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Syrien: Russland spricht von "inszeniertem" Giftgasangriff
DPA

Ermittler hätten in Syrien keine Beweise gefunden: Im Uno-Sicherheitsrat hat Russland den mutmaßlichen Giftgasangriff auf Duma als Erfindung bezeichnet - und sich mit den USA einen verbalen Schlagabtausch geliefert.

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Heinrich52 10.04.2018, 14:42
70. Das Verbrechen muss gesühnt werden

Trump muss wieder darauf reagieren und diesmal härter. Inszeniert hat dieser Giftgaseinsatz Russland um ein schnelles Ende der Kämpfe herbeizuführen.
Es ist wie bei dem Skripal-Skandal wo auch Putin mit involviert war. Es gab auch keinen Grund Skripal zu vergiften. Er stellte für für Russland keine Gefahr mehr da. Wenn es so wäre wie es hier im Forum dargestellt wird, müsste Frau May das selbst inszeniert haben. Denn durch den Skandal hat sie ihre Position gestärkt.
Putin provoziert mi Giftgas und will herausfinden wie weit Trump und der Westen dies so hinnimmt. Ich hoffe, dass Trump nicht so weich ist wie Obama und mit Frankreich zusammen eine Antwort gibt.
Die USA, der WEsten und Israel mussendlich in Syrien eingreifen um den Völkermord ein End zu bereiten. Das Maß muss jetzt voll sein.

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albatrosmz 10.04.2018, 14:42
71.

Ergänzend zum vorigen Beitrag, warum informiert uns SPON nicht über die laut Rußland inakzeptablen Elemente im US-Entwurf? Zum Giftgasangriff am 04.04.2017 lehnte Rußland einen US-Vorschlag ab, weil dort eben genau die "Proben und Beweise" aus den Händen der islamistischen Terroristen stammten und Rußland forderte, durch unabhängige Spezialisten vor Ort Untersuchungen durchzuführen, was nachvollziehbar war. Damals haben Sie wenigstens noch über die berechtigten Einwände der Russen informiert. Verhält es sich diesmal genauso? Also warum vorenthält uns SPON die inakzeptablen Elemente? Es geht doch für uns alle um Krieg oder Frieden? Übrigens zeigten ARD-Nachrichten am 29. und 30. März, daß die Lebensmittelhilfen für Ost Ghuta, nicht bei den verhungernden Zivilisten, sondern bei den kämpfenden Terroristen ankamen! ARD berichtete auch, daß dort die Terroristen die Zivilbevölkerung als lebende Schutzschilde benutzte und daß die Terroristen auf Zivilisten schossen, die aus Ost Ghuta flüchten wollten. Also nicht die syrische Armee kämpft gegen das eigene Volk, sondern die islamistischen Terroristen kämpfen gegen das syrische Volk. Wer noch seinen gesunden Menschenverstand besitzt und objektiv denken kann, der weiß, ein Giftgaseinsatz ist unsinnig und schädlich für die syrische Armee aber der letzte Strohhalm für die Terroristen und willkommener Vorwand für die USA, einen Sieg der syrischen Armee zu verhindern. Wer nun noch nach den US-Lügen vor dem Irak-Krieg den Islamistischen Terroristen und Amerikanern glaubt, dem ist nicht mehr zu helfen.

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neanderspezi 10.04.2018, 14:45
72. Giftgas kann erwartungsgemäß nur von der Assad-Regierung kommen

Wenn Russland von einem "inszenierten" Giftgasangriff gegen die verbliebenen Freischärler in Duda unter der Regie einer Anti-Assad-Koalition kurz vor ihrem Abzug spricht, dann wird es ja wohl ein letzter Versuch dieser Umstürzler gewesen sein, ihre Unterstützer gegen Assad und die Russen ein weiteres Mal zu einer Militäraktion aufzustacheln, nachdem wiederholt vom Überschreiten einer Roten Linie beim Einsatz von Giftgas palavert wurde, wobei dies immer in der Hoffnung geschah, dass daraufhin diese Alliierten endlich der Androhung entsprechend reagieren werden. Es muss kein Großes Einmaleins geübt werden, um das Anturnen der USA, GBs und eventuell Frankreichs zu militärischer Hilfestellung gewiss auch nach eigenem Dafürhalten sich vorzustellen, speziell wenn ein Trump sich dazu mit Gezwitscher emporzuarbeiten anschickt. Inzwischen scheint auch in Deutschland wie zu Buschs Zeiten, im Gegensatz zu damals jedoch mit herbeieilendem Regierungssegen, ein gehorsames Mitschwingen sich anzudeuten.

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fhouseman 10.04.2018, 14:45
73. Nicht unwahrscheinlich,

da Quellen der Giftgasbehauptung eher fragwürdig sind. Der Nahost-Experte Prof. Jürgen Meier sagte zu den sogenannten Weißhelmen folgendes: "Diese Organisation wird vor allem von den Regierungen in London und Washington mit mehreren hundert Millionen US-Dollar finanziert. Sie hat in erster Linie die Aufgabe, die Medien mit herzzerreißenden Videos und Fotos von den Opfern der brutalen Angriffe des Assad-Regimes zu versorgen. Dass diese Aufnahmen vielfach inszeniert werden oder wie beispielsweise in einem weltweit ausgestrahlten Video von CNN sogar von Schauspielern dargestellt wurden, hat sich bereits bei der Belagerung von Ost-Aleppo gezeigt." https://www.n-tv.de/politik/Die-USA-wollen-Syrien-zerschlagen-article20337990.html

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neanderspezi 10.04.2018, 14:55
74. Giftgas kann erwartungsgemäß nur von der Assad-Regierung kommen

Wenn Russland von einem "inszenierten" Giftgasangriff gegen die verbliebenen Freischärler in Duda unter der Regie einer Anti-Assad-Koalition kurz vor ihrem Abzug spricht, dann wird es ja wohl ein letzter Versuch dieser Umstürzler gewesen sein, ihre Unterstützer gegen Assad und die Russen ein weiteres Mal zu einer Militäraktion aufzustacheln, nachdem wiederholt vom Überschreiten einer Roten Linie beim Einsatz von Giftgas palavert wurde, wobei dies immer in der Hoffnung geschah, dass daraufhin diese Alliierten endlich der Androhung entsprechend reagieren werden. Es muss kein Großes Einmaleins geübt werden, um das Anturnen der USA, GBs und eventuell Frankreichs zu militärischer Hilfestellung gewiss auch nach eigenem Dafürhalten sich vorzustellen, speziell wenn ein Trump sich dazu mit Gezwitscher emporzuarbeiten anschickt. Inzwischen scheint auch in Deutschland wie zu Bushs Zeiten, im Gegensatz zu damals jedoch mit herbeieilendem Regierungssegen, ein gehorsames Mitschwingen sich anzudeuten.

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worlorn 10.04.2018, 14:57
75.

Zitat von hei-nun
Wer gestern den späten ARD-Bericht über Folter-Methoden in Syrien und die Rollen von Assat und Russland dabei gesehen hat, muss keine weiteren Berichte über das unmenschliche Verhalten dieser kriminellen Vereinigung mehr lesen, der weiß endgültig Bescheid.
Sie sollten ggüb. einem solchen wohl glaubhaften, aber in seiner Einseitigkeit schlichtweg propagandistischen Journalismus kritischer sein. Es ist eben nicht so, dass nur das Assad-Regime böse ist und die anderen die Guten. In der arabischen Welt gibt es nur Diktaturen und alle gehen gnadenlos mit ihren Gegnern um. Jede Gruppe, die an die Macht kommt, holt sie sich komplett und gibt sie nicht mehr freiwillig her. Alle wichtigen Positionen werden mit Leuten aus der eigenen Gruppe besetzt. Die Loyalität gilt nur dem eigenem Clan, Stamm, der eigenen Machtgruppe, Ethnie, Religionsgemeinschaft. Wie agiert denn die Militärjunta in Ägypten (s. der brutale Kampf gegen die Muslimbruderschaft) oder das saudi-arabische Königshaus (s. der perfide Krieg auch gegen die Zivilbevölkerung im Jemen) oder die Mullahs im Iran? Überall das Gleiche. Die Idee der Demokratie spielt keine Rolle und ein Nationalbewusstsein gibt es nicht.

Der Witz ist, dass unter diesen Regimen das von Assad sogar das relativ liberalste, säkularste ist. Es gibt einen geschickten Interessenausgleich zwischen den Bevölkerungsgruppen, Frauen sind per Gesetz gleichberechtigt, alle haben Zugang zu Bildung. In Syrien kann man ganz gut leben, nur eines darf man nicht tun, nämlich sich mit dem Assad-Clan anlegen, seinen Machtanspruch bestreiten. Dann bekommt die volle Staatsgewalt zu spüren.

Genauso wenig sind die Rebellen die Guten. So wurde es bei uns jahrelang suggeriert: Assad der Böse, Rebellen die Freiheitskämpfer. Das Letztere ist eine glatte Lüge. Es kam ja dann heraus, dass sie von IS und Al-Kaida dominiert sind. Aber auch die ursprünglichen Rebellen sind keine Waisenknaben, sondern sunnitische Gotteskrieger, die ein religiöses Regime errichten würden. Sie verschanzen sich in Städten und benutzen die Bevölkerung als lebendes Schild. Dort schlägt das Assad-Regime zu, nur dort. Dass schlichtweg die ganze Bevölkerung bekämpf wird ("sein Volk" hieß es auch heute wieder in der SZ) ist eine Propagandalüge, denn wie könnte es dann sein, das nachweislich die Mehrheit der Bevölkerung steht immer noch hinter dem Regime steht, dass Syrer in großer Zahl zurückkehren? Seltsam, wo doch der angebliche Massenmörder mit Giftgas auf sie wartet. Sind die Syrer ein Volk von Todessüchtigen?

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hornochse 10.04.2018, 15:17
76. Genfer Konventionen

Besonnenheit und Anstand haben verloren, Heuchelei und Rechtsbruch gewonnen! Beide Seiten geben ein gleichermaßen schlechtes Bild ab. Die Genfer Konventionen sollten neu definiert werden denn in Den Haag wird eh niemand dieser Kriegstreiber landen. Die niveaulose Sprache die sich selbst auf höchstem Amt wiederfindet ist Zeugnis genug des Werteverfalls den sich einst die Weltgemeinschaft stolz verlieh. Afrin ist mitlerweile der türkischen Provinz Antaya einverleibt worden. Über weitere Landname wird offen in T. gesprochen. Keine echte Aufklärung über Giftgasangriffe. Folter und Elend gegenüber dersyrischen Bevölkerung je nach Coleur der jeweiligen Seite. Merkel und Co bleiben stumm - es sollen Waffengeschäfte nicht gefährdet werden und außerdem verteidigen wir unsere Werte ja schon am Hindukusch.....
Kaputte Welt!

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worlorn 10.04.2018, 15:34
77.

Wie hier einige der billigen, offensichtlichen Westpropanda auf dem Leim gehen, ist erschreckend. Das Volk lernt nicht dazu, null eigenständige Meinungsbildung, null kritische Einstellung, keine Ahnung von den politischen Zusammenhängen und Verhältnissen. Seit den aufklärerischen Büchern von Lüders sind die Dinge doch klar. Das sollten sich die Assad-Draufhauer und US/Westmedien-Gläubigen mal zu Gemüte führen, dass sie was dazulernen.

Die Rebellen nur "gut", das Assad-Regime nur "böse", platter geht's nicht. Assad bekämpft "sein Volk", aber zu dumm, die Mehrheit der Bevölkerung steht immer noch hinter dem Regime, Syrer kehren in großer Zahl zurück. Seltsam, wo doch der angeblich Massenmörder mit Giftgas auf sie wartet. Sind die Syrer ein Volk von Todessüchtigen? Das Regime bekämpft die Rebellen, die sich in den Städten verschanzen und die dortige Bevölkerung als lebendes Schutzschild verwenden. So verhält es sich! Natürlich ist das Assad-Regime eine Diktatur, die gnadenlos ihre Gegner bekämpft, aber das ist überall in der arabische Welt so, in Ägypten, Saudi-Arabien, Iran oder Irak.

Was wäre denn, wenn die Rebellen gewinnen würden? Sie würden versuchen einen sunnitischen Gottesstaat zu errichten. Das multiethnische Syrien würde im Bürgerkrieg versinken. Die Russen haben das durch ihr Eingreifen verhindert und sie werden nicht zulassen, dass Assad gestürzt wird. Andererseits werden die Amis es nicht wagen, sich mit ihnen direkt anzulegen. Etwa der Abschuss eines russischen Kampfjets durch eine US-Rakete ist undenkbar. Die Russen müssten zurückschlagen und eine Eskalation würde drohen. Diese Gefahr ist beiden Seiten bewusst.

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JDR 10.04.2018, 20:45
78.

Zitat von neanderspezi
Wenn Russland von einem "inszenierten" Giftgasangriff gegen die verbliebenen Freischärler in Duda unter der Regie einer Anti-Assad-Koalition kurz vor ihrem Abzug spricht, dann wird es ja wohl ein letzter Versuch dieser Umstürzler gewesen sein, ihre Unterstützer gegen Assad und die Russen ein weiteres Mal zu einer Militäraktion aufzustacheln, nachdem wiederholt vom Überschreiten einer Roten Linie beim Einsatz von Giftgas palavert wurde, wobei dies immer in der Hoffnung geschah, dass daraufhin diese Alliierten endlich der Androhung entsprechend reagieren werden. Es muss kein Großes Einmaleins geübt werden, um das Anturnen der USA, GBs und eventuell Frankreichs zu militärischer Hilfestellung gewiss auch nach eigenem Dafürhalten sich vorzustellen, speziell wenn ein Trump sich dazu mit Gezwitscher emporzuarbeiten anschickt. Inzwischen scheint auch in Deutschland wie zu Bushs Zeiten, im Gegensatz zu damals jedoch mit herbeieilendem Regierungssegen, ein gehorsames Mitschwingen sich anzudeuten.
Es ist wohl eher so, dass Assad jede Lektion sehr schnell verlent. Obama bot "Frieden um jeden Preis" und schaffte es, die Russen ins Boot zu holen. Präsident Trump hat es mit einer Demonstration der Stärke versucht. Nichts hat etwas genützt. Assad ducjkt sich kurz weg und macht dann weiter, wie bevor. Wenn seine Alliierten ihm abraten, dann haben sie keinen Einfluss und wenn sie ihn machen lassen, dann sind sie Mittäter. Und wer immer Macht hat und zusieht, muss sich selbst fragen lassen, was für ein Mensch er eigentlich ist.

Ich vermute, Präsident Trumps Antwort darauf wird Assad nicht gefallen. Und Moskau hatte genug Chancen, Einfluss zu nehmen.

Ich spiele gerne mit Ideen für diplomatische Lösungen. "I got nothin´."

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hinterfrager_72 10.04.2018, 21:43
79. Die Weißhelme

Ich war nicht in Syrien. Nehme meine Informationen aus den Medien. Im Allgemeinen den öffentlich-rechtlichen. Besonders gern Bayern2. Fast jeder hier wird wohl so vorgehen. Was mich als ehemaligen Ostbürger, der gelernt hat ein Gespür für Propaganda zu entwickeln stört, ist die hochgradige Inkonsistenz der Berichterstattung. Für den "Westen" - was immer das ist ungünstige Sendungen kommen bei ARD und ZDF extrem spät, s. auch Kommentar Öffentlich-rechtlicher Rundfunk – Wozu? von Georg Restle (Monitor). Selbst die Tagesthemen mußte ich schon oft ausschalten, wegen inkonsistenter Berichterstattung. Vielleicht ist es keine böse Absicht sondern Unvermögen. Hier noch ein schöner Link zu den Weißhelmen und der Politik der USA, vielleicht auch Verschwörung von n-tv: https://www.n-tv.de/politik/Die-USA-wollen-Syrien-zerschlagen-article20337990.html
Faßt aber die Lage, wie ich sie einzeln gelesen habe (z.B. Israel Interesse an Unfrieden - schützt vor Iran ...)

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