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Syrienkonferenz in der Schweiz: Nur Iran kann Assad überreden
DPA

Mit seiner Einladung an Iran hat Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon die syrische Opposition und die USA brüskiert. Dennoch ist die Teilnahme des Regimes am Treffen in Montreux wichtig: Teheran hat den stärksten Einfluss auf Diktator Assad.

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lotharec 20.01.2014, 13:04
1. optional

Ein Artikel, dem man zustimmen kann. Eine Konferenz muss nun mal mit allen Akteuren stattfinden.

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ant-ipod 20.01.2014, 13:19
2. Eigentlich nur 2,5 Optionen:

Zitat von sysop
Mit seiner Einladung an Iran hat Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon die syrische Opposition und die USA brüskiert. Dennoch ist die Teilnahme des Regimes am Treffen in Montreux wichtig: Teheran hat den stärksten Einfluss auf Diktator Assad.
Option 0,5: Assad hat einen Anfall von Klarheit, erkennt sein Handeln als unmenschlich und falsch und gestaltet den demokratischen Wandel in Syrien selbst... zu schön um Wahr zu sein... denn in den vergangenen 13 Jahren hatte er diesen Einfall nicht und es sieht irgendwie nicht danach aus.

Option 1: Der Iran wird derartig mit Optionen kompensiert, dass es einfach zu lukrativ für ihn ist, das Angebot abzulehnen. Warum den "Konflikt mit Israel" ausbeuten und einen unbeliebten Diktator für viel Geld unterstützen, wenn man stattdessen wirtschaftlichen Fortschritt, gesellschaftlichen Wohlstand und damit weniger Kritik am eigenen Regime haben kann?

Option 2: Der Iran begreift seine Option 1 nicht, oder sie ist nicht lukrativ genug - das Assad Regime bleibt strukturell weiterhin demokratieunfähig und gewaltsam. Tja, dann wird Syrien, sollte der Westen nicht wieder erwarten nun doch für seine eigenen Werte eintreten, wohl weiter im Bürgerkrieg verhaftet bleiben.
Der geht im Zweifel so lange, bis beide Seiten völlig verausgabt und erschöpft sind. Da beide Seiten mit Menschen und Material von außen versorgt werden, kann dies noch eine Weile dauern und der leidende Dritte, ist die große Masse der syrischen Zivilbevölkerung.

Bei Option 2 dürfen wir nicht vergessen, dass wir im Westen dafür einen Preis bezahlen:
a) Der einzige vorhandene Ordnungsrahmen - die VN - werden ad absurdum geführt und verlieren jegliche Gestaltungskraft, Konflikte zu lösen. Dies führt im Grunde zu mehr Gewalt, wenn die VN an Bedeutung verlieren.
b) Unsere Glaubwürdigkeit steht auf dem Spiel. Die Welt sieht zu, wie wir sowohl mit der Verteidigung unserer Werte, als auch mit der Flüchtlingsproblematik umgehen.
Derzeit schadet es unserer Reputation und unserer Glaubwürdigkeit.
Putin zieht uns am Ring durch die Manege und wir lassen es willfährig geschehen.
Keiner nimmt unsere Mahnungen mehr ernst - was bedeutet, dass wir künftig mit Mahnungen nicht mehr auskommen, sondern für die Durchsetzung unserer Interessen gleich ein glaubwürdiges Bedrohungsszenario aufbauen müssen...
Vermutlich der erste, der das zu spüren bekommen wird, ist Japan in der Frage der Senkaku-Inseln.

Unsere Art zu leben verliert an Glaubwürdigkeit und Anziehungskraft - auch deswegen wenden sich Menschen eher anderen Werten - bspw. der Religion - zu, was letztlich weder zu deren, noch zu unserem Vorteil ist.

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wolfi55 20.01.2014, 13:20
3. wieso sind die alle gegen den Iran?

Jeder Depp weiß, dass der Iran auf Syrien Einfluss hat. Wer also den Iran da nicht dabei haben will, der will keinen Erfolg der Konferenz haben, der will ein Scheitern haben und so ein Eingreifen der UNO provozieren.

Haben die Amis nicht schon genug Schaden angerichtet in der Region?

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rnauner 20.01.2014, 13:20
4. @Christoph Sydow/SPON

Zitat von sysop
Mit seiner Einladung an Iran hat Uno-Generalsekretär ...
Vielen Dank (ohne Ironie!) für die Schreibung: "an Iran" .

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karlomari 20.01.2014, 13:35
5. Es ist immer wieder

Zitat von sysop
Mit seiner Einladung an Iran hat Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon die syrische Opposition und die USA brüskiert. Dennoch ist die Teilnahme des Regimes am Treffen in Montreux wichtig: Teheran hat den stärksten Einfluss auf Diktator Assad.
interessant, wie von Seiten der Redakteure mit Floskeln gespielt wird.
Gestern hieß es noch "Präsident" , heute ist mal wieder der "Diktator" an der Reihe.
Werter Herr Sydow , schreiben Sie doch auch mal , mit wem sich die syrische Delegation an einen Tisch setzen soll.
Eine Analyse darüber wäre wünschenswert.
Da heißt es im gestrigen Artikel lapidar, 3 "Widerstandsgruppen" hätten ihre Teilnahme zugesagt.
Wer sind diese 3?
Dabei handelt es sich um die "Syrische Revolutionäre Front", die "Soldaten der Levante" und die "Armee der Mujahedin", laut "Oppositionssprecher" Safi.
Besonders die Gruppe der "Soldaten der Levant" ist schon bemerkenswert.
Damit sitzen die USA und Deutschland direkt mit Terroristen am Verhandlungstisch, darüber gibt es keine Illusionen.
Siehe hier:
http://www.trackingterrorism.org/group/soldiers-levant

Und die sollen an der Regierung beteiligt werden?

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gandhiforever 20.01.2014, 13:36
6. Ban Ki Moon

Zitat von sysop
Mit seiner Einladung an Iran hat Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon die syrische Opposition und die USA brüskiert. Dennoch ist die Teilnahme des Regimes am Treffen in Montreux wichtig: Teheran hat den stärksten Einfluss auf Diktator Assad.
hat das einzig Richtige getan, indem er den Iran eingeladen hat.

Wenn Kerry nicht Gastgeber ist, hat er auch kein Recht darauf, bestimmen zu koennen, unter welchen Umstaender wer eingeladen wird.

Alle, die irgendwie am Konflikt beteiligt sind, sollten in Montreux vertreten sein, nur so gibt es Aussichten auf ein Ergebnis, das ein Ende des Konflikts zulaesst.

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partyduler 20.01.2014, 13:42
7. Opposition

Zitat von sysop
Mit seiner Einladung an Iran hat Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon die syrische Opposition und die USA brüskiert. Dennoch ist die Teilnahme des Regimes am Treffen in Montreux wichtig: Teheran hat den stärksten Einfluss auf Diktator Assad.
Wen umfasst die im Artikel genannte Opposition denn?
Sind das nur die gemäßigten Rebellen, oder auch die radikalen Islamisten, Dschihadisten und Terroristen?

Denn wenn die letzten 3 Gruppen nicht auch beteiligt sind, weiß ich nicht was bei dieser Konferenz denn herauskommen soll, wenn die Organisationen, die die Mehrheit der kämpfenden Truppen stellen, nicht mitverhandeln.

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Christ 32 20.01.2014, 13:44
8.

Zitat von wolfi55
Jeder Depp weiß, dass der Iran auf Syrien Einfluss hat. Wer also den Iran da nicht dabei haben will, der will keinen Erfolg der Konferenz haben, der will ein Scheitern haben und so ein Eingreifen der UNO provozieren?
warum will man den Iran nicht dabei haben ?

weil der Iran Assad bei den Verhandlungen unterstützen könnte, man stellt sich das wahrscheinlich so vor das Assad gegenüber der Opposition und deren Unterstützern und ein paar neutralen Beobachtern völlig isoliert wäre. Ist Assad allein bei den Verhandlungen kann man Ihn später auch einfacher für deren Scheitern verantwortlich machen.

Ich bin mal gespannt ob die Opposition überhaupt zu irgendwelchen Zugeständnissen an Assad bereit sind ?

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grauwolf1949 20.01.2014, 13:56
9. Das verstehe wer kann

Zitat von karlomari
in Da heißt es im gestrigen Artikel lapidar, 3 "Widerstandsgruppen" hätten ihre Teilnahme zugesagt. Wer sind diese 3? Dabei handelt es sich um die "Syrische Revolutionäre Front", die "Soldaten der Levante" und die "Armee der Mujahedin", laut "Oppositionssprecher" Safi. Besonders die Gruppe der "Soldaten der Levant" ist schon bemerkenswert. Damit sitzen die USA und Deutschland direkt mit Terroristen am Verhandlungstisch, darüber gibt es keine Illusionen. Siehe hier: Und die sollen an der Regierung beteiligt werden?
Die USA haben einen Krieg geführt um Bin Laden zu vernichten und wollen jetzt mit Terroristen an einem Verhandlungstisch sitzen ? Oder sind Terroristen nur als solche zu betrachten wenn sie die Interessen oder Menschen der USA bedrohen ?

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