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Syrien: Rebellen bejubeln Eroberung der ersten Großstadt im Osten
REUTERS

Es ist die erste Großstadt in den Händen der Rebellen im Osten Syriens: Die Aufständischen haben eigenen Angaben zufolge Rakka eingenommen - ein "entscheidender Sieg" gegen Assad. Sie zerstörten dabei eine Statue von Baschar al-Assads Vater.

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kölschejung72 05.03.2013, 00:10
1. Ar-Rakkar

ist die Stadt in der sich vor dem Winter etwas 150.000 Flüchtlinge geflohen hatten und die FSA darum gebeten hatten, die Stadt aus humanitären Gründen nicht anzugreifen. Der Spiegel hatte dazu einen Bericht.

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Comander 05.03.2013, 00:23
2. Glückwunsch

damit ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zum endgültigen Sieg getan wurden. das brutale und menschenverachtende Assad- Regime wird bald der Vergangenheit angehören. Nun müssten endlich die Russen begreifen dass sie auf der Verliererseite stehen.

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spon-facebook-1045432538 05.03.2013, 00:52
3. optional

Der Artikel verschweigt, dass es noch während den Feierlichkeiten zu Mörserbeschuss kam. Hierbei gab es Tote und Verletzte. Fraglich ist demnach, wie beständig diese erfolgreiche Einnahme ist oder ob überhaupt schon von einem Erfolg gesprochen werden kann.

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KerKaraje 05.03.2013, 06:22
4. Etwas seltsam..

Zitat von sysop
Es ist die erste Großstadt in den Händen der Rebellen im Osten Syriens: Die Aufständischen haben eigenen Angaben zufolge Rakka eingenommen...zerstörten dabei eine Statue von Baschar al-Assads Vater.
a) Dass Menschen eine Statue niederreissen hat nicht viel Aussagekraft. Wie wir noch aus Irak wissen waren an der gehypten Niederreissung von Saddams Statue auf dem Firdausplatz keine 500 Mann beteiligt, dadrunter die Mehrheit Milizmänner vom irakischen Pendant zu Syriens Moaz al Khatib, nämlich Ahmad Chalabi.

b) "Ein Polizeichef sei bei dem Angriff ums Leben gekommen, berichten die Beobachter. Zudem seien zwei ranghohe Vertreter der Sicherheitskräfte festgenommen worden."

...eine Stadt mit 800.000 Menschen wird eingenommen, und es werden keine 10 Opfer der Armee genannt. Wo sind die üblichen Aufnahmen herumliegender Soldatenleichen, zerstörten Kriegsgeräts und verlassener Kasernen?
Wo sind die massenhaft erbeuteten schweren Waffen, die sonst als Kriegsbeute gefeiert und auf Kamera gebannt werden?

Das ist so wie so ein Krieg, bei dem beide Seiten sehr viel Negativ-News bezüglich sich selbst einfach auslassen und speziell die Rebellen von Momentaufnahmen leben.
Vor wenigen Tagen/Wochen standen die Rebellen angeblich ganz kurz davor, in Aleppo die Oberhand zu gewinnen. Man hatte einen Militärflughafen eingenommen, man hatte eine wichtige Basis unweit des internationalen Flughafens eingenommen, und es wurde behauptet, alle Nachschubwege der Armee seinen nun abgeschnitten. Die Armee könne nun die bisher gehaltenen Gebiete nicht mehr versorgen. So, was wurde nun aus dem unmittelbar bevorstehenden Sieg in Syriens grösster Stadt?

Weitere Fragen, die aufkommen: Die Rebellen haben vor Kurzem "weite Teile" der vermeintlich sehr wichtigen Polizeiakademie bei Khan al Assal westlich von Aleppo eingenommen und rückten auch mit Panzern auf das weitläufige Areal. Da sie a) keine Luftunterstützung haben und b) fremdes, gut verteidigtes Terrain betreten und c) die Armee vermeintlich waffentechnisch haushoch überlegen ist, dürften dort diverse Panzer der Rebellen gesprengt worden sein. Aber hört/sieht man auch was davon?
Oder tauchen die RPGs und Panzerminen der Armee erst nach verlorenen Schlachten auf, NACHDEM die Rebellen Basen eingenommen haben? Das macht wenig Sinn.
Berichte der "SOHR" aus Coventry (und eben nicht London), denenzufolge die Rebellen bei solchen Siegen auch immer deutlich weniger Verluste erleiden sind unrealistisch. Ein gut verbarrikadierter Gegner, der Luftaufklärung besitzt und organisiert ist müsste gegen Milizen ohne schwere Waffen Verluste im Verhältnis von 1:3-4 erleiden, nicht umgekehrt.

Fakt ist auch, dass die Al-Nusra Front und Konsorten sicher keine lediglich 3000 bis 10.000 Mann sind, wie man vielfach behauptet, um ihre Rolle innerhalb der FSA kleinzureden. Man kann nicht in Damaskus (nicht nur der Stadt sondern der "Provinz"), Idlib, Deir al Zour, Aleppo, Hasaka und jetzt auch Raqqa kämpfen und ganze Divisionen vertreiben mit nur 10.000 Mann. Deraa, Homs und Hama habe ich bewusst nicht genannt, weil von dort wenig Al-Nusra Präsenz gemeldet wird.

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tomex030 05.03.2013, 09:55
5. Rebellen?

Warum werden eigentlich die islamistischen Terroristen in einigen Blättern noch Rebellen oder Aufständische genannt?

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Calex 05.03.2013, 10:10
6. Verlogen

Zitat von Comander
damit ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zum endgültigen Sieg getan wurden. das brutale und menschenverachtende Assad- Regime wird bald der Vergangenheit angehören. Nun müssten endlich die Russen begreifen dass sie auf der Verliererseite stehen.
Sie haben leider keine Ahnung. Auch wenn das Assad-Regime menschenverachtend ist, so wird eine islamistische Regierung durch Saudi-Arabien und Katar subventionierte Söldnerarmeen auch keine Verbesserung für die Bevölkerung.

Hier geht es nicht um Assad, hier geht es um geostrategische Positionen, um Machteinfluss und um Rohstoffe. Wie immer!

Die Menschen sind denjenigen, die da Krieg führen völlig egal.

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Halodri 05.03.2013, 10:34
7. Besorgniserregend

Zitat von sysop
Es ist die erste Großstadt in den Händen der Rebellen im Osten Syriens: Die Aufständischen haben eigenen Angaben zufolge Rakka eingenommen - ein "entscheidender Sieg" gegen Assad. Sie zerstörten dabei eine Statue von Baschar al-Assads Vater.
Der Bürgerkrieg aka Proxy-Krieg zwischen Sunnis und Shias weitet sich immer mehr aus und kann einen regelrechten Flächenbrand auslösen. Wird der Iran tatenlos zuschauen? Soll sich der Westen einmischen? Ich denke nein, wir können dabei nur verlieren, wenn wir Partei ergreifen. Mir sind die Ideologien aus Katar / Saudi Arabien und auf der anderen Seite, Irans, zuwider. Keine Waffen, kein Geld für diesen Konflikt! Es geht nicht um Menschenrechte oder Demokratie, es geht um Ressourcen und die Auslegung einer archaischen Religion. Die moderaten "demokratischen" Kräfte der syrischen Rebellen sind nur ein "Smoke-Screen", dahinter wirkt die Fratze es radikalen Islam, der das Großkalifat mit der Sharia als Grundgesetz im Sinn hat. Wir sind so oder so nur Ungläubige, die nach Strich und Faden belogen und betrogen werden dürfen!

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AbuHaifa 05.03.2013, 11:28
8. Erobern und halten - zwei Paar Schuhe

Zitat von sysop
Es ist die erste Großstadt in den Händen der Rebellen im Osten Syriens: Die Aufständischen haben eigenen Angaben zufolge Rakka eingenommen - ein "entscheidender Sieg" gegen Assad. Sie zerstörten dabei eine Statue von Baschar al-Assads Vater.
In eine Stadt eindringen ist noch lange nicht erobern, von halten mal ganz zu schweigen. Die Rebellen meldeten bereits vor Monaten Daraa als erobert und mussten sich inzwischen aus großen Teilen wieder zurückziehen. In Homs war es ähnlich. Deir ez-Zor stand schon vor drei Wochen angeblich kurz vor dem Fall, seitdem hat man nichts mehr von dort gehört. Idlib galt lange als heimliche Hauptstadt der FSA und ist nun fast wieder vollständig unter der Kontrolle der syrischen Armee. Und wie sieht es denn mit der epischen Offensive in Damaskus aus. Drei Tage Gefechte um eine Kreuzung - das war es. Die Rebellen sind wieder in einige, wenige Vororte wie Jobar und Qabun zurückgedrängt. Der großmaulig angekündigte Angriff ist bereits verpufft.

Das Hin und Her liegt am Wesen der Guerilla - relativ kleine Gruppen sind in der Lage kurzfristige Erfolge zu schaffen, aber eine Stadt wie Al-Raqqa über lange Zeit gegen eine Armee zu halten, ist eine ganz andere Sache.

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tuscan40 05.03.2013, 11:49
9. Spiel der Mächte

Zitat von sysop
Es ist die erste Großstadt in den Händen der Rebellen im Osten Syriens: Die Aufständischen haben eigenen Angaben zufolge Rakka eingenommen - ein "entscheidender Sieg" gegen Assad. Sie zerstörten dabei eine Statue von Baschar al-Assads Vater.
Syrien folgt einem Muster, das schon desöfteren erprobt und umgesetzt wurde.

Wer sich mit Geopolitik beschäftigt und mit den dazugehörenden Playern, der weiß worum es hier geht. Der Nahe Osten wurde schon vor einiger Zeit zum Dreh-und-Angelpunkt der zukünftigen Einflussnahme auf die Welt-Vorherrschaft erklärt.

Genauso wenig wie der gesamte arabische Frühling einen revolutionären und originären Ursprung hat, genauso wenig ist es in Syrien der Fall. Im Nahen Osten finden geostrategische Verteilungskämpfe statt - das Machtgefüge soll sich verändern.

Wenn man diesen Prozess den westlichen Massen dann noch als Befreiungsaktion verkaufen kann, um so besser. Doch mit Demokratie und Freiheit hat das nichts zu tun.

Deshalb haben auch diese Begriffe in Zusammenhang mit Syrien nur als Worthülsen bestand. Das trojanische Pferd kennt ja wohl jeder.

Aber unter dem Deckmantel von Demokratie und Freiheit politische Ziele zu erreichen hat Methode. Und wer nicht blind ist, für den sind die Zusammenhänge ersichtlich.

Ausnahmen gibt es natürlich immer...

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