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Syrien-Strategie: Russlands Traum von der Weltmacht
DPA

Die Jets des Kreml bombardieren Syrien, Moskaus Medien schüren Euphorie. Schon wird in Russland über die Rückeroberung des Landes für Assad spekuliert - und über das eigene Comeback als Großmacht.

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rango4711 15.02.2016, 16:21
100. Putin ...

wird die Welt zur Ablenkung von seiner wirtschaftlichen Unfähigkeit noch in eine globalen Krieg stürzten, wenn man ihm nicht davor entschlossen Einhalt gebietet. Beschwichtigungspolitik befeuert lediglich seine Verachtung für den schwachen Westen.

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fluxus08 15.02.2016, 16:21
101. Eine sogenannte

Zitat von Luna-lucia
Vielleicht schwer durchschaubar! Aber das kann sich eine Großmacht eben leisten!
muss es sich auch in erster Linie wirtschaftlich "leisten" können - und hier werden den russischen Bürgern in den nächsten Monaten / Jahren die Lichter aufgehen.

Aber die Vorgehensweise von autoritären Führern, die keine wirtschaftliche Entwicklung vorweisen können, ist immer die gleiche - sie führen Krieg!
Die Geschichtsbücher sind voll davon.

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niktim 15.02.2016, 16:22
102.

Zitat von menefregista
Wie wäre es, wenn Putin sich mal ausnahmsweise den Iran und die Herrschaft der Mullahs unter die Lupe nehmen würden, um die Stabilität der Demokratie dort zu überprüfen ? Als neue oder alte Weltmacht sollte das wohl kein Problem sein, um den Bau von Atombomben zu verhindern.
Ist Ihnen nicht bekannt, dass er den Bau von Atombomben des Irans verhindert hat?

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Leser1000 15.02.2016, 16:23
103. Perspektive

Dann bleibt nur zu hoffen, dass die Euphorie auch nach einem eventuellem "russischen Sieg" bestehen bleibt. Denn irgendwer wird Syrien - wer weiß wann- wieder aufbauen und finanzieren müssen. Dass Syrien -Öl hin oder her - dies allein schaffen wird, sehe ich nicht. Bei der irgendwann stattfindenden Geberkonferenz sehe ich mithin Russland , wenn Russland so weiter verfährt wie bisher, ganz maßgeblich im Obligio. Aber vielleich hilft eines schönen Tages ja China.

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soldev 15.02.2016, 16:25
104.

Zitat von kamikaze2000
Ich mochte keine Amis, die sich wegen des Öls durch den Irak gebombt haben. Genauso moralisch abgestumpft sind für mich heute die Russen, die wegen sogenannter geopolitischer Interessen in der Ukraine und in Syrien mit ihren Bomben am Weltfrieden zündeln. Wer darauf auch noch stolz ist, ist moralisch verkommen.
Nunja - die Russen wurden von Assad gebeten 'unterstützend' einzugreifen. Das heisst sie sind legitimiert in Syrien zu bomben - im Gegensatz zu den westlichen Parteien. Und Ukraine - wer hat denn da zuerst gezündelt, wer wollte Atombomben auf alle Russen werfen?
Sie machen es sich sehr einfach ... wenn ich mir die Aktionen der Russen ansehe sind das praktisch alles Reaktionen, so abscheulich auch die Umsetzung ist.

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larsmach 15.02.2016, 16:25
105. Verfahrene Situation

Noch sind Währungsreserven aus besseren Zeiten (hoher Ölpreise) vorhanden. Die wurden allzu wenig für Reformprojekte genutzt, so dass heute ein defizitäres Ölgeschäft (auf den Staatshaushalt bezogen) auf Industrie und Landwirtschaft trifft, die nicht wettbewerbsfähig bzw. zur flächendeckenden Versorgung unfähig sind.

In globalem Maßstab ist Russlands Wirtschaft (vergleichbar mit der eines kleinen europäischen Landes) eigentlich nicht systembestimmend, doch davon werden die hysterischen Börsianer und ihre Propheten bald sicherlich nichts wissen wollen, wenn Gründe für das Auslösen der nächsten Welt-Schuldenkrise zu suchen sein werden.

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an-i 15.02.2016, 16:25
106.

Zitat von Yukikaze
Wieder dieses klassisch sinnlose Argument. Weil also die USA genauso falsch vorgehen, ist das Handeln Russlands gut? Wenn dann müssten doch beide Länder verurteilt werden oder nicht? Auch für Sie nochmal: Die USA agieren in Syrein nicht alleine, sondern zusammen mit europ. Staaten, weshalb sie sich diesmal auffällig zurück halten. Russland hingegen schafft skrupelos Fakten mit militärischen Mitteln und pfeift auf die diplomatischen Konsequenzen.
da liegen Sie aber falsch.
Nochmal, Emotionen weglassen, die Fakten:
egal was Assad ist, er ist demokratisch gewählt worden!
USA mit den westl. Allierten (Kanada hat sich inzwischen zurückgezogen) bomben in Syrien Völkerrechtswidrig! Punkt! niemand hat sie um Hilfe gebeten. In der Zwischenzeit weiss man das es in Syrien keine gemäßigte Opposition gibt und nie gegeben hat. Sogar die Chemischen Waffen wurden von der "Opposition" eingesetzt. ( CIA Chef)

http://www.sueddeutsche.de/politik/syrien-und-irak-cia-chef-is-miliz-setzte-in-einer-reihe-von-faellen-chemiewaffen-ein-1.2860565

Russland hat mit Syrien ein Abkommen und wurde zur Hilfe angefordert, Punkt! Keine Diplomatischen Konsquenzen!
Wenn Sie damit nicht einverstanden sind, dann sind Sie auch mit dem Völkerrecht nicht einverstanden.
Nur weil den USA Assad nicht passt (Assad muss weg) darf man ein Land seit vier Jahren kleinbomben?
Hier müssten diplomatische Konsequenzen greifen, den Rest kann ihnen Herr Bidder gerne erklären...

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spon-facebook-10000164611 15.02.2016, 16:26
107. Syrien

16 Nationen fliegen und bomben,einer ist Schuld.Assad ist im wege,er hat nein gesagt.Katar,Kuweit und die Saudis wollen durch Syrien eine Öltrasse bauen zum Mittelmeer.Auch Syrien, Irak ,Iran mit Russland wollen zum Mittelmeer,einer ist da im wege.Intressant ist das in diesen Länder die Bevölkerung friedlich lebten..Die USA war seit 1776,also in 239 Jahren bereits 222 mal im Krieg.Lass das mal eine weile auf Dich wirken.

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spon-facebook-10000012354 15.02.2016, 16:26
108. Stützpunkt Latakia

Zitat von blaes
Ich bin kein Experte bzgl. Syrien oder der russischen Intervention. Die Darstellung des Autors, nach der das russische Militär mit 40 Flugzeugen 7.000 Einsätze in den letzten 4 Monaten geflogen hat, gibt mir dennoch zu denken. Dies wären ca. 1,4 Flüge pro Flugzeug pro Tag (überschlägig 7.000 / 120 / 40). Kann das stimmen? Vll. kann der Autor die Quellen seiner Daten darlegen, um seine Angaben transparenter zu verifizieren?
...diese Schätzung ist realistisch, denn die Russen können Latakia als Stützpunkt nutzen (Flughafen Basil al-Assad), d.h. sie haben einen sehr kurzen Anflug zu den Zielgebieten (im Vergleich zu den amerikanischen Streitkräften). Mit einem PKW würde man theoretisch nur 2 Std. (181,7 km) über die M4 benötigen, mit dem Flugzeug geht es ungleich schneller. Mehrere Einsätze an einem Tag sind also durchaus machbar.

https://de.wikipedia.org/wiki/Latakia

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justus65 15.02.2016, 16:26
109. Russland - Weltmacht

Das Problem ist die Überheblichkiet des Westens nach dem Zusammenbruch des Ostblocks. Die UA waren offensichtlich der Ansicht, dass Russland lediglich eine mittlere Macht darstelle, die nicht beachtet werden müsse und deren Gefühle nicht von belang sind. Dieses Land ist so groß, besitzt so viele Bodenschätze und grenzt an so viele Regieonen, in denen Konflikte herrschen, dass es vom Westen einfach nur dumm war, die Russen zu ignorieren. Wären die USA, die NATO und die EU den Russen auf Augenhöhe begegnet, hätte es in den 90er Jahren dei einmalige Chance gegeben, in weiten Bereichen der Erde für ein friedvolles Miteinander zu sorgen. Dann könnte man auch jetzt gemeinsam, die Konflikte zwischen den muslimischen Gruppen bearbeiten und müsste sich nicht gegenseitig die eigene "Potenz" beweisen, was letzten Endes meist den Terrorosten hilft während die Zivilbevölkerung leidet. Russland mag derzeit wirtschaftliche Probleme haben, aber der Ölpreis wird wieder steigen und sich somit auch die wirtschaftliche lage wieder verbessern. Ich bitte darum, mich nicht falsch zu verstehen. Ich bin kein Anhänger von Herrn Putin, wie er mit politischen Gegnern umgeht ist einfach nur wiederlich. Aber Russland wird nicht wieder Weltmacht, es war immer ein Spieler im großen Spiel, der Westen wollte es nur nicht wahrhaben. Im vorliegenden Fall von Syrien ist Russland der einzige große Spieler, der genau weiß, was er will, der Westen weiß es nämlich nicht. Assad ist eigentlich nicht tragbar, aber die vorhandenen Alternativen sind offensichtlich noch übler. Mit seiner Festlegung, Assad muss weg, hat sich der Westen in eine Sackgasse manövriert, aus der er nicht mehr heraus kommt. Man lernt offenbar nichts aus der Geschichte. Gaddafi und Hussein waren auch unerträgliche Despoten, aber im Vergleich zu den jetzt herrschenden Zuständen war das damals paradiesisch.

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