elend für viele Menschen gebracht! Sowohl in Libyen als auch in Syrien ist die Lage viel schlechter als vorher. In Ägypten nicht anders als vorher unter Mubarak.
Früher gab es relative Sicherheit und ein menschenwürdiges Leben war möglich. Selbstverständlich fehlte Freiheit und demokratische Strukturen nach unseren Maßstäben. Heute gibt es nichts von alledem mehr, so dass man jeden Menschen verstehen kann, der diese seine Heimat verlässt, um in einem anderen Teil der Welt sein persönliches Glück zu suchen.
Übrigens: Ein Sturz Assads hätte auch keine Verbesserung gebracht, siehe Libyen!
Folgerung: komplexe und gewachsene Macht- und Gesellschaftsstrukturen können von außen kaum positiv verändert werden, ohne Chaos zu verursachen. Man sollte der Geschichte ihren Lauf lassen, denn von innen sind in vielen Ländern positive Veränderungen möglich und auch schon passiert !

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fred_m 30.08.2018, 09:52
7. Ein zweites Afghanistan ?

Ich befürchte, dass Syrien sich zu einem zweiten Afghanistan entwickeln wird. Dort ist schon seit vierzig Jahren Krieg und die Ähnlichkeit mit Syrien ist beängstigend.

Übrigens: beide Kriege sind Stellvertreterkriege zwischen USA und Russland. Und das lässt nichts Gutes hoffen.

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a!ssad/treue 30.08.2018, 09:56
8. Warum nicht?

Warum sollte der Westen Syrien den nicht Finanziell helfen? Der Westen trägt eine große Mitschuld was in Syrien passiert ist und immer noch passiert.

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nestor01 30.08.2018, 10:00
9. Der Wiederaufbau kann erst beginnen,

wenn der Bürgerkrieg real beendet ist, also das Staatsgebiet Syriens festgelegt wurde.
Wenn eine Wechsel der politischen Strukturen vollzogen ist, oder aber die bestehenden Strukturen hinreichend stabil sind.
Beide Voraussetzungen müssen zutreffen, sonst bringt es nichts.

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