Forum: Politik
Syrien: Uno-Gesandter Brahimi hält Mission für aussichtlos
AFP

Der neue Syrien-Beauftragte der Uno hat sich äußerst pessimistisch über die Erfolgsaussichten seiner Mission gezeigt. In der BBC sprach Lakhdar Brahimi von einem nahezu unmöglichen Auftrag. Dennoch bereitet er offenbar Gespräche in Syrien vor.

Seite 8 von 11
chefchen1 03.09.2012, 13:53
70.

Zitat von cour-age
Das Regime kann gar nicht verhandeln, die Aufgabe der alleinigen absoluten Macht wäre automatisch das Ende der Diktatur, damit das Ende der Assads. Das wissen diese genau. Das wird hier einfach ignoriert.
So ein Schwachfug!

Assad hat immer wieder Gespräche angeboten. Er ist also offensichtlich zu Verhandlungen bereit. Gleichzeitig wurden erste Verfassungsänderungen vollzogen:
"Im Februar/2012 wurde einen Entwurf zu einer neuen Verfassung zu einem Referendum vorgelegt. Die islamische Rechtswissenschaft (Alfiqh) soll zu einer Hauptquelle der Gesetzgebung werden. Der Paragraph lässt offen, welche Gesetze nun aus dem Koran und der Sunna entnommen werden. Islamistische Oppositionelle würden dies auch gerne durchsetzen wollen; was wieder die Freiheit der Bürger mit der islamischen Gesetzgebung einschränken kann und Rechte der Christen erheblich einschneiden wird. Weiterhin darf laut diesem Entwurf nur ein Muslim Präsident werden. Die Monopolstellung der Baath-Partei und der Sozialismus als Staatsform wurden aufgegeben, doch weiterhin werden dem Präsidenten weitgehende Befugnisse eingeräumt."

Aber Sie wollen entsprechend Ihren Aussagen augenscheinlich einen islamischen Gottesstaat vergeschrieben sehen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
gievlos 03.09.2012, 14:36
71. Brahimi gibt Russland und China die Schuld!

Jetzt sollte doch alles klar sein, oder? Brahimi gibt ganz klar Assad die Schuld, und den "führenden Mächten", die NICHT mit der Opposition in Syrien verhandeln wollen. Annan hatte sich noch aus diplomatischen Gründen recht schwammig ausgedrückt, wer jetzt eigentlich das Problem ist. Auch Brahimi bleibt halbwegs Diplomatisch und nennt keine Namen. Aber das klingt doch schon sehr nach Russland und China

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Comander 03.09.2012, 14:48
72. eindeutige Schuldige

solange die diktatorischen Unterstützerstaaten Russland und China auf der Seite eines Verbrechers stehen und jeden diplomatischen Erfolg im UN- Sicherheitsrat blockieren, so lange ist diese Mission in der Tat aussichtslos. Bleibt nur zu hoffen, dass Freiheit bringende Staaten wie die USA, GB, Fr, Dtl oder die Türkei den Freiheitskämpfern zu einem schnellen Sieg verhelfen, damit dieser Despot gestürzt wird und man den vorallem den russischen Einfluss in der Welt, welcher den Weltfrieden bedroht zurückdrängt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Hape1 03.09.2012, 14:54
73.

Zitat von gievlos
Jetzt sollte doch alles klar sein, oder? Brahimi gibt ganz klar Assad die Schuld, und den "führenden Mächten", die NICHT mit der Opposition in Syrien verhandeln wollen. Annan hatte sich noch aus diplomatischen Gründen recht schwammig ausgedrückt, wer jetzt eigentlich das Problem ist. Auch Brahimi bleibt halbwegs Diplomatisch und nennt keine Namen. Aber das klingt doch schon sehr nach Russland und China
Danke für die Aufklärung, wem Brahimi meinte.

Ich tippte bis gerade eben auf die Länder Liechtenstein und Swasiland. *kopfschüttel*

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jalu-2008 03.09.2012, 14:56
74. Sie haben die Situation völlig richtig erkannt!

Zitat von Hape1
Oh man.....also die syrische Regierung kann nicht verhandeln......die Opposition kann nicht verhandeln (fehlende Führung)......was dann?
Sie haben die Situation völlig richtig erkannt!
Die Situation ist außer Kontrolle geraten, ohne Eingriff von außen wird sich irgendwann der Stärkere herausstellen.

Ein Eingriff von außen ist aber aktuell keine Option.
Das Leiden und Töten wir in absehbarer Zeit leider kein Ende finden, es wird bis zur Erschöpfung einer Seite geführt, mit oder ohne Assad.
Selbst wenn Assad morgen das Land verlassen würde, dann werden Militär und Milizen weiterhin um ihr nacktes Überleben kämpfen (müssen).

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Hape1 03.09.2012, 15:15
75. ...

Zitat von jalu-2008
Sie haben die Situation völlig richtig erkannt! Die Situation ist außer Kontrolle geraten, ohne Eingriff von außen wird sich irgendwann der Stärkere herausstellen. Ein Eingriff von außen ist aber aktuell keine Option. Das Leiden und Töten wir in absehbarer Zeit leider kein Ende finden, es wird bis zur Erschöpfung einer Seite geführt, mit oder ohne Assad. Selbst wenn Assad morgen das Land verlassen würde, dann werden Militär und Milizen weiterhin um ihr nacktes Überleben kämpfen (müssen).
Man sollte dann zumindest keine Seite militärisch, logistisch und finanziell unterstützen.
Die "Befeuerer" des Krieges (S-A, Katar, Türkei u.a.) sollten den Milizen Asyl gewähren.
Im Gegenzug sollte Assad mit seiner Familie die Koffer packen und der Rest der syrischen Regierung sollte mit den demokratischen Teilen der Opposition Syrien zur Demokratie führen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
malarasataponoto 03.09.2012, 15:20
76. Es ist die Pflicht der Regierung, unter allen Umständen die Sicherheit ihres Volkes zu gewährleisten

Brahimi kritisiert die syrische Regierung. "Es ist die Pflicht der Regierung, unter allen Umständen die Sicherheit ihres Volkes zu gewährleisten", Schlägt Assad nun die Terroristen (ja Terroristen!) nieder, ist es für die NATO ein Kriegsgrund. Tut er es nicht, kann er „sein eigenes Volk nicht schützen“. In beiden Fällen kann endlich „muߓ die NATO direkt losbomben schweren Herzens eingreifen. Das ist die Gefährlichkeit der NATO-Kriminellen. Sie finden immer eine „humanitäre“ Ausrede. Was dann kommt sind – wie Libyen zeigt – zerbombte Infrastruktur, Al-Kaida, Leichenberge, Chaos und der nächste Krieg. Welcher Staat würde das zulassen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
derandersdenkende 03.09.2012, 15:24
77. Natürlich kann die Regierung verhandeln

Zitat von cour-age
Das Regime kann gar nicht verhandeln, die Aufgabe der alleinigen absoluten Macht wäre automatisch das Ende der Diktatur, damit das Ende der Assads. Das wissen diese genau. Das wird hier einfach ignoriert.
Anheizer der Spannungen ignorieren das völlig. Natürlich wird Assad bereit sein mit der Opposition zu verhandeln.
Mit den Rebellen oder Söldnern, denen viel Blut an den Händen klebt eher nicht. Die gehören vor ein ordentliches Gericht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
gievlos 03.09.2012, 15:30
78. kein Ende?

Zitat von jalu-2008
Sie haben die Situation völlig richtig erkannt! Die Situation ist außer Kontrolle geraten, ohne Eingriff von außen wird sich irgendwann der Stärkere herausstellen. Ein Eingriff ......
Genau so sieht es leider aus. Es sei denn, Assad gelingt es doch noch, den Aufstand abzuwürgen. Aber das wird dann auf Kosten der sunnitischen Bevölkerung geschehen und mindestens genau so brutal. An sich wird man nicht um eine Teilung des Landes herumkommen, will man langfristig noch Schlimmeres verhindern. Die Alawiten und sunnitischen Syrer brauchen je einen eigenen Staat, in dem sie über sich selbst bestimmen können. Die Aufteilung ergäbe sich fast von selbst, siehe:

Aufstand in Syrien: Terror und Krieg für die Nachbarländer - SPIEGEL ONLINE

Beitrag melden Antworten / Zitieren
adal_ 03.09.2012, 15:38
79.

Zitat von derandersdenkende
Natürlich wird Assad bereit sein mit der Opposition zu verhandeln...
Dumm nur, dass niemand aus der Opposition mit dem Oppositionellen-Killer Assad verhandeln will. Das ist der kleinste gemeinsame Nenner aller Oppositionellen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 8 von 11